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        Alle Wanderschuhe bei Globetrotter Ausrüstung

        Das Wandern wird immer beliebter. Kein Wunder, denn die Natur kann bei kaum einer anderen Outdoor-Sportart so intensiv erlebt werden, wie bei dieser. Damit der Wanderausflug aber auch komfortabel wird und keine Schmerzen verursacht, brauchst du passende und hochwertige Wanderschuhe. Bei Globetrotter kannst du viele verschiedene Wanderschuhe kaufen. Online, als auch in den Filialen halten wir ein umfangreiches Sortiment für dich bereit, um so für jeden Fuß den richtigen Stiefel zu finden.


        Wanderschuhe: die Materialfrage

        Wohin geht deine Tour? Egal ob im schwedischen Kungsleden Nationalpark, über den Jakobsweg oder zu einer Hochgebirgstour. Für jedes Einsatzgebiet und die unterschiedlichen Ansprüche gibt es den passenden Wanderschuh. Dabei bestimmen die verwendeten Materialien, für welchen Einsatzzweck die Wanderschuhe geeignet sind.

        Wanderschuhe aus Leder

        Wanderschuhe aus Leder bieten besonders hohen Tragekomfort und halten mit der richtigen Pflege fast ein Wanderleben lang. Wird das Obermaterial gewachst, sind Wanderschuhe wasserabweisend und halten Feuchtigkeit stand. Ist ein Wanderschuh aus Leder jedoch richtig nass geworden, braucht er verhältnismäßig lang, um zu trocknen.

        Wanderschuhe aus Synthetikgewebe

        Wanderschuhe aus synthetischem Material sind leicht, trocknen schnell und sind atmungsaktiv. Sie sind daher für zügige Touren und sportliche Wanderungen bestens geeignet. Synthetische Wanderschuhe sind wasserdicht, wenn eine Membran, beispielsweise Gore-Tex eingearbeitet wurde.

        Die besten Wanderschuhe: das Einsatzgebiet

        Wanderschuhe sind der ideale Wegbegleiter für Wanderungen durchs Mittelgebirge und spontane Tagestouren. Sie sind strapazierfähig, wiederbesohlbar und warten mit stabilem Sohlenaufbau und guter Dämpfung auf. Globetrotter setzt auf namhafte, bewährte Hersteller und hält Wanderschuhe von Meindl, Lowa, Jack Wolfskin und anderen Qualitätsherstellern bereit.

        Keyfeaturese Wanderschuhe: Gründe für feuchte Füße

        Du hast Wanderschuhe mit wasserdichter Membran – und dennoch feuchte Füße? Das muss nicht heißen, dass deine Wanderschuhe undicht sind. Dafür kann es andere, plausible Gründe geben. Durch falsche Socken und Hosenbeine, die Feuchtigkeit aufsaugen, kann der Eindruck entstehen, dass ein Schuh nicht dicht ist. Nie mehr Schweißfüße dank atmungsaktiver Wanderschuhe? Leider nur dann, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Für die optimale Funktion einer Membran braucht es nämlich ein Temperaturgefälle: Die Außentemperatur muss niedriger sein als die Temperatur in deinem Schuh – je größer das Gefälle, umso besser! Zusätzlich musst du bedenken, dass die Mengen an Wasserdampf, die atmungsaktive Membranen durchlassen, nicht unbegrenzt sind. Auch bei der besten Membran ist irgendwann eine Obergrenze erreicht.

        Die besten Socken für Wanderschuhe

        Sollen deine Wanderschuhe für Damen optimal funktionieren, reicht es nicht, „irgendeine“ Socke anzuziehen: Zu jedem Wanderschuh gibt es passende Wandersocken, die die Funktion unterstützen. Wollsocken, Mischgewebe oder synthetische Materialien sind für Wanderschuhe mit Membran besonders gut geeignet. Baumwolle verfehlt hier gänzlich ihren Zweck: Das Gewebe hält die Feuchtigkeit am Fuß. Da hilft auch kein feuchtigkeitsleitendes Futtermaterial. Spezielle Wandersocken sind in allen relevanten Zonen gut gepolstert, legen sich dämpfend um den Fuß und beugen Druckstellen vor.

