Kaufberatung Regenjacken

Wassersäule, Atmungsaktivität, Ausstattungsmerkmale – in unserer Kaufberatung erfährst du alles zum Thema Regenjacken.

Mal ehrlich: Regen kann ganz schön nerven, oder?! Und zwar unabhängig davon, ob er dich auf einer Wanderung oder Trekkingtour, beim Campen, auf dem Arbeitsweg oder beim Hundespaziergang einholt. Wenn du allerdings mit der richtigen Regenjacke unterwegs bist, verliert die Angelegenheit ihren Schrecken. Versprochen!

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund ums Thema Regenjacke.

Worauf solltest du beim Kauf deiner Regenjacke achten?

Erstmal darauf, dass das Material wirklich wasserdicht ist, und nicht nur wasserfest oder wasserabweisend! Ein riesiger Unterschied, denn nur eine wasserdichte Regenjacke ist wirklich wasserdicht und schützt dich ausreichend!

Ist in der Beschreibung von wasserfest bzw. wasserabweisend die Rede, bedeutet es, dass die Jacke leichten Regen für eine kurze Zeit abhält – und das häufig auch nur am Anfang ihrer Lebensdauer. Sie bietet schlichtweg nicht genug Schutz. Bei Globetrotter kannst du dich drauf verlassen: Regenjacken sind wasserdichte Regenjacken. Wasserabweisende Jacken findest du in anderen Kategorien, bei den Softshells zum Beispiel.

Kurze Info: Wir verwenden den Begriff Hardshell (oder Hardshelljacke) als Synonym für Regenjacke. Das ist ein bisschen »Outdoor-Fachjargon« und meint eigentlich das gleiche. Wie auch immer: Lass dich nicht verwirren, letztendlich zählen die Fakten beim Kauf deiner Regenjacke bzw. deiner Hardshell.

Grundsätzlich gilt Folgendes: Je öfter bzw. länger du deine Regenjacke trägst, desto wichtiger sind ein guter Schnitt, eine hohe (Material-) Qualität und eine gute Ausstattung. Wenn du lediglich eine Art Notfalljacke für ein oder zwei Wanderungen im Jahr benötigst, ist es natürlich etwas anderes, als wenn du auch bei Dauerregen deinen Rucksack schulterst oder du die Jacke auch viel im Alltag trägst.

Wie sollte eine gute Regenjacke sitzen?

Die Antwort ist recht einfach: Körpernah, aber auf keinen Fall beengt! Achte außerdem drauf, dass deine Regenjacke eine Länge hat, die deiner Vorliebe entspricht. Manche mögen es schön lang, für den dynamischen Einsatz ist es allerdings vorteilhaft, wenn die Regenjacke nicht zu ausladend geschnitten ist, da zu lange Jacken die Bewegungsfreiheit der Beine einschränken.

2-Wege Reißverschlüsse (also solche Reißverschlüsse, die du auch von unten öffnen kannst) minimieren dieses Problem zwar, je länger die Jacke ist, desto schwerer ist sie allerdings auch – für Wanderungen, wo die Regenjacke oft im Rucksack verstaut ist, ein wichtiger Faktor.

Zach Doleac/Marmot Bei sportlichen Aktivitäten ist ausreichende Bewegungsfreiheit ein Muss.

Achte auch drauf, dass du genug Bewegungsfreiheit im Schulterbereich hast! Nicht nur auf einer Trekkingtour, sondern auch beim Campen oder auf dem Spielplatz bist du mitunter viel in Bewegung und eine Regenjacke, die dich einengt, wird dich früher oder später nerven. Gleichzeitig soll sie natürlich gut aussehen und nicht »sackig« sitzen – am Schnitt erkennt man häufig schon eine gute Qualität, die die beiden Komponenten »körperbetonter, taillierter Schnitt« und »ausreichend Bewegungsfreiheit« vereint.

Sehr praktisch sind Hardshells aus (selbstverständlich zuverlässig wasserdichtem) Stretchmaterial oder mit meist großflächigem Stretch Einsatz im Schulterbereich. Diese Jacken sorgen für richtig viel Bewegungsfreiheit und sind vor allem für den aktiven Outdooreinsatz großartig.

Die Ärmel sollten lang genug sein, wenn du die Arme nach vorne ausstreckst (wie beim Wandern mit Trekkingstöcken). Unbedingt bei der Anprobe ausprobieren.

