Kaufberatung Fahrradbekleidung

Johannes Dreuw Photography

Welche Fahrradbekleidung brauche ich? Welche Fahrradbekleidung ist sinnvoll?

Je nachdem, was du mit deinem Fahrrad vorhast, ändert sich der Stil der Fahrradbekleidung. Logisch, auf dem Mountainbike haben die Klamotten eine andere Optik als auf dem Weg zur Arbeit (Commuting) oder bei einer Fahrradtour am Wochenende. Welche Fahrradbekleidung sinnvoll ist, damit es richtig viel Spaß im Sattel macht, lässt sich jedoch für (fast) alle Radsportarten ähnlich beantworten. Die findest du hier aufgelistet:

  • Ein Radtrikot oder Funktionsshirts mit gutem Feuchtigkeitsmanagement.
  • Bei Frauen leistet ein Sport-BH gute Dienste.
  • Eine enganliegende, gepolsterte Radlerhosen (Radunterhose), in den allermeisten Fällen in Kombination mit einer weiteren Fahrradhose darüber.
  • Je nach Witterung und Fahrstil einen wärmenden, funktionellen Midlayer.
  • Je nach Wetterlage sollte als Fahrradjacke eine Regenjacke im Gepäck sein. Die Regenjacken aus dem Fahrradbereich sind extra auf die Bedürfnisse von RadlerInnen ausgelegt.
  • Je nach Wetter eine Fahrrad-Regenhose.
  • Je nach Witterung, Fahrstil und Vorliebe eine winddichte Weste oder eine winddichte Fahrradjacke.
  • Gute Fahrrad-Handschuhe.
  • Je nach Wetterlage eine helmtaugliche Mütze oder beispielweise ein Buff-Tuch (funktioniert für den Kopf und den Hals).
  • Gute Socken.

Für einen ausgedehnten Radausflug am Wochenende sind das genau die Sachen, die dir das Leben leichter machen. Je nach Wetterlage variiert das natürlich: Wenn die Sonne vom Himmel lacht und kein Windhauch geht, brauchst du natürlich weniger schützende Bekleidung, als wenn das Wetter Kapriolen schlägt … Unterschätze auf der einen Seite den Fahrtwind nicht (vor allem bei Fahrten bergab in hügeligem Terrain), auf der anderen Seite aber auch nicht den schweißtreibenden Aspekt des Radelns.

Welche Fahrradbekleidung brauche ich für eine Radreise?

Eine Radreise kann von ein paar Tagen bis zu Wochen oder gar Monaten dauern und an ganz verschiedenen Schauplätzen stattfinden und unterschiedliche Schwerpunkte haben. Wie oben beschrieben, brauchst du in jedem Fall eine bzw. zwei Garnituren an funktioneller Bekleidung, die sich nur vom Stil her unterscheidet.

Viele Radreisende, die Natur und Kultur kombinieren möchten, bevorzugen Fahrrad-Bekleidung, mit der sie auch bei Unternehmungen in der Stadt »zivil« aussehen.

Wenn du mit so wenig Gepäck wie möglich unterwegs sein möchtest, reichen bei gutem Wetter zwei Garnituren von Trikot, Radlerhose und Socken, die du im Wechsel auswaschen und tragen kannst. Trikots aus Kunstfasern wie Polyester trocknen schneller nach dem Waschen, Trikots aus Merinowolle sind dafür geruchsneutraler und du kannst sie ein paar Tage am Stück tragen.

Musst du nicht so sehr auf die Gepäckmenge achten, weil das Gepäck vielleicht transportiert wird, können natürlich mehr Shirts & Hosen ins Gepäck wandern.

Grundsätzlich solltest du aber bei einer Radreise bei allen Produkten auf ein geringes Gewicht und ein kleines Packmaß achten, den das Platzangebot deiner Taschen ist immer begrenzt.

Welche Fahrradbekleidung brauche ich fürs Rennradtraining?

