• Fahrradhelme

    Die Verwendung eines Fahrradhelms zum Schutz Ihres wichtigsten Besitzes - des Kopfes – sollte selbstverständlich und absolut unverzichtbar sein! Sowohl im alltäglichen Straßenverkehr als auch auf längeren Touren in der Natur: Ein Sturz kommt plötzlich und kann bei einem unglücklichen Aufkommen bereits schwerste Kopfverletzungen verursachen. Achten Sie auf den richtigen Sitz des Helmes, er darf nicht zu fest, vor allem jedoch nicht zu locker sitzen! Auf keinen Fall darf sich ein geschlossener Helm „lässig“ in Richtung Hinterkopf schieben lassen: In dieser Position ist er für Sie gefährlicher, als wenn Sie keinen Helm tragen würden. Bei den meisten Modellen lässt sich die Passform über ein Einstellrad am Hinterkopf und einen verstellbaren Kinnriemen regulieren.

    Beim Inmold-Verfahren werden Helmschale und Hartschaum miteinander verschweißt. Resultat ist eine vollständige Verbindung und somit sehr stabile Helmstruktur. Die Sicherheit bei mechanischer Einwirkung, z. B. beim Sturz auf einen spitzen Gegenstand, liegt deutlich höher als bei (meist nur punktweise) verklebten Helmen. Inmold-Helme sind sehr leicht und langlebig. Zudem können sie mit größeren Belüftungsschlitzen bei höherer Stabilität ausgestattet werden. Gut belüftete Radhelme eigenen sich auch ideal zum Inlineskaten. Die Wahl sollte hier auf ein Modell mit möglichst runder Form fallen, denn im Falle eines Rückwärtsfallens gilt: Je runder der Helm desto besser.

    Bei Hartschalen-Helmen liegt eine separate Schale aus hartem Kunststoff (meist ABS) über dem Hartschaum. Dadurch sind Hartschalen-Helme zwar etwas schwerer, jedoch auch besonders robust und druckstabil.

    Fahrradhelme sollten generell alle 3 bis 4 Jahre ausgewechselt werden, da sie aushärten und dann nicht mehr genügend Dämpfung bieten. Zudem können Radhelme auch durch UV-Strahlung und eventuell entstehende Haarrisse bei kleineren Stürzen kaum sichtbar beschädigt werden.

  • Fahrradtaschen

    Bei Ausflügen mit leichtem Gepäck genügen oft ein Rucksack oder kleine Taschen. Touren mit umfangreichem Gepäck verlangen bereits eine sinnvolle Aufteilung zwischen Vorder- und Hinterrad-Taschen. Exkursionen abseits befestigter Wege erfordern ein Höchstmaß an Qualität und Volumen. Hier bieten sich auch Anhänger an, die einen niedrigen Schwerpunkt besitzen, das Rad schonen und selbst an ausgefallene, z. B. gefederte Rahmen passen.
    Fahrradtaschen werden um ein Vielfaches mehr belastet als Rucksäcke, denn jede noch so kleine Fahrbahnunebenheit wird direkt und nahezu ungefedert auf die beladenen Taschen übertragen. Zu diesen Dauerbelastungen gesellen sich Umwelteinflüsse wie Wetter und Schmutz. Die klassischen Fahrradtaschen (bspw. von Ortlieb) sind aus LKW-Plane-ähnlichem Material gefertigt und bieten so absoluten Staub- und Spritzwasserschutz. Zudem sind die Nähte hochfrequenzverschweißt und damit dauerhaft wasserdicht. Befestigt werden sie mit einem Aufhängesystem, bei dem die Tasche schnell und unkompliziert am entsprechenden Gepäckträgerrohr eingehakt wird und so auch schnell wieder abgenommen werden kann.

