


Was ist ein Outdoormesser?
Ein Outdoormesser ist ein auf einen bestimmten Einsatzzweck abgestimmtes Werkzeug, das dir das Leben in der Natur erleichtert. Unterscheiden lässt sich zwischen feststehenden Messern und Klappmessern (dazu gehören auch die Schweizer Taschenmesser).
Die Klinge von outdoortauglichen feststehenden Modellen ist meist um die 10 bis 15 cm lang. Je nach Anwendungsgebiet – z.B. Wandern, Bushcrafting, Fischen – ist die Klinge entsprechend geformt: Fürs Angeln etwa eine schlanke Klinge zum Töten und Säubern der Fische, für die universellen Outdooreinsatz eine eher breitere Klinge.
Natürlich gibt es auch deutlich längere oder kürzere Messer, diese sind allerdings oft spezieller und nicht so vielseitig einsetzbar. So scheitern kürzere Klingen schon beim Brotschneiden, während längere für feinere Arbeiten ungeeignet sind, am Gürtel ziemlich stören und deshalb oft nicht zur Hand sind, wenn du sie schnell mal brauchst.
Klapp- oder Taschenmesser eignen sich ebenfalls als Outdoormesser. Sie sind leichter zu transportieren, konstruktionsbedingt aber etwas weniger belastbar und pflegeintensiver.
Wozu brauche ich ein Outdoormesser?
Lofty Wiseman, ein Survival-Spezialist und ehemaliges Mitglied der britischen Spezialeinheit, formulierte es mal so: »You just need a knife to survive«. Ein Outdoormesser erfüllt unendlich viele Aufgaben, die draußen so anfallen: Essen zubereiten, Behelfswerkzeug schnitzen, gefangene Fische oder gesammelte Früchte säubern, Äste abtrennen, Ausrüstung reparieren – die Liste ist endlos.
Materialien und Klingenarten bei Outdoormessern
Was der beste Stahl für Outdoormesser ist, hängt vom Einsatzzweck ab. Bei Outdoormessern kommen hauptsächlich rostträge Stähle wie 12C27, 440C oder D2 zum Einsatz, da sie eine gute Balance zwischen Schnitthaltigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Nachschärfbarkeit bieten. Für besonders robuste Klingen wird oft auch rostfreier Hochleistungsstahl wie CPM-S30V oder N690 verwendet. Daneben sind Kohlenstoffstähle wie 1095 oder XC75 sehr beliebt, besonders bei Bushcraft- oder Survivalmessern. Sie sind extrem schnitthaltig, leicht nachzuschärfen und äußerst zäh, erfordern aber mehr Pflege, da sie rostanfällig sind.
Welche Härte bei Outdoormessern die richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Materialhärte, auch Rockwell-Härte genannt, wird im Wert HR angegeben und bewegt sich bei Outdoormessern meist im Bereich zwischen 56 und 62 HR. Je härter der Stahl, desto schnitthaltiger ist er auch, aber desto schwieriger lässt er sich nachschärfen.
Der Griff besteht je nach Einsatzzweck aus langlebigen Materialien wie G10, Micarta, Kunststoff oder Naturmaterialien wie Holz oder Horn. Dabei spielt neben dem Aussehen und der Haltbarkeit auch die Griffigkeit bei Nässe oder Kälte eine wichtige Rolle.
Abgesehen von der Unterteilung in feststehende Messer und Klappmesser gibt es viele verschiedene Klingenformen und dazu noch viele verschiedene Schliffe. Die für den Outdoorbereich häufigsten Klingenformen sind die Drop Point und die Clip Point bzw. Bowieklinge.
Die Drop-Point-Klinge zeichnet sich durch ein sicheres Handling der Messerspitze und einen sehr robusten Schnitt aus. Sie ist besonders bei Jagdmessern beliebt.
Der abfallende und dünnere Klingenrücken beim Clip Point macht das (Allzweck-) Messer besonders gut handhabbar und erleichtert die Führung.
Welcher Schliff für Outdoormesser?
Bei den Schliffen haben sich der Flachschliff (braucht wenig Kraft beim Schneiden), der Hohlschliff (gut geeignet für dünne Schnittgüter) und der neuerdings sehr beliebte Skandinavische Schliff »Scandi Grind« bewährt. Letzterer vereint eine extrem scharfe Schneide mit hoher Klingenstabilität und eignet sich ideal für das Schneiden und Bearbeiten von Holz. Welcher Schliff der beste ist, hängt am Ende vom Einsatzzweck ab.
