Kaufberatung Winterjacken

Hier wird der weitläufige Begriff Winterjacke etwas umfassender erklärt. Zum Beispiel, welche unterschiedlichen Winterjacken es bei Globetrotter gibt und worauf es zu achten gilt.

Ben Matthews/Marmot

Welche unterschiedlichen Winterjacken gibt es?

In unserer Kategorie Winterjacken tummeln sich viele verschiedene Jackentypen. So unterschiedlich sie manchmal sein mögen, sie dienen alle dazu, dich im Winter vor der Kälte zu schützen und so richtig schön warm zu halten. Manche Winterjacken sind wasserdicht und schützen dich auch noch vor dem (Schnee-) Regen, manche sind besonders leicht, manche sind besonders robust. Welches die richtige Winterjacke für dich ist, hängt wie immer vom Einsatzbereich, deinen Anforderungen an die Jacke und deinen persönlichen Vorlieben ab.

Hier kommt eine Übersicht, auf welche Jackentypen du bei den Winterjacken triffst und wofür diese Jacke dann geeignet ist. Alle haben eines gemeinsam: Sie sind »dauerhaft« gefüttert, d.h., anders als bei Doppeljacken kannst du das Futter nicht herausnehmen. Du findest die Doppeljacken bei uns in einer eigenen Kategorie. Sie haben auch eine eigene Kaufberatung.

Wind- und wasserdichte Winterjacken, Wintermäntel und -Parkas

Der grundsätzliche Vorteil dieser Jacken und Mäntel ist, dass sie dich auch bei nasskaltem, richtig regnerischem Wetter nicht nur warm, sondern auch trocken halten. Es sind robuste & modische bis sportliche Winterjacken und Wintermäntel für den Alltag und je nach Stil auch für winterliche Outdoor-Aktivitäten (zum Beispiel Abfahrts-Ski oder Schneeballschlachten). Das Außenmaterial ist von der Optik und Haptik meist vergleichbar mit dem einer Regenjacke.

Die Wattierung (bzw. Fütterung oder Füllung) dieser Winterjacken und Wintermäntel besteht in der Regel entweder aus Daune oder aus Kunstfaser.

Was sind die Vorteile und Eigenschaften von Daune bzw. einer Kunstfaserfüllung?

Daune ist besonders leicht bei sehr guter Wärmeleistung, dafür ist sie nässeempfindlich. Eine Kunstfaserfüllung ist einen Hauch schwerer bei vergleichbarer Wärmeleistung, dafür ist sie nässeunempfindlich und wesentlich pflegeleichter.

Bei einem wasserdichten Außenmaterial fällt zwar der Nachteil der Daune, die Nässeempfindlichkeit, nicht ins Gewicht. Auf der anderen Seite sind diese Art Jacken meist auch nicht auf ein ultraleichtes Gewicht getrimmt, so dass auch das positive Argument für Daune, nämlich die Leichtigkeit, nicht unbedingt relevant ist. Zumal die Kunstfaser-Wattierungen ja auch nicht schwer, sondern nur schwerer im Vergleich zu Daune sind …

Für eine wasserdichte Winterjacke mit Kunstfaserfüllung spricht, dass sie sehr pflegeleicht ist.

Die Wattierung können unterschiedlich dick und damit unterschiedlich warm sein. Die Info über die Dicke der Wattierung findest du (soweit sie uns vorliegt) bei der jeweiligen Produktbeschreibung bei den technischen Details unter »Füllgewicht«. Bei Daunenjacken ist das einfach eine Gramm-Angabe, bei Füllfasern findest du eine Angabe über g/m².

Winddichte, wasserabweisende Winterjacken, Wintermäntel und -Parkas

Der Singi Wool Parka von Fjällräven.

Damit sind zum Beispiel Jacken und Mäntel aus dem beliebten G-1000 und ähnlichen, stoffartigen und robusten Materialien gemeint. Auch stark gewalkte Wolle fällt in diesen Bereich. Diese alltagstauglichen Winterjacken bieten durch eine andere Optik und Haptik des Außenmaterials eine Abwechslung zu den wasserdichten Winterjacken. Die wasserabweisende Eigenschaft bedeutet, dass dich die Jacke bei einem kurzen, leichten Regenschauer trocken hält. Mit Schnee hat das Material grundsätzlich kein Problem.

