Ontario –
im Herz Kanadas

Niagarafälle

Seinen unzähligen Seen und Flüssen verdankt Ontario seinen Namen: Land des schönen Wassers. Tauche ein und erkunde ein weites wildes Stück Kanada.

Text: Noah Scholz

Toronto – einfach nur international

Mehrere Tausend Deutsche googeln jeden Monat: Ist Toronto die Hauptstadt Kanadas? Nein, aber es verwundert nicht, dass das viele denken. Denn Toronto ist so was von weltgewandt und im wahrsten Sinne des Wortes der kulturelle Schmelztiegel Nordamerikas. Nicht einmal die Hälfte der Bewohner wurde in Kanada geboren, über 140 Sprachen könntest du hören, während du die Stadt erkundest. T.O., wie es die Einheimischen nennen, ist damit eine der internationalsten Städte überhaupt!

In Downtown thront das Wahrzeichen der Stadt: Der Canadian National Railway Tower – kurz: CN-Tower. Der Turm ist stolze 553 m hoch und zählt damit zu den höchsten Bauwerken der Welt. In 335 m Höhe befindet sich der »Korb« des Turmes, ausgestattet mit Restaurants und Aussichtsplattformen, von denen du bei klarem Wetter schier endlos weit sehen kannst. Gelegentlich grüßen da sogar die Gischt-Schleier der Niagarafälle am Horizont.

Wo die wildesten Kanuträume wahr werden

Algonquin Provincial Park

Dichte Kiefernwälder und zerklüftete Felsen, mehrere Tausend Seen und Fließgewässer, auf denen man in das weglose Herz dieser Wildnis paddelt. Der 1893 gegründete Algonquin Provincial Park ist ein Muss für alle Naturliebhaber.

Die Erkundung des Parks per Kanu stellt dich vor die Qual der Wahl: mehr als 2.500 km sind als Kanustrecken ausgewiesen. Die entsprechende Ausrüstung wie Kanu, Zelt und Proviant erhältst du bei den zahlreichen Outfitters im und am Rande des Provinzparks. Einige dieser Ausstatter organisieren zudem mehrtägige geführte Touren, bei denen du nur zu paddeln, dein Zelt aufzubauen und das Weit-weg-von-allem-Gefühl zu genießen brauchst.

Natürlich beeindruckt Algonquin auch mit wunderbaren Wanderungen. Der Hardwood Lookout Trail ist mit 800 m der kürzeste Wanderweg. Beim längsten Trail – dem Mizzy Lake Trail – bist du gut und gern mehrere Stunden unterwegs.

Doch egal, wie du diese Wildnis erkundest – ob zu Fuß oder im Kanu –, die Tier- und Pflanzenwelt wird dich umhauen! Elche, Schwarzbären, Biber, Fischotter, Lachse, Forellen und und und. Vielleicht am schönsten präsentiert sich diese außergewöhnliche Landschaft während des goldenen Herbstes. Denn dann verfallen die Wälder in einen unglaublichen Farbenrausch. Bist du bereit für diese Explosion der Sinne?

Einsam, rau und wunderschön

Pukaskwa National Park

Einsamkeit pur und eine Landschaft mit nordischen Wäldern, in denen noch zahlreiche Schwarzbären und Elche hausen. Menschenleere Buchten, Strände mit eiskaltem Wasser und abenteuerliche Wanderwege: Dieser wenig besuchte Nationalpark an den rauen Ufern des Lake Superior ist etwas für wildnishungrige Outdoorfans.

Deine Reise beginnt am nördlichen Eingang zum Pukaskwa National Park: dem Hattie Cove. Das ist der Dreh- und Angelpunkt aller Unternehmungen im Park. Von dort aus geht es direkt entlang der Küste südwärts, entlang am großen Coastal Trail. 60 km ist er lang, jeder Kilometer ist beeindruckend und überwältigend. Unverfälschte Natur, Wälder so weit das Auge reicht und Strände aus dem Bilderbuch. Entlang des Trails wurden nur ein paar einfache Campingplätze angelegt, so bleibt alles schön urig.

Auch abseits der Küste ist Pukaskwa eine Wucht. Landeinwärts ist die hügelige Landschaft von Nadelwäldern bedeckt, die hin und wieder von Mooren und Tümpeln unterbrochen werden. Der Aufbau dieser Wildnis ist perfekt für die ortsansässige Flora und Fauna: Elche, Bären, Wölfe, Luchse und viele andere Tiere hausen unbehelligt im Dickicht. Die natürlichen Gegebenheiten sind herausfordernd, doch wenn du die Herausforderung annimmst, wirst du in Pukaskwa mit einer faszinierenden Einsamkeit belohnt.

Unterwegs zwischen Tausenden von Inseln

Parry Sound

Blau steht für Ruhe, Grün beruhigt die Nerven. Insofern ist dieses von dichten Wäldern umgebene Städtchen hinter den 30.000 Inselchen der Georgian Bay der ideale Ort für faule Ferien. Tatsächlich erinnert die relaxte Badeschlappenatmosphäre in den Sommerferien eher an Kalifornien als an Kanada!

Parry Sound und die vorgelagerte Inselwelt der Thirty Thousand Islands ist ein wahres Paradies – für Paddler, Segler, Angler und alle anderen, die sich über und unter Wasser wohl fühlen. Bekannt wurde Parry Sound durch Tom Thomson und die Künstler der Group of Seven, die hier reizvolle Motive fanden.

Von Parry Sound aus starten Ausflugsschiffe in das außergewöhnliche Schärengebiet der Thirty Thousand Islands. Zudem kannst du die Inseln per Segelboot erkunden.

Wenn deine Zeit nicht für einen Bootstrip reicht, kannst du dich einfach mit der bombastischen Aussicht begnügen: Grüne Inseln in der Georgian Bay soweit das Auge reicht. Der Tower Hill Lookout, ein ehemaliger Feuerbeobachtungsturm, steht auf einem Hügel am Südrand von Parry Sound.

Oder soll es etwas abenteuerlicher sein? Etwa 30 km nordwestlich von Parry Sound liegt der Killbear Provincial Park auf einer in die Georgian Bay hineinragenden Halbinsel. Hier gibt es einige hübsche Campingplätze, wunderschöne Strände und herrliche Wandermöglichkeiten. Lohnend sind der knapp vier km lange Lookout Point Trail sowie der kurze Lighthouse Trail, der zur Südspitze der Landzunge führt.

INFOS ONTARIO

Allgemeine Reiseinfos über die Provinz gibt es hier.

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