Kaufberatung Reisegepäck

Welches Reisegepäck eignet sich für welche Unternehmung? In dieser Kaufberatung erklären wir, wann du besser mit Koffer, Reisetasche mit Rollen, Kofferrucksack, Reiserucksack, Trekkingrucksack, Duffle Bag oder nur mit Handgepäck reist.

Inhalt:

Welche Reise willst du machen?

Egal ob Fernreise oder Wochenendausflug, Flugreise oder Roadtrip, Backpacking oder Fernwanderung – es gibt das perfekte Gepäckstück für deine Reise. Du braucht aber keine Angst haben, dass du für jede Reise ein neues Gepäckstück kaufen musst – viele lassen sich für mehrere Reisearten nutzen. Aber sie haben natürlich spezielle Vorteile in gewissen Situationen und die erklären wir dir in dieser Kaufberatung Reisegepäck. Es kommt vor allem darauf an, mit welchen Verkehrsmittel du hauptsächlich reist und wo du übernachten wirst. Um den genauen Charakter deiner Reise zu klären, solltest du dir zunächst ein paar Fragen stellen …

Wie viel Volumen sollte mein Reisegepäck haben?

Die Anzahl und Größe deiner Duffle Bags, Taschen, Koffer oder Rucksäcke hängt immer von deinem individuellen Reisevorhaben und Komfortbedürfnis ab, aber als Faustregel kannst du dich hier orientieren:

  • 20 Liter: Tagesgepäck
  • 40 Liter: Kurztrips und Handgepäck
  • 50 – 60 Liter: mehrere Tage unterwegs
  • 60 – 70 Liter: mehrere Wochen unterwegs, bzw. Reisen mit voller Campingausrüstung (Zelt, Schlafsack, Kocher etc.)
  • 70+ Liter: Expeditionen oder Reisen mit spezieller oder sperriger Ausrüstung

Vor der Reise auch überlegen, ob du unterwegs vielleicht Gepäck deponieren möchtest. Zwei 60-Liter-Gepäckstücke können dann zum Beispiel sinnvoller sein und lassen sich auch einzeln noch gut tragen – wohingegen nur ein vollgepackter Duffle Bag mit 120 Litern ein ziemlicher Klotz am Bein sein kann.

Wird viel mit Gepäck gelaufen?

Reist du mit Auto oder Flugzeug und Taxi in ein Hotel und verbringst dort deinen ganzen Urlaub, musst du dein Reisegepäck meist nicht sehr weit tragen. Ähnliches gilt auch für sonstige Ferienanlagen oder Campingplätze, zu denen du mit Auto oder Reisebus (Gruppenreise etc.) anreist. Hier kannst du also ohne Probleme einen klassischen Koffer oder eine Reisetasche ohne Rollen wählen.

Machst du aber eine Reise mit mehreren Stopps, nutzt öffentliche Verkehrsmittel und bist vielleicht nicht in Gegenden mit perfekter Infrastruktur unterwegs, musst du eventuell dein Reisegepäck auch mal ein paar Meter tragen (oder ziehen). Besonders wenn du unterwegs viel umsteigen musst (Zug, Bus, Taxi etc. ) können deshalb Koffer, Taschen oder Dufflebags mit Rollen sehr praktisch sein.

Beachte aber: Rollen sind auf unbefestigtem Untergrund, Treppen oder im Winter mit Schnee und Splitstreuung schnell nutzlos. Zwar verarbeiten einige Hersteller extra geländegängige Rollen – aber auch die stoßen irgendwann an Grenzen. Wenn du dein Gepäck beim Umsteigen aufgrund der Gegebenheiten eher tragen musst, kannst du dir das Zusatzgewicht der Rollen auch sparen. Weniger Gewicht ist sogar bei Fluggepäck manchmal ein Argument gegen Rollen.

Je weiter du dein Gepäck zwischendurch tragen musst, desto besser sollte das Tragesystem sein. Beispielsweise lässt sich ein mittelgroßer (40 – 60 Liter) Dufflebag mit zwei Schultergurten gut ein paar Minuten auf dem Rücken tragen – viel weiter aber nicht, denn Dufflebags haben in der Regel keine Rückenpolsterung und keinen gepolsterten Beckengurt, das ganze Gewicht hängt also auf deinen Schultern.

