Kaufberatung Wanderbekleidung für Kinder

Rein in die Wanderklamotten, raus in die Natur! Hier zeigen wir dir, was du beim Kauf von Wanderbekleidung für Kinder beachten solltest.

Brauchen Kinder spezielle Wanderkleidung?

Das kommt drauf an: Für kurze Touren und die spontane Wochenendwanderung im Wald nebenan reicht in den meisten Fällen robuste Outdoor-Bekleidung, die deine Kinder auch im Alltag tragen können. Längere Touren sowie Wanderungen im Mittelgebirge oder sogar Hochgebirge erfordern dagegen mehr Funktionen: Hier muss die Bekleidung beispielsweise einen zuverlässigen Sonnen- und Wetterschutz sowie viel Bewegungsfreiheit und einen guten Abtransport von Körperfeuchtigkeit bieten. Die Länge und der Einsatzort spielen also eine große Rolle bei der Wahl der richtigen Wanderbekleidung.

PS: Alles zum Thema Wanderschuhe für Kinder erfährst du hier.

Moritz Attenberger Für die richtige Kleidungswahl ist die Wetterlage mitentscheidend.

Moritz Attenberger In der Pause muss die Kleidung auch andere Abenteuer überstehen.

Auch Jahreszeit und Wetterlage sind entscheidend: Im Sommer sind vor allem ein guter Sonnenschutz und luftige, schnelltrocknende Kleidung gefragt. Im Winter steht Kälteschutz im Vordergrund. Übrigens spielt UV-Schutz auch im Winter eine wichtige Rolle, da die UV-Strahlung im Schnee und in den Bergen besonders hoch ist. In diesem Fall geht es aber weniger um Bekleidung, sondern vor allem um eine gute Sonnencreme und eine Sonnenbrille. Wasserdichte Bekleidung sollte das ganze Jahr über dabei sein.

Das Alter der Kinder spielt ebenfalls eine Rolle bei der Wahl der passenden Wanderbekleidung. Bereits Babys in der Kraxe brauchen funktionale Bekleidung – damit sie nicht auskühlen, wenn sie sich gemütlich herumschaukeln lassen. Wenn ein Regenschauer kommt und die Ärmel aus der überdachten Kraxe baumeln, sollten sie mit einer wasserdichten Jacke geschützt werden. Natürlich spielt auch hier das Thema UV-Schutz eine Rolle.

Kinder, die selbst laufen, brauchen (ebenso wie Erwachsene) möglichst atmungsaktive Kleidung, um sich auch dann wohlzufühlen, wenn es mal wieder bergauf geht. Bekleidung, die die Körperfeuchtigkeit gut ableitet, spielt mit zunehmendem Alter eine größere Rolle, denn ältere Kinder – speziell im Teenager-Alter – schwitzen mehr als Kleinkinder. Ist die Kleidung durchnässt, steigt auch die Gefahr des Auskühlens.

Worauf muss ich bei Wanderbekleidung für Kinder achten?

Die Auswahl der passenden Wanderbekleidung für dein Kind hängt also wie beschrieben von der Jahreszeit, dem Wandergebiet und dem Alter deines Kindes ab. Während Kleinkinder beim Wandern überwiegend gemütlich in einer Kraxe auf Mamas oder Papas Rücken mitwandern, legen ältere Kinder die Etappen auf eigenen Beinen zurück und tragen dabei eventuell sogar ihren eigenen Wanderrucksack.

In jedem Fall gilt, dass die Wanderbekleidung die Kinder warm und trocken halten muss. Um in den Pausen (oder beim Sitzen in der Kraxe) nicht auszukühlen, ist ein warmer Fleecepullover oder eine leichtgewichtige Daunen- oder Kunstfaserjacke im Gepäck sinnvoll.

Für Pausen: eine warme (Daunen-)Jacke.
Sinnvoll: Zeckenschutzbündchen am Hosenbein
Kopfbedeckung: Mütze oder Sonnenschutz nicht vergessen

Gerade in rauem Gelände sollte die Bekleidung möglichst strapazierfähig sein. Hinzu kommt, dass langlebige Kleidungsstücke, die ggf. auch noch an die Geschwister weitergegeben werden können, auch nachhaltiger sind. Die Bekleidung muss bequem sein und eine gute Bewegungsfreiheit bieten, was zum Beispiel durch Stretcheinsätze und besonders bewegungsfreundliche Schnitte erreicht wird. Auch Softshelljacken und Softshellhosen sind dank ihrer Elastizität sehr gut zum Wandern geeignet.