Neben diesen klassischen Formen gibt es natürlich noch spezielle Designs wie Pilzmesser, Seilrettungsmesser und Wurfmesser, die man aber nicht als typische Outdoormesser bezeichnet.
Worin bestehen die Preisunterschiede bei Outdoormessern?
Grundsätzlich gilt beim Messerkauf: Wer billig kauft, kauft zweimal. Die etwas hochpreisigeren Messer zeichnen sich durch eine sorgfältigere Verarbeitung und schnitthaltigere Stähle aus. Solche Stähle kaufen die Hersteller auch deutlich teurer ein als 08/15er-Stähle. Noch dazu sind sie in der Verarbeitung widerspenstiger und kosten einiges mehr an Schleifmaterial, bis aus der Rohware das Messer entstanden ist. Das wirkt sich natürlich auf den Verkaufspreis aus. Dafür machen sie durch ihre perfekte und lang anhaltende Schärfe dauerhaft Freude. Mehr zu verschiedenen Stahlsorten findest du in unserem Messer-Lexikon.
Allerdings gilt es immer abzuwägen, ob du solch einen Hochleistungsstahl wirklich brauchst oder haben willst: Denn weil auch der härteste Stahl irgendwann mal stumpf wird, brauchst du – wie bei günstigeren Modellen – das entsprechende (teure) Schleifzubehör.
Zum Glück hat sich das Qualitätsniveau im Mittelpreissegment in den letzten Jahren sehr gesteigert, so dass du auch mit einem schmaleren Geldbeutel ein wirklich anständiges Messer bekommst.
Wie finde ich raus, welches Messer das richtige für mich ist?
Die erste Frage lautet immer: Was willst du mit deinem Messer anstellen? Wenn du kein Messerfreak bist und einfach einen Gebrauchsgegenstand suchst, der alles ein bisschen kann, macht ein solides Klappmesser absolut Sinn. Das ist alltagstauglich, kommt nicht so martialisch daher und findet in jeder Hosentasche Platz.
Ein Schweizer Messer geht schon fast Richtung Multitool – es bietet (je nach Modell) vom Korkenzieher über den Dosenöffner bis zum Schraubendreher verschiedenste Werkzeuge und ist meist noch handlicher als ein größeres Klappmesser. So eine »eierlegende Wollmilchsau« kann viel, klar ist aber auch, dass du Abstriche bei der Performance und beim Gewicht machen musst.
Und wie bereits erwähnt, gibt es für spezielle Anwendungen auch spezielle Messer. Wenn Stabilität und Belastbarkeit für dich oberste Priorität haben, wirst du eher mit einem feststehenden Messer glücklich. Sie sind zwar weniger handlich, dafür lassen sie dich selbst bei groben Arbeiten nicht im Stich und werden auch mit härteren Materialien fertig. Achte aber unbedingt auf rechtliche Restriktionen!
Was sind die besten Outdoormesser?
Wenn du anfängst, dich mit Messern zu beschäftigen, wirst du von der Vielzahl der Modelle häufig regelrecht erschlagen. Das Internet und die verschiedenen Foren helfen da auch nur bedingt und du kriegst oft mehr Meinung als Fakten um die Ohren. In unserem Webshop findest du viele anschauliche Bilder der verschiedenen Messer und immer eine neutrale Beschreibung.
Wenn du dir trotzdem unsicher bist, nimm dir Zeit und lass dich in einer unserer Filialen persönlich beraten. In einem guten Messer steckt weit mehr, als man im ersten Moment sieht, da gibt es viel zu erzählen. Vor Ort kannst du alle möglichen Modelle in die Hand nehmen und testen, ob das Feeling stimmt, die Größe des Griffs für dich passend ist und das Messer sicher in der Hand liegt.
Achte bei feststehenden Messern auch auf die Messerscheide: Ist die Klinge gut gesichert? Lässt sich das Messer problemlos aus der Scheide ziehen? Gibt es eine vernünftige Befestigung für den Gürtel? Und auch bei Klappmessern ist das Handling (verschiedene Arretierungsmöglichkeiten) sehr wichtig. Es gibt große Unterschiede in der Präzision der Mechanik, manche funktionieren intuitiv, andere sind etwas umständlicher zu bedienen.
Was ist ein Bushcraft-Messer?
