Kaufberatung Packbeutel

Packbeutel oder Packsäcke schützen deine Ausrüstung, bringen Ordnung ins Gepäck und sorgen dafür, dass du immer den Überblick behältst.

Was für Packbeutel gibt es?

Packbeutel lassen sich grob in drei Gruppen aufteilen: wasserdichte Packbeutelnicht-wasserdichte Packbeutel und spezielle Organizer. Alle diese Packbeutel gibt es in verschiedenen Materialstärken von ultraleicht bis extrem robust. Die ultraleichten Varianten eignen sich gut für Trekkingtouren, bei denen es auf jedes Gramm Gewicht ankommt. Die extrem robusten Beutel sind oftmals aus Planenmaterial gearbeitet und finden ihren Einsatz meist im Wasser- und Radsport sowie natürlich auf langen Expeditionsreisen.

Wasserdichte Packsäcke schützen deine Ausrüstung vor Feuchtigkeit und sind nicht luftdurchlässig. Dadurch eignen sie sich auch für geruchsintensive Teile wie deine getragene Wäsche oder Schuhe. Packbeutel aus Stoff oder Mesh sorgen dagegen für eine Belüftung deiner Ausrüstung und verhindern Kondensationsfeuchte. Neben den Materialeigenschaften unterscheiden sich Packbeutel durch ihren Verschluss und ihre Form.

Wofür eignen sich Packbeutel mit Rollverschluss?

Diese Klassiker unter den Packbeuteln sind bis auf wenige Ausnahmen wasserdicht. Deshalb eignen sie sich insbesondere um Textilien und Wertgegenstände beim Wassersport, auf Fahrradtouren und beim Wandern zu verpacken. Der Rollverschluss schützt aber nicht nur vor Nässe, sondern auch vor Schmutz und neugierigen Insekten. Einige Modelle verfügen über ein Ventil, damit du das Volumen einfacher komprimieren kannst. Auch gibt es Varianten mit Sichtfenster, die dich einen Blick auf den Inhalt erhaschen lassen. Rollverschlüsse müssen immer dreimal gerollt werden, um wirklich dicht zu sein. Beachte dies bei der Größenauswahl, denn durch das Rollen geht auch Höhe verloren.

Was muss ich bei wasserdichten Packbeuteln beachten?

Bei wasserdichten Packbeuteln ist immer das Einsatzgebiet zu beachten. Leichtgewichtige, silikonisierte Packsäcke (z.B. Ultra-Sil Packsäcke von Sea to Summit) sind sehr empfindlich und sollten daher nur für Textilien und als Packbeutel innerhalb einer Packtasche oder eines Rucksacks genutzt werden.

Robuste und schwerere Packsäcke mit PVC- oder PU-Beschichtung (z.B. die Dry Bags von Ortlieb) eignen sich dagegen auch als Packsack im Kanu oder am Rad. Sie haben außerdem oftmals auch noch D-Ringe am Verschluss und eine laminierte Schlaufe am Boden, die dich den Packsack gut verzurren lassen.

Wenn du deinen Packbeutel beim Wassersport einsetzen möchtest, solltest du darauf achten, dass er nicht nur spritzwassergeschützt, sondern auch untertauchfest ist. Hersteller wie Ortlieb geben dies anhand des IP-Standards an, der darüber informiert, wie lange Wasser braucht, um in einen Festkörper einzudringen. Ein IP-Standard der auf 7 endet, z. B. IP67, zeigt an, dass der Packbeutel zeitweilig untergetaucht werden kann. Denke auch daran, den Verschluss deines wasserdichten Packbeutels immer korrekt zu verschließen (Rollverschlüsse dreimal rollen)!

Wie benutze ich Packbeutel mit Kompression?

Voluminöse Kleidungsstücke wie Daunenjacken und Wollpullover nehmen in deinem Gepäck viel Platz ein. Das muss aber nicht sein. Mit Hilfe von Kompressionsbeuteln drückst du die Luft aus deiner Kleidung heraus und verringerst so ihr Volumen. Kompressionsbeutel gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die beiden häufigsten Kompressionsmethoden bei Packbeuteln sind der Reißverschluss und das Ventil.

