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Hoffnung für Nepal:

Sherpa und Globetrotter Kunden

spenden 100.000 Schultage

Ihr, liebe Globetrotter Kunden, habt schon 100.000 Schultage für benachteiligte nepalesische Kinder finanziert. Vermutlich ohne es zu wissen: Denn die Marke Sherpa Adventure Gear, die wir schon länger im Programm haben, spendet für jedes seiner verkauften Produkte einen Schultag für Kinder in ihrer nepalesischen Heimat. Das war ein großes Anliegen von Tashi Sherpa, der das Label in Kathmandu gegründet hat. Im Namen der Kinder und Familien vielen Dank dafür.

Wenn du an Nepal denkst, hast du vermutlich das Traumland aller Trekking-Fans vor Augen. Die beeindruckenden Gipfelgiganten des Himalaya, die atemberaubenden Wege und Ausblicke, die gastfreundlichen und hilfsbereiten Menschen, die dort unter harten Bedingungen leben. In den Sinn kommen dir vermutlich sofort auch die Sherpas, die riesige Lasten tragen und Expeditionen und Ströme von Touristen sicher auf die höchsten Berge der Welt bringen und auch wieder gesund zurück.

Für viele Bergsteiger ist eine Reise nach Nepal ein langgehegter Traum.

Mit Bildung aus der Armut

Vor rund 15 Jahren hat Tashi Sherpa in Kathmandu die Outdoor-Marke Sherpa Adventure Gear gegründet. Er wurde in Nepal geboren und ist mit seinen Eltern über Indien in die USA ausgewandert, wo er einen Universitätsabschluss machen konnte. Sein Ziel war es von Anfang an, mit der Outdoor-Bekleidung seiner Marke dem Land seiner Vorfahren etwas zurückzugeben. Er wollte möglichst viele gut bezahlte und dauerhafte Arbeitsplätze in dem Himalaya-Staat schaffen, um dort eine Perspektive für die nächste Generation zu schaffen. Denn ihm war sehr bewusst, dass der Teufelskreis der Armut nur durch Bildung durchbrochen werden kann. Daher hat er von Anfang an für jedes verkaufte Sherpa-Produkt einen kleinen Teil des Verkaufspreises in eine eigene Stiftung eingezahlt, um damit die Schulbildung bedürftiger Kinder aus Sherpa-Familien zu unterstützen.

Zusammenarbeit mit Room to Read

Beim großen Erdbeben in Nepal 2015 wurde Tashi Sherpas Fabrik zerstört, so dass sein Unternehmen vor dem Aus stand. Der europäische Importeur Bradshaw Taylor rettete die Marke, organisierte die nötigen Mittel und schuf neue Strukturen. Inzwischen hat das Familienunternehmen Bradshaw Taylor, das von Anfang an aus Überzeugung und Begeisterung sehr eng mit Tashi zusammengearbeitet hatte und dessen Werte teilte, die Marke übernommen. In diesem Zusammenhang wurde das Konzept, zur Förderung der Schulbildung nepalesischer Kinder organisatorisch auf neue Beine gestellt und sehr transparent gestaltet. Dazu arbeitet Sherpa Adventure Gear seit einigen Jahren mit der internationalen Non-Profit-Organisation Room to Read zusammen, die sehr viel Erfahrung in der Entwicklung von Schulen, der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern und der Entwicklung von Lehrmaterial hat.

Globetrotter Kunden spenden 100.000 Schultage

Unser langjähriger Lieferant Sherpa Adventure Gear finanziert für jedes verkaufte Produkt – egal, ob Mütze, T-Shirt, Kleid, Fleece- einen Schultag in Nepal. Von den bislang über 1,3 Mio. gespendeten Schultagen, gehen mittlerweile gut 100.000 auf das Konto der Globetrotter-Kundinnen und Kunden.

In Nepal sind Bücher für die meisten Familien unerschwinglich, denn sie müssen von weniger als 2 US-Dollar am Tag leben. Obwohl die Regierung die kostenlose Grundschulausbildung verspricht, sind nach wie vor viele Schulen chronisch unterfinanziert und in einem erbärmlichen Zustand. Die Regierung bezahlt die Gehälter der Lehrer, aber es wird erwartet, dass die Familien alle übrigen Kosten tragen. Angesichts der großen Armut führt das dazu, dass die meisten Schulen keine Büchereien, Schulbücher oder anderes Lehr- oder Lernmaterial haben. Neben diesen schlechten Bedingungen sind viele Schüler mit weiteren Lernhindernissen zu Hause konfrontiert. So müssen die Kinder auf den Feldern oder bei den Tieren helfen, sind oft sehr lange auf ihrem Schulweg unterwegs und haben in den beengten Wohnverhältnissen keinen Rückzugsraum zum Lernen, auch können die Eltern oft keinerlei Unterstützung bieten.

Als weiterer Baustein wird in den Schulen eine Bibliothek aufgebaut.

Kampf gegen Analphabetentum

Angesichts der patriarchalischen Struktur ist der Stellenwert für die Bildung der Mädchen sehr gering Zudem   stehen sie oft unter dem Druck früh zu heiraten. Entsprechend hoch ist das Analphabeten-Risiko für Mädchen. Die Quote der Mädchen, die nicht schreiben und lesen können liegt noch einmal 22% höher als bei den Jungs.

