Rok Rozman: David gegen Goliath

Im Alleingang hat der Slowene die größte Flusserhaltungsinitiative Europas auf die Beine gestellt. Dabei ist er an seine Grenzen gegangen – und darüber hinaus.

Rok, kann es sein, dass du ein Sturkopf bist?
Rok Rozman: Wenn du meinst, dass ich hin und wieder mit dem Kopf durch die Wand will: ja.

Man könnte auch sagen, impulsive Entscheidungen ziehen sich wie ein roter Faden durch dein Leben.
Zumindest haben sie einige wichtige Weichen gestellt. Ich habe mein ganzes Leben lang Eishockey gespielt – ein Wahnsinnsspiel, bei dem sich ein Haufen Kumpels mit einem anderen Haufen kloppt, um ein Match zu gewinnen. Während eines Spiels, ich war 16, kam es zum Streit mit meinem Trainer. Er schrie mich übers Eis an, bis mir der Kragen geplatzt ist. Ich brüllte zurück: »Leck mich doch am Arsch, dann werde ich halt Ruderer!« Zehn Sekunden später habe ich diesen Ausbruch bereut – hatte ich doch keine Ahnung, was Rudern überhaupt ist, geschweige denn schon mal ein Boot aus der Nähe gesehen. Aber wenn du vor 20 Hockeyspielern dein Maul aufreißt, stehst du besser zu deinem Wort.

Immerhin hast du es bis zur WM-Medaille und zu den Olympischen Spielen geschafft.
Trotzdem habe ich schnell gemerkt, dass Hochleistungssport nichts mit der romantischen Vorstellung zu tun hat, die viele damit verbinden. Große Gefühle, bedingungslose Kameradschaft, olympischer Geist – nichts davon habe ich beim Rudern erlebt. Es geht immer nur darum, besser zu sein als andere – egal zu welchem Preis und mit welchen Methoden.

Das muss man sich mal vorstellen: Nur wegen eines blöden Streits bin ich vom besten Spiel überhaupt zum langweiligsten und eintönigsten Sport gewechselt. Mit Blasen am Hintern und an den Händen quälst du dich Tag für Tag auf der Regattabahn und kommst doch nicht voran – denn du ruderst ja rückwärts! (lacht)

Archiv Patagonia

STECKBRIEF
Name: Rok Rozman
Alter: 30 Jahre
Sportliche Erfolge: WM-Bronze 2009 und 4. Platz Olympische Spiele 2008 in Peking im Rudern
Beruf(ung): Der studierte Biologe, Profipaddler und Umweltaktivist hat sich seit 2015 ganz dem Schutz bedrohter Flüsse in Europa verschrieben.
Hobbys: Paddeln, Fliegenfischen, Skifahren, Reisen

Mit Anfang 20 hast du dann hingeschmissen.
In Peking 2008 sind wir im Vierer ohne Steuermann Vierte geworden. Vorher hatte ich mir geschworen, die Riemen an den Nagel zu hängen, wenn wir eine Medaille gewinnen. Ein Jahr später haben wir bei der WM Bronze geholt, aufgehört habe ich trotzdem nicht. Zu verlockend waren all die Aufmerksamkeit, die Sponsorendeals, der Ruhm. Wenige Monate später hat mich eine Rückenverletzung ausgeknockt und vorbei war es mit der Herrlichkeit. Ans Bett gefesselt, überkam mich die Erkenntnis, dass ich so viele Jahre mit etwas vergeudet hatte, was mir im Grunde meines Herzens gar nichts bedeutete. Es war schwer, mir das einzugestehen, gleichzeitig aber auch enorm befreiend. Nur wollte ich mein Karriereende selbst bestimmen und es mir nicht von einer Verletzung diktieren lassen. Also habe ich mich durch die Reha zurück ins Boot gekämpft, um dann dem Leistungssport endgültig den Rücken zu kehren.

Und dann? Große Freiheit oder große Leere?
Ich war schon immer ein Naturbursche. Als ich vier Jahre alt war, hat mich mein Vater zum Angeln mitgenommen. Wir fuhren zu einem abgeschiedenen Teil der Save. Einen Fisch habe ich an diesem Tag nicht an die Rute bekommen, dafür hatte der wilde Fluss mich am Haken. Diesen Ruf der Freiheit hatte ich seitdem immer im Ohr, aber das Training ließ nie zu, dass ich ihm folgen konnte. Aber jetzt gab es kein Halten mehr: Ich wollte die Welt entdecken! Dabei zog es mich magisch zurück auf die Flüsse. Wassersport konnte also doch cool sein – im Wildwasserkajak statt im Ruderboot und mit Blick nach vorn statt rückwärtsgewandt.

Und so wurde aus dem Olympiaruderer ein Umweltaktivist?
Bei einem Kajaktrip 2014 nach Chile habe ich Ben aus Australien kennengelernt. Er war auch Paddler, inzwischen schon seit zwei Jahren in Südamerika unterwegs und völlig abgebrannt. Grund für seinen langen Aufenthalt: Ben hatte erfahren, dass am Río Marañón in Peru, dem heiligen Quellfluss des Amazonas, fünf Mega-Staudämme gebaut werden sollten. Als er im Netz keine Protestorganisation fand, der er sich anschließen konnte, fuhr er kurzerhand nach Lima, um selbst eine Kampagne ins Leben zu rufen. Ohne Geld, ohne Unterstützung, in einem fremden Land. Ich dachte nur: »Wow, der Typ hat Eier in der Hose!«

Wie ging es weiter?
Ich flog mit dem Versprechen nach Hause, möglichst bald nach Peru zurückzukehren, um Ben bei seinem Projekt zu unterstützen. Zurück in Slowenien, wollte ich gleich ein Ticket nach Lima kaufen, checkte aber zuerst die Staudammpläne in Europa. Und nach zwei Tagen Recherche stand da diese unvorstellbare Zahl im Raum: Allein in den Balkanstaaten sollten 2700 Staudämme gebaut werden! Ich schrieb Ben eine Mail, dass ich nicht nach Peru kommen würde: »Du kämpfst gegen fünf Projekte, so wie es aussieht, muss ich 2700 Dämme verhindern.« Seine schlichte Antwort: »Fair enough – viel Glück, mein Freund!«

»Wo früher mit Waffen um Territorien gekämpft wurde, stecken jetzt Großkonzerne ihre Claims mit Kapital ab.«

Was ist das Besondere am Balkan?
Auf einer Fläche kleiner als Spanien drängen sich elf Staaten und noch mehr Ethnien. Die Balkan-Halbinsel erstreckt sich von Slowenien im Norden bis runter nach Albanien und Griechenland. Die Menschen hier besitzen viel weniger als ihre nördlichen Nachbarn und doch sind sie so viel reicher. Im wilden Teil Europas gibt es glasklare Flüsse, tiefe Schluchten, spektakuläre Wasserfälle und üppige Wälder. Der Balkan ist eine andere Welt. Eine Welt voller Geschichten, Kultur, leidenschaftlicher Menschen, hoher Berge und schöner Küsten. Du merkst, ich gerate schnell ins Schwärmen, wenn ich über den Balkan spreche. Lange ist die Region von großen Eingriffen in die Natur verschont geblieben. Nach Jahren des Bürgerkriegs in den 90ern waren die Zeiten einfach zu unsicher. Doch jetzt haben Investoren den Südosten Europas im Blick und versuchen, die begrenzten Ressourcen aus Profitgier bis zum Äußersten auszuquetschen.

Ist es nicht vermessen, den Ländern und Menschen des Balkans den technologischen Fortschritt verwehren zu wollen?
Wer glaubt, dass die einfachen Leute von den Bauprojekten profitieren, ist unfassbar naiv. Wo früher mit Waffen um Territorien gekämpft wurde, stecken jetzt Großkonzerne ihre Claims mit Kapital ab. Kurzfristig mag das sogar Arbeitsplätze und einen gewissen Wohlstand bringen, aber die Taschen machen sich andere voll. Und mit der intakten Natur wird auch die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben der lokalen Bevölkerung zerstört.

Was ist mit dem Argument, dass Wasserkraft grüne Energie liefert?
Jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt, wird schnell merken, dass die Rechnung nicht so simpel ist. Aktuelle Studien belegen, dass Staudämme – besonders in warmen Regionen – pro Kilowattstunde mehr CO2 und Methan freigeben als Kohlekraftwerke. Hier ins Detail zu gehen, würde dieses Magazin locker füllen, aber ein Effekt sollte jedem denkenden Menschen klar sein: Ein Staudamm nimmt dem Fluss das, was ihn zum Fluss macht – nämlich den Fluss. Der Transport von Sedimenten und Nährstoffen wird unterbunden, der Grundwasserspiegel sinkt ab und ganze Ökosysteme werden zerstört. In Nordamerika etwa sterben riesige Urwälder, schlicht weil die Lachse nicht mehr zu ihren Laichplätzen wandern können, wo sie nach der Eiablage sterben und dem Ökosystem als »Dünger« dienen. Ganz schön beängstigend, oder?

Wieso werden die meisten Dämme in Entwicklungs- oder ärmeren Ländern gebaut?
Zum einen natürlich, weil es dort noch frei fließende Flüsse gibt. Zum anderen kann man sich hier mit Geld Unterstützung kaufen: Korrupte Politiker winken Bauanträge durch, bringen Protestler und Umweltschützer zum Schweigen, der Bau selbst begünstigt Geldwäsche im großen Stil – wer weiß schon genau, wie viel Beton gebraucht wird, wie teuer der Straßenbau ist? Wenn der Damm dann einmal steht, sind die Jobs für die lokale Bevölkerung schnell wieder weg, der Tourismus hat keine Chance mehr und die gewonnene Energie wird in das Land exportiert, aus dem das Investment kam. Diese Ironie setzt dem Neokolonialismus die Krone auf.

Mangelnden Idealismus, gegen dieses System anzukämpfen, kann man dir nicht vorwerfen.
(lacht) Wohl eher wieder »mangelnde Impulskontrolle«. Nach einem ersten Paddeltrip zur Vjosa in Albanien bin ich im September 2015 nach Belgrad zu den »Balkan Rivers Days« gefahren, um mehr über die Sachlage zu erfahren. Zwei Tage lang lauschte ich Experten und kleinen, engagierten NGOs, und rasch wurde mir klar, wo das Problem lag: Zwar legten sich alle mächtig ins Zeug für die Flüsse, aber außerhalb dieses Konferenzraums bekam einfach niemand davon etwas mit. Ich dachte mir, dass man eine Geschichte spannend erzählen muss, will man die Botschaft in die Welt hinaustragen. Abends beim Bier mit den Locals kam mir die Idee eines Roadtrips über den Balkan. Euphorisch und nicht mehr ganz nüchtern schwärmte ich von Paddeltouren in Kombination mit lokalen Infoveranstaltungen, Partys und jeder Menge Spaß. Und wenn ein Ehrenwort irgendwo noch mehr gilt als unter halbwüchsigen Hockeyspielern, dann bei den einfachen Menschen des Balkans. Zufällig war auch eine Mitarbeiterin von Patagonia anwesend – sie fand meine Idee toll und wollte mich unterstützen. Plötzlich war klar, dass ich aus der Nummer nicht mehr rauskommen würde.

Also hast du kurzerhand die »Balkan Rivers Tour« (BRT) zum Leben erweckt.
Ich bin ins sprichwörtliche kalte Wasser gesprungen, ohne schwimmen zu können. Von Mitte Mai bis Ende Juni 2016 sind wir durch sechs Länder von der Socˇa in Slowenien bis nach Albanien gereist, um Stimmung für das bedrohte Paradies zu machen. Und der Zug hat schneller Fahrt aufgenommen, als ich gucken konnte: Von Station zu Station haben sich uns mehr Paddler angeschlossen, Tausende haben bei den Protestveranstaltungen ihre Stimme erhoben und weil wir alles professionell in Szene gesetzt haben, waren plötzlich auch die Medien interessiert. Ob BBC, ZDF, »Spiegel«, »Guardian«, »National Geographic«, »New York Times« – alle haben sie über die BRT berichtet.

Archiv Patagonia

SAUBERE WASSERKRAFT?
Erneuerbare Energie muss her, und zwar schnell. Wer den Klimawandel stoppen will, kann also nicht gegen Wasserkraft sein – oder doch? Aktuelle Studien belegen, dass Staudämme (inklusive ihres Baus) selbst für einen großen Teil der Treibhausgase verantwortlich sind. In den Tropen etwa werdendurch Dämme riesige Flächen trockengelegt, die im feucht-warmen Klima dahinmodern und enorme Mengen Methan freisetzen, dessen Treibhauseffekt 30-mal größer ist als der von Kohlendioxid. Mancher Forscher geht gar davon aus, dass der Beitrag der weltweiten Staudämme zur Klimaerwärmung genauso groß ist wie jener der Emissionen durch den globalen Flugverkehr. Darüber hinaus stoppen Staudämme den wichtigen Transport von Mineralstoffen aus den Oberläufen von Flüssen zu tiefer gelegenen Ökosystemen. Auch Fischen werden die Wege ihrer natürlichen Wanderung verbaut. Zudem darf man nicht die Menschen vergessen: Sie verlieren ihre Häsuer, ihre Ackerflächen, ihre Heimat.

Warst du von der Resonanz auf deine Kampagne überrascht?
Mir gefällt der Begriff Kampagne nicht. Kampagnen sind etwas, was mit großem Budget von Institutionen oder Unternehmen am Reißbrett geplant wird. Mein Ziel war es vielmehr, eine Bewegung zu initiieren, die von echten Menschen und Emotionen lebt. Ich habe mich mit allem, was ich habe, in diese Sache reingeworfen: Ich schäme mich nicht, zu weinen, wenn ein kleiner Fischer mir erzählt, dass er seine Familie nicht mehr ernähren kann; ich werde wütend und laut, wenn Politiker uns nicht ernst nehmen, und wenn wir einen Erfolg verbuchen können, bin ich der Letzte, der die Party verlässt. Aber dass das Ganze auf Anhieb so große Wellen schlagen würde – nein, damit habe ich nicht gerechnet.

Kaum zu glauben, dass du das alles alleine stemmst.
Unterwegs gibt es natürlich ein paar Leute, die mir unter die Arme greifen, aber im Prinzip bin ich eine Ein-Mann-Armee: Ich kümmere mich um Sponsoren, PR, Social Media, ich halte Vorträge, fahre den Bus und nach dem Paddeln wasche ich die Neos meiner Mitstreiter aus. Um die BRT auf die Beine zu stellen, habe ich eine Non-Profit-Organisation gegründet (www.leeway-collective.com, Anm. d. Redaktion), deren Gründer, Direktor und einziger Angestellter ich bin. Na ja, zumindest macht das den Papierkram einfach – eine einzige Unterschrift genügt. (lacht)

»Jeder, der die Natur liebt, kommt auf dem Balkan auf seine Kosten.«

Spurlos ist diese Vollgas-Einstellung nicht an dir vorübergegangen.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich mir eingestanden habe, dass ich mich in den vergangenen zweieinhalb Jahren schlicht übernommen habe. In nur fünf Monaten habe ich 15 Kilo abgenommen und trotzdem Körper und Geist keine Pause gegönnt. Die Diagnose Burn-out war ein Schock, aber ein Warnschuss, den ich nicht länger ignorieren kann oder will.

Das heißt, du hast dem Projekt BRT den Stecker gezogen?
Auf keinen Fall! Ich weiß, dass es nicht leicht werden wird, aus dieser Depression rauszukommen, aber am Ende sind es die Flüsse, die mich durchhalten lassen. Immer wenn ich kurz davor war, alles hinzuschmeißen, bin ich paddeln gegangen. Jedes Mal hat mir der Fluss gezeigt, wofür ich das alles tue. Aber für die kommende Tour habe ich Gleichgesinnte ins Boot geholt, um die Last auf mehreren Schultern zu verteilen.