Hier geht es spartanischer zu: Eine enge Radlerhose samt enganliegendem Trikot – das war es fast schon. Wichtig sind noch Handschuhe und je nach Wetterlage eine ultraleichte wind- und wasserdichte Fahrradjacke, die du zum Beispiel in der Rückentasche deines Trikots verstauen kannst.

Was ziehe ich beim Mountainbiken an?

Beim Mountainbiken kommen neben körpernah geschnittene Trikots auch lässig geschnittene (Fahrrad-) Funktionsshirts zum Einsatz. Je nach deiner Vorliebe. Damit der Feuchtigkeitstransport auch bei weit geschnittenen Shirts gut funktioniert (dazu später mehr), kannst du noch ein körpernahes Shirt aus funktionellem Material darunterziehen.

Die MTB-Shorts sind vom Stil her lässig-sportlich, aber sollten dir natürlich vor allem gefallen! Achte drauf, dass ggf. Protektoren drunter passen.

Welche Fahrradbekleidung brauche ich fürs E-Biken?

Im Prinzip brauchst du das, was oben im allgemeinen Teil aufgeführt ist. Insgesamt solltest du beim E-Biken etwas wärmer angezogen sein als auf einem normalen Fahrrad, da das E-Bike dir ja einiges an Arbeit und somit Schweiß abnimmt.

Solltest du dir tatsächlich die meiste Arbeit von deinem E-Bike abnehmen lassen und so gut wie nicht ins Schwitzen kommen, brauchst du natürlich nicht unbedingt ein Funktionsshirt. Dann sind eine gut gepolsterte Radunterhose und je nach Temperatur und Windstärke genug wärmende Schichten wichtig, sowie bei entsprechendem Wetter Regenbekleidung. Ausreichend Bewegungsfreiheit sollte dir die Fahrradbekleidung natürlich trotzdem bieten, denn die grundsätzliche Sitzposition und der Bewegungsablauf auf dem Rad sind ja identisch.

Welche Fahrradbekleidung brauche ich für den Winter?

Das in der Outdoorwelt gängige Zwiebelprinzip, bei dem Bekleidungsschicht über Bekleidungsschicht gezogen wird, eignet sich auch für den winterlichen Fahrradeinsatz bestens. Für die ersten Kilometer, wenn dir noch kalt ist, kannst du über das Funktionsshirt und den wärmenden Midlayer noch eine wattierte Weste oder Jacke ziehen. Darüber dann als Fahrradjacke je nach Wetterlage eine Softshell- oder Regenjacke.

Manchmal reicht schon eine Radlerhose plus eine etwas dickere Fahrradhose (z. B. eine winddichte Softshellhose) drüber. Bei richtig kalten Temperaturen kannst du auch eine lange Radlerhose unterziehen oder noch zusätzlich eine lange Funktionsunterhose. Eine Regenhose über der Radhose schützt nicht nur vor Nässe, sondern kann im Winter auch gut als weitere Schicht zum Schutz vor dem eisigen Fahrtwind getragen werden.

Wichtig sind natürlich vor allem warme Handschuhe und eine helmtaugliche Mütze.

Was ist das Besondere am Commuting und welche Bekleidung brauche ich?

Im Prinzip ist Commuting nichts anderes, als ein aktiver Alltag auf dem Rad. Der könnte beispielsweise so aussehen: Morgens radelst du sportlich ins Büro (oder wo auch immer du arbeitest), nach deinem Job radelst du noch zum Sport oder in ein Café, um ein paar Freunde zu treffen und danach radelst du wieder nach Hause.

Die Strecken auf dem Rad sind so lang, dass es in ganz normalen Alltagsklamotten nicht mehr so angenehm ist, aber du möchtest dich nicht vor oder nach den Fahrten umziehen. Die Lösung sind lässig-sportliche, alltagstaugliche Klamotten, die durch ihr Material, ihren Schnitt und ihre Ausstattung auf diesen Einsatz ausgerichtet sind. Was genau das bedeutet, findest du in den folgenden Abschnitten. Wichtig sind hier vor allem die Hosen mit ihren speziellen Eigenschaften. Was die Shirts angeht, findest du vor allem bei unserer normalen Outdoor-Bekleidung viel zivil anmutende Produkte, die aus funktionellem Material sind und sich hervorragend fürs Commuting eignen.