Was ist eine Wassersäule?

Hier geht es nochmals um das Thema »Wasserdicht«. Vereinfacht ist die Wassersäule die Maßeinheit für Wasserdichtigkeit. Man sollte eigentlich meinen, wasserdicht bedeutet wasserdicht. In der Realität ist es nicht ganz so einfach. Es geht hier um den Druck, der vor allem durch Rucksäcke oder das eigene Körpergewicht (aber auch z. B. durch Wind) auf ein wasserdichtes Material einwirkt. Die Wassersäule beschreibt, ab wie viel Druck ein Material Wasser durchlässt. Je höher also der Wert, desto besser.

  • Ab 1300 mm gilt ein Material als wasserdicht.
  • Ab 10.000 mm bist du mit deiner Regenjacke auf der sicheren Seite für viele Outdoor-Aktivitäten, egal ob Wanderung (mit kleinem Rucksack) oder Camping. Für den gemäßigten Einsatz einer modernen Regenjacke im Alltag tut es auch eine Wassersäule unter 10.000 mm.
  • Ab 20.000 mm kannst du dich auch auf anspruchsvoller Tour im Gebirge mit schwerem Rucksack fast schon auf den Regen freuen. Die Gore-Tex-Membran hat eine Wassersäule von etwa 30.000 mm.

Garantie

Noch etwas, quasi unter uns: Qualität hat ihren Preis. Es gibt Produkte, die im Neuzustand eine hohe Wassersäule angeben. Dieser Wert kann nach längerer (oder kürzerer) Tragedauer z. B. an besonders beanspruchten Stellen durch Abrieb mitunter drastisch sinken. Bei unseren Markenprodukten ist das nicht der Fall. Solltest du dennoch einmal Grund zur Beanstandung haben: Globetrotter bietet dir drei Jahre Garantie!

Was bedeutet atmungsaktiv?

So funktionieren Membrane oder Beschichtungen: Tropfen bleiben draußen, Wasserdampf kann entweichen.

Die korrektere Bezeichnung für atmungsaktiv ist wasserdampfdurchlässig – und damit erklärt sich diese fantastische Eigenschaft schon fast von selbst. Es geht darum, wieviel Schweiß (in Form von Wasserdampf) von innen durch das Material deiner Regenjacke hindurch nach außen gelangt.

Es gibt zwei unterschiedliche Werte, die etwas über die Atmungsaktivität aussagen. Es wird entweder der MVTR-Wert oder der RET-Wert verwendet.

Beim MVTR-Wert wird gemessen, welche Menge an Wasserdampf durch einen Quadratmeter des Materials in 24 Stunden hinausgelangt. Je höher der Wert, desto besser. Ab 10.000 g/m2/24h gelten Stoffe als sehr atmungsaktiv, es gibt aber auch Werte bis hin zu 40.000 g/m2/24. Wir geben in der Regel den MVTR Wert an.

Der RET-Wert beschreibt den Widerstand, den ein Stoff dem Wasserdampf entgegensetzt. Entsprechend ist hier die Devise: Je niedrigerer der Wert, desto atmungsaktiver ist das Bekleidungsstück. RET-Werte werden in der Regel wie folgt unterteilt:

  • 0-6: Sehr hohe Atmungsaktivität, funktioniert auch bei starker körperlicher Belastung. Hoher Tragekomfort.
  • 6-10: Gute Atmungsaktivität, reicht bei moderater körperlicher Belastung (Wanderung oder Alltag) völlig aus.
  • 10-20: Ausreichende Atmungsaktivität, okay bei wenig bzw. kaum schweißtreibender Belastung.
  • > 20: Sehr schlechte Atmungsaktivität, in erster Linie für den Ruhezustand geeignet.

Problem: Manchmal ist es nicht ganz einfach, an die Daten heranzukommen. Liegt eine Angabe vor, so geben wir diesen in den technischen Details (direkt bei der Produktbeschreibung) an. Und: Manchmal schummeln Hersteller etwas und geben den Wert der reinen Membran oder Beschichtung an und nicht das Gesamtkonstrukt der ganzen Jacke samt Außenmaterial und ggf. Futter. Da muss die Feuchtigkeit ja aber auch noch hindurch. Obacht also bei sehr günstigen Modellen, die sehr gute Werte versprechen …

Du kannst der Atmungsaktivität allerdings noch sehr effektiv nachhelfen: Wenn deine Regenjacke eine Unterarmbelüftung hat. Mehr dazu weiter unten bei den Ausstattungsmerkmalen. Besonders, wenn du die Jacke zum Wandern etc. anziehst, solltest du ein Modell mit Belüftung wählen.