  • RV-Kompression: Packe deine Kleidungsstücke in den Packbeutel. Anschließend schließt du den umlaufenden Kompressions-RV. Beim Schließen wird die Luft herausgedrückt und die Höhe des Packsacks verringert.
  • Ventil-Kompression: Packbeutel mit Ventil haben üblicherweise einen Zip-Verschluss oder einen Rollverschluss. Vor dem Komprimieren öffnest du das Ventil. Dann schließt du den Zip-Verschluss und drückst die Luft durch das Ventil hinaus. Bei einem Rollverschluss rollst du den Beutel mindestens dreimal und durch den Druck von oben entweicht die überschüssige Luft über das Ventil. Nicht vergessen: Am Ende das Ventil verschließen, sonst wird der Beutel schnell wieder größer!

Welche Packbeutel eignen sich für mein Wandergepäck?

Einfache Packbeutel mit Kordelzugverschluss eignen sich sehr gut für deine wasserunempfindliche Ausrüstung, wie etwa Kocher und Besteck und deine Verpflegung. Mit Hilfe von verschiedenen Größen und Farben ordnest du deine Ausrüstung übersichtlich und thematisch in deinem Rucksack an.

Tipp: Auch im heimischen Lagerraum sind die bunten Beutel sehr hilfreich, denn sie schützen deine Ausrüstung vor Staub und Mottenbefall.

Für deine Kleidung, deinen Schlafsack und Elektronik lohnt es sich in einen leichten, wasserdichten Packsack mit Rollverschluss zu investieren. Wenn du Gewicht sparen möchtest, schaue dich nach ultraleichten Varianten um.

Gibt es spezielle Packbeutel für meinen Schlafsack?

Meist wird dein Schlafsack direkt mit einem passenden Kompressionssack geliefert. Häufig hat dieser Kompressionsgurte an der Außenseite, mit denen du das Volumen auf einfache Weise komprimieren kannst. Diese Packbeutel reichen völlig aus, wenn du den Schlafsack im Auto oder in der Kanutonne deines Kanadiers transportierst und es weder auf Gewicht noch Nässeschutz ankommt.

Auf Wanderungen oder bei Radtouren solltest du den Schlafsack lieber in einen leichtgewichtigen, wasserdichten Packsack mit Rollverschluss (mit oder ohne Ventil) packen. Dieser verkleinert das Volumen noch effektiver und stellt sicher, dass du abends nicht in einen nassen Schlafsack kriechen musst. Achte bei der Wahl auf das Packvolumen. In der Regel passen Schlafsäcke in Packbeutel ab 20 L Fassungsvermögen.

Kunstfaserschlafsäcke brauchen dabei mehr Platz als Daunenschlafsäcke. Tipp: Lagere deinen Schlafsack nie komprimiert ein. Lüfte deinen Schlafsack nach der Tour zuhause gut aus und lagere ihn dann am besten in einem großen, hängenden Meshbeutel.

Wie verpacke ich meine Karten und Dokumente am besten?

Deine Ausweisdokumente, Tickets und auch Wanderkarten sollten besonders gut vor Feuchtigkeit geschützt werden. Zerknicken sollten sie natürlich auch nicht. Deshalb gibt es spezielle Kartenhüllen und schmale Klarsichtbeutel mit Dichtlippe. Die ermöglichen weiterhin einen Blick auf die Karte oder das Ticket und lassen sich flach am Rucksackrücken oder in der Bauchtasche verstauen sowie um den Hals hängen.

Wie organisiere ich meinen Koffer übersichtlich?

Organizer sind leichte Packbeutel, die dir dabei helfen, den Platz in deinem Koffer oder deiner Reisetasche optimal auszunutzen. Durch ihre oftmals eckige Form lassen sie sich hervorragend miteinander kombinieren. Hersteller wie Eagle Creek bieten ganze Organizer-Kollektionen wie die bekannte Pack-It Serie an, die komplette Packlösungen umfassen.

Organizer gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen. Hierzu gehören Packbeutel mit zwei Fächern für Schmutzwäsche und saubere Kleidung, Packbeutel mit Faltschablone zum knitterfreien Transport von Hemden, Schuhbeutel, gepolsterte Elektroniktaschen und viele weitere spezialisierte Packbeutel.

Tipp: Organizer sind nicht nur etwas für Vielreisende, Du kannst sie auch sehr gut zur Kleidertrennung in deiner Sporttasche oder zur Organisation deines Tagesrucksacks nutzen.

Text: Globetrotter
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