Globetrotter Karriere

Vom Azubi zum Leader

Vor 21 Jahren begann Markus Etzdorf eine Ausbildung bei Globetrotter in Hamburg – inzwischen leitet er die Erlebnisfiliale am Wiesendamm. Wie er diesen Aufstieg geschafft hat und wieso er nie woanders arbeiten wollte? Markus erzählt es uns.

Wie bist du damals bei Globetrotter gelandet?

Ganz klassisch über ein Schulpraktikum. Ich war schon von Kindesbeinen an quasi immer draußen. Meine Eltern hatten einen festen Campingplatz in der Lüneburger Heide, da haben meine Geschwister und ich alle Ferien verbracht – nicht nur im Sommer. Die erste Wandertour habe ich mit meinem Opa in Österreich erlebt.

Über einen Freund meiner Eltern bin ich dann an das Praktikum im Globetrotter Fotostudio gekommen, das muss 1998/99 gewesen sein. Zwei Jahre später habe ich dann meinen ersten Aushilfsjob in der Filiale angenommen: Einmal in der Woche bin ich nach der Schule in den Laden gekommen und habe mit angepackt. Mit Jeans und Sneakern wurde ich damals noch ein bisschen belächelt, aber das Umfeld war super. Von den erfahrenen Kolleg:innen habe ich viel gelernt und hatte vor allem jede Menge Spaß bei der Arbeit.

War klar, dass du auch nach der Schule bei Globetrotter bleiben willst?

Ich habe schnell gemerkt, dass Einzelhandel genau mein Ding ist. Schon in meinem Grundschulzeugnis stand, dass ich immer mal wieder meinen Platz verlasse und mich »in Gespräche mit Mitschüler:innen begebe«. Eine nette Formulierung dafür, dass ich wohl nicht nur der stille Zuhörer, sondern auch schon damals ziemlich kommunikativ war 😉 Die Beratung und der Austausch mit unseren Besucher:innen lagen mir also im Blut …

Markus Etzdorf

… trifft man nach Feierabend auch gerne mit Kolleg:innen im Kajak oder auf dem SUP auf der Alster. Oder bei ausgedehnten Hunderunden bei Wind und Wetter. Auch Dachzelte findet Markus mega cool: Einfach übers Wochenende irgendwo hinfahren, das Dachzelt ausklappen und abschalten. Immer dabei: unter anderem sein Multitool in der Yeti Storage und der papierlose Stanley-Kaffeefilter mit der passenden Röstung von Becking.

Kannst du dich an Details der Ausbildung erinnern?

Ich habe schnell gelernt, dass die Verkaufsfläche immer ansprechend aussehen sollte. Damals war die Fläche noch sehr klein, da kommt schnell Unordnung rein. Ich weiß noch, dass ich am Abend immer die Reißverschlüsse der Jacken zugezogen habe, damit zum Start am nächsten Tag alles ordentlich ist.
Hängen geblieben ist vor allem das Rotieren in den Abteilungen: Ein paar Wochen Fahrrad, dann Zelte, Rucksäcke, Bekleidung oder Hartware. Jeder Bereich hat seinen eigenen Rhythmus, aber trotzdem findet alles unter einem Dach statt. Diese Abwechslung hat mir extrem viel Spaß gemacht.

Gab es eine Lieblingsabteilung?

Die Rucksäcke liegen mir bis heute besonders am Herzen. Der Rucksack steht ja dafür, dass man mit ihm auf die Reise geht, er ist quasi das Schneckenhaus, wo alles drin ist, was man braucht. Außerdem mag ich die technische Raffinesse – mit nur vier Einstellungsschritten kannst du sehr komfortabel unterwegs sein.

  • Portrait Markus Etzdorf in jungen Jahren
    Früh übt sich, wer ein echter Globetrotter werden will …
  • Markus Etzdorf mit Freunden unterwegs
    Markus’ erste Azubi-Tour in Norwegen.
  • Markus Etzdorf mit Freunden unterwegs
    Outdoor-Praxis steht bei Globetrotter weit vorn im Ausbildungsprogramm.

Was ist das Besondere an einer Ausbildung bei Globetrotter?