Die Wattierung besteht bei diesen Winterjacken in der Regel auch aus einer Kunstfaser (manchmal auch in Form eines Lammfell-Imitats). Es gibt aber auch Varianten mit Wollfüllung, zum Beispiel den Singi Wool Parka von Fjällräven.

  • Wenn sie richtig dick und warm gefüttert sind, sind diese Jacken, Parkas und Mäntel perfekt für den winterlichen Alltag bei knackig kalten Temperaturen unter null Grad, wo es eh nur schneien würde und nicht regnet.
  • Ist die Wattierung oder Fütterung weniger dick, sind diese Jacken perfekt für trockene, milde Wintertage oder kalte Herbsttage.

Leichtgewichtige, winddichte Winterjacken und Wintermäntel mit weichem Außenmaterial

Das eher dünne, vergleichsweise weiche und winddichte Außenmaterial dieser leichten Winterjacken bietet eine weitere Abwechslung zu den bisher beschriebenen festen Außenmaterialien. Viele dieser Jacken eignen sich prima für das Zwiebelprinzip, d.h., bei Regen ziehst du einfach eine Regenjacke drüber, bei richtig tiefen Minustemperaturen kombinierst du einfach zwei Jacken dieser Art oder ziehst etwas richtig Warmes drunter. Der Vorteil: Du kannst flexibel auf unterschiedlich kalte Temperaturen reagieren und überhitzt nicht so schnell, wenn du in Bewegung bist.

Auch hier gibt es zwei unterschiedliche Hauptformen der Füllung: Mit Daune gefütterte Jacken oder mit einer Kunstfaser wie Primaloft wattierte Jacken. Wie schon dargestellt haben Daunenjacken das beste Wärme-Gewichts-Verhältnis (nichts ist so leicht und gleichzeitig so warm wie Daune), sind aber nässeempfindlich. Die Kunstfaser Wattierungen sind nässeunempfindlich, pflegeleicht und trocknen schnell wieder. Hochwertige Wattierungen sind nur wenig schwerer bei gleicher Wärmeleistung im Vergleich zur Daune. Hier gilt es also für dich zu schauen, welche Eigenschaften für dich wichtig und ausschlaggebend sind.

Eine weitere Möglichkeit sind auch hier Wattierungen mit Wolle von verschiedenen Herstellern. Wolle wärmt hervorragend und ist ein nachwachsender und damit nachhaltiger Rohstoff.

Du kannst diese Art Winterjacken zum Beispiel auch klein verpackt mit auf Reisen nehmen. Je nach Variante sind diese leichten Jacken auch perfekt, um sie auf winterlichen Wanderungen und anderen Outdoor-Aktivitäten klein verpackt dabei zu haben und bei Bedarf (sinkende Temperatur, geringere Aktivität in der Pause oder am Zelt) anzuziehen.

Der Nachteil: Du bist bei diesen leichten Jacken nicht vor dem Regen geschützt. Bei Temperaturen unter null Grad kann dir das egal sein, mit Schnee kommen diese Jacken gut zurecht. Einfach zwischendurch mal die Schneeflocken vom Material klopfen. Ansonsten sind es eben Jacken für trockenen Tage, die es ja auch zu Hauf gibt! Im Zwiebelprinzip ziehst du über diese Jacken wie gesagt einfach eine Regenjacke drüber.

Ein dünnes Außenmaterial bedeutet natürlich auch ein weniger robustes Außenmaterial im Vergleich zu den anderen vorgestellten Winterjacken. Das gilt es einfach zu wissen. Der Vorteil liegt ganz klar im geringen Gewicht und dem kleinen Packmaß.

Auch bei diesen Jacken gibt es unterschiedlich dick wattierte Varianten. Die Angabe zum Füllgewicht findest du, wie schon beschrieben, bei den technischen Angaben der jeweiligen Jacke.

