Kaufberatung Stirnlampen

Egal ob beim abendlichen Kochen, Schmökern im Zelt oder beim frühen Gipfelsturm – es gibt unzählige Situationen, in denen eine Kopflampe unerlässlich ist.

Die Stirnlampe (auch Kopflampe genannt) ist einer der Ausrüstungsgegenstände, der auf keiner Tour fehlen darf. Egal, ob man nachts noch mal aus dem Zelt muss, eine Stirnlampe für Höhlentouren braucht, früh morgens den Aufstieg auf einen 8000er wagt oder nachts im Zelt lesen möchte – die Stirnlampe ist dabei unerlässlich.

Das Beste daran: Im Gegensatz zur Taschenlampe bleiben die Hände frei und der (einstellbare) Lichtkegel folgt dem Blick. Wenn du eine neue Kopflampe kaufen möchtest, bist du bei Globetrotter perfekt aufgehoben. Das große Sortiment bietet für jeden Einsatzzweck und Geldbeutel die richtige Stirnlampe.

Wodurch unterscheiden sich Stirnlampen im Wesentlichen?

Die Range an Stirnlampen reicht von der winzigen Notfall-Lampe bis zum Scheinwerfer für Höhlenforscher. Die wichtigsten Leistungsmerkmale einer Kopflampe sind die maximale Helligkeit, die Reichweite und die Leuchtdauer.

Große Unterschiede gibt es auch beim Gewicht: sehr leistungsstarke Stirnlampen brauchen viel Energie – sie haben oft einen Akku oder ein großes Batteriefach am Hinterkopf. Leichtere Modelle werden direkt aus dem Lampengehäuse mit Strom versorgt.

Je nach Vorliebe gibt es Stirnlampen, deren fest integrierter Akku bequem per USB-Kabel aufgeladen werden kann. Andere bevorzugen klassische Batterien, die man unterwegs schnell wechseln kann.

Auch weitere Features (mehr dazu hier) wie verschiedene Leuchtmodi, Lichtfarben oder eine automatische Helligkeitsregulierung erklären die große Preisspanne bei Stirnlampen.

Wie weit leuchtet eine Stirnlampe? Was sind Lumen?

Die Leistung und die Reichweite einer Kopflampe sind abhängig von der Power. Die Helligkeit einer Lampe wird in Lumen angegeben. Gemeint ist der Lichtstrom, der angibt, wie viel Licht eine Lampe pro Zeiteinheit abgibt: je mehr Lumen, desto heller die Lampe. Zur Einordnung: Eine handelsübliche Kerze leuchtet mit circa 15 Lumen, moderne LED-Lampen dagegen liefern 2000 Lumen und mehr.

Die Reichweite einer Kopflampe hängt von ihrem Einsatzzweck ab. Ultralight- oder Notfall-Lampen bewegen sich in einem Bereich von etwa 10 Metern Leuchtweite und circa 50 Lumen. Der beliebte Allrounder Tikka von Petzl hat 300 Lumen und leuchtet einen Bereich zwischen 10 und 65 Metern aus. Hochleistungslampen dagegen schaffen mit 1000 Lumen und mehr über 150 Meter Leuchtweite.

In unserem Webshop findest du zu jeder Lampe die Angaben zur Leuchtstärke und -weite in den technischen Produktdetails.

Wie lange leuchtet eine Stirnlampe?

Als Leuchtmittel kommen in allen Kopflampen in unserem Sortiment moderne LED zum Einsatz. Im Vergleich zur klassischen Glühbirne halten sie extrem lange (bis zu 100000 Stunden) und sie verbrauchen wenig Strom. Im gedimmten Dauerlichtbetrieb leuchten so selbst kleine, leichte Lampen 10 Stunden und mehr. Bei voller Leuchtkraft ist eine Brenndauer von 2 bis 5 Stunden ein guter Wert. Auf der anderen Seite halten leistungsstarke Lampen wie die Nitecore HC30 im Eco-Modus (1 Lumen) bis zu 330 Stunden durch.