Um Zeit und Nerven der Eltern zu schonen, sollte die Wanderbekleidung möglichst pflegeleicht sein. Auf längeren Wanderungen mit mehr Gepäck spielt auch das Gewicht und das Packmaß der Bekleidung eine Rolle. Speziell die Regenbekleidung und die zusätzliche Isolationsschicht für die Pausen muss während der Wanderung (oft von den Eltern) im Rucksack getragen werden. Leichte Fleecepullover oder Daunenjacken sind beispielsweise einfacher zu transportieren als schwere Wollpullover.

Wenn deine Kids durch hohe Wiesen streifen, sind lange Hosen mit Zeckenschutz-Bündchen sehr zu empfehlen. Beim Wandern in Skandinavien und anderen mückenreichen Regionen sind außerdem dicht gewebte Textilien oder Kleidung mit mückenabwehrender Ausrüstung sinnvoll, damit die Wanderung nicht zur juckenden Tortur wird.

Eine Kopfbedeckung gehört beim Wandern immer ins Gepäck: Bei kaltem Wetter halten kuschelige Mützen die Ohren warm, bei heißem Wetter schützt ein Sonnenhut vor der prallen Sonne und bei Nässe hält ein Regenhut (oder die Kapuze der Regenjacke) die Köpfe der Kleinen trocken.

Nicht zuletzt sollte Outdoorbekleidung natürlich auch gefallen, damit die Kids sie gerne anziehen und die Lust aufs Wandern nicht schon morgens beim Anziehen verfliegt. Bei Globetrotter gibt es ein breites Angebot an kindgerechter Funktionsbekleidung zum Wandern für Jungen und Mädchen in jedem Alter, mit fröhlichen, bunten Farben und pfiffigen Designs.

Welche Bekleidung zum Wandern brauchen meine Kinder bei Regenwetter?

Egal, wo und zu welcher Jahreszeit mit der Familie gewandert wird: Zuverlässige Regenbekleidung gehört in jedes Wandergepäck. Gerade im Gebirge kann es zu schnellen Wetterwechseln kommen. Aber auch im Flachland kann ein plötzlicher Schauer den Lütten schnell die Lust am Wandern verderben. Denn nasse, klebende Kleidung auf der Haut fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern birgt auch die Gefahr, dass deine Kinder auskühlen.

Damit die Kinder auf den Touren warm und trocken bleiben, sind zwei Teile unerlässlich: Eine Regenjacke und eine Regenhose, jeweils mit einer wind- und wasserdichten Membran oder Beschichtung. Verklebte Nähte verhindern, dass sich Nässe an den Nahtstellen einschleichen kann. Praktisch, wenn beim Wandern der Schlamm hochspritzt: Die meisten Regenjacken und Regenhosen haben eine Imprägnierung, die Regentropfen – und auch Schmutz – einfach abperlen lassen. Viele Hersteller nutzen mittlerweile PFC-freie Ausrüstungen, die deutlich umweltfreundlicher sind als herkömmliche Imprägnierungen. Jacke wie Hose sollten möglichst atmungsaktiv sein, damit sie sich auch auf anstrengenden Etappen angenehm tragen.

Damit die Jungs und Mädchen auch mal durch dichtes Gebüsch streifen können, sollten die Außenmaterialien möglichst robust sein. Die Rucksacktauglichkeit der Regenjacke ist bei kleineren Kindern noch nicht so entscheidend, weil das meiste Gepäck ohnehin von den Eltern getragen wird. Bei älteren Kindern, die ihr Gepäck selbst schultern, sollte die Jacke aber zumindest im Schulterbereich möglichst strapazierfähig sein.

Praktische Details: verstellbare Ärmelbündchen
Volumenregulierung an der Kapuze

Verstellbare Hosenträger an der Regenhose

Regenhosen mit abriebfesten Besätzen am Po und an den Knien sind besonders praktisch. Mit solchen Hosen können die kleinen Naturforscher auch mal auf Knien oder auf dem Hosenboden rutschend Pflanzen und Käfer unter die Lupe nehmen, ohne dass das Material darunter leidet. Regenhosen mit Latz und verstellbaren Hosenträgern sorgen dafür, dass die Kids auch an den Stellen warm und trocken blieben, an denen Jacke und Hose ineinander übergehen.

Die Regenjacke sollte so geschnitten sein, dass sie bei kühlerem Wetter Platz für wärmende Zwischenschichten lässt (Zwiebelprinzip). Bei den Regenhosen sind lange oder gar durchgängige Reißverschlüsse an den Seiten besonders praktisch. So kann die Regenhose auch mit angezogenen Schuhen schnell über die Wanderhose gezogen werden, wenn ein Regenschauer im Anmarsch ist. Die Kleidungsstücke müssen bequem sein, aber auch in der passenden Größe gekauft werden, damit die Kids nicht über ihre eigenen Hosenbeine stolpern, wenn es über Stock und Stein geht.

