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        Fair Trade, Recycling oder Bio-Anbau! 
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        PATAGONIA

        Firmenportrait Patagonia:

        Mal ehrlich, alleine der Name der kalifornischen Outdoor Kultmarke weckt Träume. Träume von hohen, schroffen Bergen, anspruchsvollen Kletterouten und der einsamen, traumhaft schönen Weite einer ganzen Region. Genau so ging es vermutlich auch Yvon Chouinard, ein passionierter Kletterer & Surfer, der Patagonia in den 60er Jahren gegründet hat und bis heute Inhaber der Firma ist (!!). Angefangen hat alles mit der Produktion von Kletterhaken. Inzwischen ist daraus viel, viel mehr geworden. Wer tiefer in die Entstehungsgeschichte Patagonias eintauchen möchte, findet am Ende des Firmenportraits noch einen ausführlichen Absatz.

        Eine sehr wichtige und zentrale Sache gehört aber gleich an den Anfang: Was bei anderen Unternehmen gemacht wird, weil es heutzutage zum guten Ton gehört und irgendwie angesagt ist, ist bei Patagonia seit Firmengründung eine Grundhaltung, eine Selbstverständlichkeit. Die Rede ist von Nachhaltigkeit, resultierend aus einem tiefen Verantwortungsgefühl unserem Planeten gegenüber. Dazu später mehr.

        Heute stellt das Unternehmen nicht nur Bekleidung und Ausrüstung zum Klettern her, sondern auch fürs Surfen, Trekking, Ski- und Snowboardfahren, Yoga, Fliegenfischen, Paddeln und Trailrunning - Outdoor & Lebenslust durch und durch.
        Von Daunenjacken über Fleecejacken, die inzwischen Fair Trade zertifiziert sind, zu dem markentypisch lässigen Style an sich: viele Produkte der Marke Patagonia haben Kultstatus.

        • Die dünnen Patagonia Daunenjacken Down Sweater und Down Sweater Hoody zum Beispiel, die einen jahrelangen, immer noch anhaltenden Trend für dünne Daunenjacken auslösten. Diese leichten Daunenjacken und -Westen mit kleinem Packmaß sind aus der Outdoor Welt gar nicht mehr wegzudenken. Es gibt auch eine Alternative zu Daunenjacken: Jacken mit Kunstfaserfüllung, wie die Nano Puff Jacken, die ebenfalls ein echter Renner sind!
        • Auch bei Fleecejacken sind die Amerikaner Vorreiter: Das Synchilla Fleece ("Synch" bzw. „Snap T“) war in den Siebzigern und Achtzigern DIE Fleecejacke bzw. DER Fleecepullover. Wenn du auf Retro stehst, ist es immer noch deine Jacke bzw. dein Pullover!  Bis heute gibt es die Better Sweater - melierte Fleecejacken, Fleecepullover und Fleecewesten in Strickoptik. Genauso schön wie funktional und bei Globetrotter seit unzähligen Jahren im Sortiment. Patagonia Jacken &Westen sind eine Größe für sich, egal ob Daunenjacke, Fleecejacke, Regenjacke oder eine andere Funktionsjacke.
          Patagonia hat hier Standards gesetzt, anders kann man es nicht sagen.
        • Was Patagonia außerdem richtig gut kann, sind Rucksäcke und Taschen. Rucksäcke und Taschen in allen Formen, Größen & Farben - für eigentlich jeden Geschmack ist etwas dabei. Bei Globetrotter haben wir vor allem Rucksäcke für den Alltag und Tagestouren - für Damen und Herren.

        Hauptsitz:

        Ventura, Kalifornien

        Wo werden Patagonia Produkte gefertigt?

        Die Produkte werden u.a. in den USA, Südamerika, Belgien, Polen und Asien hergestellt.

        Wie kontrolliert Patagonia die Produktionsbedingungen?