Kopflampe mit eingebautem Akku vs. Batterien

Beide Varianten haben ihre Stärken und Schwächen. Viele Kopflampen werden mit herkömmlichen AA- oder AAA-Batterien betrieben. Der größte Vorteil: Sie sind schnell und einfach auszuwechseln und überall erhältlich. Wer also längere Touren plant, nimmt einfach Ersatzbatterien mit und ist so auf der sicheren Seite. Außerdem haben herlömmliche Batterien in der Regel eine längere Laufzeit, dafür nimmt mit Entladung die Leuchtkraft gleichmäßig ab.

Akkus dagegen ermöglichen eine konstante Leuchtkraft, sind umweltschonender und weniger kälteempfindlich als Batterien. Oft kommen NiMH-Akkus (Nickel-Metall-Hybrid) zum Einsatz. Die hochwertigeren Lithium-Ionen-Akkus sind leichter und funktionieren besser bei niedrigen Temperaturen.

Bei Wintereinsätzen oder im Hochgebirge empfiehlt sich ein abnehmbares Akku- oder Batteriepack bzw. ein langes Zuleitungskabel. So können Akku oder Batterien unter der Kleidung getragen und auf Temperatur gehalten werden.

Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die Vor- und Nachteile beider Optionen.

BatterieAkku
Laufzeit+
Leuchtkraftabnehmendkonstant
Verfügbarkeit+
Bedienungeinfacher Austauschbraucht Stromversorgung
maximale Leistung+
Umweltbelastung+
Selbstentladung+
Kälte+
Volumen+

Wozu hat meine Stirnlampe ein rotes Licht?

Viele Stirnlampen haben neben der weißen Haupt-LED noch ein rotes Licht. Dieses sorgt bei Arbeiten im Nahbereich (z.B. Kartenlesen, Kochen) durch den geringeren Kontrastumfang und die bewusst kürzere Reichweite für weniger Blendung.

Verschiedene Lichtfarben erleichtern das Arbeiten im Nahbereich und erhalten die Dunkeladaption des Auges.

Einige Modelle verfügen überdies über blaue, grüne oder gelbe LED, um die Dunkeladaoption des Auges zu erhalten: Wie beim roten Licht, gewöhnt sich das Auge deutlich schneller wieder an die Dunkelheit als bei der Verwendung von intensivem Weißlicht. Beim Jagen, Angeln oder Beobachten in der Natur gewährleisten diese Spezial-Modi, dass der Benutzer unbemerkt bleibt.

Welche weiteren Features sind wichtig?

Je nach Einsatzzweck der Lampe sind weitere Eigenschaften sinnvoll. Mehr »Extras« in der Ausstattung erhöhen den Benutzerkomfort, in der Regel aber auch den Preis. Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Zusatzfeatures:

  • Lock-Mode: Verhindert das versehentliche Einschalten der Lampe.
  • Integrierter Lader des (nicht fest verbauten) Akkus
  • Automatische Helligkeitsregulierung: Moderne Kopflampen wie die Swift RL von Petzl messen mit einem Sensor die Umgebungshelligkeit und passen die Leuchtkraft automatisch an. Das schont den Akku und die Lampe muss nicht manuell durch die verschiedenen Modi geschaltet werden.
  • Elektronische Regelung für gleichbleibende Helligkeit: wie oben beschrieben, nimmt die Leuchkraft mit der Entladung der Batterie ab. Der Regler sorgt für eine konstante Helligkeit.
  • Linsentypen und Abstrahlwinkel: Ein verstellbarer Lichkegel sorgt für die optimale Beleuchtung bei verschiedenen Aktivitäten. Breit für statische Arbeiten oder langsame Bewegung, fokussiert für eine präzise Sicht in großen Entfernungen, kombiniert für eine breite Sichtbasis und ausreichend Weitsicht.
  • Leuchtmodi: Blink- oder SOS-Modus mit langer Leuchtdauer, um im Notfall von der Bergrettung gefunden werden zu können.
  • Batteriestandsanzeige
  • Kunststoff vs. Aluminiumgehäuse
  • Wasserdichte Versionen
  • Schwenkbarer Lampenkopf
  • Modusspeicher: Die Memory-Funktion sorgt dafür, dass man nicht nach jedem Einschalten manuell durch die verschiedenen Modi klicken muss.