Warum brauche ich ein Funktionsshirt oder Fahrradtrikot?

Biken ist schweißtreibend – und es ist weder angenehm noch besonders gesund, wenn dir ein nasses Shirt am Rücken klebt. Vor allem, wenn auf bewegungsintensive Phasen Pausen folgen, in denen du besonders schnell abkühlst. Radrikots oder Funktionsshirt sind aus funktionellen Stoffen, die die Feuchtigkeit schnell vom Körper aufnehmen, nach außen weiterleiten, wo die Feuchtigkeit dann verdunstet oder in die nächste Schicht weitergegeben wird. So trocknet das Material zügig wieder. Das ist gemeint, wenn von einem guten Feuchtigkeitsmanagement die Rede ist.

Es gibt Trikots und Shirts aus Kunstfasern oder aus Merinowolle. Kunstfasern haben den besseren Feuchtigkeitstransport und sind die beste Wahl, wenn du sportlich, schweißtreibende Touren fährst. Merinowolle ist weniger geruchsanfällig und eignet sich perfekt für den Alltageinsatz (Commuting) oder eine Radreise. Wenn du tiefer in die Thematik der unterschiedlichen Materialien einsteigen möchtest, seien dir zwei Kaufberatungen empfohlen: Funktionsunterwäsche und Merinowolle.

Wenn du bereits Funktionsshirts zu Hause hast, die zwar nicht speziell fürs Biken sind, aber in puncto Feuchtigkeitstransport ihren Job erledigen, ist das ein fantastischer Anfang!

Radtrikots haben zusätzlich noch den Vorteil, dass sie meist körpernah geschnitten sind und somit nicht im (Fahrt-) Wind flattern. Außerdem garantiert ein körpernaher Schnitt bei entsprechendem Material einen effektiven Feuchtigkeitstransport. Oft findest du eine verlängerte Rückenpartie, die deinen Rücken auch bei einer leicht nach vorne geneigte Position auf dem Rad schützt und bedeckt. Eine Anti-Rutsch-Ausstattung des Bundes (z.B. Silikon-Noppen oder -Streifen) sorgt dafür, dass das Trikot nicht so leicht verrutscht. Ein eher enger Halsausschnitt sorgt dafür, dass weder Wind noch Insekten übermäßig unter das Shirt wehen bzw. fliegen. Oft haben Fahrradtrikots reflektierende Elemente, die deine Sichtbarkeit in der Dunkelheit zusätzlich erhöhen. Häufig befinden sich Taschen am unteren Rücken, die vor allem dann sinnvoll ist, wenn du ohne weitere Verstaumöglichkeit unterwegs bist. Dann können Energieriegel, (wasserdicht verpacktes) Mobiltelefon oder Windjacke hier verstaut werden.

Welcher Midlayer ist empfehlenswert?

Als Midlayer eignet sich beim Radfahren Stretchfleece besonders gut, da die Produkte körperbetont geschnitten sind und aus elastischem, funktionellem Material bestehen. Aber auch die »normalen«, funktionellen Fleecejacken und Fleecepullover oder aber Produkte aus Merinowolle sind sehr gut geeignet. In unserem Bekleidungssortiment findest du eine große Auswahl. Solltest du tiefer in die Materie einsteigen wollen, sei dir die Kaufberatung Fleece empfohlen.

Du solltest auf Folgendes achten, wenn du einen Midlayer zum Radfahren auswählst:

  • Ein körpernaher, langer Schnitt (auf den Produktfotos in der Regel gut zu erkennen), damit deine Rückenpartie auch bei vorgebeugter Sitzposition geschützt ist.
  • Eher ein Produkt ohne Kapuze wählen (die meisten Kapuzen von Midlayern sind zum einen nicht helmtauglich geschnitten und schränken zum anderen dein Sichtfeld ein. Hängend flattern sie oft störend im Wind. Du kannst die Kapuze natürlich auch nach innen einrollen – oder aber durch die flatternde Kapuze nicht stören lassen …).
  • Relativ lang geschnittene Ärmel.