Bushcraftmesser sind für den groben Einsatz entwickelt. Da sie die eierlegende Wollmilchsau unter den Werkzeugen sind, müssen sie im Wald eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen. Das muss ein Bushcraftmesser können:
- Schnitzen
- Schneiden
- Spalten und Hacken mithilfe eines Batons
- Schaben (zum Beispiel Birkenrinde für die Zundergewinnung)
- Feuerstab abziehen
Zu diesem Zweck haben Bushcraftmesser einen breiten Klingenrücken von 3 bis 4 mm und bestehen aus zähem, bruchfestem Stahl. Um die notwendige Stabilität zu gewährleisten, verfügen Bushcraftmesser zudem über eine Full-Tang Klinge, also eine durchgehende Klinge von der Messerspitze bis zum Griffende. Was die besten Bushcraftmesser sind, ist nicht zuletzt abhängig vom verwendeten Stahl. Und hochwertiger Stahl hat seinen Preis. Aber auch im unteren Preissegment gibt es bereits gute Allrounder, zum Beispiel von Morakniv. Übrigens: Ein Survival Messer ist im Grunde das gleiche wie ein Bushcraft Messer, denn die Anforderungen sind überschneiden sich. Manche Survival Messer sind noch mit Extras wie einem Feuerstahl oder Paracord ausgestattet.
Wie pflege ich mein Outdoormesser?
Mit heißem Wasser und Spüli abwischen, ein bisschen Ballistol oder WD40 drauf und fertig. Allgemein eignen sich Waffenöle gut. Aber aufpassen, dass das Messer trocken in die Lederscheide kommt: Öl kann Gerbsäure aus dem Leder ausspülen, die dann zu Korrosion an der Klinge führt. Der Mechanismus von Klappmessern sollte ebenfalls regelmäßig gepflegt werden, dazu gibt es verschiedene Öle und Schmiermittel (hierbei ggf. auf Materialverträglichkeit achten).
Zusätzlich sollte man sein Messer selbstverständlich sauber halten und vor Rost schützen, denn fast jedes noch so hochwertige Messer kann unter bestimmten Umständen rosten.



Sind gute Messer nicht immer rostfrei?
Nicht unbedingt. Ein rostfreie Klinge allein sagt noch nichts über die Qualität eines Messers aus. Hochwertige traditionelle Messer aus nicht-rostfreiem Carbonstahl können beispielsweise sehr fein geschliffen werden und zeichnen sich daher durch ihre hervorragende Schärfe aus. Der Nachteil ist ihre Korrosionsanfälligkeit. Ein Carbonstahlmesser muss regelmäßig und gründlich gepflegt werden.
Die meisten Messer in unserem Sortiment haben eine rostfreie Stahlklinge. Durch die Beimischung von Chrom wird der Edelstahl erst rostfrei (büßt jedoch auch etwas in der Schärfe ein). Häufig wird der Legierung zudem Molybdän beigemischt, was für eine höhere Festigkeit sorgt und die Korrosionsbeständigkeit unterstützt. Vanadium macht den Edelstahl ebenfalls beständiger und sorgt dafür, dass sich die Klinge nicht so schnell abnutzt.
Manche Stahleigenschaften lassen sich nicht optimal kombinieren. In der Perfektion des Kompromisses liegt die Kunst, einen Stahl so zu mischen, dass ich die Eigenschaften bekomme, die ich haben will.
Flugrost ist nicht schlimm, den kannst du mit einer Polierpaste einfach abreiben. Kleinere Roststellen kriegst du mit Zahnpasta gut wieder hin: Draufschmieren, andicken lassen und dann ordentlich polieren.
Worauf muss ich beim Schärfen achten?
Dein Messer solltest du unbedingt anständig scharf halten, wenn du lange Freude daran haben willst. Mit ein paar Tricks ist das gar nicht so schwer, wie man meint. Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten: Universelle, günstige Schärf- und Wetzstäbe sind perfekt für unterwegs oder für einen »Quickie« geeignet. Ein perfektes Ergebnis erzielst du mit klassischen Schleifsteinen oder Diamantschleifsteinen, am besten in einem Set als Schleifsystem: Mit einer Winkellehre, in die eine Klinge eingespannt wird, kann man den Schleifwinkel exakt anpassen und kontrollieren. Geschliffen wird dann mit unterschiedlich feinen Steinen. Diese gibt es als Wasser- oder Ölsteine. Hat man nur einen einfachen Schleifstein zur Verfügung, dann am besten mit wenig Druck und kreisenden Bewegungen schleifen.
