Semola-Brot mit Aioli-Dip

Eine vegane Kombination.

Semolabrot - Brot aus Semola-Mehl

Italiener bezeichnen alles, was aus Hartweizen (grano duro) gemahlen wird als Semola. Dies führt oft zu Verwirrung, weil das Wort im Deutschen gerne mit Grieß übersetzt wird. Allerdings ist Grieß ein bestimmter Mahlgrad – unabhängig davon, ob es sich um Hartweizen, Weichweizen oder ein anderes Getreide handelt. Liegt die Körnung des Mahlgutes zwischen 0,3 und 1 Millimeter, sprechen wir von Grieß. Alles, was feiner gemahlen wird, nennt man Mehl.

Für unser Brot benötigen wir Semola rimacinata (seltener auch »Farina di grano duro« genannt). Achte darauf, kein Semola grossa zu besorgen, das wäre zu grob gekörnt und könnte demnach als Semola-Grieß bezeichnet werden. Jetzt, wo du weißt, nach was du im Supermarkt Ausschau halten musst, wünschen wir viel Spaß beim Nachkochen!

Das Semolabrot

500 gr Semola-Mehl

250 ml warmes Wasser

1 Würfel frische Hefe

1 EL Agavendicksaft

1 EL Salz

Löse zunächst die Hefe, Salz und den Agavendicksaft (wenn es für dich in Ordnung ist, kannst du auch Honig nehmen) in einer großen Schüssel im warmen Wasser auf. Natürlich kannst du dafür einen Löffel nehmen, aber mehr Spaß macht es, wenn du es mit deiner Hand machst. Nutze nur eine Hand, so hast du immer eine saubere Hand frei, um nun nach und nach das Mehl hinzuzugeben. Am Anfang ist das Verkneten eine ziemlich klebrige Angelegenheit. Nach und nach wird der Teig sich aber zu einer homogenen Masse verbinden und wenn du geduldig weiterknetest, wird deine Hand irgendwann wieder sauber sein. Dann nimmst du die zweite Hand hinzu und knetest mindestens noch 10 Minuten weiter.

Nun den Teig luftdicht abgeschlossen oder mit einem feuchten Tuch bedeckt für 60 Minuten ruhen lassen.

Im Anschluss einen Laib formen und in die Omnia-Backform legen. Noch einmal 10 Minuten gehen lassen.

Das Brot (beziehungsweise den Omnia-Backofen) auf deinen Kocher stellen und für 10 Minuten bei großer Flamme backen. Dann weitere 35 bis 40 Minuten bei sehr kleiner Flamme backen. Da jeder Kocher etwas anders brennt, musst du eventuell etwas experimentieren. Trau dich!

Der Aiolidip

100 ml Rapsöl (oder mildes Olivenöl)

50 ml Milchersatz auf Erbsenbasis

1 Knoblauchzehe (frisch)

1 Zitrone

Prise Salz

Prise Pfeffer

Dieser Dip macht süchtig! Wir lieben das Aroma von frischem Knoblauch. Der Dip bleibt – im Vergleich zu einer klassischen Aioli – relativ flüssig. Wenn du ihn in einem großen Becher oder Behälter mit Schraubverschluss zubereitest, kannst du dein frisches Brot wunderbar hineintunken.

Als Milchersatz nehmen wir einen Drink auf Erbsenbasis. Hafer ist etwas zu süß und der Eigengeschmack von Soja ist auch ein wenig zu dominant. Am Ende ist es natürlich Geschmacksache.

Zuerst Öl und »Erbsen-Milch« (bzw. Erbsen-Drink) in einen Behälter mit Schraubverschluss geben. Fein gehackten Knoblauch hinzufügen. Nach Geschmack salzen und pfeffern. Die Zitrone halbieren und einen guten Spritzer Saft in den Becher drücken. Und jetzt: schütteln, was das Zeug hält!
Den Dip kannst du zubereiten, während das Brot auf dem Ofen steht. Das noch warme, knusprige, duftende Brot brichst du in Stücke und tunkst es in den Aioli-Dip. Ein einfaches, auf wenige Zutaten reduziertes Gericht. Einfach himmlisch.

Das Video zum Rezept

Text: Tom Jutzler
Autor: