Episode 11: Houdini – Forward to Nature

Diese elfte Episode von Neue Horizonte, unserem Nachhaltigkeits-Podcast, ist ganz besonders. Denn zum ersten Mal, seit es den Podcast gibt, hat sich Fabian Nendza mit dem Neue Horizonte Team auf den Weg gemacht und unsere charismatische Interviewpartnerin Eva Karlsson persönlich in Stockholm besucht!

Wir hatten das große Glück, drei ganze Tage mit Eva und ihren inspierenden Kollegen zu verbringen und das Universum von Houdini Sportswear auf einer sehr persönlichen Ebene kennenzulernen.

Eva Karlsson ist eine Visionärin. Sie denkt in Systemen und scheut sich auch nicht, die Fragen zu stellen, für die es jetzt noch keine Antworten gibt.

Das bedeutet, dass sie sich dem Thema der Nachhaltigkeit mit einer Ehrlichkeit und Offenheit stellt, die sehr selten zu finden ist. Denn eine solche Haltung braucht den Mut, etwas zu wagen und vielleicht auch zu scheitern.

Doch der Erfolg von Houdini Sportswear zeigt, dass es sich lohnt, genauer auf die kritischen Punkte zuschauen, die nicht nur Houdini, sondern die gesamte Outdoor Branche betreffen. Oder um es mit Eva‘s Worten auszudrücken: „Transform or Die.“

Dem liegt auch ihre Philosophie „Forward to Nature“ zu Grunde. Es geht Eva nicht darum, auf etwas zu verzichten, sondern viel eher darum, Bedürfnisse in uns zu wecken, die mit der Natur im Einklang gelebt werden können. Es wird ihres Erachtens von immer größerer Bedeutung, die Nachhaltigkeitsdiskussion auch auf einer kulturellen Ebene zu führen: Im Sinne einer neuen Story, die ein Bild von der Zukunft zeichnet, wie wir unsere Umwelt schützen und unterstützen können und unser persönliches Wachstum im Zentrum sieht, anstelle von dem bisher als so wichtig empfundenem wirtschaftlichen Wachstum.

„Wenn wir uns nicht auf eine andere Art und Weise definieren, und lernen, uns selbst im Kontext der Welt zu sehen, was durch Kultur und auch Emotionen zum Ausdruck kommt, dann gibt es keine Technologie, die uns retten wird.“

Eva Karlsson, CEO von Houdini Sportswear

Houdini ist nicht nur eine der ersten Outdoor Brands gewesen, die zirkuläres Design und Serviceleistungen wie Mietprogramme etabliert hat, sie waren auch die ersten, die mit Hilfe eines Planetary Boundary Assessment ihre eigene Position im großen Ganzen ermittelt haben. Das Planetary Boundary Assessment ist ein wichtiges Werkzeug für Houdini, denn nur mit diesem Wissen, das sich aus der Analyse der Planetaren Grenzen ableiten lässt, können nach Evas Einschätzung die wirklich guten Entscheidungen getroffen werden: wie zum Beispiel funktionierende Zirkularität oder die biologische Abbaubarkeit von Naturmaterialien wie Houdinis Woll-Produkten.

„Wenn wir neugierig und kreativ sind, können wir so viel Fantastisches erreichen…“

Eva Karlsson, CEO Houdini Sportswear

Ein Meilenstein, der mit dem wunderbar inszenierten Houdini Menü gebührend gefeiert wurde. Das Highlight dieses Gourmet-Abendessens: Gemüse, welches auf Kompost gewachsen ist, der mit Houdini Base-Layers angereichert wurde, die komplett biologisch abbaubar sind.

Über Eva Karlsson und Houdini Sportswear

“Ich glaube wir können viele Dinge in unserem Leben verbessern, es sollte sich in der Diskussion darüber nicht so viel um Kompromisse drehen, sondern eher darum, eine neue Welt zu ersinnen, die wir uns erschaffen können, und zwar gemeinsam.“

Eva Karlsson, CEO Houdini Sportswear

Houdini Sportswear begann mit einer Gruppe von Freunden, Kletterern und Skifans, die Eva zum größten Teil auf dem Berg kennengelernt hatte. Die Kletterfreude nannten sich „Houdini“, nach dem Entfesselungskünstler, weil es beim Klettern immer wieder Momente gibt, in denen man sich gerne genauso herauswinden würde, wie Houdini das konnte.

Die Firma entstand eher durch Zufall, durch eben diese Gruppe von Kletterfreunden, die für sich und ihre Expeditionen genau die Produkte entwickelten, die sie sich wünschten. Und je populärer die einzigartigen und wirklich smarten Einzelstücke wurden, desto mehr wurden sie innerhalb einer ständig wachsenden Fan-Gemeinde getauscht oder weiterverkauft. Somit wurde das Unternehmen Houdini getauft. Als Eva Karlsson 2001 dazukam, bestand die Firma aus drei Mitarbeitern. Doch seitdem kamen viele talentierte Kollegen und Kolleginnen dazu, „Das macht die Arbeit bei Houdini zu einer großen Freude.“ Mittlerweile ist die Mitarbeiter Zahl auf ca. 50 angestiegen.

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