Musst du dein Gepäck auch mal über längere Strecken selbst tragen, kommen Reise-, Koffer- und Trekkingrucksäcke ins Spiel. Sie zeichnen sich durch gut gepolsterte Tragesysteme aus, die deine Last von den Schultern auf die Hüfte verteilen. Die Unterschiede zwischen einem Trekkingrucksack sowie einem Reise- oder Kofferrucksack erklären wir weiter unten.

Und wenn du eine Reise machst, bei der du länger Gepäck tragen wirst (Trekking, Wanderungen etc.), muss nicht unbedingt der große 70-Liter-Trekkingrucksack die richtige Wahl sein. Bei Trekking- und Wanderreisen mit einem Veranstalter gibt es oft Gepäcktransport (Auto, Yak, Träger, Seilbahnen etc.) und du musst nur dein Tagesgepäck selbst tragen. Dafür brauchst du aber zusätzlich noch eine Tasche für dein Transportgepäck. Wenn du selbstständig zu Fuß zu einer Trekking- oder Wandertour aufbrichst, bleibt noch die Frage wie du übernachtest (Zelt, Lodge, Hütte) und wie du dich unterwegs verpflegst (selber kochen oder einkehren). Davon ist abhängig, wie viel Gepäck du haben wirst.

Wie wird das Reisegepäck transportiert?

Auf dem Weg zum Reiseziel wird dein Gepäck auf die unterschiedlichsten Arten transportiert:

  • Auto: Im Kofferraum eines Taxis/Shuttles/Privat-PKWs hat dein Gepäck am wenigsten zu befürchten. In manchen Regionen werden aber auch Autos gerne mal überfüllt und du musst deine Sachen auf den Schoß nehmen oder auf den Dachträger binden lassen.
  • Bus: Oft kommt das Gepäck in den Laderaum unter den Sitzen. Bei Kleinbussen aber auch in den Kofferraum. Hier werden Taschen und Koffer häufig nicht sehr behutsam gestapelt. In einigen Ländern wird auch das Dach noch beladen. Diebstahl in Überlandbussen ist keine Seltenheit, besonders an hektischen Haltestellen hat man nicht immer im Blick, was alles ausgeladen und wieder eingeladen wird. Du solltest ein kleines Handgepäck mit Wertsachen und Papieren immer direkt bei dir tragen, falls dein Hauptgepäck verloren gehen sollte.
  • Zug: Informiere dich möglichst vorher, wie die Gepäcksituation in den Wagen der jeweiligen Bahngesellschaft ist. Gibt es eventuell einen Gepäckabteil? Dann wäre zusätzlich ein kleines Handgepäck für Wertsachen und Papiere sinnvoll. In Zügen ist es von Vorteil, dass Gepäck möglichst kompakt und leicht tragbar zu halten. Die Gepäckablagen sind oft zu klein für größere Koffer oder Rucksäcke, die dann den Gang oder andere Sitzplätze blockieren. Und wer vollbepackt durch fünf Waggons zu seinem Platz wandert, macht sich unterwegs nicht immer Freunde. Auch ein Bahnsteigwechsel macht so keinen Spaß.
  • Flugzeug: Informiere dich rechtzeitig über die jeweiligen Vorgaben deiner Fluggesellschaft, bei normalen Linienflügen ist das für die meisten Reisenden ohnehin schon Routine. Wenn du Anschlussflüge mit kleineren Maschinen (eventuell sogar Charter- oder Buschflieger) hast, kann es sein, dass der Platz für Gepäck dort deutlich geringer ist. Grundsätzlich solltest du bei Fluggepäck darauf achten, dass Gurte und Schnallen gut verstaut sind und dass du keine Gaskartuschen oder vollen Benzinflaschen für deinen Kocher dabei hast.
  • Lastenseilbahn: Einige Berghütten bieten Gepäcktransport per Lastenbahn an, das Gepäck wird meist in offen Gondeln transportiert. Es kann durchaus passieren, dass das Gepäck dann mal 20 Minuten durch den Regen fährt – was für wetterfest verpacktes Gepäck (z.B. Duffle Bag) spricht.
  • Auf deinem Rücken: Wenn du dein Gepäck auf Reisen auch mal längere Strecken selber tragen wirst, führt kein Weg an einem Reise- und Kofferrucksack vorbei. Diese Rucksäcke können dank schlau positionierter Fächer und großen Reißverschlüssen so einfach wie ein Koffer gepackt werden. Gleichzeitig verteilt ein gepolstertes Tragesystem mit die Last komfortabel auf deine Hüften. Brauchst du einen Rucksack speziell für eine längere Wanderung oder Trekking, dann findest du passende Ratschläge in unserer Kaufberatung für Wander- und Trekkingrucksäcke.
  • Auf Tieren (Maultier, Yak, Pferd, Esel): Meist wir das Gepäck direkt auf dem Rücken der Tiere verzurrt. In der Regel eigenen sich dazu Duffle Bags gut, die einen gewissen Schutz gegen die Elemente und auch diverse Befestigungsmöglichkeiten bieten. Außerdem sind sie so robust, dass sie häufiges Ab- und Aufladen sowie Dreck und Staub gut überstehen.
  • Von anderen Menschen (Sherpa, Hochträger): Auch hier empfehlen sich meist Duffle Bags. Informiere dich möglichst vorher über Maximalgewichte und ob du dein Gepäck eventuell in mehrere kleinere Portionen aufteilen solltest. In der Regel kann dir hier die Trekkingagentur weiterhelfen, die dir die Träger vermittelt (wenn du nicht ohnehin eine Gesamtreise bei der Agentur gebucht hast).