Bist du dir unsicher, oder hast schlicht keine Lust, bieten wir in einigen Filialen einen Messerschärf-Service an.



Welche Tipps gibt es noch zum Schleifen?
Für das Schärfen eines Outdoor-Messers auf keinen Fall einen Wetzstahl verwenden, wie es der Metzger ums Eck oder Tim Mälzer machen. Durch das Wetzen entsteht ein feiner Grat an der Schneide, der die Klinge sehr scharf macht. Nachteil: Das Schleifen geht zwar superschnell – zwei oder dreimal abziehen reicht –, aber der Grat nutzt sich auch genauso schnell wieder ab. Wir wollen unterwegs ja ein lange schnitthaltiges Messer haben. Dazu brauchen wir einen komplett neuen Schliff. Elektrische Schleifgeräte sind ok, solange sie sich langsam drehen. Aber Vorsicht: Sobald Funken fliegen, wird der Stahl zu heiß und die Klinge glüht aus. Wenn der Stahl sich verfärbt, war’s das. Deshalb auch beim Grillen nicht die glühenden Kohlen mit dem Messer sortieren.
Sind Outdoormesser verboten?
Generell darfst du alle Messer, die du bei uns erwerben kannst, auch legal besitzen. Mit Ausnahme der beidseitig geschliffenen Wurfmesser sind sie alle »Gegenstände des täglichen Gebrauchs«. Wie groß darf ein Outdoormesser aber sein? Grundsätzlich verbietet der Gesetzgeber das »Führen«, also das griffbereite Tragen, von feststehenden Messern mit einer Klingenlänge ab 12 cm sowie von einhändig arretierbaren Klappmessern (Einhand Klappmessern) . Ausnahmen hiervon sind Sport, Brauchtumspflege oder ein allgemein anerkannter Zweck. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt lieber ein Zweihandmesser – also ein Modell, bei dem man beide Hände braucht, um die Klinge auszuklappen.
Bitte beachte, dass es auch sogenannte »Waffenverbotszonen« in Deutschland gibt, zum Beispiel an vielen Bahnhöfen, in denen das Führen von Messern unabhängig von der Klingenlänge verboten ist. Auch auf vielen Veranstaltungen gilt ein generelles Messerverbot.
Gibt es auch spezielle Outdoormesser für Kinder?
Ja, die gibt es. Die auffälligsten Merkmale von Kindermessern sind die kompakte Größe, der für kleine Kinderhände geeignete Griff – und bei den allermeisten Modellen eine abgerundete, stumpfe Spitze. So beugt man gefährlichen Stichverletzungen vor. Alles, was du zum Thema »Kindermesser« wissen musst, findest du in diesem Infoartikel.
Was sind Multitools?

Multitools sind multifunktionale, faltbare Werkzeuge mit vielen Komponenten, die sich meist in der Griffschale eingeklappt befinden. Sie dienen dazu, dir unterwegs das Mitnehmen vieler Einzelwerkzeuge zu ersparen und dir eine kompakte, leichte Universallösung zu bieten – vor allem dann, wenn du mehr als nur ein Outdoor Messer benötigst. Die meisten Multitools sind handlich genug, um sich optimal in deinen Trikottaschen oder am Gürtel verstauen zu lassen. Dazu findest du Multitools, die auf bestimmte Einsatzbereiche angepasst sind.
Eine Unterart des Multitools sind Schweizer Taschenmesser. Der Unterschied zum klassischen Multitool? Während beim Schweizer Taschenmesser die ausklappbare Klinge des Messers das Herzstück darstellt, ist beim Multitool die Zange die zentrale Komponente.
Dazu stellt sich eine wichtige Frage: Wann benötigst du ein Multitool und in welchen Fällen ist ein Outdoormesser (bzw. Outdoor Klappmesser) empfehlenswert? Grob gesagt sind vor allem feststehende Messer, aber auch Klappmesser unübertroffen, wenn es um gutes Handling und Stabilität geht. Verrichtest du also viele Holzarbeiten wie beispielweise Schnitzen oder Herstellen von Spänen beim Bushcrafting und Biwakieren, dann muss das Messer stabil und gut in der Hand liegen. In dieser Hinsicht sind Taschenmesser das Mittel der Wahl. Dagegen bilden Multitools eher einen Kompromiss, denn ihr Griff ist darauf ausgelegt, als Stauraum für weitere Werkzeuge zu dienen. So wäre eine ergonomische Form kaum umsetzbar.