Gerade bei kleineren Kindern, die sich an Kapuzen stören, kann ein Regenhut sehr nützlich sein. Viele Regenhüte sind mit einem praktischen Kinnband versehen, das den Hut bei stürmischem Wetter sicher auf dem Kopf hält.

Wie schütze ich mein Kind bei heißem Sommerwetter?

Um deine Kinder beim Wandern vor der prallen Sonne zu schützen, ist zusätzlich zur obligatorischen Sonnencreme und Sonnenbrille mit verlässlichem UV-Schutz (hier kommst du zur Kaufberatung Sonnenbrillen) ein Funktionsshirt, eine luftige, lange Hose und – ganz wichtig – eine Kopfbedeckung nötig. Die Kleidungsstücke sollten möglichst leicht sein und schnell trocknen.

Lange Ärmel bieten Sonnenschutz und leichte Kunstfaser klebt nicht so schnell an der Haut.
Moritz Attenberger Abzippbare Hosenbeine: ideal wenn sich die Temperaturen über den Tag verändern können.
Nie vergessen: guter Sonnenschutz für den Kopf und Nacken.

Feuchtigkeitsleitende, schnelltrocknende Shirts, die aus Kunstfaser hergestellt sind, kleben auch bei Affenhitze nicht unangenehm auf der Haut. Bei starker Sonneneinstrahlung und langen Wandertagen ist ein Langarmshirt sehr wichtig, damit die Arme gut vor der Sonne geschützt werden.

Für die Beine kommt eine Trekkinghose oder Shorts zum Einsatz. Trekkinghosen zum Abzippen sind besonders praktisch: Sie können früh morgens, wenn es noch frisch ist, als lange Hose getragen werden und beim Picknick in der Mittagshitze in eine luftige Shorts verwandelt werden. Elastische Shorts oder Wanderhosen bieten die nötige Bewegungsfreiheit im unwegsamen Gelände.

Ein bequemer Bund, der unter dem Kinderrucksack nicht drückt oder scheuert, ein schnelltrocknendes Material (gerade bei Wanderungen am Wasser) sowie Taschen für Zubehör oder liebgewonnene Naturfunde sind weitere praktische Eigenschaften von Wanderhosen.

Tipp: Bei Sommerwanderungen empfehlen wir dir, eine leichte, schnelltrocknende Shorts sowie eine lange Wanderhose für deine Kids einzupacken. So können die Kleinen ggf. auch mal eine Badepause an einem erfrischenden Bergsee oder flachen Bach einlegen und die Shorts kann danach einfach am Rucksack baumelnd trocknen, während zum Wandern wieder die lange Hose (auch als Sonnenschutz) getragen wird.

Shirts und Hosen mit integriertem UV-Schutz schützen die empfindliche Kinderhaut besonders gut vor schädlicher UV-Strahlung.

Eine Kopfbedeckung verhindert, dass die Sonne direkt auf den Kopf knallt und deine Kinder einen Sonnenstich bekommen. Für die Kleinen haben wir praktische Sonnenhüte mit Nackenlatz, für die Älteren Sonnenhüte mit breiter, schützender Krempe und coole Caps.

Auch ein Multifunktionstuch, das wahlweise als Halstuch, Haarband oder Kopfbedeckung genutzt werden kann, ist sehr praktisch. In unserem Online-Shop und in unseren Filialen sind diverse Multifunktionstücher für verschiedene Wetterlagen, mitunter auch mit UV-Schutz, erhältlich.

Welche Kleidung brauchen meine Kinder für Winterwanderungen?

Egal, ob es mit älteren Kids auf Schneeschuhwanderung oder gar Hochtour geht oder mit Kleinkindern eine gemütliche Winterwanderung vor der Haustür ansteht: Beim Wandern in der Kälte dreht sich alles darum, dass die Kinder schön warm bleiben, aber nicht überhitzen. Dabei hilft das berühmte Zwiebelprinzip, bei dem Schicht für Schicht für angenehme Wärme gesorgt wird.

Trotz vieler Schichten müssen sich die Mädchen und Jungs beim Wandern gut bewegen können. Daher sollte keine der Lagen einengen.

Lange Funktionsunterwäsche: leitet den Schweiß ab und wärmt.

Wattierte Kunstfaserjacke: pflegeleicht und gegen Nässe unempfindlicher.
Fingerhandschuhe bieten mehr Flexibilität – Fausthandschuhe mehr Wärme.