Wie robust muss das Reisegepäck sein?

Wird dein Gepäck unterwegs länger auf einem Autodach oder einem Maultier transportiert, sollte es dementsprechend wasserdicht sein und Befestigungsmöglichkeiten wie Daisychains oder D-Ringe bieten. Robuste Duffle Bags sind da ideal. Der Inhalt deines Reisegepäcks übersteht es dann auch ohne Probleme, wenn der Bag mal in den Matsch gestellt wird oder eine Nacht vor dem Zelt liegt.

Wird dein Gepäck in erster Linie in Autos, Zügen oder Flugzeugen transportiert, ist Robustheit etwas weniger wichtig. Lediglich die Malträtierung durch automatische Gepäckbänder muss es überstehen. An Kofferrucksäcken und auch an vielen Duffle Bags kann man die Schulterträger deshalb verschwinden lassen oder demontieren, damit sie sich nicht verhaken können. Hier bietet sich auch ein Koffer oder eine Reisetasche mit Rollen an. Hybridkoffer verbinden die Flexibilität einer Duffle mit einem festen Chassis.

Gibt du deinen Trekkingrucksack für den Transport auf, kannst du ihn in einen großen Schutzbeutel stecken, um die Schnallen und Gurte zu schützen.

Wann sind Reisetasche und Rollkoffer die idealen Begleiter?

Wenn du dein Gepäck zwischen Transportmittel und Unterkunft nie weit tragen musst, sind Koffer oder Reisetaschen mit Rollen ideal. Sie lassen sich einfach packen. Du hast bestmöglichen Überblick und Zugriff auf deine Sachen und musst auch nicht fürchten, dass die Kleidung zerknittert ist. Außerdem bieten Koffer und Reisetaschen den automatischen Gepäckbändern an Flughäfen nur wenig Angriffspunkte, du brauchst also keine Angst haben, dass sich z.B. Schultergurte verhaken.

Eine geöffnete Reisetasche als Reisegepäck.
Aufgrund großzügiger Öffnungen lassen sich Reisetaschen und Koffer einfach und schnell packen.
Ein Rollkoffer asl Reisegepäck.
Reisetaschen und Koffer mit Rollen sind praktisch, wenn du z.B. unterwegs das Transportmittel oder den Bahnsteig wechseln musst.

Reist du auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln solltest du ein Modell mit Rollen wählen. Einige Hersteller bieten sogar speziell geländegängige Rollen an, denen unebener Untergrund und Rollsplitt nicht so viel anhaben können. Bei vielen unserer Hersteller lassen sich defekte Rollen austauschen.

Vorteil:

  • universell
  • einfach zu packen
  • kompakt und robust

Nachteil:

  • langes Tragen nicht möglich
  • auch geländegängige Rollen stoßen an Grenzen

Auf welcher Reise ist ein Kofferrucksack das ideale Reisegepäck?

Der Kofferrucksack ist die eierlegende Wollmilchsau des Reisegepäcks, er kombiniert die Einfachheit und Sicherheit eines Koffers mit den guten Tragemöglichkeiten eines Rucksacks. Durch große Reißverschlüsse lässt er sich einfach wie ein Koffer packen, der Inhalt lässt sich dadurch perfekt ordnen und oft auch mittels Gepäckfixierungen zusätzlich sichern.

