Von Garmisch nach Garda – Eine Alpenüberquerung

1 Frau, 2 Jahre Vorfreude, 3 Länder und 4 Wochen Zeit, um zu Fuß vom höchsten Berg Deutschlands bis ans „Meer der Alpen“ zu wandern – ein alpines Solo-Abenteuer, das zum Nachmachen inspiriert.

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Der Traum von der Alpenüberquerung

Einmal zu Fuß über die Alpen, für mehrere Tage tief in die Bergwelt eintauchen und den Alltag weit hinter sich lassen – ein großes Abenteuer und der Traum vieler Bergsteiger:innen. Eine Alpenüberquerung war auch eines der ersten Dinge, die auf meiner Bucketlist landeten, als ich vor einigen Jahren meine Liebe zum Wandern entdeckte. Nachdem ich die Reise infolge der Coronapandemie zweimal hatte verschieben müssen, war es in diesem Sommer endlich so weit. Von Anfang an stand für mich fest, dass es keine kurze Route wie der E5 werden würde – nicht nur, weil mir dieser viel zu bekannt und stark frequentiert war, sondern weil ich unbedingt so viele Tage wie möglich in den Bergen verbringen wollte, wenn ich den weiten Weg von Berlin aus in die Alpen antrete.

2019 hatte ich meine erste Weitwanderung gemacht – eine 500 Kilometer lange Pilgerung vom Norden Italiens durch die Toskana nach Rom. Schon damals hatte ich mich aufgrund der Popularität gegen den Jakobsweg und für die kaum bekannte Via Francigena entschieden. Ich mag die Ruhe und Abgeschiedenheit, wenn ich unterwegs bin, und habe die Wanderwege gerne für mich. Die Erfahrung, mehrere Wochen allein unterwegs zu sein und jeden Tag zwischen 10 und 30 Kilometer zurückzulegen, hatte ich also schon gemacht. Nur diesmal würden noch einige Tausend Höhenmeter hinzukommen.

Von Garmisch nach Garda in 25 Tagen

Ich entschied mich, statt einem der bekannten Wege über die Alpen zu folgen, meine eigene Route zusammenzustellen, um möglichst viele mir noch unbekannte Regionen kennenzulernen. Gleichzeitig wollte ich die Alpenüberquerung mit einem weiteren Punkt auf meiner Bucketlist beginnen: der Besteigung der Zugspitze. Start meiner Route war also in Garmisch-Partenkirchen, wo ich an einem warmen Sommertag im Juli nach einer 8-stündigen Zugfahrt ankam. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass mir dieses traumhafte Wetter auch in den nächsten 3,5 Wochen treu bleiben sollte. So viel Zeit hatte ich für den Weg nach Garda – meinem ausgewählten Zielpunkt – eingeplant. Mit dem Gardasee verbinde ich Kindheitserinnerungen aus früheren Familienurlauben, Dolce Vita und mediterranes Flair. Hier nach so einer langen Tour anzukommen und ins „Meer der Alpen“ zu springen, stellte ich mir besonders schön vor. Bis es so weit war, musste ich allerdings erst einmal 430 Kilometer und 25.000 Höhenmeter überwinden.

Die Wunder des (Alleine-)Wanderns

Jede Reise beginnt mit den ersten Schritten – und diese führen mich hinein ins malerische Rheintal, welches es zu durchqueren gilt, um auf die Zugspitze zu gelangen. Der Weg ist der längste, aber auch der einfachste auf Deutschlands höchsten Berg und lässt sich ohne Klettersteigset absolvieren. Die Steigung nimmt hier ganz allmählich zu – ideal, um sich am 1. Tag erst einmal einzulaufen. Auf der Knorrhütte habe ich schon im Frühjahr einen Schlafplatz im Matratzenlager für 2 Nächte reserviert. Zum Glück, denn die Hütte ist komplett ausgebucht.