Brauche ich eine spezielle Fahrradregenjacke?

Auf Touren mit wechselhafter Wetterlage solltest du immer Regenbekleidung dabeihaben. Selbst auf dem nicht allzu langen Weg ins Büro kann es überaus praktisch sein, wenn du standardmäßig eine Regenjacke im Rucksack oder in der Tasche hast. Regenjacken für FahrradfahrerInnen haben einen speziellen Schnitt und sind mit radspezifischen Details ausgestattet, weswegen eine spezielle Fahrradregenjacke auf längeren Touren, bzw. wenn du viel mit dem Fahrrad unterwegs bist, sehr zu empfehlen ist.

  • Der Schnitt ist je nach deiner Vorliebe mehr oder auch etwas weniger körperbetont. Ein körperbetonter Schnitt sorgt dafür, dass die Fahrradjacke weniger im (Fahrt-) Wind flattert.
  • Die Rückenpartie ist in der Regel länger geschnitten, damit dein unterer Rücken auch bei der nach vorne geneigten Sitzposition noch gut geschützt ist. Manche Fahrradjacken verfügen auch über eine ausklappbare Verlängerung am Rücken.
  • Auch die Ärmel sind meist länger geschnitten, damit deine Handgelenke bei ständig nach vorne ausgestreckten Armen noch bedeckt sind.
  • Die Schulterpartie bieten genügend Freiraum für die leicht nach vorne geneigte Position und die nach vorne gestreckten Arme.
  • Oft haben Fahrradjacken keine Kapuze, da Kapuzen auf dem Rad stören können. Sie können dein Sichtfeld unangenehm einschränken, außerdem hörst du schlecht, was vor allem im Straßenverkehr nicht gut ist. Hier ist ein Helmüberzug die Lösung. Das ist ein wasserdichter Bezug, den du auf deinen Fahrradhelm draufspannst. Solltest du das nicht mögen und dich an Kapuzen nicht stören, findest du natürlich auch Regenjacken mit Kapuze bei uns im Sortiment. Sie sind für den Alltag gerne genommen.
  • Achte drauf, dass deine Fahrradregenjacke eine Unterarmbelüftung hat, vor allem dann, wenn du einen sportlich-schweißtreibenden Fahrstil hast.
  • So gut wie alle Fahrradregenjacken sind mit reflektierenden Designelementen ausgestattet, damit deine Sichtbarkeit erhöht wird.

Solltest du eine gute Regenjacke besitzen und scheust gerade einen Neukauf, kannst du natürlich auch testen, ob deine vorhandene Regenjacke eventuell auch geeignet ist. Achte auf genug Bewegungsfreiheit im Schulterbereich und die angesprochenen Punkte wie Windanfälligkeit, lange Ärmel und einen ausreichend langen Schnitt, um den unteren Rücken zu schützen.

In der Kaufberatung für Regenjacken findest du viel Grundsätzliches erklärt, falls du tiefer in Thematiken wie Atmungsaktivität und Wassersäule einsteigen möchtest. Speziell fürs Radeln sei hier noch erwähnt:

  • Es ist wichtig, dass deine Regenjacke aus einem sehr atmungsaktiven Material ist (außer beim E-Biken), denn in der Regel kommst du auch bei gemütlichem Tempo schneller ins Schwitzen, als dir manchmal lieb ist. Wie gesagt hilft eine Unterarmbelüftung enorm.
  • Wenn du mit Gepäcktaschen auf einer Radreise unterwegs bist, sind ein kleines Packmaß und ein geringes Gewicht von Vorteil. Dann raten wir dir unbedingt zu einer 3-lagigen Regenjacke. Selbst bei Tagestouren, wenn die Jacke zunächst in einer Tasche oder einem Fahrradrucksack verpackt ist und erst bei Regen hervorgezaubert wird, kann das schon von großem Vorteil sein.