Room to Read ist eine weltweit tätige Organisation, die das Leben von Millionen Kindern in unterentwickelten Gesellschaften verändert. Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Kampf gegen das Analphabetentum und dem gleichen Zugang zu Bildung für Mädchen und Jungen.

Sherpa Adventure Gear konzentriert sich in der Zusammenarbeit mit Room to Read auf ein Alphabetisierungsprogramm in Nepal. Ein zusätzlicher Schwerpunkt ist die Umsetzung eines Bildungsprogramms speziell für Mädchen.

Mit dem Programm möchte Room to Read das Lesenlernen mit der Liebe zum Lesen zu kombinieren. Dazu werden flankierend Workshops für Gemeinden und Eltern durchgeführt, um das Bewusstsein für die Bedeutung des Lesens zu schärfen. In den Schulen selbst umfasst das Alphabetisierungsprogramm zwei Schwerpunkte:

1.) SPEZIALISIERTE LESE- UND SCHREIBKURSE FÜR DIE KLASSENSTUFEN 1 UND 2

Diese Kurse zielen darauf ab, Kinder in der kritischsten Zeit der frühen Schulzeit zu erreichen. Es beginnt mit der Bereitstellung von selbst entwickelten Arbeitsbüchern und Lesematerial in Landessprache. Hinzu kommt die Schulung der Lehrerinnen und Lehrer, um sie bei der Unterrichtsplanung zur Förderung der Lese- und Schreibfähigkeiten der Kinder zu unterstützen.

2.) BIBLIOTHEKSSITZUNGEN FÜR DIE KLASSEN 1 BIS 5

Room to Read baut Bibliotheken auf und stellt den Schulen dafür Bücher zur Verfügung, die farblich nach Schwierigkeitsgrad geordnet sind. Die Kinder können dank eines Buchungssystems die Bücher mit nach Hause nehmen und mit ihren Familien teilen. Viele Eltern können nicht lesen, so dass diese Maßnahme hilft, Wissen auf breiterer Basis zu vermitteln.

Bildungsprogramm für Mädchen

Dieses Programm genießt einen hohen Stellenwert in der Zusammenarbeit von Room to Read mit Sherpa Adventure Gear. Es geht darum, sicherzustellen, dass Mädchen die Sekundarschule abschließen und in die Lage versetzt werden, wichtige Lebensentscheidungen zu treffen. Denn Bildungshindernisse treffen Mädchen aufgrund diskriminierender sozialer und kultureller Normen unverhältnismäßig stark und schränken ihre Möglichkeiten drastisch ein. Der beste Ansatz zur Verbesserung des Status von Frauen ist Bildung. Mittelfristig bedeutet das: gesündere Familien, bessere Löhne, Bildung für ihre Kinder und eine Beendigung des Analphabetismus-Kreislaufs.

Gelingen soll das über einen ganzheitlichen Ansatz, der über die klassische akademische Bildung hinausgeht. Dazu gehört z.B. Unterricht in Lebenskompetenz und Schlüsselkompetenzen wie kritisches Denken, Empathie und Selbstwirksamkeit. Eine weitere Maßnahme ist die soziale Mobilisierung. Mit der Beschäftigung einheimischer Frauen als Mentorinnen, die mit den Mädchen und ihren Familien arbeiten, soll früh erkannt werden, ob die Gefahr eines Schulabbruchs besteht, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Begleitet wird dieser Schritt durch ein entsprechendes Engagement in der Gemeinde mit dem Ziel, ein gutes Umfeld für die Bedeutung des Lernens zu schaffen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass Mädchen, die an dem Programm teilnehmen, mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Schulabschluss machen und seltener in eine Kinderheirat gedrängt werden. Die Mädchen lernen, für sich selbst einzutreten und ihre eigenen Entscheidungen auf Basis von Wissen zu treffen.

Die Idee von Tashi Sherpa trägt Früchte

Mit den Bildungsprojekten mit Fokus auf Mädchen und junge Frauen wird das Vermächtnis von Firmengründer Tashi Sherpa, dessen Töchter weiterhin in das Unternehmen eingebunden sind, weitergetragen. Seine oben angesprochene Erkenntnis, dass der Teufelskreis der Armut nur durch Bildung durchbrochen werden kann, ist und bleibt ein wichtiger Antrieb für das soziale Engagement von Sherpa Adventure Gear. Übrigens: Sherpa ist kein Beruf, sondern eine Volksgruppe.

Sherpas werden häufig mit den Trägern gleichgesetzt, die unmenschliche Lasten auf die Himalaya-Gipfel tragen. Doch das stimmt nicht. Die Sherpas sind eine Volksgruppe, die vor einigen hundert Jahren aus Tibet in das nepalesische Khumbu-Tal eingewandert und dort unter schwierigen Bedingungen sesshaft geworden ist. Da die ersten Everest-Expeditionen durch das Khumbu-Tal führten, verpflichtete man viele Sherpas als Helfer, die sich durch ihre Leistung und Zuverlässigkeit ein enormes Ansehen verdient haben. Sie sind die wahren Helden des Himalaya.

Text: Rainer Bommas
Fotos:  Sherpa Adventure Gear

Sherpa Bekleidung im Globetrotter Sortiment:

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