Weitere hilfreiche Fakten zum Thema Atmungsaktivität

Bitte beachte bzw. beherzige diese Tipps unbedingt:

  • Es ist immens wichtig, dass auch die Schichten unter deiner Jacke aus funktionellem Material sind. Wenn auch nur ein T-Shirt aus Baumwolle ist, wird dort die Feuchtigkeit nicht weitergeben – selbst wenn deine Regenjacke noch so atmungsaktiv ist staut sich die Feuchtigkeit in dieser Baumwollschicht.
  • Zudem funktioniert die Atmungsaktivität besser, je höher das Temperaturgefälle zwischen der Temperatur unter der Jacke und der Außentemperatur. Mit anderen Worten ausgedrückt: je kälter es draußen ist, desto besser »atmet« deine Jacke.
Marmot Eine intakte Imprägnierung lässt das Wasser von der Jacke abperlen.
  • Achte drauf, dass deine Jacke vernünftig imprägniert ist! Wenn du eine neue Regenjacke kaufst, ist sie das durch eine DWR (durable water repellency) Ausrüstung für eine gewisse Zeit. Die DWR wird auf der Außenseite des Außenmaterial aufgebracht und hat nichts mit der Membran oder Beschichtung zu tun. Die Membran oder Beschichtung befindet sich auf der Innenseite des Außenmaterials und sorgt dafür, dass die Jacke dauerhaft wasserdicht ist. Eine DWR sorgt dafür, dass der Regen abperlt und muss erneuert werden, die Jacke muss also imprägniert werden. Grund: Wenn Regen nicht mehr abperlt und der Außenstoff durchnässt, dann behindert das die Atmungsaktivität ganz entscheidend! Nach der ersten und zweiten Wäsche reicht es, wenn du die Jacke kurz in den Wäschetrockner steckst, um die DWR durch die Hitze wieder zu aktivieren. Ab der dritten oder vierten Wäsche lohnt es sich, die Jacke selbst erneut zu imprägnieren (und wieder in den Trockner zu tun).
    Ein weiterer Grund für eine Auffrischung der Imprägnierung: Unsere Haut kann sehr schlecht zwischen kalt und feucht unterscheiden. Wenn das Außenmaterial deiner schlecht imprägnierten Regenjacke kalt auf deinem Unterarm liegt, fühlt sich das nass (und kalt an), was zweifelsohne sehr unangenehm ist. Hier findest du Tipps für die richtige Pflege und Imprägnierung.

Was ist der Vorteil einer Membran? Was der einer Beschichtung?

Vorab eine kurze Erklärung: Membranen darf man sich wie eine dünne Folie (aus Polyurethan, Polytetraflourethylen (PTFE, Teflon) oder Polyester) vorstellen, die mittels eines hochwertigen Spezialklebers auf den Trägerstoff, also das Außenmaterial, aufgebracht (laminiert) werden.
Beschichtungen werden in der Regel aufgesprüht – manchmal “einfach”, also eine Schicht, manchmal “mehrfach”.
Beide sind durch ihre mikroporöse Struktur undurchlässig für Wasser in Tropfenform, aber durchlässig für Wasserdampf (Schweiß).

Kurzfassung: Hochwertige Membranen (wie z.B. Gore-Tex, die immer noch bekannteste wasserdichter Membran, aber auch Futurelight oder Dermizax) sind langlebig, sehr belastbar und haben gute Werte, was Wassersäule und Atmungsaktivität angeht. Qualität hat aber auch ihren Preis.

Beschichtungen sind meist weniger langlebig und vor allem weniger belastbar, wenn du die Jacke viel mit Rucksack trägst, sie sind dafür aber auch günstiger. Allerdings hat es eine gewisse Verzerrung auf dem Markt gegeben. Es gibt günstige Membranen, die nicht viel mehr können als Beschichtungen. Und es gibt sehr hochwertige Beschichtungen, die auch eine Menge auf dem Kasten haben. Die Produktinformationen über die Wassersäule & Atmungsaktivität helfen deswegen erheblich, um die Qualität der Regenjacken etwas besser einschätzen zu können.