Tragesystem eines Kofferrucksacks
Kofferrucksäcke haben ein stabiles Tragesystem, das die Last gut verteilt …
Ein geöffneter Kofferrucksack als Reisegepäck
… gleichzeitig lassen sie sich einfach wie ein Koffer packen.

Das Tragesystem kann man in der Regel verstauen oder mit einer Hülle abdecken, damit es z. B. nicht auf Gepäckbändern am Flughafen in Mitleidenschaft gezogen wird. Einige Modelle sind auch mit Rollen (z.T. auch relativ geländegängig und bei Defekt austauschbar) ausgestattet und lassen sich auf gutem Untergrund hinterherziehen.

Der Kofferrucksack ist ideal für Reisen, bei denen du dein Gepäck auch mal eine Zeit lang tragen musst, unterschiedliche Verkehrsmittel nutzt und manchmal Wert darauf legst, dass deine Klamotten nach Ankunft nicht völlig zerknittert sind.

Vorteil:

  • flexible Tragemöglichkeiten
  • Zugriff auf den Inhalt, ohne den halben Rucksack ausräumen zu müssen
  • Tragesystem lässt sich verstauen

Nachteil:

  • wiegt meist etwas mehr
  • Tragesystem oft nicht für richtige lange Trekkingtouren ausgelegt
  • ist mehr ein Allrounder, als ein Spezialist

Wann ist ein Reiserucksack der ideale Begleiter?

Reiserucksäcke sind eine Art Hybrid zwischen Trekking- und Kofferrucksack und haben oft noch einen Tagesrucksack huckepack. Den kleinen Rucksack kannst du für Tagestouren oder als Handgepäck schnell vom Hauptgepäck lösen. Wenn aber großer und kleiner Rucksack zusammengeschnallt sind, kannst du dich flexibel bewegen und hast die Hände frei. Das Tragesytem lässt sich für den Transport (Flugzeug, Bus etc.) verstauen. Bei manchen Modellen kann die Regenhülle auch zum Transportsack umfunktioniert werden.

Reiserucksack von Deuter

Reiserucksäcke sind ideal für klassisches Backpacking oder Work ’n’ Travel, wenn du oft die Unterkunft wechselst und verschiedenste Transportmittel nutzt (Boot, Zug, Bus, Bahn, Moped, Roller, Rikscha, Tuk-Tuk). Mit dem Gepäck auf dem Rücken hast du die Hände frei (um dich z.B. auf einem Rollertaxi festzuhalten), kannst dich relativ schnell zu bewegen (gut für Bahnsteigwechsel) und kannst auch mal eine Strecke zu Fuß gehen, wenn sich nichts anderes ergibt.

Vorteil:

  • Gepäck lässt sich gut für Tagestouren reduzieren
  • Hände frei, wenn nötig
  • gutes Tragesystem

Nachteil:

  • wenn beide Rucksäcke verbunden sind, ist im schlimmsten Fall auch alles weg.

Für welche Reise ist ein Trekkingrucksack geeignet?

Der Haupteinsatz sind mehrtägige Trekking- und Wandertouren oder auch Pilgerfahrten. Planst du also auf deiner (Backpacking-)Reise auch eine mehrtägige, anspruchvollere Wanderung zu unternehmen, dann kann es sinnvoll sein, gleich einen richtigen Trekkingrucksack zu wählen – auch wenn es für den »normalen« Teil der Reise vielleicht bessere Begleiter gäbe. Weitere Infos zum Thema findest du in unserer Kaufberatung Wander- und Trekkingrucksäcke.

Vorteil:

  • für verschiedene Reisearten einsetzbar
  • lässt sich sehr gut tragen
  • Gepäck ist immer »an der Frau/am Mann«

Nachteil:

  • Tragesystem beim Reisen manchmal im Weg
  • lässt sich nicht so komfortabel/knitterfrei packen wie z.B. ein Kofferrucksack
  • mit großem Rucksack auf dem Rücken z.B. in eine volle Bahn zu steigen

Auf welcher Reise ist ein Duffle Bag perfekt?

Duffle Bags sind meist gefragt, wenn die Reise etwas rauer werden kann. Je nach Hersteller und Ausführung sind sie aus robustem Außenmaterial gefertigt, dass den Inhalt vor Staub, Dreck und bis zu einem gewissen Grad auch vor Wasser schützt.

