Episode 3: Mikroabenteuer- bewusst nachhaltiger

Tipps für spurenlose Abenteuer

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Da besonders durch Corona die Zahl der Kurzurlaube in die nähere Umgebung stark zugenommen hat, befragen wir in unserer dritten Episode vom Podcast „Neue Horizonte“ einige Experten, was jeder bei Mikroabenteuer und Staycations beachten sollte, um auch hier den persönlichen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.  

Corona hat unser Leben maßgeblich verändert. Fernreisen sind fast unmöglich geworden, sogar die üblichen Jahrestrips im Großraum Europa werden durch das Virus und die daraus resultierende Politik  stark eingeschränkt. Gleichzeitig steigt der Drang nach draußen zu gehen, dem Gefühl des Eingesperrt-Seins zu entkommen und wieder die Natur als Quelle der Kraft und Inspiration für sich zu entdecken. Der schon vor der Krise begonnene Trend von „häufigeren dafür kürzeren“ Aufenthalten in die nähere Umgebung und vor allem in der Natur hat im letzten Jahr noch mal ordentlich zugelegt. Dass viele Menschen jetzt raus gehen ist natürlich mit positiven Effekten auf Körper, Geist und Seele verbunden. Deshalb sollten wir das unbedingt machen und unterstützen. Aber was können wir tun, um eine der schönsten Sachen der Welt, nämlich das Draußen in der Natur sein, so nachhaltig wie möglich zu gestalten? Und was sind denn eigentlich die Herausforderungen, die sich aus diesem neuen Trend ergeben? Welche Stellschrauben und welche Initiativen gibt es, und was kann jeder einzelne tun?  

Zu diesen Fragen kommen in unserem Podcast wieder spannende Experten aus der Outdoor Branche zu Wort.  
Viel Spaß beim reinhören!


Christo Förster 

Christo bringt Menschen auf den Weg zu persönlicher Veränderung, zu mehr Freiheit und Abenteuer. Er ist Host eines Podcasts, Buchautor und hält Vorträge – sowohl öffentlich als auch in Unternehmen. Mit allem, was er tut, steht er für kraftvolle, authentische Inspiration jenseits der ausgetretenen Bahnen. Seine Veröffentlichungen sind leidenschaftliche Aufrufe, nach vorne zu gehen und einen Unterschied zu machen. 

„Wenn du deine Einstellung änderst und radikal an Lösungen denkst, wenn du dich nicht einfach zufrieden gibst mit deinem Alltag, sondern ihn so umgestaltest, dass du mehr von deinem besten Ich zeigen kannst, dann gibt dir das ein großartiges Gefühl von Kraft und Freiheit. Wann und wo bist du am Besten, und wie kommst du heute noch dorthin?“ 

Margo de Lange 

Margo de Lange ist seit 2019 als Policy Officer für die It’s Great Out There Coalition tätig. Sie hat sowohl belgische als auch niederländische Nationalitäten und absolvierte 2016 die Universitäten Antwerpen und Dublin mit einem Master-Abschluss in vergleichendem europäischem und internationalem Recht. Dank ihrer Position bei „It’s Great Out There“ konnte sie ihre Leidenschaft für den Outdoor Sport und Ihr Interesse an Politik miteinander vereinen. Als digitale Nomadin reist sie von ihrem Zuhause in Nordfrankreich aus für ihre Arbeit überall mit dem Zug hin und nimmt sich vor Ort immer Zeit für kleinere und größere Abenteuer in der Natur. Am meisten genießt sie wirklich steile Anstiege beim Skitourengehen, auf knusprigem gefrorenem Gras spazieren zu gehen und die ersten Sonnenstrahlen an eiskalten Klettertagen in den Bergen auf ihrem Gesicht zu spüren. In ihrer Rolle für die Koalition arbeitet sie mit wichtigen Akteuren innerhalb und außerhalb der Outdoor-Branche zusammen, um die Vorteile von Outdoor-Aktivitäten zu fördern. 

„Wir wünschen uns eine Outdoor-Community ohne Vorurteile. Eine Gemeinschaft, die offen für alle ist, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, sexueller Orientierung oder Behinderung. Dennoch wird Outdoor Sport viel zu häufig als sehr männlich und weiß wahrgenommen und repräsentiert. Da für natürliche Plätze kein Eintritt verlangt wird,  gehen wir außerdem davon aus, dass Natur für uns alle einfach zur Verfügung steht. Wir sollten diese Annahmen überwinden und gemeinsam handeln, weil „It’s great out there“. 

It’s Great out There 

Die „It’s Great Out There Coalition“ arbeitet auf europäischer Ebene. Der gemeinnützige Verein wurde 2017 von der Outdoor-Industrie ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit für positiven Auswirkungen von Outdoor-Aktivitäten zu sensibilisieren und um ihre gemeinsame Mission zu fördern: „Europa im Freien aktiv machen“. 

  • Menschen motivieren, sich verantwortungsbewusst in der Natur zu bewegen, mit der Botschaft #ItsGreatOutThere 
  • Menschen und Organisationen aktivieren, sich für verantwortungsvolle Aktivitäten im Freien zu engagieren und Aktivitäten im Freien in ihre Arbeit einzubeziehen 
  • sich für eine gesündere, aktivere und grünere Zukunft Europas einsetzen 

Um dies zu erreichen, arbeitet die Koalition mit europäischen, nationalen und regionalen Behörden, der gesamten Freizeitbranche, gemeinnützigen Vereinen, dem Bildungssektor, anderen Organisationen und direkt mit der Öffentlichkeit zusammen.  