Faustregel: Für den Alltag oder gemäßigte Outdoor Aktivitäten reicht mitunter eine beschichtete Jacke. Wenn du mit schwerem Rucksack in der Bergwelt unterwegs bist und/oder deine Jacke auch im Alltag sehr viel mit Rucksack trägst, lohnt es sich wirklich, in eine hochwertige, langlebigere und gleichzeitig leichte Regenjacke mit Membran zu investieren – in diesem Fall am besten eine 3-lagige.

Was bedeutet 2-lagig, 2,5-lagig oder 3-lagig?

Diese Angaben beziehen sich auf die unterschiedliche Verarbeitung von Außenstoff, Membran und Futter.

Bei den 2-Lagen-Produkten bilden Außenmaterial samt Membran bzw. Beschichtung eine Schicht und ein zusätzliches Futter (Netz- oder Taftfutter) hängt mehr oder weniger lose in der Regenjacke. Die Membran/Beschichtung wird so von zwei Seiten umschlossen und geschützt. Dabei sind Netzfutter atmungsaktiver, Taftfutter gleiten unter Umständen etwas besser über die Fleecejacke und sehen etwas hochwertiger aus.

2-lagige Jacken gelten als moderat belastbar und werden deswegen für den moderaten Einsatzzweck, also z. B. Wanderungen mit Tagesrucksack, empfohlen. Sie sind schwerer und haben ein größeres Packmaß als 3-lagige Regenjacken.

Bei den 3-lagigen Hardshells sind Oberstoff, Membran und Futter (hauchdünn, kaum als Futter erkennbar) zu einer Schicht laminiert. Das sind meist äußerst robuste Jacken mit eher geringem Gewicht, die für den anspruchsvollen alpinen Einsatz mit sehr schwerem Rucksack und/oder Klettergurt etc. gefertigt werden. Beachte aber unbedingt die Angaben zur Rucksacktauglichkeit direkt in der Produktbeschreibung. Es gibt nämlich auch sehr leichte, für den dynamischen Einsatz konzipierte 3-lagige Jacken, die sehr hochwertig, aber nicht sehr rucksacktauglich sind.

Bei den 2,5-Lagen-Produkten befindet sich auf der Membran (die sich auf der Unterseite des Oberstoffes befindet) kein vollwertiges Futter, sondern eine dünne Schutzschicht (bei Gore-Tex Paclite z. B. in Form einer Carbonschicht) oder punktueller Schutz, z. B. in Form eines wabenförmigen Rasters. Diese Produkte sind sehr leicht, haben ein kleines Packmaß, sind allerdings bei weitem nicht so robust wie 3- oder 2-lagige Produkte. Oft werden sie als »Notfall-Regenjacke« eingesetzt, d. h. du hast sie meist eingepackt dabei und zauberst sie hervor, wenn es mal regnen sollte. Ob die Produkte rucksacktauglich sind, findest du in der jeweiligen Produktbeschreibung.

Welche Bedeutung hat das Außenmaterial der Regenjacke?

Neben der Konstruktion der Jacke und der Tatsache, ob die Jacke eine Beschichtung oder eine Membran hat, hat natürlich auch das Außenmaterial einen entscheidenden Einfluss auf die Robustheit und Langlebigkeit der Jacke. Es gibt sehr weiche, dünne und fast textil anmutende Außenmaterialien, die nicht sehr robust sind (oft Polyester). Und es gibt sehr robuste, abriebfeste Außenmaterialen, die sich auch genauso anfühlen und eine Menge abkönnen (meist Polyamid/Nylon).

Aber nicht nur das Material an sich, sondern auch die Fadenstärke hat einen Einfluss auf das Material. Wenn du eine robuste Regenjacke brauchst, solltest du also unbedingt auch auf das Außenmaterial achten.

Wenn du in einer unserer Filialen bist, kannst du die unterschiedlichen Regenjacken anfassen und selbst schnell ein Gespür entwickeln, welche sich robust anfühlt. Wenn du online stöberst, lohnt es sich, den Produkttext aufmerksam zu lesen oder eben auf Materialangaben und Rucksacktauglichkeit zu schauen.

Zwischenexkurs: Was ist Gore-Tex?

Gore-Tex besteht in der Regel aus einem Oberstoff, der eigentlichen Membran und einem Futterstoff bzw. einer Schutzschicht innen.