        Die richtige Schuhgröße bei Wanderschuhen

        Im Laufe des Tages und unter Belastung, wie sie bei Wanderungen mit Gepäck entsteht, verändert sich das Volumen und die Größe deiner Füße. Rechne also genug Luft drumherum mit ein, und lasse genügend Platz vor dem großen Zeh. Unsere Empfehlung: Kaufe deine Wanderschuhe mindestens eine Nummer größer als deine normalen Freizeitschuhe. Ziehe die neuen Wanderschuhe direkt mit der Socke an, die auch mit auf Wanderschaft gehen soll. Darüber hinaus solltest du deine Wanderschuhe zu Hause Probe tragen und ruhig mal einen gepackten Rucksack aufsetzen. Achte dabei besonders auf einen guten Fersensitz. Gibt dir der Schuh hier nicht genügend Halt, rutscht dein Fuß beim Bergabgehen im ungünstigsten Falle komplett nach vorn und du stößt mit den Zehen vorne an. Nach dem Kauf sollten die Wanderstiefel ausgiebig eingelaufen werden, bevor es auf die große Tour geht.

        Kaufberatung Wanderschuhe - das Interview mit unserem Experten Peter Ziegler (Globetrotter Magazin 10)

        So wird ein Schuh draus

        Interview Philip Baues | Fotos Wiebke Mörig

        Hauptsache passt? Mitnichten! Fachberater Peter Ziegler kennt die Anforderungen von Flachland bis Fels und findet so für jeden Kunden den idealen Wanderschuh.

        Verkaufsberater Peter Ziegler (57) ist der erfahrenste Kollege aus der Münchner Schuhabteilung und hat selbst unzählige Alpenkilometer beim Trailrunning, Bergwandern und auf Hochtouren unter den Sohlen. Daher weiß er, dass nur die richtige Kombination aus Fuß, Schuh und Anforderungsprofil am Ende zu einem glücklichen Kunden führt. 




        Ich suche einen neuen Wanderschuh. Welchen empfiehlst du? 

        So einfach ist es leider nicht. Erst mal müsstest du mir verraten, wofür du den Schuh brauchst. Gassi gehen mit dem Hund, Wandern im Mittelgebirge, Jakobsweg oder gar Rucksacktouren in den Alpen? Die Bandbreite ist enorm – wir haben weit über 200 verschiedene Wander- und Trekkingschuhe im Sortiment, da sind sehr gute Allrounder, aber auch ausgewiesene Spezialisten dabei. 

        Was sind denn die größten Unterschiede bei Wanderschuhen? 

        Aufbau und Sohlenkonstruktion müssen zu den Anforderungen passen. Ein leichter Halbschuh wie der Ontario von Meindl etwa rollt super ab, hat eine schöne Dämpfung und trägt sich insgesamt angenehm weich. Das ist ideal für Tagestouren ohne schweres Gepäck und in moderatem Gelände. Eine Alpenüberquerung mit schwerem Rucksack wird mit diesem Schuh dagegen wenig Freude machen. Da brauchst du eine torsionssteife Sohle und möglichst viel Stabilität für den gesamten Fuß. 

        Das heißt, mit einem Halbschuh in die Berge ist keine gute Idee? 

        Natürlich schützt ein hoher Schaft im felsigen Gelände besser die Knöchel, außerdem stabilisiert er bei guter Schnürung zusätzlich das Sprunggelenk. Entscheidender ist aber die Sohle: Es gibt auch Halbschuhe mit einem steifen, alpintauglichen Aufbau: die sogenannten Approach- oder Zustiegsschuhe. Sie sind explizit für alpines Terrain ausgelegt und haben meist sogar eine spezielle Climbing-Zone. Ist die Sohle aber zu weich – das heißt verwindbar in der Längsachse –, liegt die Belastung durchweg auf den Muskeln im Spann bzw. Mittelfuß. In so einem Schuh ermüden auch Bänder und Gelenke schnell. 

        Was ist mit der Gleichung, dass es sechsmal mehr Energie braucht, um ein Gewicht an den Füßen zu bewegen, als es im Rucksack zu transportieren? Das spricht doch für maximal leichte Schuhe. 

        Ich halte dagegen: Leichte Schuhe können schwer werden, und schwere Schuhe leicht. Wenn deine Fußmuskulatur fix ermüdet, weil der Schuh nicht genug Support liefert, wird jeder Schritt zur Konzentrations- und Konditionsprüfung. Einen stabilen Trekkingstiefel kannst du auch in schwierigem Gelände einfach mal »laufen« lassen, er nimmt dir viel Halte- und Balancearbeit ab, weil er durch die steife Sohle die Belastung auf den ganzen Fuß verteilt. Außerdem sind längst auch Alpinstiefel keine klobigen Ungeheuer mehr. Dank modernen Materialien und cleverer Konstruktionsdetails werden die Gewichtsunterschiede zwischen den Schuhkategorien immer geringer.