Welche Stirnlampe ist die beste?

Gegenfrage: Was kostet ein rotes Auto? Scherz beiseite: Natürlich ist die Wahl der passenden Lampe abhängig von der Anwendung. Wer nicht im Dunkeln über den Campingplatz zum Klo stolpern will, braucht keine Hochleistungslampe mit 1000 Lumen und spezieller Nachtsichtfunktion. Andersrum wird der Mountainbiker auf nächtlichen Trails nicht weit kommen, wenn er nur eine relativ schwache Alltagslampe mit kurzer Reichweite benutzt.

In den folgenden Fragen klären wir die Anforderungen an eine Kopflampe für die gängigsten Einsatzgebiete.

Welche Stirnlampe nehme ich fürs Camping?

In der Regel reicht hier eine günstige Allround-Lampe. Diese reicht allemal, um im Dunkeln das Zelt aufzubauen, noch schnell ein paar Nudeln zu kochen und vor dem Schlafengehen ein paar Seiten in der Reiselektüre zu lesen.

Mit einem Diffusorsack kannst du deine Stirnlampe außerdem auch als Zeltlampe verwenden.

Wie finde ich die ideale Stirnlampe für eine Hüttenwanderung?

Da du bei einem langen Trekking möglichst wenig schleppen willst, sollte deine Lampe möglichst klein und leicht sein, aber trotzdem einen langen Atem haben. Je nach Länge der Tour und der gewählten Energiequelle sollte sie eine gute Woche durchhalten. Eine Leuchtdauer von mindestens fünf Stunden in einer mittleren Helligkeit (ca. 100 Lumen) ist ein guter Richtwert.

Ein weiteres wichtiges Feature ist ein Lock-Mode, der verhindert, dass sich die Lampe versehentlich im Rucksack einschaltet und du dann im Dunkeln den Weg von der Hütte zum Plumpsklo nicht mehr findest.

Worauf sollte ich bei einer Stirnlampe zum Laufen achten?

Neben einer guten Ausleuchtung ist das wichtigste Kriterium für eine Stirnlampe zum Laufen oder für andere sportliche Aktivitäten ein sicherer Sitz. Schwere Gehäuse geraten durch die Erschütterung beim Laufen schnell ins Rutschen – eine kleine, leichte Lampe eignet sich besser. Möchtest du eine sehr leistunsstarke Lampe verwenden, achte darauf, dass sich das Kopfband gut einstellen lässt und ggfs. über einen weiteres Band verfügt, das mittig über den Kopf verläuft. Bei manchen Modellen kannst du den Akkupack auch separat am Körper tragen – das nimmt Gewicht vom Kopf.

LED Lenser

Wichtig ist außerdem ein breiter Abstrahlwinkel, damit du siehst, wo du deine Füße hinsetzt. Je schneller du unterwegs bist, desto mehr Weitsicht brauchst du. Neben einer guten Ausleichtung im Nahbereich sollte deine Lampe also über ausreichend Reichweite verfügen. Ein kombinierter Lichtkegel schafft diesen Spagat am besten.

Läufst du nicht nur durch die Stadt, wo es ohenhin immer eine gewisse Resthelligkeit gibt, sollte deine Stirnlampe mindestens 100 Lumen Leistung bringen. Damit leuchtet sie bis zu 80 Meter weit – genug für flotte Läufe durch den dunklen Park.