Wir haben sowohl bei den Damen als auch bei den Herren eine eigene Rubrik nur für Daunenjacken (zusätzlich zu den Winterjacken). Dort findest du von dünnen Daunenjacken über dicke Daunenjacken bis hin zu wasserdichte Daunenjacken alle Jacken mit Daunenfüllung. Vor allem die dünnen Daunenjacken erfreuen sich großer Beliebtheit. Es gibt auch eine eigene Kaufberatung für Daunenjacken.

Bei den Winterjacken findest du nur die Daunenjacken, die dick genug sind, um dich im Winter schön warm zu halten.

Welche Ausstattung ist bei Winterjacken wichtig?

Wie deine Jacke ausgestattet sein soll, weiß du selbst am besten. Hier ein paar Ausstattungsmerkmale:

  • Kapuzen sind besonders im Winter sehr angenehm. Selbst wenn du eine Mütze trägst, ist das noch eine Portion Extra-Wärme obendrauf. Achte auf einen guten Schnitt der Kapuze, so dass sie dein Sichtfeld nicht einschränkt. Gerade im Winter ist eine einfach bedienbare Volumenregulierung, die du ggf. sogar mit Handschuhen verstellen kannst, von großem Vorteil
  • Ein hoher Stehkragen, der weder einengt noch zu weit ist bietet guten Schutz vor der Kälte und Wind
  • Große Taschen, in denen nicht nur deine Hände genug Platz haben, sondern vielleicht auch ein paar Utensilien. Manche Taschen sind von innen dünn mit Microfleece gefüttert, diese wärmen kalte Finger besonders schnell wieder auf
  • Ein Schnürzug im Saum, den du bei großer Kälte oder scharfem Wind richtig gut zuziehen kannst, sorgt dafür, dass wenig Wärme entweicht.
  • Eine gute Verstellmöglichkeit am Handgelenk, wie zum Beispiel ein hochwertiger Klettverschluss, garantieren zum einen, dass keine Wärme entweicht. Zum anderen bist du flexibel und kannst deine Handschuhe am Handgelenk entweder über oder unter der Jacke tragen. Manche Winterjacken habe zusätzlich eine integrierte Stulpe, die das Handgelenk warmhält und dafür sorgt, dass der Ärmel nicht verrutschen kann
  • Manche Jacken sind mit einem Schneefang ausgestattet. Dieser verhindert das Eindringen von (Pulver-)Schnee und ist vor allem für’s alpine Skifahren interessant. Ein elastische Einsatz in der Jacke wird optional vorne mit Druckknöpfen verschlossen.
  • Die Länge der Jacke ist zudem ein wichtiger Aspekt – je kürzer, desto leichter und desto weniger ist deine Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Wenn es aber gar nicht auf das Gewicht ankommt, kann ein etwas längerer Parka oder gar ein Mantel/Kurzmantel Gold wert sein, weil dann Gesäß und ggf. auch die Oberschenkel gewärmt werden. Hat das Produkt einen 2-Wege Reißverschluss, kannst du den Reißverschluss auch von unten öffnen, wenn du beispielsweise mehr Bewegungsfreiheit brauchst.

Welche Winterjacke brauche ich für sportliche Aktivitäten?

Für den sehr aktiven, ambitionierten Einsatz lohnt es sich gerade auch im Winter, mit dem Zwiebelprinzip zu arbeiten. Das bedeutet, mehrere Schichten, wie z.B. Wollunterwäsche, eine Fleecejacke oder Wolljacke, eine wattierte Jacke (Kunstfaser oder Daune) und eine Hardshell (Regenjacke) oder Softshell übereinander zu ziehen und so miteinander zu kombinieren. Informationen zu den einzelnen Produkt-Kategorien findest du in den jeweiligen Kaufberatungen. Der Vorteil: Du kannst sehr flexibel auf unterschiedliche Temperaturen und unterschiedlich schweißtreibende Aktivitäten reagieren und einzelne Schichten weglassen bzw. ergänzen.

Gerade bei hochintensiven winterlichen Aktivitäten wie dem Eisklettern, sportlichen Schneeschuhtouren oder Backcountry Touren ist es wichtig, mit einzelnen, flexibel kombinierbaren Schichten zu arbeiten und auf keinen Fall mit einer dicken Winterjacke.

Text: Globetrotter
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