        Welches Material kommt bei Wanderschuhen infrage? 

        Synthetik, Leder oder eine Kombination aus beidem. Der Gewichts- und oft auch Preisvorteil liegt bei synthetischen Materialien wie Cordura. Je nach Materialstärke sind solche Modelle auch sehr robust, vor allem trocknen sie schneller, wenn der Schuh mal wirklich nass geworden ist. Viele Kunden empfinden das Fußklima in Lederschuhen aber angenehmer. 

        Das Problem mit der Nässe kann ich doch durch eine Gore-Tex-Membran eliminieren, oder? 

        Bist du viel bei Regen, Schnee oder feuchten Bedingungen unterwegs, macht das durchaus Sinn. Für die volle Performance braucht eine Membran – egal ob von Gore oder einem anderen Hersteller – aber ein Temperaturgefälle, damit die Schwitzfeuchtigkeit von innen entweichen kann. Im Schuh herrschen meist zwischen 28 und 32 Grad. Wer also meist im Sommer unterwegs ist, wo es draußen ähnlich warm ist, steht dann schnell im eigenen Saft. 15 bis 20 Grad Temperaturunterschied sind für atmungsaktive (und wasserdichte) Membranen ideal. Zwar saugt sich auch Lederfutter mit Schweiß voll, doch beim Trocknen – und dieser Prozess beginnt ja schon beim Laufen – entsteht Verdunstungskälte, die den Füßen guttut. 

        Aber Lederschuhe brauchen extrem viel Pflege, oder? 

        Pflege tut allen Schuhen gut. Modelle aus Leder solltest du aber tatsächlich regelmäßig – am besten nach jeder Wanderung – wachsen: für dauerhafte Keyfeaturesigkeit, gegen Einschmutzen und um einem Austrocknen vorzubeugen. Sonst werden das Leder und auch die Nähte brüchig. Ist eine Membran verbaut, sollte man den Schuh ab und an über Nacht mit Wasser und eventuell etwas Seife füllen und danach gut ausspülen. So werden Salze ausgewaschen, die ansonsten die Membran angreifen. 

        Was muss ich unterwegs beachten? 

        Wird der Schuh unterwegs von innen nass – etwa weil man bei einer Bachquerung ausgerutscht ist –, darfst du ihn auf keinen Fall direkt am Feuer oder auf dem Ofen trocknen. Zu viel Hitze macht Leder spröde, greift Kleber und Synthetik an und setzt den Schuh im schlimmsten Fall sogar in Brand. Ansonsten reicht es fast bei allen Touren, die Schuhe im Vorfeld zu präparieren. Wenn Kunden allerdings wochen- oder monatelang unterwegs sind, rate ich ihnen, Wachs oder Imprägnierspray für die Reise einzupacken, damit die Schuhe langfristig ihren Job erledigen können. 

        Apropos, wie lange hält denn ein gutes Paar Wanderstiefel? 

        Das kommt auf den Einsatzzweck und den Umgang mit dem Schuh an: Ein leichter Halbschuh, der fast schon Richtung Trailrunner geht, kann super funktionieren, aber nach 600 bis 800 Kilometern ist er konstruktionsbedingt platt. Je sportlicher der Schuh, desto leichter und flexibler muss er sein. Die Standhöhe sollte niedrig sein, um direkten Bodenkontakt zu haben. Das erreicht man mit gestrobelten Schuhen: Das bedeutet, die Zwischensohle und der Schaft sind vernäht und verklebt. Das Gummiprofil eines solchen Schuhs ist für maximalen Grip meist weich – logisch, dass da die Sohle schneller glatt gelaufen ist. Genauso kann man von luftig-leichtem Mesh-Material nicht erwarten, dass es intensive Beanspruchung jahrelang mitmacht. Für einen soliden Trekkingschuh dagegen sind 800 Kilometer ein Witz! Bei richtiger Pflege ist so ein Schuh ein Begleiter fürs Leben. 

        Wie erkenne ich, ob meine Wanderschuhe noch okay sind? 

        Alter und Gesamteindruck sind wichtig. Nach fünf, sechs Jahren können sich die Weichmacher aus der Sohle verflüchtigt haben. Wenn die dann im alpinen Gelände einfach abfällt, kann das echt gefährlich werden. Ansonsten hilft die optische Kontrolle: Ist das Leder ausgetrocknet, die Kunstfaser durchgescheuert? Sind die Schuhe verbeult und ausgetreten? Hat die Sohle noch genug Profil?

