Schlafsack Pflege

Wie bewahre ich meinen Schlafsack auf?

Ganz wichtig: Sowohl Daunenschlafsäcke als auch Kunstfaserschlafsäcke brauchen für die Aufbewahrung viel Platz, damit ihre Bauschkraft erhalten bleibt. Dein Schlafsack fühlt sich also lediglich für den Transport in einem Kompressions- oder Packsack wohl. Während der übrigen Zeit lagerst du ihn am besten in einem großen Aufbewahrungsbeutel aus Baumwolle oder Kunstfaser (geschlossen oder mit Netzgewebe). Dieser sollte als Richtwert mindestens 4x so groß sein wie der Packsack des Schlafsacks. Bei Daunenschlafsäcken ist dieser Aspekt wichtiger als bei Kunstfaser-Schlafsäcken!

Auch sehr wichtig: Stopfen statt Rollen. Statt deinen Schlafsack immer wieder nach dem gleichen Muster zusammenzurollen oder zu falten, stopfe den Schlafsack in den Kompressions-, oder Aufbewahrungsbeutel. Das schont die Kunstfasern bzw. Daunen. Außerdem lässt sich der Schlafsack auf diese Weise schneller und leichter verpacken und ist sogar besser komprimierbar. Verwendest du einen Schlafsack mit winddichtem oder beschichtetem Außenmaterial, lässt er sich einfacher stopfen, wenn Du ihn vorher auf links drehst.

Tipps für den Gebrauch

Schau, dass du deinen Schlafsack schon während der Tour regelmäßig an der frischen Luft lüftest. So können unangenehme Gerüche gar nicht erst entstehen. Schüttle ihn nach Möglichkeit jeden Morgen aus und lege ihn bei Trockenheit zum Lüften auf dein Zelt, über große Steine, dein Fahrrad oder was du sonst so findest, ohne dass das Außenmaterial gefährdet wäre. Das kannst du nicht nur morgens machen, sondern vor allem auch, wenn du bereits früh am Zeltplatz ankommst. Je früher du deinen Schlafsack aus dem Kompressionsbeutel befreist, desto mehr Zeit hat er, sich wieder aufzuplustern und zu lüften. Außerdem ist es am Nachmittag meist wärmer und trockner als morgens.

Verwende ein Inlett. Inletts gibt es in vielen verschiedenen Materialien wie Baumwolle, Seide oder Polyester. Sie schützen deinen Schlafsack vor Verschmutzung und Schweiß. Das verlängert die Lebensdauer deines Schlafsacks erheblich, da du den Schlafsack viel seltener waschen musst (siehe nächster Absatz). Ganz nebenbei können Inletts je nach Material auch die Komforttemperatur des Schlafsacks erhöhen.

Wie wasche ich meinen Schlafsack?

  • Als erste Faustregel gilt: Wasche deinen Schlafsack möglichst selten. Häufiges Waschen beeinträchtigt die Bauschfähigkeit und damit die Isolierleistung, vor allem von Daunenschlafsäcken. Kunstfaser-Schlafsäcke sind wesentlich unkomplizierter in der Pflege, allerdings solltest du es auch hier nicht übertreiben. Als Faustregel gilt: Ein Schlafsack braucht nach ca. 60 Nächten (ohne Verwendung eines Inletts) oder ca. 120 Nächten (mit Inlett) eine Wäsche.
  • Repariere alle Schadstellen und Risse vor dem Waschen, um ein weiteres Aufreißen und einen Verlust der Füllung zu verhindern. Verschließe auch alle Klett- und Reißverschlüsse.
  • Beachte bitte die Hinweise des Herstellers und die Eigenheiten deines Schlafsacktyps.
  • Es gibt sowohl für Daune als auch für Kunstfasern spezielle Waschmittel, die das Material schont. Verwende die Waschmittel immer gemäß der Beschreibung und verwende niemals Weichspüler.
  • Eine chemische Reinigung ist nicht nötig und wird nicht empfohlen!

Maschinenwäsche

  • Daunen und Kunstfasern brauchen Platz: Empfehlenswert ist eine Waschmaschine mit 10-Kilogramm-Trommel und größer. Wasche nur einen Schlafsack zurzeit.
  • Wähle das sehr schonende Fein- /Wollwaschprogramm und fülle das Spezialwaschmittel nach Herstellerangaben ein.
  • Wähle die niedrigste Schleuderumdrehung deiner Waschmaschine, um die feinen Kammern nicht zu beschädigen.
  • Wähle ggf. einen Extra-Spülgang. Dein Schlafsack sollte unbedingt frei von Waschmittelrückständen sein.

Handwäsche

  • Gib Deinen Schlafsack mit reichlich handwarmem Wasser und Spezialwaschmittel nach Herstellerangaben in die Badewanne.
  • Drücke die Luft raus und weiche den Schlafsack etwa eine Stunde ein.
  • Besonders sorgfältig ausspülen und ggf. Waschmittelflecken mit einem Schwamm oder Tuch abwischen.
  • Drücke Deinen Schlafsack leicht aus. Achtung: Nicht wringen. Damit kannst Du die Füllung und die Kammern beschädigen.

Wie trockne ich meinen Schlafsack?

  • Besonders nasse Daunenschlafsäcke sind sehr schwer. Nimm immer den gesamten Schlafsack in die Hand oder transportiere den Schlafsack am besten in einer großen Schüssel. Bei hochwertigen, leichtgewichtigen Schlafsäcken mit dünnem Außenmaterial können sogar die Daunenkammern reißen. Auch mit nassen Kunstfaser-Schlafsäcken solltest du vorsichtig umgehen, auch wenn diese bei Weitem nicht so empfindlich sind, wie die Daunenschlafsäcke
  • Lasse den nassen Schlafsack erst einige Stunden ausgebreitet auf dem Wäscheständer trocknen, bevor du ihn in den Trockner gibst. Der Zustand von Daunenschlafsäcken kann auf den ersten Blick erschreckend wirken. Die verklumpten Daunen lösen sich jedoch im Trockner und werden wieder schön fluffig.
  • Daunenschlafsäcke sollten mit mindestens drei sauberen Tennisbällen bei maximal 40 °C in einem großen Trommeltrockner getrocknet werden, z. B. im Wasch-Center. Dadurch erhält der Schlafsack seinen Loft zurück und die Daunen bilden keine Klumpen. Du kannst auch einen Kunstfaser-Schlafsack im Wäschetrockner trocknen um die Füllung aufzulockern, es ist aber nicht so essentiell wie bei Daunenschlafsäcken.

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