Sie wurden ursprünglich für Expeditionen konzipiert, um viel Material (auch Hartware wie Steigeisen, Kocher, Zelte etc.) gesammelt ins Basislager transportieren zu können – zum Beispiel auf Autodächern und auf Yaks oder Maultieren. Deshalb haben die meisten Duffles auch verstärkte Fixpunkte zum Verzurren.

Die Bags haben neben Handgriffen meist zwei Schulterträger, sodass sich der Duffle auch auf dem Rücken tragen lässt. Allerdings fehlt in der Regel ein Hüftgurt, der die Last gut verteilt. Auch ist die Rückenpartie nicht gepolstert, je nach Inhalt wird es dann am Rücken schnell unbequem. Deshalb eignen sich Duffle Bags nicht als Rucksackersatz bei einer Trekkingtour oder ähnlichem.

Bluaes Duffle von The North Face
Duffles sind ursprünglich als robuste und wasserfeste Transporttaschen für Expeditionen entwickelt worden.
Duffle Bag mit Schulterträgern
Inzwischen gibt es Duffles auch in edlem Look und mit cleveren Details wie verstaubaren Schulterträger.
Duffle Bag mit Rollen
Reisende mit noch etwas mehr Komfortbedarf wählen einen Duffle Bag mit Rollen.

Die oft markanten Farben der Bags können auf Expeditionen mit viel Gepäck helfen, eine gewisse Übersicht zu behalten (z.B. blau Kleidung, rot Schlafsystem, schwarz Kletterausrüstung). Innen haben die meisten Duffles meist nur ein großes Fach mit ein paar Dokumentenfächern im Deckel oder an den Seiten. So passt auch voluminöse oder sperrige Ausrüstung wie Ski- oder Bergstiefel, Kocher oder Schlafsäcke gut hinein. Gleichzeitig herrscht durch fehlende Unterteilungen schneller mal Chaos in der Tasche. Abhilfe schaffen dann Packbeutel, um ein gewisses Maß an Ordnung zu halten.

Ein gute Kombi für Trekkingreisen mit Gepäcktransport ist z. B. ein Rucksack als Handgepäck und ein Duffle Bag als Aufgabegepäck (um Ausrüstung wie Stiefel und Stöcke sicher im Flugzeug zu transportieren). Vor Ort wird dann umgepackt und der Duffle Bag für den Gepäcktransport zwischen den Etappenorten genutzt.

Da es Duffle Bags in verschiedenen Größen (20 – 150 Liter) oder sogar mit Rollen gibt, lassen die sich natürlich auch als robuste Reise-, Sporttasche oder als Weekender nutzen.

Vorteil:

  • wetterfester Schutz der Ausrüstung
  • robustes Material
  • auch sperrige Ausrüstung findet Platz

Nachteil:

  • Tragesystem nicht für lange Strecken geeignet
  • nur ein großes Fach
  • auffälliges Aussehen kann Langfinger anlocken

Welche Reise kannst du mit Handgepäck antreten?

Wenig Gepäck ist eine Tugend. Nicht nur, wenn du bei einer Airline das Aufgabegepäck zusätzlich bezahlen musst, kann es unheimlich befreiend sein, nur mit Handgepäck zu reisen. Du musst weniger schleppen, auf weniger aufpassen und nicht an Gepäckausgaben warten.

Neben den klassischen Städetrips lassen sich durchaus auch längere Reisen mit wenig Gepäck absolvieren. Oft braucht man von essenziellen Kleidungsstücken (Unterwäsche, T-Shirt und Hose) nur zwei Exemplare. Ein Teil wird getragen und das andere wäscht man im Waschbecken oder unter der Dusche aus und es trocknet bis zum nächsten Tag. Das hängt immer vom persönlichen Komfortempfinden, dem Reiseziel, der Reiseform und dem Reiseanlass ab.

Ein Reiserucksack
Weniger ist mehr: kleine Reiserucksäcke …
Mann mit Rollkoffer
… kompakte Rollkoffer
Kleines Duffle Bag
oder kleine Duffle Bags eignen sich auch fürs Handgepäck.

Hilfreich ist dabei Kleidung, die man zu unterschiedlichen Anlässen kombinieren kann (Strand, Restaurant, Kirche, Business). In ärmeren Ländern kann man auch vor Ort etwas kaufen, was man vor Abreise wieder verschenkt.