        Und wenn der Wanderschuh noch gut, die Sohle aber runter ist? 

        Dann kommt eine neue drunter. Robuste Wanderschuhe sind fast immer gezwickt. Dabei wird der Schaft um die Brandsohle herumgeschlagen und dann verklebt. Somit ist der Schuh ein eigenständiges Konstrukt – auch ohne Sohle. Bei Hanwag etwa sind sogar alle Modelle, sogar Freizeit- und Zustiegsschuhe, gezwickt oder noch aufwendiger traditionell zwiegenäht. 

        Spricht etwas dagegen, nach Markenpräferenz oder Testergebnissen zu kaufen? 

        Natürlich kannst du damit die Auswahl der Kandidaten einschränken, aber am Ende zählt vor allem eines: Der Schuh muss passen! Wenn der Leisten des »Testsiegers« nicht zu deinem Fuß passt, wirst du mit dem Schuh wenig Freude haben. Der Schuh muss die Ferse sicher umschließen, ohne dabei Druckstellen an Knöchel oder Sehnen zu verursachen oder den Vorfuß und die Zehen einzuengen. Daher ist es wichtig zu wissen, dass jeder Hersteller eigene Leisten und damit auch eine eigene Passform hat. 

        Was ist denn überhaupt ein Leisten? 

        Eine Art Holzfuß, über den der Schaft jedes einzelnen Schuhs geschlagen wird. Die Leistenform ist eines der Geheimnisse jedes Herstellers, denn sie ist so etwas wie die Visitenkarte des Schuhmachers. Viele Kunden bleiben einer Marke ewig treu, wenn sie einmal einen passenden Schuh gefunden haben. 

        Hast du Tipps für die Anprobe? 

        Am besten kommst du am Nachmittag zu uns. Dann warst du schon einige Stunden auf den Beinen und deine Füße sind auf ein realistisches Maß angeschwollen. Probiere auf jeden Fall immer den rechten UND den linken Schuh an und laufe möglichst lange mit den Schuhen rum. In unseren Filialen haben wir spezielle Parcours, auf denen man Grip, Fersenhalt und Passform auf unterschiedlichen Untergründen testen kann. Besonders beim Bergablaufen merkst du schnell, ob der Schuh passt: Wenn du zu sehr nach vorne rutschst und mit den Zehen anstößt, schaue dich lieber nach einem anderen Modell um. 

        Kann ich auch bei der Wahl der Socken Fehler machen? 

        Ja, denn das Zwiebelprinzip gilt auch für die Füße. Der atmungsaktivste Schuh nützt nichts, wenn du darunter die falsche Lage trägst. Baumwollsocken sind daher zum Wandern wenig geeignet, denn die pflanzliche Faser saugt Feuchtigkeit auf, gibt sie aber nur schlecht wieder ab. Aufgequollene Füße und Blasen sind vorprogrammiert. Reine Synthetiksocken transportieren Feuchtigkeit am besten und sie trocknen auch fix. Allerdings fangen sie schneller an zu müffeln. Bewährt haben sich Modelle mit einem Mix aus etwa 30 Prozent Baum- oder Merinowolle und 70 Prozent Kunstfaser. 

        Was hältst du von Nylonstrümpfen unter der Trekkingsocke? 

        Man kann so die Reibung zwischen Haut und Socke reduzieren. Allerdings können durch eine zusätzliche Schicht auch mehr Wärme und Schwitzfeuchtigkeit entstehen – das ideale Klima für Blasen. Deshalb sollte man unbedingt vor der Tour testen, ob die Vor-oder Nachteile überwiegen. 

        Habt ihr eigentlich auch für Problemfüße passende Wanderschuhe?

        Die großen Hersteller haben inzwischen alle unterschiedliche Leisten im Programm, um möglichst viele Fußformen zu bedienen. Da sind neben extra breiten oder schmalen Leisten auch spezielle Varianten für Hallux valgus oder Plattfüße dabei. Darüber hinaus können wir Lederschuhe bis zu einem gewissen Grad auch nachträglich weiten. Selbst bei einer gewissenhaften Anprobe machen sich Druckstellen ja oft erst bei der ersten richtigen Tour bemerkbar. Dieser Service ist bei uns natürlich beim Schuhkauf mit drin! 