Kurze Pause mit Blick ins Rheintal bevor der letzte Anstieg zur Knorrhütte ansteht

Bereits am ersten Abend schließe ich Bekanntschaft mit zwei sehr netten Frauen, mit denen ich bis zur Hüttenruhe (in der Regel 22 Uhr) in der Gaststube sitze und über Gott und die Welt rede – nur die erste von vielen wertvollen Begegnungen mit anderen Bergsteiger:innen in den nächsten Wochen, die solch eine Reise ganz besonders bereichern. Ich treffe unter anderem Menschen aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und sogar den USA, mit denen ich oft schon nach kurzer Zeit sehr tiefgehende und persönliche Gespräche führe und streckenweise zusammen wandere.

Auch wenn ich alleine unterwegs bin, einsam fühle ich mich daher eigentlich nie. Ich kann sehr gut allein sein und genieße gerade auf solch einer Reise die Stille. Aber wenn ich doch einmal Gesellschaft suche, ist diese nie schwer zu finden, denn spätestens am Abend auf der Hütte treffe ich viele Gleichgesinnte. Man wird automatisch Teil dieser besonderen kleinen Berg-Community.

Trotzdem hat man ausreichend Zeit und Ruhe, um sich einmal ganz bewusst mit sich und seinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen, Dinge zu hinterfragen und zu reflektieren, seinen Körper zu spüren und die Natur bewusst wahrzunehmen. Die meisten Menschen richten sich im Alltag vor allem nach den Bedürfnissen anderer – sei es innerhalb der Familie oder im Job. Wenn ich allein unterwegs bin, genieße ich es, dass ich ausschließlich meinen eigenen Bedürfnissen folgen kann und keine Kompromisse eingehen oder es jemand anderem recht machen muss. Einfach mal nur an sich selbst denken – wann traut man sich das schon? Sicherlich gibt es auch Momente, in denen es schön wäre, einen Freund oder eine Freundin bei sich zu haben. Aber dank Smartphone lassen sich diese Momente trotzdem mit den Liebsten zu Hause teilen – falls man die Alpenüberquerung nicht gerade zum digital Detoxen nutzen möchte. Das Alleinwandern ist eine so intensive und prägende Erfahrung, die ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Es muss ja nicht gleich eine Alpenüberquerung sein.

Ein einziges Auf und Ab

Am nächsten Vormittag stehe ich dann auf dem Gipfel der Zugspitze. Vor mir liegt das weite Gipfelmeer, das ich in den nächsten Wochen überwinden möchte. Vorfreude und Aufregung machen sich in mir breit. Ich habe Respekt vor dieser Reise, aber keine Angst. Ich weiß, dass ich es schaffen kann. Da ich allein unterwegs bin, ist mir aber auch bewusst, dass ich besonders vorsichtig sein muss. Und eine Portion Glück gehört natürlich auch immer dazu.

Die Zugspitze ist nur der erste von vielen beeindruckenden Gipfeln auf dieser Route.

Zunächst folge ich der Alpenüberquerungsroute L1, die in Garmisch startet und bis Brescia führt. Beim Blick auf das Höhenprofil verschmelzen die Etappen zu einer langen EKG-ähnlichen Linie. Jeden Tag geht es erst ca. 1000 Höhenmeter bergab ins Tal, die es dann auf der anderen Seite wieder hinaufzusteigen gilt. Im Durchschnitt lege ich täglich 15 Kilometer zurück und benötige dafür mit Pausen ca. 8 Stunden. Aber die Uhren ticken in den Bergen ohnehin anders. So etwas wie Wochentage und Termindruck gibt es hier nicht mehr. Jeder Tag beginnt mit dem Sonnenaufgang und die einzige zu erledigende Aufgabe besteht darin, das nächste Etappenziel vor Sonnuntergang zu erreichen. Das ist Entschleunigung pur und für mich einfach die schönste Form von Urlaub!