Während andere in meiner Berufsschulklasse Unterwäsche aufgebügelt haben, war ich von Kolleg:innen umgeben, die Schlangen zu Hause hatten oder echte Survival-Expert:innen waren. Das ist ganz einfach eine andere Welt. Globetrotter lebt von der Expertise seiner Mitarbeiter:innen – von Anfang an steht ganz viel Outdoor-Praxis im Fokus. Auf meiner ersten Azubi-Tour waren wir zehn Tage mit Rucksack im norwegischen Fjäll unterwegs. Das hat uns Auszubildende nicht nur zusammengeschweißt, wir haben auch viel gelernt: Wie viel Gas brauche ich für meinen Kocher? Wie verteile ich das Gewicht im Rucksack? Wie schütze ich mich vor Wind und Wetter?

Insgesamt ist die Beziehung der Mitarbeitenden bei Globetrotter sicher enger als in anderen Unternehmen. Bei uns entstehen viele Freundschaften und nebenbei profitiert jeder vom Wissen und der Erfahrung der anderen.

Gibt es diesen Zusammenhalt auch heute noch?

Die Belegschaft ist natürlich gewachsen und mittlerweile ist es schon allein zeitlich schwerer, alle unter einen Hut zu bekommen. Aber wir haben bei uns eine Klettergruppe, eine Fahrradgruppe, eine Laufgruppe und eine Kanugruppe, die nach Feierabend zusammen etwas unternehmen. Diesen Spirit aufrecht zu halten, ist ganz wichtig für unsere Unternehmenskultur. Wir haben so viele tolle Möglichkeiten, Outdooraktivitäten gemeinsam zu erleben, und das als Mitarbeiter-Benefit im Rahmen von MAOAM (Mitarbeiter-Outdoor-Aktiv-Montag).

Welche Stationen hast du im Lauf deiner Karriere bei Globetrotter kennengelernt?

Fast alle. Verkauf, Service, Werbemittelproduktion, Kasse, Event-Marketing, Qualitätsmanagement – ich habe eigentlich alles kennengelernt. Ich hatte schon immer Spaß daran, viele Dinge auszuprobieren. Also habe ich sehr oft die Hand gehoben, wenn irgendwo eine Aufgabe zu vergeben war. So habe ich gute Connections in allen Abteilungen aufgebaut und bekam einen immer besseren Überblick über das »große Ganze«.

Vor zehn Jahren habe ich mich dann als Assistent der Filialleitung beworben. Der nächste Schritt war für mich, aus den zu erstellenden Geschäftsberichten die Maßnahmen mitzuentwickeln, und das als kommissarische und später hauptverantwortliche Personalleitung. Zu einer Zeit, als schleichend aber beeindruckend Amazon, Zalando und Co. groß wurden. Plötzlich haben wir alle gemerkt, dass es eine große Konkurrenz gibt und wir nicht die einzigen sind, die Outdoor-Produkte anbieten.

Was hat das für Globetrotter bedeutet?

Es gab viel Bewegung im Unternehmen, nicht zuletzt die Einbindung in die Fenix-Gruppe. Unser Geschäftsführer Andreas Bartmann hat mal gesagt: »Ein Change-Prozess bei Globetrotter ist so, als würde ein Kreuzfahrtschiff eine Eskimorolle machen.« Ganz wichtig ist es, die Mitarbeiter:innen – die ja zurecht besorgt sind – mitzunehmen. Das war damals auch mein Part. Als Führungskraft musst du die Rahmenbedingungen schaffen, dass deine Kolleginnen und Kollegen ihren Job möglichst gut erledigen können. Ich habe schnell gemerkt, dass mir das viel Spaß macht und die Leute mir auch darin vertrauen.

Der Posten des Store Managers war dann der nächste logische Schritt?

Erstmal kam Covid und hat uns allen den Stecker gezogen. Alle haben zu Hause gesessen und gewartet, wie und ob es weitergeht. Das war eine wirklich harte Zeit. Gemeinsam haben wir es aber geschafft, bei Globetrotter eine Atmosphäre zu erhalten, er der man sich wohl fühlt und in der der Mensch im Mittelpunkt steht. Das Bewältigen dieser Krise und meine breite Erfahrung im Unternehmen haben mir den Mut gegeben, mir den Posten als Store Manager für den Wiesendamm zuzutrauen. Zum Glück haben das auch andere so gesehen und seit Juni 2022 bin ich in der Hauptverantwortung.