Der Begriff Gore-Tex fällt im Zusammenhang mit wasserdichten Jacken so gut wie immer. Kein Wunder – Gore-Tex ist quasi der Inbegriff oder auch das Synonym für Zuverlässigkeit & Qualität rund um das Thema Regenschutz. Der Marktführer wird von vielen, vielen Firmen im hochwertigen Bereich eingesetzt.

Hier findest du einen knackigen Überblick der unterschiedlichen Gore-Tex Produktkategorien. Im wasserdichten Bereich gibt es von der Firma Gore:

  • Gore-Tex: zuverlässiger Schutz bei vielen moderaten Aktivitäten – perfekt für Allrounder*Innen.
  • Gore-Tex Pro: Die perfekte Kombi für Anspruchsvolle: extrem robust, sehr atmungsaktiv und gleichzeitig so leicht wie möglich – perfekt für Alpinist*Innen & Profis.
  • Gore-Tex Paclite: besonders leicht und klein verpackbar – ideal fürs »Immer-Dabeihaben«.
  • Gore-Tex Active: sehr leicht & sehr atmungsaktiv – perfekt für Läufer*Innen.

Ausstattungsmerkmale einer Regenjacke

Auf diese Merkmale gilt es zu achten:

  • Kapuze
    Hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen! Es geht um eine insgesamt gute Passform der Kapuze, eine passgenaue Einstellmöglichkeit (Volumenregulierung), die dafür sorgen, dass du bestens geschützt bist und gleichzeitig freie Sicht hast! Ein besonders stabiler, breiter Schirm schützt deine Augen (und ggf. deine Brille) gut vor Regen. Auch im Alltag kann eine gute Kapuze von großem Vorteil sein. Wenn du deine Jacke im alpinen Einsatz benutzt, achte neben einem exzellenten Sitz drauf, dass die Kapuze helmtauglich ist. Oft sind gerade alltagstaugliche Regenjacken mit abnehmbarer Kapuze ausgestattet.
  • Unterarmbelüftung
    Wie schon bei der Atmungsaktivität angesprochen kannst du mit einer Belüftung richtig effektiv Wasserdampf und Wärme von Innen nach Außen befördern. Wenn du deine Jacke also für den aktiven Einsatz haben möchtest oder jemand bist, der schnell schwitzt, solltest du ein Modell mit Unterarmbelüftung wählen. Achte beim Kauf drauf, dass die Verarbeitung so ist, dass die Reißverschlüsse nicht drücken.
  • Nahtversiegelung
    Es gibt eigentlich keine Regenjacken mehr, die keine Nahtversiegelung haben (deren Nähte auf der Innenseite also nicht verklebt sind), denn ohne Verklebung sind die Nähte nicht dicht. Es lohnt sich aber, sehr genau hinzuschauen. An einer guten, sauberen Verklebung lässt sich Qualitätsarbeit erkennen – und besonders dünne Tapes sorgen für eine erhöhte Atmungsaktivität. Zum Teil gibt es mit Laser-Technologie zugeschnittene Regenjacken, deren Nähte nicht vernäht, sondern gleich verklebt werden – ohne Verklebungen geht es also nicht.
  • Vorgeformte Ellbogenpartie
    Wenn du mit deiner Jacke z. B. in den Bergen mit Trekkingstöcken wanderst oder kletterst, ist ein vorgeformte Ellenbogen-Bereich eine prima Sache. Ohne diesen zieht sich der Ärmel ansonsten schnell nach oben und die Handgelenke liegen frei. Weder bei Wind noch bei Regen eine schöne Sache …
  • Taschen
    Auch hier geht es um Vorlieben. Wenige Taschen sorgen für ein geringeres Gewicht der Jacke, bieten aber auch weniger Stauraum. Wenn du viel mit Rucksack unterwegs bist, achte drauf, dass die seitlichen Taschen recht hoch sitzen, damit du auch mit geschlossenem Beckengurt deines Rucksacks noch an die Taschen rankommst.
  • Material
    Das Außenmaterial sagt auch viel über die Belastbarkeit der Jacke aus. Faustregel: Nylon (oder Polyamid) gilt als robuster als Polyester! Wenn du schwere Rucksäcke trägst (oder ständig Rucksäcke trägst) und/oder Felskontakt mit deiner Jacke hast lohnt es sich, ein stabiles Außenmaterial zu wählen!
  • Reißverschlüsse
    Wenn bei den Jacken von wasserabweisenden Reißverschlüssen die Rede ist, können diese eine Menge ab – nur unter äußerst extremen und widrigen Umständen können sie etwas Wasser durchlassen. Beachte bitte, dass Taschen mit einem solchen Reißverschluss nicht zu 100 % wasserdicht sind! Dinge wie dein Smartphone sollten also extra wasserdicht verpackt werden, wenn es stark regnet. Wirklich wasserdichte Reißverschlüsse (z. B. Aquaguard von YKK) sind schwerer und schwergängiger als stark wasserabweisende Reißverschlüsse, können aber in extremen Situationen eine echte Hilfe sein.
  • Zwei-Wege-Zipper
    (also solche, die man von beiden Seiten öffnen kann) haben unter anderem den Vorteil, dass man auch länger geschnittenen Jacken zu mehr Bewegungsfreiheit verhelfen kann.
  • Kinnschutz
    Von einem Kinnschutz ist die Rede, wenn das obere Ende des geschlossenen Reißverschlusses abgedeckt ist. Ansonsten kann es unangenehm scheuern und/oder sich kalt anfühlen. Damit geht oft eine weiche Innenseite im Kinnbereich (für die Männer interessant: Bartschutz) einher.

