Outdoor-Minimalismus: 10 Tipps für Kleidung und Ausrüstung

Du hast viel zu viel ungenutzte Kleidung und Ausrüstung in deinen Schränken?
Hier kommen ein paar Tipps für klügere Kaufentscheidungen und eine bessere Anwendung deiner Anschaffungen. Gut für Geldbeutel und Umwelt.

Text: Andreas Björkman und Gabriel Arthur, Illustration: Veronica Ballart Lilja

Minimalimus in der Outdoor-Ausrüstung.

1. Multifunktionale Lösungen

Die Outdoor-Branche war schon immer innovationsfreudig, egal ob es sich um Funktionsjacken, Gaskocher oder Zeltstangen handelt. Für einige Aktivitäten brauchst du vielleicht wirklich spezielle Ausrüstung. Aber in vielen Fällen kannst du dieselbe Shell-Jacke zum Skifahren, Wandern oder zum Radfahren zur Arbeit verwenden. Die gleichen Handschuhe funktionieren beim Langlaufen wie beim Glühweintrinken. Heutzutage suchen immer mehr Designer nach multifunktionalen Lösungen wie Hybridhelme, Allmountain-Skier oder wandertaugliche Trailschuhe.

2. Finde deinen Favoriten

In der Modewelt ist der Begriff “Capsule Wardrobe” mittlerweile ein Begriff. Es handelt sich um eine minimalistische Garderobe mit wenigen, gut durchdachten Teilen, die in vielen Kombinationen und Kontexten funktionieren. Die gleiche Denkweise lässt sich auch auf die Outdoor-Garderobe anwenden. Farben sind ein wichtiger Faktor. Lieber ein paar sorgfältig ausgewählte, aufeinander abgestimmte Farben als ein chaotisches Farbfeuerwerk. So besteht auch nicht die Gefahr, dass die Kleidungsstücke langweilig werden.

3. Gründliche Recherche

Wir sprechen oft von den Nachteilen des “Verschleißes”. Aber es sind oft nicht die Abnutzungserscheinungen, die bestimmen, dass bestimmte Kleidungsstücke und Ausrüstung ausrangiert werden? Impulskäufe, die dann nicht gut passen oder unpraktisch sind, sind die schlechtesten Anschaffungen – sowohl für die Umwelt als auch für dein Budget. Eine gründliche Recherche, das Lesen von Tests und Foren, Gespräche mit sachkundigen Freunden und gute Beratung im Outdoor-Geschäft helfen dir, die Produkte zu finden, die dir in Zukunft treue Dienste leisten werden. Denke langfristig. Wenn du das Produkt viele Jahre lang nutzen willst, lohnt es sich, für die Kaufentscheidung mehr Zeit zu investieren.

4. Zeitlosigkeit

Eine Folge der Fast-Fashion-Kultur ist, dass wir viele Kleidungsstücke in unseren Schränken sammeln, die wir so gut wie nie benutzen. Das gilt auch für Outdoor-Kleidung. Ein häufiger Grund ist, dass sich die Mode oder der Stil geändert hat. Aber es gibt auch Produkte, die einfach nicht aus der Mode kommen, weil sie in ihrer Form, Farbe und Funktionalität zeitlos sind. Auch bei Globetrotter findest du zahlreiche Produkte, die seit vielen Jahren im Sortiment sind.

5. Sei kreativ in der Anwendung

Ein Kleidungsstück muss nicht immer das sein, als was es gekauft wurde. Deine warmen Tights eignen sich vielleicht nicht nur als Baselayer, sondern auch als Jogginghose. Deine Skihose kann in der nass-kalten Jahreszeit die perfekte Kleidung für die Radfahrt zur Arbeit sein, wenn du sie mit einem Klettband am Knöchel etwas enger machst. Sei einfach ein bisschen erfinderisch bei der Anwendung deiner Outdoor-Garderobe. Dann kommt sie mehr zum Einsatz.

Weniger ist mehr: Multifunktionale Ausrüstung eignet sich für den Alltag und für Outdoor-Touren.

6. Wärme zum mitnehmen

Eine leichte Daunenjacke (oder natürlich auch eine synthetische Alternative) ist immer eine gute Anschaffung und die perfekte Begleitung zwischen Herbst und Frühling. Sie lässt sich einfach verstauen, ist sehr warm für ihr Gewicht und eignet sich hervorragend als Isolierschicht auf der Skipiste, beim Wandern oder Radfahren. Genauso gut funktioniert sie als flexibler Wärmespender unter dem Mantel oder der Freizeitjacke. Auf diese Weise brauchst du nicht mehrere unterschiedlich warme Kleidungsstücke anzuschaffen.

7. Vielseitige Rucksäcke

Heute gibt es viele Rucksäcke für viele Aktivitäten. Findest du ein Modell, das den meisten deiner Bedürfnissen entspricht, kannst du es natürlich genauso gut auf dem Weg zum Fitnessstudio oder Büro, bei Tagesausflügen am Wochenende und auf der Skipiste verwenden. Fehlt noch ein Detail, wie etwa ein Riemen zum Befestigen deiner Skier? Bei Globetrotter gibt es eine große Auswahl an Ersatzteilen und unsere Werkstätten helfen gerne bei individuellen Änderungen (hier bitte die Garantiebedingungen beachten).

8. Eine Wasserflasche für alle Fälle

Eine große, robuste Wasserflasche hält ewig und ist vielfältig einsetzbar. Denk daran, dass die Öffnung so groß sein sollte, dass sie sich auch in einem Bach leicht befüllen lässt. Im besten Fall kannst du sogar Elektronik darin aufbewahren, wenn du mit dem Kanu unterwegs bist oder durch einen Fluss watest. Außerdem kannst du deinen Schlafsack am Abend aufwärmen, indem du die mit heißem Wasser gefüllte Flasche hinein legst.

9. Wähle wiederverwendbare Gegenstände

Outdoor-Produkte können dir helfen, deinen Verbrauch an Einweg-Produkten zu reduzieren. Thermoskanne und Frischhaltedose lassen sich auch im Alltag hervorragend nutzen. Immer mehr Cafés bieten sogar Rabatte an, wenn du für deinen Take-Away-Kaffee die eigene Tasse mitbringst. Campingkocher und andere Outdoor-Kochausrüstung können genauso gut beim Grillen in der Stadt zum Einsatz kommen und Billig- oder Einweggrills ersetzen.

10. Schuhwerk für Stadt und Natur

Wanderschuhe müssen nicht immer schwer und robust sein. Gerade für Tagestouren und kürzere Ausflüge im Wald oder in den Bergen reichen leichtere und flexiblere Schuhe, die du genauso gut in der Stadt tragen kannst. Selbst bei Fernwanderern wächst die Fraktion derer, die klassische Wanderstiefel durch leichtere Alternativen ersetzen. Viele Hersteller haben diesen Trend erkannt und bieten Modelle mit stadttauglichem Design und Gewicht an.