Hattest du einen guten Start?

Zwei Tage bevor ich die neue Stelle angetreten habe, ist mein Papa gestorben, zehn Tage später mein Schwiegerpapa. Ein halbes Jahr später mussten meine Frau und ich uns von unserem Hund verabschieden. Privat war das alles schwer zu verdauen. Uns haben unsere Freunde und die Familie so gut es ging aufgefangen, aber darüber hinaus habe ich auch hier bei Globetrotter ganz enge Beziehungen, die mir sehr geholfen haben. Das ist nicht selbstverständlich und dafür bin ich sehr dankbar.

Wie würdest du deine Führungsrolle beschreiben?

Ich finde es wichtig, Fehler machen zu dürfen, um daraus zu lernen. Probieren geht über Studieren. Wenn man mit dieser Philosophie Dinge angeht, entwickelt man sich ständig weiter – dagegen kann man sich gar nicht verwehren. Wer will, kann bei uns ganz viel mitgestalten – egal ob frischer Azubi oder alter Hase. Genau dieses Mitgestalten treibt auch mich immer noch an und gibt mir die nötige Energie für meinen Job.

Du hast längere Zeit als Personalleiter gearbeitet. Wie sieht die ideale Bewerbung bei Globetrotter aus?

Sie muss vor allem authentisch sein. Den Lebenslauf habe ich immer schnell beiseite gelegt, weil ich vielmehr daran interessiert war, wer da vor mir sitzt. Warum möchtest du bei Globetrotter arbeiten? Was treibt dich an, was ist deine Leidenschaft? Wir haben ja auch viele Quereinsteiger:innen, deren bisherige Berufsstationen interessieren mich weniger, weil sie ja gerade etwas Anderes, Neues machen wollen. Bei uns in der Filiale führen wir nicht das klassische Bewerbungsgespräch. Wer uns neugierig macht, wird zum »Assessment Day« eingeladen, um direkt einen Tag lang bei uns mitzumachen. Denn nur so können die Bewerber:innen sagen, ob es ihnen Spaß macht oder nicht. Außerdem beteiligen wir so das Team: Wenn das Feedback am Ende des Tages lautet: »Hey, das wäre mega cool, wenn du hier anfangen könntest!«, weiß ich, dass später auch die Chemie in der Truppe stimmt.

Welche Tipps kannst du den Azubis mitgeben, die demnächst starten?

Lasst euch auf die Reise ein! Denn Reisen ist die DNA von Globetrotter. Im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne. Also probiert euch aus, seid mutig und nutzt jede Gelegenheit, euch Erfahrung und Wissen anzueignen. Dann entwickelt ihr euch weiter und macht euren Weg – wo immer der auch hinführen wird.

Letzte Frage: Warum ist es cool, für Globetrotter zu arbeiten?

Auch bei uns wird hart gearbeitet, aber wir haben eine gute Zeit dabei. Denn unser Job ist das schönste Thema, das der Einzelhandel überhaupt bewegen kann: nämlich die Auszeit, den Urlaub und das Reisen. Bei Globetrotter bist du immer am Puls der Zeit – auch über Outdoor hinaus. Mobilität, Nachhaltigkeit, soziale Fragen – all das bekommst du hier hautnah mit. 

Uns einen die Leidenschaft fürs Draußensein und die Begeisterung für gute Produkte. Nebenbei gibt es auch viele nette Benefits für die Belegschaft: günstige Konditionen für unser Sortiment oder kostengünstige Mitgliedschaften z.B hier im Urban Sports Club. Ich gehe gerne vor der Arbeit schwimmen – ohne dass ich mir Gedanken um ein Ticket machen muss.

Vor allem aber ist es das tolle Miteinander in unseren Teams, was die Arbeit bei Globetrotter ausmacht. Viele finden hier nicht nur einen Beruf, sondern Freundschaften fürs Leben.

Karriere bei Globetrotter

Die Ausbildung bei Globetrotter ist spannend, abwechslungsreich und fordernd. Doch am besten lässt du dir von unseren Auszubildenden selbst einen Eindruck vermitteln – ungefiltert, nah und authentisch. Im Azubiblog findest du Berichte, Geschichten und exklusive Eindrücke über die Ausbildung bei Globetrotter. Schau rein und erfahre, was dich bei Globetrotter erwartet!