         

         

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        Alle Wanderschuhe bei Globetrotter Ausrüstung

        Das Wandern wird immer beliebter. Kein Wunder, denn die Natur kann bei kaum einer anderen Outdoor-Sportart so intensiv erlebt werden, wie bei dieser. Damit der Wanderausflug aber auch komfortabel wird und keine Schmerzen verursacht, brauchst du passende und hochwertige Wanderschuhe. Bei Globetrotter kannst du viele verschiedene Wanderschuhe kaufen. Online, als auch in den Filialen halten wir ein umfangreiches Sortiment für dich bereit, um so für jeden Fuß den richtigen Stiefel zu finden.


        Wanderschuhe: die Materialfrage

        Wohin geht deine Tour? Egal ob im schwedischen Kungsleden Nationalpark, über den Jakobsweg oder zu einer Hochgebirgstour. Für jedes Einsatzgebiet und die unterschiedlichen Ansprüche gibt es den passenden Wanderschuh. Dabei bestimmen die verwendeten Materialien, für welchen Einsatzzweck die Wanderschuhe geeignet sind.

        Wanderschuhe aus Leder

        Wanderschuhe aus Leder bieten besonders hohen Tragekomfort und halten mit der richtigen Pflege fast ein Wanderleben lang. Wird das Obermaterial gewachst, sind Wanderschuhe wasserabweisend und halten Feuchtigkeit stand. Ist ein Wanderschuh aus Leder jedoch richtig nass geworden, braucht er verhältnismäßig lang, um zu trocknen.

        Wanderschuhe aus Synthetikgewebe

        Wanderschuhe aus synthetischem Material sind leicht, trocknen schnell und sind atmungsaktiv. Sie sind daher für zügige Touren und sportliche Wanderungen bestens geeignet. Synthetische Wanderschuhe sind wasserdicht, wenn eine Membran, beispielsweise Gore-Tex eingearbeitet wurde.

        Die besten Wanderschuhe: das Einsatzgebiet

        Wanderschuhe sind der ideale Wegbegleiter für Wanderungen durchs Mittelgebirge und spontane Tagestouren. Sie sind strapazierfähig, wiederbesohlbar und warten mit stabilem Sohlenaufbau und guter Dämpfung auf. Globetrotter setzt auf namhafte, bewährte Hersteller und hält Wanderschuhe von Meindl, Lowa, Jack Wolfskin und anderen Qualitätsherstellern bereit.

        Keyfeaturese Wanderschuhe: Gründe für feuchte Füße

        Du hast Wanderschuhe mit wasserdichter Membran – und dennoch feuchte Füße? Das muss nicht heißen, dass deine Wanderschuhe undicht sind. Dafür kann es andere, plausible Gründe geben. Durch falsche Socken und Hosenbeine, die Feuchtigkeit aufsaugen, kann der Eindruck entstehen, dass ein Schuh nicht dicht ist. Nie mehr Schweißfüße dank atmungsaktiver Wanderschuhe? Leider nur dann, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Für die optimale Funktion einer Membran braucht es nämlich ein Temperaturgefälle: Die Außentemperatur muss niedriger sein als die Temperatur in deinem Schuh – je größer das Gefälle, umso besser! Zusätzlich musst du bedenken, dass die Mengen an Wasserdampf, die atmungsaktive Membranen durchlassen, nicht unbegrenzt sind. Auch bei der besten Membran ist irgendwann eine Obergrenze erreicht.

        Die besten Socken für Wanderschuhe

        Sollen deine Wanderschuhe für Damen optimal funktionieren, reicht es nicht, „irgendeine“ Socke anzuziehen: Zu jedem Wanderschuh gibt es passende Wandersocken, die die Funktion unterstützen. Wollsocken, Mischgewebe oder synthetische Materialien sind für Wanderschuhe mit Membran besonders gut geeignet. Baumwolle verfehlt hier gänzlich ihren Zweck: Das Gewebe hält die Feuchtigkeit am Fuß. Da hilft auch kein feuchtigkeitsleitendes Futtermaterial. Spezielle Wandersocken sind in allen relevanten Zonen gut gepolstert, legen sich dämpfend um den Fuß und beugen Druckstellen vor.