Generell hat eine Alpenüberquerung auch etwas von einer Therapie. Vor allem in den ersten Tagen fließen die Gedanken nur so aus meinem Kopf – so, als hätte ich hier endlich einmal die Zeit und Ruhe, um ihnen wirklich zuzuhören. Ich denke über vergangene Ereignisse in meinem Leben nach, über die Menschen, die mir wichtig sind, und natürlich ganz viel über mich selbst. Ich analysiere, reflektiere, komme zu neuen Erkenntnissen und schmiede Pläne. Manchmal muss ich mitten auf dem Weg anhalten und etwas in mein Notizbuch schreiben, aus Angst, die vielen Gedanken sonst zu vergessen. Es ist wie eine Reinigung für den Geist. Nach diesen sehr kopflastigen ersten Tagen folgt meist eine Phase der inneren Ruhe. Dann denke ich in der Regel an gar nichts, sondern genieße einfach das Unterwegssein und fokussiere mich nur auf meine Schritte. Manchmal komme ich dabei in einen regelrechten Flow. Das hat etwas sehr Meditatives.  

Blaue Flecken, Blasen und Bremsenstiche

Nachdem ich die Mieminger Kette überwunden habe, steige ich am 4. Tag ins Inntal ab und kann in Telfs den Müll der letzten Tage – darunter leider auch Abfall, den ich entlang der Wanderwege gefunden habe – abladen und noch einmal einkaufen gehen. Ich fülle meinen Vorrat an Müsliriegeln auf, stille mein Verlangen nach frischem Obst (das auf den Hütten Mangelware ist) und besorge mir Lesenachschub (das 1. Buch ist bereits ausgelesen) sowie Hühneraugenpflaster und Insektenspray. Beides hatte ich nicht eingepackt, aber mein kleiner linker Zeh drückt schmerzvoll gegen den Schuh und meine Beine sind bereits mit unzähligen Bremsenstichen versehen. Auf meinem Po entdecke ich außerdem einen großen dunklen blauen Fleck – ein Mitbringsel vom Abstieg von der Zugspitze, bei dem ich auf einem steilen Geröllfeld ausgerutscht bin. Alles jedoch nichts, was mich aufhalten würde, weiterzulaufen.

Unterwegs wird mir immer wieder bewusst, was mein Körper alles im Stande ist zu leisten. Und egal wie erschöpft ich auch bin, am Ende eines jeden Tages sitze ich wieder glücklich auf der Hütte und das Essen schmeckt so gut wie nie – selbst wenn es nur Spaghetti mit Tomatensauce, das Bergsteigeressen Nr. 1, ist. Sich mit wenig zufrieden zu geben und auf das Wesentliche zu besinnen, ist neben der körperlichen Herausforderung ein wichtiger Teil einer solchen Tour wie der Alpenüberquerung. Jeden Morgen starte ich voller Vorfreude in den Tag, dankbar, dieses Abenteuer bestreiten und so viel Zeit in der Natur verbringen zu können. In den nächsten Tagen tragen mich meine Beine durch mystische Wälder und malerische Täler, über karge Geröllfelder, grüne Almwiesen und abenteuerliche Steinwüsten, entlang an Stauseen und idyllischen Dörfern und hinauf auf spektakuläre Gipfel.

Blauer Himmel und Berge soweit das Auge reicht

Von Gletschern und Gipfelglück

Nach der Amberger Hütte verlasse ich den L1 und biege in Richtung Stubaier Gletscher-Skigebiet ab. Vor mir liegt nicht nur der Aufstieg zum höchsten Punkt der gesamten Route, sondern auch auf den höchsten Berg, den ich bisher bestiegen habe – der Hintere Daunkopf (3225 m). Der seilversicherte Weg nach oben verläuft über einen schmalen Grat durch 2 Gletscher und erfordert viel Ausdauer und Trittsicherheit. Aufgrund des klimabedingten Gletscherrückgangs ist es mittlerweile möglich, den Gipfel ohne Eiskontakt zu erreichen. Die Besteigung ist dadurch aber nicht weniger herausfordernd und die Ankunft am Gipfel somit besonders emotional.