Wenn dein Fokus allerdings darauf liegt, draußen von möglichst vielen Funktionen profitieren zu wollen, dann ergeben Multitools viel Sinn. Möchtest du z.B. auf einer mehrwöchigen Wanderung beim Angeln einen Fisch zubereiten, danach den Schieber deines Jackenreißverschlusses reparieren und anschließend noch Zweige fürs Feuer zersägen, wo ein kühles Getränk auf Öffnung wartet, dann ist das Multitool deine Wahl.
Multitools zum Radfahren
Besonders beliebt sind Multitools bei Radfahrer:innen. Gerade wenn du eher sportlich unterwegs bist, bieten sie eine echte Alternative zu klassischen Fahrrad-Einzelwerkzeugen. Gleichzeitig hast du alles dabei, um bei einer Panne dein Bike wieder startklar zu machen. Greife auf spezielle Fahrrad-Multitools zurück. Sie können Komponenten wie einen Bithalter inklusive verschiedener Bits enthalten. Auch eine Auswahl an Innensechskantschlüsseln findest du oft bei diesen Tools. Generell liegt der Fokus hier verstärkt auf Schrauben und Hebeln.

- Innensechskantschlüssel in verschiedenen Größen
- Schraubendreher in verschiedenen Größen
- Bit-Halter inkl. Bits
- Flache Form
Multitools für den allgemeinen Outdoorbereich
Multitools für Outdooraktivitäten wie Trekking oder Bushcrafting sind absolut variantenreich und meist schon in den einfachen Ausführungen mit einer Vielzahl an Funktionen ausgestattet. Von simplen Multitools mit etwa einem Dutzend Komponenten reicht die Bandbreite bis hin zu Tools mit rund 30 Funktionen. Mehrere Faktoren fließen dann in die Wahl deines Multitools mit ein: Sicherheitsempfinden, Gewichtsersparnis, Bedarf an Vielseitigkeit usw. Mehrere Zangen, Messerklinge, Feile, Schere, Ahle, Kapselheber und einiges mehr gehört hier zur Standardausstattung. Zudem sind diese Tools extrem robust gebaut und rostfrei.
- Kompakte, taschen- und gürteltaugliche Form
- Meist klappbar mit Zange vorn
- Vielzahl an Komponenten
Multitools für den Alltag

Für den Alltag eignen sich schlanke Multitools und Klappmesser mit einer eher simplen Ausstattung besonders gut. Je kompakter die Form, desto besser kannst du sie beispielsweise am Schlüsselbund integrieren. Eine klassische Optik wie bei den Messern von Opinel passt hervorragend in deinen Alltag. Hilfreich für allerlei Situationen ist die sogenannte Prybar. Diese kleine Metall-Lasche dient dir sowohl als Befestigungspunkt als auch als Werkzeug zum Hebeln, Schaben und Bewegen.
- Nur essenzielle Funktionen
- Schlanke Form
- Minimalistische Optik
Tipps zur sicheren Nutzung von Outdoormessern
Messer sind vielseitige Werkzeuge, können bei falscher Handhabung aber schnell zu schweren Verletzungen führen. Hier findest du ein paar Regeln zur Nutzung, die helfen können, das Verletzungsrisiko zu reduzieren:
- Immer vom Körper weg schnitzen.
- Sicherheitsabstand zu anderen Personen einhalten.
- Messer regelmäßig schärfen. Stumpfe Messer brauchen mehr Krafteinsatz, der zu plötzlichen „Durchbrüchen“ und Kontrollverlust beim Schneiden führen kann.
- Querbelastungen und Hebeln vermeiden. Je dünner die Klinge, desto größer die Gefahr des Bruchs.
- Messer nicht mit offener Klinge herumliegen lassen. Nach Gebrauch direkt wieder in der Messerscheide verwahren bzw. zusammenklappen.
Messer-Talk: kleines Lexikon zum Mitreden
Wer soll sich da noch auskennen? Über 200 Messer und Multitools hat Globetrotter Ausrüstung im Sortiment. Wohl dem, der in einer der 21 Filialen fachkundige Beratung erfährt. Allen anderen, die im Webshop bestellen, hilft dieser Messer-Talk auf die Sprünge.