Brauche ich zusätzlich eine winddichte Fahrradjacke oder Weste?

Du kannst bei windigem Wetter natürlich auch auf deine Regenjacke zurückgreifen. Allerdings ist ein wasserdichtes Produkt im Vergleich immer etwas rascheliger und sperriger, so dass es oft nur bei Regen gerne getragen wird. Manchmal (aber nicht immer!) sind Regenjacken weniger atmungsaktiv als lediglich winddichte Produkte. Es kommt immer auf die Qualität und Verarbeitung der jeweiligen Regenjacke oder Windjacke an. Eine dicke Softshell aus dem mittelklassigem Bereich kann weniger atmungsaktiv als eine sehr hochwertige, 3-lagige Regenjacke sein.

Im Bereich der winddichten Fahrradjacken gibt es Softshells aus meist weichem, elastischem und robustem Material. Und es gibt die herrlich leichten, dünnen Windbreaker mit winzigem Packmaß, die fürs Fahrradfahren wirklich gut geeignet sind.

Softshells und Windbreaker sind je nach Variante (achte auf die Beschreibung am Produkt) winddicht oder (stark) windabweisend, oft auch leicht wasserabweisend (Softshells mehr als Windbreaker!) und atmungsaktiv. Kurze Unterscheidung der beiden Produkte: Softshells sind aus »textilen« Materialien, du hast einfach »mehr Jacke« an. Sie sind etwas schwerer, robuster und wärmer. Windbreaker sind aus sehr dünnen Stoffen, die wirklich nur als Schutz vor dem Wind dienen. In manchen Fällen kann der Übergang fließend und schwer zu bestimmen sein.

Brauche ich eine Radlerhose? Was ist eine Radlerhose eigentlich?

Radlerhosen sind enganliegende, meist kurze Radhosen mit einem Sitzpolster.

Wenn du länger im Sattel sitzt, bieten Radlerhosen eine immense Erleichterung und wir würden dir dringend empfehlen, in eine solide bis hochwertige Radlerhose zu investieren. Sitzknochen, Gesäß und Genitalbereich sind durch das spezielle Sitzpolster besonders effektiv vor dem konstanten Druck durch den Sattel geschützt.

Die sehr atmungsaktiven, antibakteriell ausgestatteten Polster sind meist sehr aufwendig gestaltet. Zum einen durch verschieden dicke Zonen und unterschiedliche Härtegeraden – zum anderen natürlich durch anatomische Unterschiede, je nachdem, ob sie für Frauen oder Männer sind. Sie sind so konzipiert, dass du sie direkt auf der Haut, also ohne weitere Unterhose, tragen kannst. Sollte dir diese Vorstellung nicht gefallen, achte auf eine eng sitzende, nahtfreie Unterhose, die nicht scheuert! Die enganliegende Passform der Radlerhose unterstützt außerdem deine Oberschenkelmuskulatur.

Es gibt Radlerhosen mit und ohne Träger. Trägerhosen (werden manchmal auch als BIB bezeichnet) sitzen in der Regel etwas besser und du hast weniger Druck am Bauch durch den fehlenden Bund, allerdings sind sie auch kostenintensiver und die Pipipause gestaltet sich verhältnismäßig aufwendig … Deine Entscheidung! Im Herbst und Winter sind lange Radlerhosen empfehlenswert.

In unserer Rubrik Radunterhosen findest du dünne, oft leicht durchscheinende Hosen, die wirklich nur zum Unterziehen gedacht sind. Manchmal ist auch das Polster dünner. Das ist in zwei Fällen besonders interessant für dich:

  • Bei warmen Temperaturen sind diese dünneren Materialien wesentlich angenehmer.
  • Wenn du auf dem Weg zur Arbeit eine möglichst unauffällige Radlerhose tragen möchtest (weil du vielleicht auch noch mit Bus und Bahn unterwegs bist oder ggf. noch schnell etwas einkaufen möchtest etc.) sind die Varianten mit dünnerem Polster besonders angenehm.