    (Infokasten Ortlieb aus HB 2012, Seite 342)

    Hinterradtaschen
    Größere und schwerere Gepäckstücke gehören in die Hinterradtaschen. Officetaschen transportieren Notebook, Bücher, Aktenordner etc. sicher zur Arbeit oder Uni und können abseits des Rads einfach als Umhängetasche genutzt werden. Die Hinterrad-Packtaschen von Ortlieb und Vaude werden paarweise angeboten und schlucken viel Gepäck. Für lange Touren sind auch Systeme mit zwei seitlichen und einer oberen Tasche für maximales Packvolumen erhältlich.
    Symmetrisch geschnittene Taschen, wie die meisten Officetaschen, lassen sich wahlweise rechts oder links befestigen. Asymmetrisch geschnittene Hinterradtaschen bieten dafür aber eine gute Fersenfreiheit. Hinterradtaschen sollten nicht höher sein als ihr Gepäckträger - damit vergrößert sich die Auflagefläche und ermöglicht eine zusätzliche Beladung leichter, sperriger Ausrüstung (z. B. Isomatte). Je weniger Spiel die Taschen haben, desto weniger werden sie zusammen mit den Trägern belastet und desto positiver ist das Fahrverhalten.

    Vorderradtaschen
    Um das Gepäck optimal zu verteilen, gehören an ein Rad hintere und vordere Gepäcktaschen sowie eine Lenkertasche. Das garantiert nicht nur Sicherheit, sondern erhöht auch den Fahrspaß. Während die Hinterrad-Gepäcktaschen das Gros der Ausrüstung aufnehmen, besitzen Vorderrad-Gepäcktaschen einen niedrigeren Schwerpunkt und erhalten so das ausgewogene Fahrverhalten. Sie sollten mit leichter Ausrüstung bepackt werden.

    Lenkertaschen
    Eine Lenkertasche hat den Vorteil, dass sie jederzeit schnellen Zugriff auf das wichtigste Gepäck (Karte, Handy, Regenjacke, Snacks etc.) bietet. Praktisch auf neuen Routen: Einige Modelle sind mit einer Kartenhalterung (Hülle) auf dem Deckel ausgestattet.

    Satteltaschen
    Hier finden die wichtigsten „Kleinigkeiten“ Platz: eine kleine Luftpumpe, Multifunktionstool, Flickzeug etc. Im Gegensatz zur Lenkertasche bleibt bei der Satteltasche die Sicht auf das Vorderrad frei.

    Rahmentaschen
    Rahmentaschen werden je nach Modell an der Mittelstange, dem Rahmendreieck oder dem Oberrohr angebracht. Die Befestigung erfolgt in der Regel schnell und unkompliziert per Klettverschluss.

  • Gepäcktransport

    Fahrradanhänger ermöglichen die Mitnahme von schwerem, voluminösem Gepäck, entlasten das gesamte Fahrrad (Rahmen, Lager, Laufräder) und sind durch den niedrigen Schwerpunkt eine sehr sichere Alternative zu Gepäcktaschen. Besonders praktisch: Durch die Befestigung an der Hinterrad-Achse werden selbst vollgefederte Räder tourentauglich!

     

    Gute Gepäckträger ermöglichen die Mitnahme von schwerem, voluminösem Gepäck. Gepäckträger bestehen aus massivem Aluminiumdraht oder Stahlrohr. Das Material darf weder zu spröde sein (Bruchgefahr) noch zu weich (sonst verbiegt es sich). Alle Verbindungen sollten geschweißt bzw. gelötet sein. Je weniger Verbindungsstellen ein Träger hat, desto besser. Aber: Je mehr Verstrebungen ein Modell besitzt, desto steifer ist es.

  • Schlösser & Sicherung

    Damit Ihnen bei der Rast nicht der Drahtesel oder das Gepäck entwendet wird, sollte ein Schloss sowohl im Alltag als auch unterwegs nicht fehlen. Pro Jahr werden fast eine halbe Million Fahrraddiebstähle in Deutschland gemeldet; kein Kabelschloss hält einem Bolzenschneider länger als 30 Sekunden stand. Sichern Sie deshalb Ihr Rad an einer von Weitem sichtbaren, belebten und hellen Stelle. Schließen Sie es stets an starken, fest installierten Einrichtungen an, damit es nicht abtransportiert werden kann (Laternen, Fahrradständern, Zäunen). Positionieren Sie das Schloss möglichst hoch und mit dem Schließzylinder nach unten - das erschwert Dieben die Arbeit und schützt den Mechanismus vor Regen. Lassen Sie möglichst wenig Spielraum im Schloss. Das erschwert ein Ansetzen mit Aufbruch-Werkzeugen und Wagenheber. Halten Sie Ihr Fahrrad prinzipiell verschlossen. Auch in Garage oder Keller. Schließen Sie Ihr Rad nicht regelmäßig bzw. zu oft am gleichen Ort ab. Übrigens: Benutzt man Sicherungsmuttern, genügt bereits ein kleiner Bügel, der den Rahmen mit Laternen oder Zäunen verbindet.