        Die richtige Schuhgröße bei Wanderschuhen

        Im Laufe des Tages und unter Belastung, wie sie bei Wanderungen mit Gepäck entsteht, verändert sich das Volumen und die Größe deiner Füße. Rechne also genug Luft drumherum mit ein, und lasse genügend Platz vor dem großen Zeh. Unsere Empfehlung: Kaufe deine Wanderschuhe mindestens eine Nummer größer als deine normalen Freizeitschuhe. Ziehe die neuen Wanderschuhe direkt mit der Socke an, die auch mit auf Wanderschaft gehen soll. Darüber hinaus solltest du deine Wanderschuhe zu Hause Probe tragen und ruhig mal einen gepackten Rucksack aufsetzen. Achte dabei besonders auf einen guten Fersensitz. Gibt dir der Schuh hier nicht genügend Halt, rutscht dein Fuß beim Bergabgehen im ungünstigsten Falle komplett nach vorn und du stößt mit den Zehen vorne an. Nach dem Kauf sollten die Wanderstiefel ausgiebig eingelaufen werden, bevor es auf die große Tour geht.

        Kaufberatung Wanderschuhe - das Interview mit unserem Experten Peter Ziegler (Globetrotter Magazin 10)

        So wird ein Schuh draus

        Interview Philip Baues | Fotos Wiebke Mörig

        Hauptsache passt? Mitnichten! Fachberater Peter Ziegler kennt die Anforderungen von Flachland bis Fels und findet so für jeden Kunden den idealen Wanderschuh.

        Verkaufsberater Peter Ziegler (57) ist der erfahrenste Kollege aus der Münchner Schuhabteilung und hat selbst unzählige Alpenkilometer beim Trailrunning, Bergwandern und auf Hochtouren unter den Sohlen. Daher weiß er, dass nur die richtige Kombination aus Fuß, Schuh und Anforderungsprofil am Ende zu einem glücklichen Kunden führt. 




        Ich suche einen neuen Wanderschuh. Welchen empfiehlst du? 

        So einfach ist es leider nicht. Erst mal müsstest du mir verraten, wofür du den Schuh brauchst. Gassi gehen mit dem Hund, Wandern im Mittelgebirge, Jakobsweg oder gar Rucksacktouren in den Alpen? Die Bandbreite ist enorm – wir haben weit über 200 verschiedene Wander- und Trekkingschuhe im Sortiment, da sind sehr gute Allrounder, aber auch ausgewiesene Spezialisten dabei. 

        Was sind denn die größten Unterschiede bei Wanderschuhen? 

        Aufbau und Sohlenkonstruktion müssen zu den Anforderungen passen. Ein leichter Halbschuh wie der Ontario von Meindl etwa rollt super ab, hat eine schöne Dämpfung und trägt sich insgesamt angenehm weich. Das ist ideal für Tagestouren ohne schweres Gepäck und in moderatem Gelände. Eine Alpenüberquerung mit schwerem Rucksack wird mit diesem Schuh dagegen wenig Freude machen. Da brauchst du eine torsionssteife Sohle und möglichst viel Stabilität für den gesamten Fuß. 

        Das heißt, mit einem Halbschuh in die Berge ist keine gute Idee? 

        Natürlich schützt ein hoher Schaft im felsigen Gelände besser die Knöchel, außerdem stabilisiert er bei guter Schnürung zusätzlich das Sprunggelenk. Entscheidender ist aber die Sohle: Es gibt auch Halbschuhe mit einem steifen, alpintauglichen Aufbau: die sogenannten Approach- oder Zustiegsschuhe. Sie sind explizit für alpines Terrain ausgelegt und haben meist sogar eine spezielle Climbing-Zone. Ist die Sohle aber zu weich – das heißt verwindbar in der Längsachse –, liegt die Belastung durchweg auf den Muskeln im Spann bzw. Mittelfuß. In so einem Schuh ermüden auch Bänder und Gelenke schnell. 

        Was ist mit der Gleichung, dass es sechsmal mehr Energie braucht, um ein Gewicht an den Füßen zu bewegen, als es im Rucksack zu transportieren? Das spricht doch für maximal leichte Schuhe. 

        Ich halte dagegen: Leichte Schuhe können schwer werden, und schwere Schuhe leicht. Wenn deine Fußmuskulatur fix ermüdet, weil der Schuh nicht genug Support liefert, wird jeder Schritt zur Konzentrations- und Konditionsprüfung. Einen stabilen Trekkingstiefel kannst du auch in schwierigem Gelände einfach mal »laufen« lassen, er nimmt dir viel Halte- und Balancearbeit ab, weil er durch die steife Sohle die Belastung auf den ganzen Fuß verteilt. Außerdem sind längst auch Alpinstiefel keine klobigen Ungeheuer mehr. Dank modernen Materialien und cleverer Konstruktionsdetails werden die Gewichtsunterschiede zwischen den Schuhkategorien immer geringer.