It’s Great out There 
Rights of Nature 
Benefits of Outdoor Sport for Society 
WHO Physical Activity Guidelines 
Eurobarometer for sport and physical activity 

Dr. Julia Kaess 

Im Ressort Naturschutz und Kartographie ist Dr. Julia Kaeß seit 2018 für Nachhaltigkeit und Klimaschutz beim Deutschen Alpenverein zuständig. Das Projekt „Bergsport mit Zukunft“, das von Globetrotter und dem Bayerischen Umweltministerium gefördert wurde, hat in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen zum Klima- und Ressourcenschutz umgesetzt. Die Kampagne #machseinfach, die im Rahmen des Projekts gestartet wurde, zeigt seit 2019, wie jede und jeder Einzelne mit einfachen Mitteln einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten kann (Mach’s einfach – Nachhaltigkeit und Klimaschutz – Natur – Deutscher Alpenverein (DAV)). 

Dr. Julia Kaeß: „Oft sind es schon die kleinen Dinge, mit denen man einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten kann. Einfach mal das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad in die Natur fahren. Das klappt auch in der Großstadt. Also einfach loslegen, ganz nach dem Grundsatz #machseinfach!“ 

Der Deutsche Alpenverein 

Der Deutsche Alpenverein ist mit 1,3 Mio. Mitglieder der größte Bergsportverein der Welt. Unter dem Motto „Wir lieben die Berge!“ ist dem DAV ein Anliegen, Bergsport und Alpinismus zu fördern und sich gleichzeitig für die Bewahrung der einzigartigen Natur- und Kulturräume der Alpen und deutschen Mittelgebirge einzusetzen. Bereit 1972 nahm der DAV den Naturschutz in seine Satzung auf. Seit 2005 ist der DAV bundesweit anerkannter Naturschutzverband, so dass er zu naturschutzrechtlichen Verfahren Stellung nehmen kann. 

Infos, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Alpen hat und welchen Beitrag jede*r zum Klimaschutzleisten kann, zeigt das DAV-Klimalehrpfad: Klimalehrpfad – Nachhaltigkeit und Klimaschutz – Natur – Deutscher Alpenverein (DAV) 

Das Tourenportal alpenvereinaktiv.com hilft bei der Planung der nächsten Tour. Dort kann man sich Routen zum Wandern, Skibergsteigen oder Mountainbiken anzeigen lassen, die direkt vor der Haustüre liegen. Über die Suchen können auch Touren angezeigt werden, die besonders gut mit Bahn und Bus umzusetzen sind. 

Moritz Nachtschatt 

Moritz Nachtschatt ist leidenschaftlich gerne in der Natur und vor allem in den Bergen, im Sommer sowie im Winter, mit den Bergschuhen oder den Ski und das, seit er denken kann. Dass ist natürlich ein riesiges Privileg, aber es ist auch der Grund, warum er für den Erhalt dieser Orte kämpft. Der Fotograf ist seit August 2020 Geschäftsführer bei POW Austria und außerdem Fotograf. Es ist auch die Fotografie, über die er ursprünglich zu Protect Our Winters gekommen ist. Den Gewinn seiner ersten Einzelausstellung 2018, „Snow Stories“ spendete er an POW und begann sich von da an, dann zuerst als Fotograf und dann auch in allen anderen Bereichen innerhalb der Organisation zu engagieren. 

„Wenn wir nicht möchten, dass die Saison 20/21 aus wirtschaftlicher Sicht zur Regel wird, dann müssen wir so schnell wie möglich etwas gegen den Klimawandel unternehmen, und ähnlich wie gegen die Pandemie können wir das nur gemeinsam schaffen.“ 

Protect Our Winters (POW) 

Protect Our Winters (POW) – die Initiative zum Schutz unserer Winter – wurde 2007 vom Profi-Snowboarder Jeremy Jones in den USA gestartet, der die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Berge selbst miterlebt hat. Seit der Gründung in den USA ist POW von einer Idee zu einem weltweiten Netzwerk herangewachsen – mit dem Ziel, die Natur vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Seit 2013 gibt es das erste POW Chapter außerhalb der USA. Mittlerweile ist POW in 14 Ländern vertreten plus POW Europe als Europäische Dachorganisation zur Koordination gemeinsamer Kampagnen. POW Österreich beteiligt sich tatkräftig an allen europaweiten Kampagnen und initiiert zusätzlich jedes Jahr eine Vielzahl an verschiedensten Kampagnen innerhalb Österreichs. Eines der Kernthemen ist nachhaltige Mobilität wobei das neue Klimaschutzgesetzt 2021 der Hauptfokus ist. Mehr zu den Projekten und sonstigen Tätigkeiten von POW AT findest du hier

Link zur aktuellen Kampagne 
Link um Mitglied zu werden und POW damit auch zu unterstützen 
Passend zur öffentlichen Anreise ist das Projekt FWT (Freeride Worldtour) by Train erwähnenswert: Da sind 3 in Österreich lebende FWT Athlet*innen zu allen FWT Stopps öffentlich angereist. Mehr dazu hier  

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