Am nächsten Tag muss ich dann aber doch noch einige Meter über einen Gletscher laufen, als ich das Skigebiet Stubaier Gletscher durchquere. Die Gletscher werden hier teilweise mit großen Vlies-Planen abgedeckt, damit sie langsamer schmelzen. Den Auswirkungen der Klimakrise so nah zu kommen, macht mich noch demütiger, als ich es ohnehin schon bin.

Stubaier Gletscher: Wo es im Winter vor Ski- und SnowboardfahrerInnen nur so wimmelt, findet man im Sommer leere Seilbahnen und Baustellen

Hüttenromantik statt Luxushotel

In nur 10 Tagen habe ich Österreich von Norden nach Süden durchquert. Meine letzte Hütte vor der Grenze zu Italien ist die Siegerlandhütte, die auf 2710 Metern über dem wunderschönen Windachtal thront. Hier gibt es für mich sogar ein ca. 5 Quadratmeter kleines Einzelzimmer – ein Traum nach vielen schlaflosen Nächten im Matratzenlager. Dafür sucht man hier vergeblich nach einer Dusche oder Steckdose. (Trink-)Wasser und Strom, der mithilfe eines eigenen kleinen Wasserkraftwerks erzeugt wird, sind hier oben Luxusgüter. Gut, dass ich kurz vorher noch in einen kristallblauen Bergsee gesprungen bin und eine Powerbank dabeihabe.

Zum letzten Mal lasse ich mir einen Kaiserschmarrn schmecken – die Zutaten dafür sowie alle anderen Lebensmittel werden dreimal pro Saison mit dem Hubschrauber gebracht –, bevor es dann durch die italienischen Alpen weitergeht, in denen ich zuvor noch nie wandern war. Sonst hätte ich vermutlich gewusst, dass die Wegmarkierungen hier nicht mehr ganz so eindeutig und die Wege nicht ganz so gepflegt sind wie in Österreich. Bereits auf der ersten Etappe von der Siegerlandhütte zur Hochalm verlaufe ich mich und muss einige Kilometer mehr als geplant durch die Hitze wandern. Aber auch Tage wie diese, an denen nicht alles reibungslos läuft, gehören irgendwie zu solch einem Abenteuer dazu und sind Erfahrungen, aus denen man für die nächsten Touren lernt.

Halbzeit in Meran

In Italien angekommen folge ich für 3 Tage der Route des E5 bis nach Bozen. In Meran gönne ich mir einen Pausentag und ein Zimmer im Hotel mit Pool. Während meine Füße sich über die Pause freuen, langweile ich mich allerdings schnell und kann es kaum erwarten, weiterzulaufen.

Von Bozen aus nehme ich ausnahmsweise mal den Bus bis nach Kaltern an der Weinstraße und spare mir so 10 Kilometer Asphaltwanderung. Ab hier folge ich der eher unbekannten Route München–Gardasee. Die Berge werden etwas kleiner und die Natur mediterraner. Die Wege sind gesäumt von unzähligen Weinstöcken und Apfelbäumen. Über den Mendelkamm gelange ich ins Brentagebirge, das mich landschaftlich ganz besonders beeindruckt. Alle 10 Minuten bleibe ich stehen, um die schroffen Gipfel zu bestaunen, die sich wie Kunstwerke inmitten der bunten Vegetation präsentieren. Die Landschaft entschädigt wie immer für alle Strapazen, denn auf dieser langen und anspruchsvollen 18. Etappe wird mein Körper noch einmal richtig gefordert.    

Für Fotos wie dieses auf dem Monte Roen habe ich ein kleines Stativ mit Selbstauslöser mit dabei.

Danach steige ich zum Molvenosee ab – einem unfassbar idyllischen Ort, zu dem ich unbedingt zurückkehren möchte. Von hier aus sind es nur noch 5 Wandertage bis Garda. Zunächst durchquere ich das Sarcatal bis Arco im Norden des Gardasees und steige dann im Osten noch mal auf über 2000 Meter auf, um den Monte-Baldo-Kamm zu durchqueren. Hier werde ich am Rifugio Altissimo zum Abschluss mit einem traumhaften Sonnenuntergang über dem Gardasee belohnt.