- Allgemeine Terminologie: Die scharfe Seite der Klinge heißt Schneide oder Wate, die gegenüberliegende Seite Rücken. Die Spitze wird auch als Ort bezeichnet. Die Verlängerung einer Klinge durch den Griff (auch: Heft) hindurch nennt man Erl oder Angel. Bei Geräten mit auswechselbarer Klinge spricht man von Schaft.
- Damaszener Stahl: Ursprünglich eine Herstellungstechnik aus dem Orient (Damaskus). Verschiedene Stähle werden gefaltet und mehrlagig geschmiedet. So lassen sich unterschiedliche Eigenschaften kombinieren und man bekommt widerstandsfähige, flexible und scharfe Klingen.
- Geschmiedet: Aus Halbzeug (Blech oder Rundstahl) unter dem Druck von Schmiedehämmern in Form gebrachtes Metall.
- Pulvermetallurgisch hergestellter Stahl: Aus Metallpulver unter hohem Druck in Form gepresst.
- Rockwell-Härte: Vor allem bei sehr harten Werkstoffen wird deren Härte in Rockwell (HR) gemessen. Diese ergibt sich aus der Eindringtiefe eines Prüfkörpers aus Diamant in den Stahl. Manchmal erkennbar an einem winzigen Punkt an der Klinge. Beispiele: Messerklinge aus Nirosta: 53 HR, VG10 ca. 59 HR, Weißpapierstahl (Shiro Gami) bis 65 HR. Ab ca. 55 HR kann ein Stahl nicht mehr gebohrt oder gefräst werden!
- Micarta: Extrem widerstandsfähiges, haltbares und hartes Griffmaterial. Wird praktisch ausschließlich im Messerbereich verarbeitet. Ein vielschichtiger Trägerblock (Papier, Leinen etc.) wird mit Phenolharz getränkt und härtet aus.
- Drop-Point-Klinge: Universell einsetzbare Klinge mit langgezogenem Bogen der Schneide. Ermöglicht einen langen, ziehenden Schnitt. Der Klingenrücken ist leicht zur Spitze hin gebogen. Relativ breite und stabile Klinge. Empfiehlt sich besonders für Jagdmesser.
- Clip-Point-Klinge: Stichlastige Allzweckklinge mit betonter Spitze. Der Rücken ist gerade oder konkav von der Schneide weg gezogen.
- Hecht-Klinge: Bekannt geworden durch das Bowiemesser. Das legendäre Arbeits- und Kampfmesser aus dem Wilden Westen ist nach dem Abenteurer und Soldaten James Bowie benannt.
- Skinner-Klinge: Häutemesser mit stark konvexer Klinge. Ermöglicht einen sehr langen Schnitt. Zum Stechen ungeeignet.
- Dolch: Beidseitig geschliffene Klinge mit in der Mitte liegender Spitze. In vielen Ländern ist das Mitführen von Dolchen verboten.
- Tanto-Form: Sehr robuste Klinge. Durch die Kante in der Schneide ungeeignet für präzises Schneiden. Das klassische japanische Tanto ist leicht geschwungen, die moderne Form, auch als »americanized Tanto« bezeichnet, hat eine gerade Schneide. Vorwiegend bei Kampfmessern. Auch das Kampfmesser der Bundeswehr ist ein Tanto.
- Schafsfuß-Klinge: Gerade Schneide mit meist stumpfer Spitze. Der Rücken ist bis zur Schneide heruntergezogen. Verwendung zum Beispiel als Segler- oder Rettungsmesser. Gut kontrollierbarer Schnitt, geringe Verletzungsgefahr.
- Einseitiger Schliff: Ergibt eine sehr stabile Klinge und ist einfach nachzuschleifen. Verwendung zum Beispiel bei Tanto-Messern oder Werkzeugmessern.
- Hohlschliff: Ergibt eine große Schärfe, schwächt durch den Materialverlust jedoch die Klinge. Verwendung bei Rasiermessern und manchen Schneidemessern. Ungeeignet zum Hacken oder Schneiden mit großem Druck.
- Balliger Schliff: Bietet eine große Stabilität der Klinge durch die von der Schneide weg schnell zunehmende Materialstärke. Gut geeignet für Äxte etc.
- Flachschliff: Kompromiss zwischen Schärfe und Stabilität. Universeller und gebräuchlichster Schliff. Die Klinge verjüngt sich im gleichbleibenden Winkel.