        Das Unternehmen ist Gründungsmitglied der FLA (Fair Labor Associaton) und stellt darüber hinaus mit eigenen Kontrollen sowie unabhängigen Kontrollen von dritter Stelle die Einhaltung der jeweiligen Landesgesetze und der von Patagonia verfassten Contract of Conduct Benchmarks sicher. Die Produkte sind z.T. Fair Trade zertifiziert. Patagonia setzt auf Transparenz. Eine Liste mit allen Vertragspartnern kann jederzeit auf der Firmenhomepage eingesehen werden.

        Woher stammen die bei Patagonia verwendeten Materialien?

        Das Unternehmen verwendet bereits seit Mitte der 1990er Jahre nur biologisch angebaute Baumwolle ohne den Einsatz von Pestiziden.

        Auch hier hat Patagonia ganz klar eine Vorreiterrolle inne. Die Durchführung ist konsequent. So wird zum Beispiel streng drauf geachtet, dass durch das Reinigen der Maschinen bei der Verarbeitung der Bio-Baumwolle sichergestellt wird, dass diese nicht in den Kontakt mit konventioneller Baumwolle kommt. Ein Großteil der ansonsten verwendeten Materialien, wie Polyester, Wolle und Nylon, wurden recycelt oder rückgewonnen. Patagonia ist bluesign Systempartner, hat für seine Fleeceprodukte ein Fair Trade Zertifikat und nutzt umweltschonende Färbeverfahren.

        Woher stammt die bei Patagonia verwendete Daune?

        Die verwendete Daune hat einen lückenlosen Herkunftsnachweis, der garantiert, dass die Daune aus Haltungen kommt, in denen weder Stopfmästung noch Lebendrupf zum Einsatz kommt. Dies wird regelmäßig von unabhängiger dritter Stelle überprüft.

        Patagonia und das Thema Nachhaltigkeit

        Die Marke setzt auch durch den Aufruf zu weniger Konsum auf Nachhaltigkeit. Als fast schon legendär könnte man die Werbekampagne von 2011 "Don't buy this jacket" (Kaufe diese Jacke nicht) bezeichnen. U.a. in einer ganzseitigen Anzeige in der New York Times wurde geraten, die Jacke nur zu kaufen, wenn man sie wirklich (wirklich!) braucht... Halleluja!
        Alle Kleidungsstücke sind auf lange Haltbarkeit ausgelegt. Das Unternehmen treibt bewusst das Reparieren, Weitergeben und Recyceln der Bekleidung und Ausrüstung voran. Und zwar nicht ein bisschen am Rande, weil es gerade hip ist, sondern aus tiefster Überzeugung und mit sehr viel Engagement. So wurden seit 2005 82 Tonnen Patagonia-Kleidung zum Recyceln wieder zurückgenommen und das Unternehmen stellt kostenlose Reparaturanleitungen zur Verfügung.
        Des Weiteren geht 10 % des Gewinns bzw. 1 % des Umsatzes (je nachdem was höher ist) an kleine Umweltorganisationen. Patagonia ist Mitbegründer der One Percent For The Planet Allianz.