Worauf soll ich beim Kauf einer Radlerhose bzw. Radunterhose achten?

Im Prinzip nur auf drei Dinge:

  • Dass diese Art der Radhose eine gute Passform hat und zum Beispiel weder am Bund noch an den Oberschenkeln einengt oder rutscht. Radlerhosen sollen sehr körperbetont sitzen, dich aber insgesamt nicht einengen oder einschnüren.
  • Dass das Material einen guten Feuchtigkeitstransport verspricht und angenehm auf der Haut ist.
  • Dass du dich mit dem Sitzpolster wohlfühlst. Es sollte auf der einen Seite wirklich den Druck mindern, auf der anderen Seite möchtest du nicht das Gefühl eines »Windelpopos« haben. Anziehen und ausprobieren. Es lohnt sich, in gute Qualität zu investieren.

Muss ich über die eng geschnittene Radlerhose noch etwas drüberziehen?

Das ist Geschmackssache. Eine Zeitlang hat man viele RadlerInnen sofort an ihren engen, meist schwarzen Radlerhosen erkannt und beim Rennradfahren ist das auch nach wie vor der Fall. Für die meisten anderen Varianten des Bikens haben sich vom Stil her unterschiedliche Fahrradhosen durchgesetzt, die darüber getragen werden. Oft kaufst du schon eine entsprechende Kombi aus einer Fahrradhose, bei der eine Radlerhose (also die Radunterhose) mit dabei ist. Manchmal sind diese beiden Radhosen so vernäht, dass du sie nur zusammen tragen kannst, oft ist die Radlerhose allerdings nur per Schlaufe und Druckknopf mit der äußeren Fahrradhose verbunden, so dass du beide Radhosen auch einzeln tragen kannst.

Je nach Fahrradstil unterscheiden sich die Fahrradhosen. Im Commuting (also der täglichen Radtour ins Büro und zurück) finden sich wie dargestellt viele alltagstaugliche Hosen wie Jeans (allerdings aus speziellen Funktionsmaterialien), beim Mountainbiken sind es eher lässige Shorts und für die Radreise sind es pflegeleichte Hosen, die du auch gut bei einem Museumsbesuch oder im Restaurant tragen kannst. Hier werden auch gerne Zipp-Hosen genommen, die du flexibel an die jeweilige Temperatur anpassen kannst. So ersparst du es dir, eine lange Fahrradhose und eine kurze Fahrradhose einzupacken.

Zwei Dinge sind all diesen Fahrradhosen gemein: Sowohl der Schnitt als auch das funktionelle, robuste Material sind perfekt auf den bewegungsintensiven Einsatz auf dem Sattel angepasst. Bedeutet konkret:

  • Ein oft teilelastischer Bund, der hinten auch gerne mal höher geschnitten ist.
  • Eventuelle Taschen sind so platziert, dass sie nicht drücken.
  • Du hast genug Bewegungsfreiheit, entweder nur durch den Schnitt oder in Ergänzung durch ein elastisches Material oder elastische Einsätze.
  • Manchmal befinden sich an Oberschenkeln netzunterlegte, per Reißverschluss bedienbare Belüftungen.
  • Das Material ist robust und überzeugt mit gutem Feuchtigkeitsmanagement.
  • Oft sind die Hosen mit reflektierenden Designelementen ausgestattet.

Warum brauche ich eine spezielle Regenhose fürs Radfahren?

Alle Infos über wasserdichte Bekleidung findest du in der Kaufberatung für Regenjacken. Hier geht es darum, dir den speziellen Schnitt und die spezielle Ausstattung von Fahrradregenhosen aufzuzeigen. Denn die bringen viele Vorteile mit sich. Damit überzeugen Fahrradregenhosen:

  • Der Bund hinten ist oft etwas höher geschnitten.
  • Das Gesäß ist verstärkt, da sich das Material ansonsten auf dem Sattel durchscheuert und undicht wird.
  • Der Schnitt der Kniepartie ist auf die ständige Bewegung beim Radeln angepasst. Normale Regenhosen werden auf dem Rad oft zu kurz, da sie nicht für das immer wiederkehrende Anwinkeln des Knies geschnitten sind.
  • Die Unterschenkelpartie ist weitenverstellbar, damit das Material nicht in die Speichen gerät.
  • Eine Rad-Regenhose ist mit reflektierenden Designelementen ausgestattet, die die Sichtbarkeit erhöhen.