        Welches Material kommt bei Wanderschuhen infrage? 

        Synthetik, Leder oder eine Kombination aus beidem. Der Gewichts- und oft auch Preisvorteil liegt bei synthetischen Materialien wie Cordura. Je nach Materialstärke sind solche Modelle auch sehr robust, vor allem trocknen sie schneller, wenn der Schuh mal wirklich nass geworden ist. Viele Kunden empfinden das Fußklima in Lederschuhen aber angenehmer. 

        Das Problem mit der Nässe kann ich doch durch eine Gore-Tex-Membran eliminieren, oder? 

        Bist du viel bei Regen, Schnee oder feuchten Bedingungen unterwegs, macht das durchaus Sinn. Für die volle Performance braucht eine Membran – egal ob von Gore oder einem anderen Hersteller – aber ein Temperaturgefälle, damit die Schwitzfeuchtigkeit von innen entweichen kann. Im Schuh herrschen meist zwischen 28 und 32 Grad. Wer also meist im Sommer unterwegs ist, wo es draußen ähnlich warm ist, steht dann schnell im eigenen Saft. 15 bis 20 Grad Temperaturunterschied sind für atmungsaktive (und wasserdichte) Membranen ideal. Zwar saugt sich auch Lederfutter mit Schweiß voll, doch beim Trocknen – und dieser Prozess beginnt ja schon beim Laufen – entsteht Verdunstungskälte, die den Füßen guttut. 

        Aber Lederschuhe brauchen extrem viel Pflege, oder? 

        Pflege tut allen Schuhen gut. Modelle aus Leder solltest du aber tatsächlich regelmäßig – am besten nach jeder Wanderung – wachsen: für dauerhafte Keyfeaturesigkeit, gegen Einschmutzen und um einem Austrocknen vorzubeugen. Sonst werden das Leder und auch die Nähte brüchig. Ist eine Membran verbaut, sollte man den Schuh ab und an über Nacht mit Wasser und eventuell etwas Seife füllen und danach gut ausspülen. So werden Salze ausgewaschen, die ansonsten die Membran angreifen. 

        Was muss ich unterwegs beachten? 

        Wird der Schuh unterwegs von innen nass – etwa weil man bei einer Bachquerung ausgerutscht ist –, darfst du ihn auf keinen Fall direkt am Feuer oder auf dem Ofen trocknen. Zu viel Hitze macht Leder spröde, greift Kleber und Synthetik an und setzt den Schuh im schlimmsten Fall sogar in Brand. Ansonsten reicht es fast bei allen Touren, die Schuhe im Vorfeld zu präparieren. Wenn Kunden allerdings wochen- oder monatelang unterwegs sind, rate ich ihnen, Wachs oder Imprägnierspray für die Reise einzupacken, damit die Schuhe langfristig ihren Job erledigen können. 

        Apropos, wie lange hält denn ein gutes Paar Wanderstiefel? 

        Das kommt auf den Einsatzzweck und den Umgang mit dem Schuh an: Ein leichter Halbschuh, der fast schon Richtung Trailrunner geht, kann super funktionieren, aber nach 600 bis 800 Kilometern ist er konstruktionsbedingt platt. Je sportlicher der Schuh, desto leichter und flexibler muss er sein. Die Standhöhe sollte niedrig sein, um direkten Bodenkontakt zu haben. Das erreicht man mit gestrobelten Schuhen: Das bedeutet, die Zwischensohle und der Schaft sind vernäht und verklebt. Das Gummiprofil eines solchen Schuhs ist für maximalen Grip meist weich – logisch, dass da die Sohle schneller glatt gelaufen ist. Genauso kann man von luftig-leichtem Mesh-Material nicht erwarten, dass es intensive Beanspruchung jahrelang mitmacht. Für einen soliden Trekkingschuh dagegen sind 800 Kilometer ein Witz! Bei richtiger Pflege ist so ein Schuh ein Begleiter fürs Leben. 

        Wie erkenne ich, ob meine Wanderschuhe noch okay sind? 

        Alter und Gesamteindruck sind wichtig. Nach fünf, sechs Jahren können sich die Weichmacher aus der Sohle verflüchtigt haben. Wenn die dann im alpinen Gelände einfach abfällt, kann das echt gefährlich werden. Ansonsten hilft die optische Kontrolle: Ist das Leder ausgetrocknet, die Kunstfaser durchgescheuert? Sind die Schuhe verbeult und ausgetreten? Hat die Sohle noch genug Profil?