Als erste Lage benötigen die Kinder im Winter warme, lange Unterwäsche. Kunstfaser-Materialien leiten Schweiß effektiv ab und trocknen schnell. Es gibt aber auch funktionale Unterwäsche aus Naturfaser, zum Beispiel aus Merinowolle. Die feuchtigkeitsleitenden Eigenschaften von Kunstfaser und Merinowolle sind besonders bei älteren Kindern und Jugendlichen sinnvoll, weil sie im Gegensatz zu Kleinkindern mehr schwitzen. So wird verhindert, dass die Heranwachsenden auskühlen, wenn sie bei anstrengenden Etappen ins Schwitzen geraten und im Anschluss eine Pause eingelegt wird. Grundsätzlich sollte die Unterwäsche bequem sein und weich auf der Haut liegen, damit sie gerne getragen wird.

Als zweite Schicht kommt ein wärmender Midlayer zum Einsatz. Hier bieten sich Fleecejacken und Fleecepullover besonders an, da sie angenehm warm, weich und schön leicht sind. Aber auch warme Pullover aus (Merino-)Wolle sorgen mit ihren temperaturausgleichenden Eigenschaften für angenehme Wärme.

Eine warme Winterjacke rundet den Kälteschutz für den Oberkörper ab. Hier eignen sich Daunenjacken, die besonders leicht sind und dabei sehr gut isolieren. Aber auch wattierte Kunstfaserjacken, die pflegeleichter und unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit sind, können prima zum Winterwandern eingesetzt werden. Winterjacken mit wasserdichten Membranen oder Beschichtungen schützen bei nasskaltem Wetter vor Regen- und Schneefall. Alternativ kann bei sehr feuchten Wetterverhältnissen auch eine Regenjacke über die Isolationsjacke gezogen werden.

Für warme Beine sorgen wintertaugliche Trekkinghosen mit Fleecefutter oder Hosen mit einer warmen Wattierung. Die Kleinsten können natürlich auch mit der gefütterten Matschhose aus dem Waldkindergarten durch den Schnee stapfen.

Softshelljacken und Softshellhosen sind ideal für Schneeschuh- und andere Winterwanderungen. Sie bieten dank ihres elastischen Materials eine sehr gute Bewegungsfreiheit, sind robust, winddicht, wasser- bzw. schneeabweisend und atmungsaktiv. Viele Softshelljacken sind mit einem kuscheligen Fleecefutter ausgestattet, das bei kühlen Temperaturen für die nötige Portion Wärme sorgt. Ungefütterte Modelle können sehr gut zum Wandern bei wärmerem Wetter im Frühjahr, Sommer und Herbst eingesetzt werden.

Bei langen Touren sollte immer eine zusätzliche Isolationsschicht (zum Beispiel eine leichte Daunenjacke oder eine extra Fleecejacke) für die Pausen mitgenommen werden.

Statt der Kombination aus Jacke und Hose kann bei kürzeren Touren oder beim Sitzen in der Kraxe auch auf einen Schneeanzug zurückgegriffen werden. Einteiler verhindern Kältebrücken, wo sonst Hose und Jacke übereinanderliegen. Allerdings dauert das Ausziehen auch etwas länger und der Oberkörper wird kalt, wenn die Kinder schnell mal hinter den nächsten Busch müssen.

Zu guter Letzt dürfen warme Mützen, Schals und Handschuhe nicht fehlen, damit auch Kopf, Hals und Hände schön warm bleiben. Bei den Handschuhen kann zwischen verschiedensten Modellen gewählt werden: Fausthandschuhe, die auch als zweite Lage über dünneren Fingerhandschuhen getragen werden können, halten die Hände auch in den Pausen besonders gut warm. In der Bewegung sorgen atmungsaktive Handschuhe dafür, dass die Hände nicht schwitzig werden. Handschuhe mit wind- und wasserdichten Membranen schützen die Hände vor Nässe und eisigem Wind. Manche Handschuhe haben extra griffige Handinnenflächen – dies spielt vor allem bei älteren Kindern eine wichtige Rolle, die schon mit Stöcken wandern und dementsprechend einen guten Grip am Trekkingstock benötigen.

Frieren, Schwitzen, Nässegefühl auf der Haut: All dies kann den Kids den Spaß am Wandern gehörig vermiesen. Das lässt sich mit der richtigen Wanderbekleidung, die auf Länge und Ort der Wanderung, auf das Wetter und auf das Alter der Kinder abgestimmt ist, ganz einfach vermeiden. Die Wahl der richtigen Wanderbekleidung für Kinder trägt also wesentlich dazu bei, dass sich die Kleinen wohlfühlen und die Wanderung zum gelungenen Familien-Abenteuer wird.

Text: Globetrotter
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