Reisegepäck für Urlaub und Dienstreise

Reisetasche mit und ohne Rollen, der klassische Reiserucksack oder ein einfacher Duffle-Bag. Die Auswahl beim Reisegepäck ist riesig – wir geben dir einen Überblick.

Die Reise beginnt: Mit dem Zug nach Norddeutschland, auf Dienstreise nach Asien mit ein paar Tagen im Hinterland einer Metropole oder ein kurzer Businesstrip mit dem Flugzeug in Europa nur mit Handgepäck. Beim Reisegepäck ist die Auswahl mindestens so groß, wie die Destinationswahl selbst. Dafür gibt es Gründe, für jede Art des Reisens gibt’s das praktischste Gepäckstück. Jeder Reisende hat seine Eigenheiten und Vorlieben. 

Hochwertige Reisetaschen mit großen Rollen lassen sich auch einmal über einen Schotterweg ziehen.
Eagle Creek Hochwertige Reisetaschen mit großen Rollen lassen sich auch einmal über einen Schotterweg ziehen.

Duffle-Bag, Reisetasche mit Rollen oder Reiserucksack

Für Globetrotter jenseits von asphaltierten Straßen fällt bei der Wahl des Reisegepäcks der klassische Hartschalenrollkoffer raus. Bleibt für die nächste Reise die Wahl: Duffle-Bag, Reisetasche mit guten Rollen oder Reiserucksack?

Der Duffle-Bag punktet mit geringem Eigengewicht und ist sehr robust. Auch die Fahrt durchs Hinterland auf dem Dach eines Reisebusses im strömenden Regen machen wasserdichte Exemplare mit. Seine Einfachheit spiegelt sich auch im Preis wieder. So ist er für Budget-bewusste Reisende die erste Wahl. Abstriche muss man beim Tragekomfort machen. Maximal ein simples Tragesystem ohne Hüftgurt bieten die meisten Duffle-Bags. Das Innenfach muss man sich mittels Tüten oder nachhaltiger mit kleinen Packtaschen organisieren.

Reisetaschen mit Rollen sind vor allem unter Geschäftsreisenden verbreitet. Lange Flughafenterminals oder Messehallen lassen sich mit den Trolleys schnell durchqueren und man spart Tragearbeit. Qualitativ hochwertige Rolltaschen sind mit outdoortauglichen Rollen ausgestattet. So lassen sich auch Schotterstraßen und Bordsteine in Südamerika meistern. Vorsicht heißt es in Menschenmengen: Den Zorn der Mitreisenden zieht man durch ungeschicktes Verhalten schnell auf sich. Da heißt es Umsicht vor Schnelligkeit. Durch das integrierte Rollensystem sind die Taschen schwerer als gleichvolumige Duffles oder Reiserucksäcke. Wenn sie ein Tragesystem besitzen, ist dies meist sehr simpel und nicht für längere Schulterungen geeignet. 

Reiserucksäcke sind die Backpacker-Arbeitstiere beim Reisegepäck. In jedem Hostel dieser Welt versperren sie die Fluchtwege und unzählige Gurte und Schnallen führen beim nächtlichen Toilettenbesuch unweigerlich zum Sturz. Ihre Stärke spielen sie immer dann aus, wenn lange Strecken zu Fuß zu bewältigen sind. Denn das Tragesystem ist darauf ausgelegt, das gesamte Hab und Gut und damit viel Gewicht komfortabel auf Beckenknochen und Schulter zu verteilen. Durch viele Fächer und Taschen lässt sich Ordnung halten. Bei durchdachten Modellen lässt sich das Deckelfach in einen Tagesrucksack oder eine Gürteltasche umwandeln. So kannst du auf Tagesausflügen dein Gepäck einfach in der Unterkunft lassen und nur deine Wertgegenstände mitnehmen. 

Gut gepackt ist halb gewonnen: Tipps zum Packen

Die Farpoint-Kofferrucksack-Serie von Osprey gibt’s in Varianten zwischen 40 und 85 Litern.

Zu Hause das Reisegepäck gewissenhaft packen ist eine Sache, die Ordnung in Tasche, Koffer oder dem Trolley nach einem Flug mit zwei Zwischenstopps eine andere. Und nach drei Tagen aus dem Koffer leben ist es dann oft ganz vorbei mit schlauer Aufteilung und glatt gebügelten Hemden. Muss nicht sein.

Teile dein Gepäck für die Reise in sinnvolle Kategorien auf, zum Beispiel Oberteile, Hosen, Unterwäsche & Socken, Accessoires, Hygieneartikel, Elektrogeräte etc. Mit leichten Pack­taschen findet alles sauber portioniert seinen Platz im Gepäck. 

Wenn du deine Bekleidungsteile rollst, bleiben sie fal­tenfrei und sind einfach entnehmbar, ohne den ganzen Stapel aus der Tasche zu ziehen. Zerbrechliche oder sensible Gegenstände packe ins Zentrum deiner Reisetasche. So sind sie nach außen vor Stößen geschützt. Versuche die Sachen zusätzlich zu polstern. Kleine, zerbrechliche Teile passen – mit Mützen­-Polsterung – beispielsweise gut in eine stossfeste Nalgene­Trinkflaschen. 

Kleiner Tipp, große Wirkung: Packe die Sachen in deinem Koffer nach oben, die du voraus­sichtlich am schnellsten brauchst. Scharfe Gegenstände musst du entschärfen. Wickle diese Ausrüstungsteile wie etwa Teleskopstöcke in unempfindliche Polsterungen (z.B. Schaumstoff­Sitzkisten oder Matte) ein.
Jetzt heißt es Tetris spielen: Oft bleiben Hohlräume im Reisegepäck ungenutzt. Versuche, jeden Platz zu verwenden – Mützen, Buff­Tuch, Socken und anderer Kleinkram passen etwa gut in die Schuhe. Nimm einen leichten, luftdichten Drybag, am besten vakuumierbar, für Schmutzwäsche mit. Dann bleibt der Mief vom Rest des Reiseguts fern.

Handgepäck

Größen- und Gewichtsgrenzen beachten: Alle Fluglinien kontrollieren inzwischen häufig die Dimen­sionen des Handgepäcks. Informiere dich deshalb vorher bei der Fluggesellschaft, was maximal erlaubt ist. Gängig sind 55 x 40 x 25 cm und maximal 8 kg.

Achtung Leergewicht: Trolleys sind zwar komfortabel, haben aber meist schon ein Leergewicht von 2–3 kg. Leichte Rucksäcke unterbieten trotz 40 Liter Volumen schon die 1-Kilo-Marke.

Flüssiges: Flüssigkeiten (auch Cremes oder Gels) dürfen pro Behälter nur bis maximal 100 Milliliter in einem transparenten Beutel mit Zipper oder Dichtlippe mitgeführt werden. 

Messer, Schere, Licht: Licht ist kein Problem, Messer & Co. sehr wohl, die werden einkassiert. Theoretisch sind Nagelscheren in Deutschland erlaubt, im Ausland aber oft nicht. Deshalb lieber einen Nagelknipser mitnehmen, um Diskussionen zu vermeiden.

Vorzeigeobjekte: Laptop und Tablet-PC müssen vor dem 
Security-Check aus der Tasche, die Kameraausrüstung meist spätestens nach dem Durchleuchten. Damit die ganze Ordnung nicht durcheinandergerät, sämtliche Elektronik griffbereit einpacken. 

Text: Globetrotter Magazin
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