Ob auf dem Weg zur Arbeit oder zur Kita, zu Fuß, beim Joggen oder auf dem Rad: Wenn die Sonne untergeht, ist Sichtbarkeit das oberste Gebot. Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen! Wie du der Finsternis ein Schnippchen schlägst und im Straßenverkehr besser zu sehen bist, erfährst du hier.
- Welche Faktoren beeinflussen die Sichtbarkeit?
- Wie kannst du deine Sichtbarkeit erhöhen?
- Welche Arten von reflektierender Kleidung gibt es?
- Welche anderen Möglichkeiten gibt es, besser im Straßenverkehr gesehen zu werden?
- Was gibt es beim Fahrradlicht zu beachten?
Welche Faktoren beeinflussen die Sichtbarkeit?
Auch wenn dunkle Nächte in den Sommermonaten nicht ausbleiben: Es ist vor allem die kalte Jahreszeit, in der das Thema Sichtbarkeit besonders wichtig wird. Denn mit zunehmender Dunkelheit nimmt nicht nur die Sehschärfe nachweislich ab. Auch die Entfernung, ab welcher dunkel gekleidete Fußgänger:innen Nachts gesehen werden, sinkt auf bis zu 25 Meter. Wenn man bedenkt, dass ein Auto, das mit 50 km/h fährt, einen durchschnittlichen Bremsweg von 28 Metern hat, wird schnell deutlich, weshalb es so wichtig ist in den Herbst- und Wintermonaten für besonders gute Sichtbarkeit zu sorgen. Hinzu kommt, dass aufgrund der größeren Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin die Reaktionsfähigkeit vieler Verkehrsteilnehmer:innen bei Dunkelheit zusätzlich beeinträchtigt ist. Kein Wunder also, dass das Unfallrisiko in der kalten Jahreszeit ansteigt. Doch mit der richtigen Ausstattung lässt sich die eigene Sichtbarkeit im Straßenverkehr mit geringem Aufwand deutlich verbessern.
Dunkle Kleidung reduziert die Sichtbarkeit bei Nacht deutlich.
Wie kannst du deine Sichtbarkeit erhöhen?
Um bei schlechten Sichtverhältnissen und bei Nacht besser gesehen zu werden, gibt es zwei Ansätze: Aktive Lichtquellen, zum Beispiel Fahrradlampen oder LEDs, und passive Leuchtmittel wie reflektierende Oberflächen. Das Besondere an diesen Oberflächen ist ihre retroreflektive Eigenschaft, also einfallendes Licht in die Richtung seiner Quelle zurückzuwerfen, anstatt es zu streuen. So werden reflektierende Oberflächen genau von dort aus gut gesehen, wo das Licht seinen Ursprung genommen hat – zum Beispiel vom Fahrersitz eines Autos. Für Fahrräder schreibt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) sowohl aktive als auch passive Lichtquellen vor, also Fahrradlichter und -Reflektoren (mehr dazu unten). Doch die eigene Sichtbarkeit lässt sich sowohl auf dem Sattel als auch zu Fuß noch über das gesetzliche Mindestmaß hinaus verbessern, zum Beispiel mit reflektierender Kleidung, Schärpen, Fahrradtaschen oder Aufklebern. Eine Übersicht über unser gesamtes Sortiment an reflektierendem Zubehör findest du hier.
Welche Arten von reflektierender Kleidung gibt es?
Bei reflektierender Kleidung denken die meisten Menschen wahrscheinlich an die klassischen Warnwesten, die in Kofferräumen und Handschuhfächern zu finden sind. Die sind nicht besonders schön, erfüllen aber ihren Zweck. Dass gute Sichtbarkeit und schickes Design jedoch keine Widersprüche sein müssen, zeigen die Jacken und Westen von Gofluo. Die reflektiven Eigenschaften der Gofluo Produkte erhöhen ihre Sichtbarkeit auf bis zu 150 Meter und geben heranfahrenden Autos dadurch mehr Zeit zu reagieren. Die Sichtbarkeit aller Gofluo Jacken und Westen in unserem Sortiment ist zudem nach deutscher und europäischer Norm zertifiziert (DIN EN 17353).
Schön auffällig und auffällig schön.