Das malerische Molveno am Fuße des Brentagebirges ist eine echter Geheimtipp für den nächsten Italienurlaub

Abschiedsschmerz am Gardasee

Voller Wehmut sitze ich 25 Tage, nachdem ich in Garmisch gestartet bin, am Ufer des Gardasees und schaue zu, wie die Sonne untergeht. Es fühlt sich unwirklich an, hier zu sein. Zur Feier der gelungenen Alpenüberquerung gibt es Pizza und Gelato, obwohl mir gar nicht so richtig nach feiern ist. In mir herrscht Gefühlschaos und ich kann mir ein paar Tränen nicht verkneifen. Ich habe mich so an das Vagabundinnenleben gewöhnt und würde am liebsten einfach morgen weiterlaufen.

Mein Rucksack ist um 2 Bücher und einige Blasenpflaster leichter geworden. Ein Longsleeve sowie Regenjacke und Regenhose kommen unbenutzt wieder mit nach Hause. Bessere Bedingungen hätte ich mir für meine Alpenüberquerung wirklich nicht wünschen können. Dafür nehme ich Erinnerungen fürs Leben, mehr Gelassenheit und innere Ruhe sowie jede Menge Ideen für neue Bergprojekte mit, die die Rückkehr in den hektischen Alltag in Berlin hoffentlich etwas erleichtern werden.

Ankunft am Gardasee nach 25 Tagen

Q&A

Wie bereite ich mich am besten auf eine Alpenüberquerung vor?

Ich empfehle, zuvor mindestens eine kürzere Mehrtagestour oder mehrere Tagestouren mit Rucksack zu gehen, um erste Erfahrungen im alpinen Gelände zu sammeln und die Ausrüstung zu testen. Eine solide Grundfitness ist bei einer Alpenüberquerung definitiv von Vorteil, aber das richtige Training findet ohnehin unterwegs statt. Mit jedem Tag gewöhnt sich der Körper mehr an die Belastung und bewegt sich leichtfüßiger über die Berge. 

Muss ich die Hütten vorher reservieren?

Vor allem beliebte Hütten, wie z. B. an der Zugspitze oder entlang des E5, sollten unbedingt frühzeitig reserviert werden. Ansonsten bekommt man auf den meisten Hütten auch spontan noch einen Schlafplatz, vor allem, wenn man allein unterwegs ist. Viele möchten lieber flexibel bleiben und kontaktieren die Hütten erst kurz vorher. Ich hatte alle Schlafplätze schon im Vorfeld reserviert, so musste ich mich unterwegs nicht mehr darum kümmern – der Empfang in den Bergen ist bekanntlich nicht der beste – und mir war immer ein Schlafplatz sicher.

Wie viel kostet eine Alpenüberquerung?

Pro Tag sollte man zwischen 50 und 70 € einplanen, vorausgesetzt, man ist Mitglied im Alpenverein und isst nur eine Mahlzeit pro Tag auf der Hütte. Ich habe öfter auf Frühstück und Mittagsessen auf der Hütte verzichtet und am Abend nur das Bergsteigeressen und ein Getränk bestellt. Wer mehr essen und trinken oder ab und zu auch mal in einem Hotel übernachten möchte, muss entsprechend mehr Geld einplanen. Wer weit im Voraus bucht, kann aber auch hier viel Geld sparen. Dasselbe gilt für die Bahntickets. Eine Alpenüberquerung ist definitiv nicht günstig, insbesondere, wenn man sich vorher noch die entsprechende Ausrüstung zulegen muss.