Brauche ich wirklich Fahrradhandschuhe?

Kommt drauf an. Sicher überlebst du eine Tour auch ohne Fahrradhandschuhe, vor allem, wenn du nur kurz unterwegs bist. Auf dem Weg zur Arbeit zum Beispiel. Beim Rennradfahren, Mountainbiken und bei längeren Ausflügen raten wir allerdings dringend zu Fahrradhandschuhen. Und wenn du regelmäßig fährst, werden dir die Annehmlichkeiten der gepolsterten Radhandschuhe schnell bewusst. Sollte es kalt und/oder nass sein, sind Handschuhe natürlich ohnehin ein absolutes Muss.

Das sind die Vorteile von Fahrradhandschuhen:

  • Fahrradhandschuhe mindern den Druck auf deinen Handballen, was bei längeren Touren und/oder beim Mountainbiken eine echte Erleichterung ist. Durch spezielle Silikonpolster werden Vibrationen und Stöße absorbieren und deine Gelenke spürbar entlastet.
  • Sie sorgen auch bei Nässe für guten Grip am Lenker.
  • Außerdem schützen Fahrradhandschuhe den Handrücken vor UV-Strahlung, was ebenfalls für längere Touren interessant ist.
  • Dieser Punkt ist für RennradlerInnen und MountainbikerInnen interessant: Bei einem Sturz sind deine Handinnenflächen durch Fahrradhandschuhe vor Abschürfungen geschützt.
  • Für kühle Temperaturen und Regen haben wir wasserdichte Fahrradhandschuhe im Sortiment.
  • Ist es einfach nur kalt, sind winddichte, wattierte Fahrradhandschuhe mehr als eine Empfehlung.

Brauche ich spezielle Socken?

Hier gilt: Je länger deine Tour, desto entscheidender werden auch die Socken. Achte grundsätzlich auf ein funktionelles Material (zum Beispiel eine Mischung aus Kunstfasern und Merinowolle) und eine exzellente Passform. So verhinderst, dass die Socken unangenehm rutschen oder scheuern. Das Material sorgt für ein gutes Feuchtigkeitsmanagement und verhindert kalt & nass am Fuß klebende Socken.

Es gibt außerdem wasserdichte Fahrradsocken, die manchmal als Alternative zu den wasserdichten Schuhüberzügen benutzt werden. Du findest sie bei den Fahrradschuhen.

Tipps für die Pflege deiner Radbekleidung

Wie du wasserdichte Bekleidung wäscht und pflegst, erfährst du hier. Für alles andere empfehlen wir lediglich, ein paar Tipps zu beachten:

  • Schließe alle Reiß- und Klettverschlüsse und drehe das Produkt auf Links (schont die Außenseite, falls es doch etwas unsanft in der Maschine wird).
  • Verwende ein schonendes Flüssig- oder je nach Produkt Spezialwaschmittel.
  • Wähle einen schonenden Wasch- und Schleudergang und halte dich an die im Waschettiket eingenähten Temperaturempfehlungen.
  • Trockne so schonend wie möglich. Nicht auf der Heizung und möglichst nicht direkt in der Sonne (UV-Strahlen lassen das Material oft schneller altern).
  • Produkte, die mit einer DWR (durable water repellency), also einer Imprägnierung ausgestattet sind, sollten kurz in den Wäschetrockner, um die DWR zu reaktivieren. Nach ein paar Wäschen sollte das Produkt erneut imprägniert werden.
Watch
Text: Globetrotter
Autor: 

Kommentare sind geschlossen.