Was muss ich beachten, wenn ich mit schwerem Rucksack wandere?

Fjällräven

Eigentlich ergibt sich das Wissen aus den einzelnen Hinweisen bzw. Absätzen, aber hier nochmal zusammenfassend:

  • Wenn du mit schwerem Rucksack wanderst, brauchst du eine 3-lagige Jacke mit hochwertiger Membran und einem robusten Außenmaterial (Nylon bzw. Polyamid)!
  • Eine Unterarmbelüftung ist von großem Vorteil, da es mit schwerem Rucksack oft schweißtreibend wird.
  • Die Taschen sollten oberhalb des Rucksackgurts sitzen.

Und es sei nochmal darauf hingewiesen, dass du an jeder Produktbeschreibung den Hinweis auf das geeignete Rucksackgewicht findest.

Was muss ich beachten, wenn ich mit mittelschwerem Rucksack wandere?

Moritz Attenberger/Vaude

Hier ist die Robustheit der Jacke noch nicht so immens wichtig wie bei Wanderungen mit einem schweren Rucksack, trotzdem solltest du auf eine robuste Jacke setzen. Finden diese Wanderungen mit mittelschwerem Rucksack häufig statt, geht die Wahl am ehesten zu einer solide 3-Lagen Jacke aus dem mittleren Preissegment des Bereiches.

Finden diese Wanderungen eher seltener statt, vielleicht auch, weil du dich bei schlechtem Wetter nach alternativen Aktivitäten umschaust, kann eine 2-lagige Jacke mit robustem Außenmaterial völlig ausreichend sein.

Was muss ich beachten, wenn ich mit leichtem Rucksack wandere?

William Woodward/Marmot

In diesem Fall solltest du lediglich beachten, dass die Jacke tatsächlich auch für leichte Rucksäcke empfohlen ist. Es gibt auch Regenjacken, dessen empfindliches Material gar kein Gewicht verträgt. Achte darauf, dass die Tragegurte des Rucksacks gut gepolstert sind – ansonsten wird empfindliches Material schnell durchgescheuert.

Suchst du eine Notfalljacke, die du die meiste Zeit im Rucksack transportierst, sind die leichten 2,5-lagigen Regenjacken mit geringem Packvolumen eine sehr gute Idee. Trägst du die Jacke häufig – und auch häufig mit einem Rucksack, sind die stabileren 2-lagen Jacken definitiv langlebiger!

Wie soll ich meine Regenjacke waschen?

Schau Dir dazu sehr gerne unsere Pflegeanleitung an. Eins sei verraten: Es ist ein Gerücht, dass du deine Jacke so selten wie möglichst waschen solltest! Regelmäßiges Waschen hilft dabei, dass die Jacke atmungsaktiv bleibt.

Auch die Wichtigkeit der Imprägnierung wurde hier schon erwähnt, in der Pflegeanleitung findest du weitere Tipps zum Thema Imprägnierung.

Last but not least

Du findest in unserem Onlineshop eine große Auswahl an Regenjacken für Damen, Herren und Kinder.
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Text: Globetrotter
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