Jede Fluglinie hat eigene Vorgaben für das Handgepäck. Du kannst dich aber meist an der IATA-Empfehlung orientieren (56 cm × 45 cm × 25 cm). Das Maximalgewicht für Handgepäck liegt meist zwischen 5 und 10 Kilo, wenn das Gepäckstück aber optisch den Maßen entspricht, wird oft nicht nachgewogen. Meist darf man auch noch eine Handtasche oder eine kleine Kameratasche zusätzlich mit in die Kabine nehmen.

Bei Globetrotter findest du Kofferrucksäcke, Reisetaschen, Koffer und auch Duffle Bags im Handgepäckformat (meist um die 40 Liter Volumen). Einige dieser Gepäckstücke zeichnen sich durch praktische Details wie herausnehmbare Laptoptaschen aus oder lassen sich für den Transport (z.B. im Flughafen) auf Trolleygriffe des Hauptgepäcks aufstecken

Gibt es zusätzliche Tipps fürs Reisegepäck?

  • Kleine Faltrucksäcke: sind leicht, passen immer noch mit ins Gepäck, eignen sich auch gut fürs Handgepäck im Flieger. Vor Ort kann man sie dann für Tagesausflüge oder zum Einkaufen nutzen, wenn man das große Gepäck sicher in der Unterkunft lassen will.
  • Taschen mit Diebstahlschutz: Hersteller wie z.B. Pacsafe entwickeln Rucksäcke, Taschen und Gepäcksicherungen, die einen Diebstahl erschweren. Reißverschlüsse sind geschützt platziert und Gurte durch ein integriertes Stahlkabel vor dem Durchtrennen gesichert. Es gibt auch leichte Stahlnetze, mit denen du dein Gepäck anschließen kannst. Siehe auch Kaufberatung Reisesicherheit.
  • TSA-Schlösser: Reißverschlüsse mit einem Vorhängeschloss zu sichern, macht potenziellen Dieben die Arbeit etwas schwerer. Nutze bei Flugreisen unbedingt TSA-Schlösser. Diese Schlösser können bei Kontrollen durch Sicherheitsbehörden (z.B. Zoll) mit einem speziellen Schlüssel geöffnet werden. Andernfalls wird dein Gepäck evtl. aufgeschnitten. Siehe auch Kaufberatung Reisesicherheit.
  • Organizer: helfen das Gepäck zu sortieren (Kleidung, Schuhe, Ladekabel, Reiseunterlagen, etc.) und vermeiden Chaos, wenn man viele unterschiedliche Dinge in einer großen Tasche transportiert (z.B. im Duffle Bag). Mit Organizern lässt sich auch oft besonders voluminöses Gepäck komprimieren und sie helfen, dass das Sommerkleid nach Ankunft nicht völlig zerknittert ist.
  • Leichte, dünne wasserdichte Beutel: können wie Organizer das Gepäck sortiert halten, gleichzeitig sind sie praktisch, wenn man zum Beispiel zum Strand oder in eine öffentliche Dusche geht und dabei trockene von nasser Wäsche trennen will. Auch um schmutziges von sauberem Gepäck zu trennen, eignen sie sich perfekt. Bei (Trekking-)Rucksäcken lassen auch die besten Regenhüllen irgendwann durch, auch da ist es dann sehr angenehm, wenn man wenigstens die wichtigsten Sachen in leichten, wasserdichten Beuteln verpackt hat.
  • Größere, robuste wasserdichte Beutel: lassen sich flach zusammengefaltet mit im Gepäck mitführen. Die großen Beutel kommen zum Einsatz, wenn das Gepäck speziell vor Wasser, Dreck oder mechanischer Beanspruchung geschützt werden muss oder wenn man ein Teil seines Gepäcks irgendwo deponieren möchte.
  • Einfache Schutzhüllen für den Rucksack: schützen deinen Rucksack vor Gepäckbändern, Staub und Dreck. Gleichzeitig machen Die Schutzhüllen in einigen Ländern deinen Rucksack etwas weniger auffällig, wenn er z. B. mit dem Gepäck der Einheimischen auf dem Busdach liegt, und erregt so etwas weniger Begierde.
  • Mehr Infos findest auch du in der Kaufberatung Packbeutel.

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