  • Beleuchtung & Elektronik

    Ob im Straßenverkehr oder auf Abwegen – eine ausreichende Beleuchtung kann zum Lebensretter werden und ist unentbehrlich. Wichtige Aspekte sind Leuchtdauer (bei batterie- oder akkubetriebenen Leuchten) und die Lichtleistung. Praktisch sind ansteckbare LED-Akku-Scheinwerfer für vorne und hinten, die bspw. beim Einkauf schnell abgenommen und in der Tasche untergebracht werden können. Sie sind entweder per Batterie oder mit Akkus und Netzgerät zu betreiben. Fest am Fahrradrahmen oder Gepäckträger angebrachte Scheinwerfer bieten bspw. den Vorteil der sich nach einiger Zeit selbst abschaltenden Standlicht-Funktion. Sie werden entweder per Dynamo oder Batterie betrieben. Zudem verfügen einige über einen selbst-aufladbaren Kondensator.

    Alle von Globetrotter geführten dynamobetriebenen Fahrradlampen sind nach der deutschen StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) zugelassen. Bei akkubetriebenen Lampen gilt dies ausschließlich für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt. Rücklichter müssen in einer Höhe von 25 – 60 cm über dem Boden angebracht werden, um die Anforderungen zu erfüllen.

    Radcomputer und GPS-Geräte machen zwar nicht schneller, sind aber für die Orientierung wichtig, informieren über die persönliche Leistungsfähigkeit und helfen so auch psychologisch. Herzfrequenzmesser ermöglichen exakte Kontrollen während des Trainings oder der Fahrradtour und ermöglichen so eine voll ausgeschöpfte Leistungsfähigkeit, einen optimalen Muskulaturaufbau, die Vermeidung von Übertraining, perfekte Stärkung des Kreislaufs und z. T. auch gezielten Kalorienverbrauch: Belastungen zwischen 60 und 85 % (der max. Herzfrequenz) liegen im Fettverbrennungs- bzw. aeroben Bereich. Darüber hinaus trainiert man anaerob, d. h., der Kreislauf ist überfordert, man ermüdet vorzeitig und die Muskulatur übersäuert. Mit der verständlichen Anleitung kann man die persönliche aerobe Zone (ca.) selbst ermitteln – stellt man Unter- und Obergrenze am Gerät ein, warnt es bei Verlassen dieser Zone z. B. durch ein Signal. Die Verwendung eines Brustgurtes sorgt für die exakte Aufzeichnung der Daten. Codierte bzw. digital erfassende Geräte empfangen nur Daten der dazugehörigen drahtlosen Brustgurte – und nicht die der Wettkampf- oder Trainingspartner.

  • Reflektoren

    Reflektoren sind eine gute Ergänzung zur obligatorischen Radbeleuchtung. In Form von Hosenklemmbändern, Blinklichtern oder Sicherheitswesten sorgen sie dafür, dass Sie im Straßenverkehr wahrgenommen werden. Gerade bei Dunkelheit, Dämmerung oder diesigem Wetter heißt die Devise: je auffälliger desto sicherer!

    Sicherheitswesten oder reflektierende Anhänger und Aufkleber für Kinder sind nicht nur beim Radfahren, sondern generell im Straßenverkehr ein zusätzlicher, sinnvoller „Hingucker“.

  • Sättel

    Ein passender Sattel ist das A und O beim Radfahren! Sättel gibt es sowohl für den Sport- als auch für den Touren- und den Alltagseinsatz. Ihre Sitzposition auf dem Rad liefert den wichtigsten Hinweis auf den passenden Satteltyp: Je aufrechter die Sitzposition desto breiter darf der Sattel sein, bei einem weit vorgebeugten Fahrstil darf der Sattel auch sehr schmal ausfallen. Ein weiterer Aspekt ist der Härtegrad des Sattels. Hier muss jeder für sich entscheiden, was er als angenehm empfindet. Soll der Sattel von vornherein weich und nachgiebig sein? – Dann empfiehlt sich ein Modell mit Gelpolstern. Die edlen Brooks-Sättel hingegen müssen erst eingefahren werden, danach werden Sie jedoch durch eine perfekt auf die individuelle Anatomie angepasste Sattelform belohnt!