Trailrunner, die auch in totaler Finsternis unterwegs sind, werden eine erhöhte Power zu schätzen wissen. Modelle ab ca. 300 Lumen machen die Nacht zum Tag und leuchten auch Wurzelpassagen und knifflige Trails perfekt aus.

Was müssen Lampen fürs Bergsteigen und Skitourengehen können?

LED Lenser

Wer im Gebirge unterwegs ist, muss sich auf eine konstante Leistung seiner Kopflampe verlassen können. Achte also auf ausreichend Akkukapazität bzw. eine lange Leuchtdauer.

Außerdem sollte deine Lampe eine große Reichweite von mindestens 100 Metern haben, damit du deine Route im Gelände ausmachen kannst. Gleichzeitig muss die für einen akkusparenden Betrieb auf der Hütte oder im Lager dimmbar sein.

Ein Rotlicht-Modus schont nicht nur die Batterie, sondern auch die Augen – zum Beispiel beim Kartenlesen in der Dunkelheit. Außerdem vermeidest du so, dass deine Tourenpartner geblendet werden.

Zu guter Letzt muss deine Stirnlampe helmtauglich sein und sie sollte für den Notfall über einen SOS-Modus verfügen.

Ein robustes Aluminiumgehäuse und eine wasserdichte Ausführung machen Sinn für Höhlenabenteuer.

Was müssen Stirnlampen für Höhlentouren können?

Höhlentoueren in absoluter Finsternis sind die Königsdisziplin für eine Kopflampe. Wichtiger als bei allen anderen Aktivitäten ist ein ausdauernder Akku, der sich problemlos wechseln lässt. Bei batteriebetriebenen Modellen solltest du darauf achten, dass auch hier ein Wechsel mit wenigen Handgriffen möglich ist. Für den Fall der Fälle solltest du immer eine Ersatz- bzw. Notfalllampe dabeihaben.

Außerdem sollte deine Höhlenlampe wasserdicht, besonders robust (evtl. Metallgehäuse) und helmkompatibel sein.

Die meisten Modelle für Höhlentouren haben eine Leistung von 500 Lumen und mehr.

Macht eine Stirnlampe beim MTB-Fahren Sinn?

Absolut! Auch wenn sie nicht als Ersatz für die normale Fahrradbeleuchtung im Straßenverkehr zugelassen ist, dienst sie auf Trails als persönliches Kurvenlicht: Der Schein der Lampe folgt deinem Blick, der wiederum nicht immer exakt der Leuchrichtung deiner fest verbauten Lampe entspricht.

Weil du auf dem Bike mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs bist, sind ein breiter Lichtkegel bei gleichzeitig hoher Reichweite nötig – sonst steht der Baum schneller im Weg als du ihn siehst …

Achte auch darauf, dass die Lampe gut auf oder ggfs. unter deinen Bike-Helm passt.

Gibt es Stirnlampen für Kinder?

Spezielle Kinderlampen haben in der Regel eine deutlich geringere Leuchtkraft als Erwachsenen-Modelle. Um die empfindlichen Augen zu schonen, sollten die Kleinen doch mal direkt in die Lampe schauen, ist meist bei etwa 20 Lumen Schluss. Das reicht natürlich nicht, um den nächtlichen Spielplatz auszuleuchten. Für eine Nachtwanderung oder das Lesen im Zelt ist es aber allemal genug.

Einige Modelle wie die Tikkid von Petzl haben ein Kopfband mit Sollbruchstelle: Verhakt sich beim Klettern das Stirnband, löst sich dieses und verhindert damit Strangulation.

Weitere nützliche Features sind eine automatische Abschaltfunktion, wenn die kleinen mal wieder vergessen haben, die Lampe auszuschalten, ein verschraubbares, kindersicheres Batteriefach oder viele bunte Lichtfarben.

Text: Globetrotter
Impressum | Mediadaten