        Die Entstehungsgeschichte ausführlicher - es lohnt sich

        Yvon Chouinard ist schon als Teenager leidenschaftlicher Kletterer, am liebsten im legendären Yosemite Nationalpark in Kalifornien, USA. Das war in der 1950iger Jahren. An den dortigen Big Walls stellt er fest, dass er mit den damals verwendeten Schlaghaken aus Eisen nicht zufrieden ist - und beginnt an, in seiner Garage Stahlhaken herzustellen und beim Klettern zu verkaufen. Es folgten ein paar Jahre, die sich vermutlich nicht nur traumhaft anhören: Im Sommer klettern & surfen, im Winter Haken produzieren.
        Die Firma Chouinard Equipment expandiert trotzdem und wird in Laufe der Zeit zum führenden und größten Hersteller von Kletter- und Bergsteiger Equipment in den USA! Der Wendepunkt kam in den 1970er Jahren, als Yvon die Auswirkung von mehrfach in den Felsen geschlagenen und wieder entfernten Haken bewusst wird: Der Fels platzt ab, die Struktur wird durch den künstlichen Einfluss für immer verändert. Seiner Zeit voraus erkannte Chouinard, was das für die Kletterroute und das Ökosystem bedeutet und entwickelte die ersten mobilen Sicherungsgeräte: Klemmkeile und Friends. Was heute zur Normalität gehört, war damals absolut innovatives Neuland.
        Der Name Patagonia & das Logo entstammen übrigens einer Tour nach Patagonien und der erfolgreichen Erstbegehung einer Route am Fitz Roy 1968 - und hat mit der ursprünglichen Firma, Chouinard Equipment, gar nichts zu tun. Ungefähr zu der Zeit erweitert Yvon das Sortiment um sehr stabile Rugbyshirts & ebensolche Hosen und gründet dafür eine neue Firma. Kletterequipment & Klamotten ging in seiner Wahrnehmung nicht zusammen. Bei lediglich robusten Shirts und Hosen ist es nicht geblieben. Seit Anbeginn wurde an neuen Materialien getüftelt und stets ein innovativer Weg gegangen. 
        Übrigens: Chouinard Equipment gibt es heute noch! Allerdings unter einem anderen Namen, der dir aber mit Sicherheit ein Begriff sein wird: Black Diamond! Chouinard hat die Firma an Freunde und Mitarbeiter abgegeben, während er bis heute Inhaber von Patagonia ist ... Outdoor und Erfolgsgeschichten, wie wir sie lieben ...

        Patagonias Beitrag für eine bessere Welt: Fair Trade, Recycling & Bio-Baumwolle

        Die meisten Produkte sind nicht nur Fair Trade zertifiziert, sondern auch aus recyceltem Material. Hier siehst du recycelte Polyester Fasern.


        Gut zu erkennen: Fair Trade Hangtag am Produkt

        Patagonia meint es ernst: Fair Trade

        Weltweit trägt die Bekleidungsindustrie bis zu 10% zur Verschmutzung bei, die die Klimakrise verursacht. Und die rund 60 Millionen Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie gehören zu den am schlechtesten bezahlten der Welt. Für Patagonia ist Fair Trade der erste Schritt auf dem Pfad hin zu einer menschenwürdigen Entlohnung für alle ArbeiterInnen, die in der Lieferkette tätig sind. Keine der Fabriken, in denen die Produkte hergestellt werden, steht in Patagonia’s Eigentum. Daher hat Patagonia nur begrenzt reale Kontrolle darüber, wie viel die ArbeiterInnen tatsächlich verdienen. Doch über Fair Trade wird der Lohn aufgestockt und so für eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse gesorgt.


        Für jedes Patagonia-Produkt, das mit einem Fair Trade Certified™-Label gekennzeichnet ist, bezahlt Patagonia eine Prämie. Ein demokratisch gewählter Fair Trade-Arbeitnehmerausschuss entscheidet in jeder Fabrik über die Verwendung der Gelder. Die Prämien wurden auch zur Finanzierung von Gemeinschaftsprojekten verwendet, beispielsweise zur Gesundheitsvorsorge und für eine Kindertagesstätte. Und es wurden Produkte angeschafft, die sich die Arbeiterinnen und Arbeiter sonst nicht hätten leisten können, wie Laptops oder Öfen; oder es erfolgten Barauszahlungen direkt an die Arbeitnehmer. Doch das ist nicht alles. Das Programm fördert außerdem den Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit, sowie Sozial- und Umweltmaßnahmen und den Dialog zwischen den ArbeiterInnen und der Betriebsleitung.


        76% des Sortiments von Patagonia ist Fair Trade zertifiziert. 66.000 Arbeiterinnen und Arbeiter profitieren von Patagonia‘s Fair Trade-Programm.


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