  • Griffe

    Die richtige Wahl des Griffs macht einen Großteil des Reisekomforts aus. So sorgen bspw. ergonomisch geformte Griffe für eine Entlastung des Handgelenks und schaffen Abhilfe bei tauben Fingern. Neben der Formgebung spielen auch Griffbreite und Materialien eine Rolle.

    Ergon-Griffe
    Nie wieder taube Hände beim Radfahren: Die ergonomisch geformten Handgriffe von Ergon schaffen wirksame Abhilfe bei tauben Fingern, schmerzenden Händen und Unterarmen. Probleme, die viele Fahrradfahrer kennen. Ursachen dieser Beschwerden sind zu hoher Druck auf besonders empfindliche Bereiche der Innenhand und mögliche Fehlstellungen der Hand. Die von international führenden Handergonomie-Spezialisten entwickelten Griffe sorgen durch ihre anatomische Form für eine Korrektur der Handstellung, verringern den Druck im Bereich des Ulnarnervs deutlich und unterbinden ein Einschlafen der Hände. Dermatologisch geprüftes Griffmaterial.

  • Werkzeug & Reparatur

    Ein kleines (auf das Fahrrad, die Reise und den Fahrer abgestimmtes) Werkzeug-Sortiment gehört zur Grundausrüstung. Minitools und Flicksets für kleinere Reparaturen passen in die Satteltasche oder gar in die Hosentasche. Wer mehr will oder auf Radreise geht, entscheidet sich am besten für ein hochwertiges und komplett ausgestattetes Multifunktionstool. Damit sind Sie nahezu auf alles vorbereitet: sämtliche Innensechskantschlüssel, Schlitz- und Kreuz-Schraubendreher, Reifenheber, Drahtschneider, Speichenspanner, Kettennietdrücker usw. helfen schnell aus der Panne.

  • Luftpumpen

    Luftpumpen gibt es als große Standvarianten für zu Hause und in diversen Größen für unterwegs. Sie können dann bspw. am Rahmen befestigt werden. Besonders kleine Versionen passen in die Trikottasche oder Satteltasche und sind so immer mit dabei. Die meisten Pumpen sind heutzutage mit einem umdrehbaren Einsatz ausgestattet, um unkompliziert von Auto- auf Sclaverand-Ventil zu wechseln. Alternativ gibt es Ventiladaptersets.

  • Pflegemittel

    Ihr Rad wird es Ihnen danken, wenn Sie es regelmäßig reinigen und die entsprechenden Stellen ölen und schmieren. Es gibt unterschiedliche Schmiermittel für sehr nasse, für staubige und trockene Wetterbedingungen. Diese sind entsprechend hoch wasserbeständig oder trocken und wachsähnlich, um wenig Staub anzuziehen. Zudem gibt es Langzeitschmiermittel. Der Einsatz von Bürsten und Entfettern bei hartnäckigen Ablagerungen wie Öl und Fetten bei bspw. Scheibenbremsen, Kettenblättern oder Ritzeln erleichtert die Pflege. Für die Handreinigung hinterher empfiehlt sich unterwegs ein Trockenreiniger, der ohne Wasser funktioniert.

  • Trinkflaschen & Halter

    Bewegung und viel frische Luft machen durstig – daher gehört an jedes gut ausgestattete Fahrrad ein Trinkflaschenhalter zur Aufnahme der Flasche. Bei uns finden Sie unterschiedliche Modelle für individuelle Ansprüche.

    Fahrradflaschen sollten regelmäßig gereinigt werden, insbesondere der Trinkverschluss. Eine Schutz-/Staubkappe über dem Trinkverschluss hält Staub und Dreck auch während der Fahrt fern. Trinkflaschen mit weiter Öffnung erleichtern nicht nur die Reinigung, sondern sind auch optimal für isotonische Getränke oder Eiswürfel. Auch empfiehlt sich eine kleine Bürste zur Reinigung des Innenraums der Flasche.