Das Hamburger Start-Up heyReflect legt mit seinen Westen noch eine Schippe Helligkeit obendrauf. Denn diese reflektieren nicht nur zuverlässig das Licht heranfahrender Autos; sie leuchten dank eingebauter LEDs schon bevor sie in den Radius des Scheinwerferlichts gelangen. So werden Verkehrsteilnehmer:innen im Idealfall bereits von Weitem wahrgenommen, selbst bei großer Dunkelheit und ohne direktes Scheinwerferlicht. Für die ganz Kleinen ist gute Sichtbarkeit besonders wichtig, gerade in den frühen Morgenstunden auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten. Deswegen findest du bei uns auch schön auffällige Kinderwesten. Und ob groß oder klein: Alle Jacken und Westen von heyReflect in unserem Sortiment sind als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zertifiziert, erfüllen also hohe Ansprüche an die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Viele der Jacken und Rucksäcke, die du bei uns findest, sind mit sogenannten „reflektierenden Designelementen“ ausgestattet. Diese werfen einfallendes Licht zwar zurück, ihre reflektierenden Eigenschaften sind jedoch nicht nach sicherheitsrelevanten Kriterien geprüft. Um möglichst große Sichtbarkeit zu gewährleisten, solltest du dich daher nicht nur auf solche Designelemente verlassen.
Welche anderen Möglichkeiten gibt es, besser im Straßenverkehr gesehen zu werden?
Wer sich mit reflektierenden Westen, Schärpen oder Jacken nicht anfreunden kann, hat dennoch die Möglichkeit, die eigene Sichtbarkeit zu verbessern, zum Beispiel mit reflektierenden Aufklebern wie sie das Berliner Unternehmen Reflective Berlin anbietet. Für textile Oberflächen wie Jacken oder Rucksäcke gibt es dezente Applikationen, die unbeleuchtet für visuelle Akzente und im Licht für bessere Sichtbarkeit sorgen. Der retroreflektive Effekt der Reflective Fabric Stickers ist dank Scotchlite 3M Beschichtung ebenfalls zertifiziert. Zusätzlich bietet das Unternehmen schicke Aufkleber für glatte Oberflächen, mit denen sich zum Beispiel der Fahrradrahmen oder -Helm ganz leicht modifizieren und im Scheinwerferlicht zum Leuchten bringen lassen. Zwar besitzen diese Sticker keine Zertifizierung für Persönliche Schutzausrüstung und ersetzen auch nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Reflektoren am Fahrrad, wie zum Beispiel Speichenreflektoren oder Front- und Rückstrahler. Für dunkle Wintertage sind sie aber in jedem Fall eine sinnvolle und stylishe Ergänzung.


Besonders viel technische Finesse halten die Fahrradhelme der Marke Lumos bereit. Die Helme schützen nicht nur den Kopf, sie sind auch mit LEDs ausgestattet und bieten die Möglichkeit, über eine Fernbedienung beim Abbiegen ein Blinksignal auf der Rückseite des Helmes anzuzeigen. Wie beim Autofahren ist das zwar kein Ersatz für den Schulterblick, aber Autofahrer:innen bekommen so einen zusätzlichen Impuls zur Vorsicht.

Ortlieb braucht eigentlich keine Vorstellung, denn die Fahrradtaschen des Traditionsunternehmens sind aus dem Straßenbild deutscher Innenstädte nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile gibt es viele Taschen aus dem Hause Ortlieb auch als High-Visibility Variante. Tagsüber sind diese auffällig schlicht und bürotauglich. Doch im nächtlichen Scheinwerferlicht leuchten die Taschen dank Reflexgarn hell auf – ideal für alle, die Wert auf geradliniges Design und Unauffälligkeit legen und trotzdem im Straßenverkehr gesehen werden wollen. Die High-Vis Produkte von Ortlieb findest du bei unserem Reflektierenden Zubehör.
Ortliebs High-Vis Serie vereint zurückhaltendes Design mit großer Sichtbarkeit.
Was gibt es beim Fahrradlicht zu beachten?
Licht ist nicht gleich Licht. Denn wie hell ein Fahrradlicht sein muss, um im Straßenverkehr als sicher zu gelten, ist in der StVZO genau geregelt. So muss das Fahrradlicht eine Leuchtkraft von mindestens 10 Lux und eine Leistungsaufnahme von 2,4 W bei 6 V Netzspannung haben. Damit du auf der sicheren Seite bist, sind alle Fahrradlichter in unserem Sortiment übrigens StVZO-konform! Bei der Montage ist darauf zu achten, dass das Licht stabil am Lenker bzw. der Sattelstütze befestigt ist. Stirnlampen sind also keine Alternative, auch wenn diese als Ergänzung zum Fahrradlicht nicht verboten sind. Je nachdem, wo du unterwegs bist, spielt die maximale Leuchtkraft ebenfalls eine Rolle. Während du in der Stadt wahrscheinlich keine 100 Lux brauchst, empfiehlt sich bei Fahrten entlang dunkler Landstraßen ein möglichst helles Licht für eine weite Ausleuchtung des Weges. Wichtig dabei: Das Fahrradlicht sollte nicht horizontal, sondern leicht schräg nach unten ausgerichtet sein, um entgegenkommende Verkehrsteilnehmer:innen nicht zu blenden!