Alle Etappen im Überblick

  1. Garmisch-Partenkirchen – Knorrhütte // 19,4 km
  2. Aufstieg Zugspitze // 8,2 km
  3. Knorrhütte – Neue Alplhütte // 16,3 km
  4. Neue Alplhütte – Peter-Anich-Hütte // 15,9 km
  5. Peter-Anich-Hütte – Dortmunder Hütte // 12,9 km
  6. Dortmunder Hütte – Schweinfurter Hütte // 10,5 km
  7. Schweinfurter Hütte – Amberger Hütte // 20 km
  8. Amberger Hütte – Dresdner Hütte // 11,9 km
  9. Dresdner Hütte – Siegerlandhütte // 12,1 km
  10. Siegerlandhütte – Hochalm // 18,1 km
  11. Hochalm – Pfandler Alm // 16,3 km
  12. Pfandler Alm – Meraner Hütte // 20,4 km
  13. Meraner Hütte – Meran // 14,3 km
  14. Meran – Bozen // 17,4 km
  15. Bozen – Überetscher Hütte // 13,1 km
  16. Überetscher Hütte – Tuenno // 23,7 km
  17. Tuenno – Rifugio Peller // 8,8 km
  18. Rifugio Peller – Rifugio Stoppani // 18,8 km
  19. Rifugio Stoppani – Molveno // 14,8 km
  20. Molveno – Padergnone // 15,2 km
  21. Padergnone – Arco // 24 km
  22. Arco – Rifugio Altissimo Damiano Chiesa // 16,3 km
  23. Rifugio Altissimo Damiano Chiesa – Rifugio Telegrafo // 15,6 km
  24. Rifugio Telegrafo – Garda // 24,8 km

Friederikes Packliste

  • Packliste
      Kleidung
    • Wanderschuhe
    • Flip-Flops (für die Hütte und im Ort)
    • 1 lange Wanderhose/Leggings
    • 1 kurze Hose
    • 2 Funktionsshirts (Merino)
    • 1 Longsleeve (für die Hütte und kältere Tage)
    • 1 Jogginghose (für die Hütte)
    • 1 Regenponcho oder Regenjacke
    • 1 Regenhose
    • 2 Sport-BHs
    • 5 x Unterwäsche
    • 1 Fleecejacke
    • 2 x Wandersocken
    • 1 Multifunktionstuch

    • Ausrüstung
    • Wanderstöcke
    • Trekkingrucksack (35–45 l)
    • ggf. Regenhülle/Regenponcho
    • Trinkflaschen/Trinkblase
    • Hüttenschlafsack
    • Stirnlampe
    • Taschenmesser
    • ggf. Gürteltasche
    • 2–3 Packbeutel

    • Technik u. Orientierung
    • Handy + Ladekabel
    • GoPro + Ladekabel
    • Kopfhörer
    • Powerbank
    • Buch/E-Book-Reader
    • ggf. GPS-Gerät
    • ggf. Wanderführer oder Wanderkarten

    • Hygiene u. Erste Hilfe
    • Zahnbürste und Zahnpasta
    • Sonnencreme
    • Ohropax
    • Reisewaschmittel
    • Duschseife
    • Insektenspray
    • Schmerztabletten
    • Nähzeug
    • Erste-Hilfe-Set
    • Biwaksack/Rettungsdecke
    • Blasenplaster/Normale Pflaster
    • Taschentücher
    • Menstruationsprodukte
    • Microfaser-Handtuch

    • Papiere u. Sonstiges
    • Bargeld
    • Kreditkarte
    • DAV-Mitgliedsausweis
    • Personalausweis
    • Krankenkassenkarte

Über Rike

Rike ist freiberufliche Tänzerin & Tanzpädagogin aus Berlin mit einer großen Leidenschaft für die Berge und das (Weit-)Wandern. So oft es ihr möglich ist, flüchtet sie daher aus dem hektischen Großstadtleben raus in die Natur. Auf Social Media postet sie inspirierenden, informativen und unterhaltsamen Content rund um die Themen Wandern, Trekking und Reisen und möchte damit andere Menschen motivieren, die Schönheit unserer Welt zu entdecken und Abenteuer außerhalb ihrer Komfortzone zu erleben.

@rike.mountainlife
Text: Friederike Schulz
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