        Und wenn der Wanderschuh noch gut, die Sohle aber runter ist? 

        Dann kommt eine neue drunter. Robuste Wanderschuhe sind fast immer gezwickt. Dabei wird der Schaft um die Brandsohle herumgeschlagen und dann verklebt. Somit ist der Schuh ein eigenständiges Konstrukt – auch ohne Sohle. Bei Hanwag etwa sind sogar alle Modelle, sogar Freizeit- und Zustiegsschuhe, gezwickt oder noch aufwendiger traditionell zwiegenäht. 

        Spricht etwas dagegen, nach Markenpräferenz oder Testergebnissen zu kaufen? 

        Natürlich kannst du damit die Auswahl der Kandidaten einschränken, aber am Ende zählt vor allem eines: Der Schuh muss passen! Wenn der Leisten des »Testsiegers« nicht zu deinem Fuß passt, wirst du mit dem Schuh wenig Freude haben. Der Schuh muss die Ferse sicher umschließen, ohne dabei Druckstellen an Knöchel oder Sehnen zu verursachen oder den Vorfuß und die Zehen einzuengen. Daher ist es wichtig zu wissen, dass jeder Hersteller eigene Leisten und damit auch eine eigene Passform hat. 

        Was ist denn überhaupt ein Leisten? 

        Eine Art Holzfuß, über den der Schaft jedes einzelnen Schuhs geschlagen wird. Die Leistenform ist eines der Geheimnisse jedes Herstellers, denn sie ist so etwas wie die Visitenkarte des Schuhmachers. Viele Kunden bleiben einer Marke ewig treu, wenn sie einmal einen passenden Schuh gefunden haben. 

        Hast du Tipps für die Anprobe? 

        Am besten kommst du am Nachmittag zu uns. Dann warst du schon einige Stunden auf den Beinen und deine Füße sind auf ein realistisches Maß angeschwollen. Probiere auf jeden Fall immer den rechten UND den linken Schuh an und laufe möglichst lange mit den Schuhen rum. In unseren Filialen haben wir spezielle Parcours, auf denen man Grip, Fersenhalt und Passform auf unterschiedlichen Untergründen testen kann. Besonders beim Bergablaufen merkst du schnell, ob der Schuh passt: Wenn du zu sehr nach vorne rutschst und mit den Zehen anstößt, schaue dich lieber nach einem anderen Modell um. 

        Kann ich auch bei der Wahl der Socken Fehler machen? 

        Ja, denn das Zwiebelprinzip gilt auch für die Füße. Der atmungsaktivste Schuh nützt nichts, wenn du darunter die falsche Lage trägst. Baumwollsocken sind daher zum Wandern wenig geeignet, denn die pflanzliche Faser saugt Feuchtigkeit auf, gibt sie aber nur schlecht wieder ab. Aufgequollene Füße und Blasen sind vorprogrammiert. Reine Synthetiksocken transportieren Feuchtigkeit am besten und sie trocknen auch fix. Allerdings fangen sie schneller an zu müffeln. Bewährt haben sich Modelle mit einem Mix aus etwa 30 Prozent Baum- oder Merinowolle und 70 Prozent Kunstfaser. 

        Was hältst du von Nylonstrümpfen unter der Trekkingsocke? 

        Man kann so die Reibung zwischen Haut und Socke reduzieren. Allerdings können durch eine zusätzliche Schicht auch mehr Wärme und Schwitzfeuchtigkeit entstehen – das ideale Klima für Blasen. Deshalb sollte man unbedingt vor der Tour testen, ob die Vor-oder Nachteile überwiegen. 

        Habt ihr eigentlich auch für Problemfüße passende Wanderschuhe?

        Die großen Hersteller haben inzwischen alle unterschiedliche Leisten im Programm, um möglichst viele Fußformen zu bedienen. Da sind neben extra breiten oder schmalen Leisten auch spezielle Varianten für Hallux valgus oder Plattfüße dabei. Darüber hinaus können wir Lederschuhe bis zu einem gewissen Grad auch nachträglich weiten. Selbst bei einer gewissenhaften Anprobe machen sich Druckstellen ja oft erst bei der ersten richtigen Tour bemerkbar. Dieser Service ist bei uns natürlich beim Schuhkauf mit drin! 

         

         

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