Archiv Patagonia Auf Vorträgen wie hier beim TEDx Talk in Ljubljana macht Rok Stimmung für »seine« Flüsse.

Auch Basisbewegungen brauchen Geld. Wie hältst du das Projekt am Leben?
Wir legen uns mit mächtigen Gegnern an und sprechen Missstände wie Korruption und Ausbeutung offen an. Das ist unangenehm und nur wenige Unternehmen wollen solch einen Kampf offen unterstützen. Daher ist der Support und das Sprachrohr, das ein Big Player wie Patagonia uns bietet, noch wertvoller als Geld. Außerdem schießen ein paar meiner privaten Kajaksponsoren hier und da etwas zu, um Benzin, Essen oder auch mal einen Fotografen zu bezahlen. Unterm Strich kostet aber jeder Red-Bull-Film locker 20- bis 30-mal so viel, wie unser gesamtes Jahresbudget hoch ist.

Trotzdem konnten schon sieben Staudamm- projekte gestoppt werden.
Das heißt, 2693 Pläne zum Zerstören der Natur liegen noch immer in den Schubladen. Aber der Anfang ist gemacht …

Was sind die Ziele für 2018?
Patagonia hat für 2018 »Save the Blue Heart of Europe« zur Hauptkampagne erklärt, dazu gehört ein Manifest und die Filmdokumentation »Blue Heart«. Ziel ist es, 1 000 000 Unterschriften gegen die Staudammprojekte auf dem Balkan zu sammeln und öffentlichkeitswirksam der EU-Kommission zu übergeben. Diese Aufmerksamkeit wollen auch wir nutzen: Im Spätsommer werden wir wieder durch den Balkan touren, paddeln und Werbung für die unvergleichliche Natur machen. Und auch wir haben einen eigenen Film im Gepäck: Unsere eigene Doku »The Undamaged« soll die Menschen bei unserem Roadtrip aufrütteln und für die gute Sache mobilisieren.

»Wenn wir einen Erfolg verbuchen können, bin ich der Letzte, der die Party verlässt.«

Lohnt sich eine Reise auch als Nichtpaddler?
Auf jeden Fall! Du brauchst in kein Flugzeug zu steigen und um die Welt fliegen – mitten in Europa kannst du eine völlig unbekannte Welt entdecken. Egal ob Wandern, Klettern, Mountainbiken – jeder, der die Natur liebt, kommt auf dem Balkan auf seine Kosten.

Archiv Patagonia

Was rätst du Balkan-Neulingen?
Macht keine allzu fixen Pläne, lasst euch treiben, nehmt Umwege in Kauf. Seid ehrlich und zeigt den Menschen Respekt. Dann sind auch Sprachbarrieren kein Problem und man wird euch helfen – egal wobei. Und wundert euch nicht, wenn ihr auf die Frage, ob ihr irgendwo euer Zelt aufstellen dürft, ein entschiedenes »Nein!« zu hören bekommt – gefolgt von einem verschmitzten Lachen und der Einladung, im Haus zu übernachten und zu essen.

Du bist studierter Biologe – wäre es nicht an der Zeit, etwas kürzerzutreten und sich einen weniger aufreibenden Job zu suchen?
Das ist sicher der feuchte Traum einiger meiner Widersacher: mich wohlgenährt, aber kaltgestellt auf einer Uni- oder Behördenstelle sitzen zu sehen. Nein, auch wenn ich mir in letzter Zeit zu viel zugemutet habe – ich bin glücklich mit dem, was ich tue, und fest davon überzeugt, noch viel für unsere Flüsse erreichen zu können. Außerdem habe ich ja schon beim Eishockey und beim Rudern hingeschmissen. Diesmal bleibe ich stur.

Archiv Patagonia Farbenfroh, friedlich, aber vehement: der Protest der Balkan Rivers Tour.



Text: Philip Baues
Impressum