Isle of Skye Trekking – Wilde Landschaften und spektakuläre Trails in Schottland
Isle of Skye Trekking: Naturerlebnis pur!
Tauche ein in die atemberaubende Natur der Isle of Skye beim Trekking. Vor allem der Skye Trail ist ein Erlebnis der besonderen Art. Mehr über Insider-Tipps und weitere Top-Routen liest du hier.
Warum die Isle of Skye so besonders ist?
Die Isle of Skye liegt im Westen von Schottland im Atlantik und gehört zu den Inneren Hebriden. Sie wird auch Insel des Nebels genannt, ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden und zählt zu den spektakulärsten Landschaften Großbritanniens. Die Insel ist berühmt für eine dramatische, wilde, fast mystische Natur: zerklüftete Küsten, steile Klippen, grüne Hügel und bizarre Felsformationen. Auch Naturpools, gefüllt mit klarem, türkisfarbenem Wasser sowie alte schottische Burgen und Schlösser, in dieser surrealen Landschaft ziehen Wander:innen und Fotograf:innen aus aller Welt an. Das raue Wetter und der ständige Wechsel von Regen, Nebel und Sonne sorgen immer wieder für neue Lichtstimmungen. Wildcampen, Trekking, Fernwandern oder Fotografieren – die Isle of Skye ist ein Paradies für alle, gerne draußen in wilder Natur unterwegs sind und dabei weniger Menschen als Schafen begegnen wollen.
Skye Trail: 130 Kilometer Trekking durch die Wildnis
Der Skye Trail ist eine 5- bis 7-tägige Weitwanderung über die ganze Insel. Die Wanderroute selbst durchschneidet die Isle of Skye von ihrem nördlichsten Punkt bei Rubha Hunish bis zum südlichsten Punkt bei Elgol und endet in Broadford, in der Nähe der Brücke zum Festland. Die Route folgt dem Trotternish Ridge, vorbei am Quiraing sowie den Küstenklippen auf der Isle of Skye. Jeden Tag ist die Landschaft anders, von malerischen kleinen Dörfern, beeindruckenden Bergkämmen, traumhaften Meereslandschaften bis hin zu sanften grünen Hügeln.
Skye Trail auf einen Blick
je nach Wetter und Route mittel bis anspruchsvoll
Übernachten auf dem Skye Trail
Der Skye Trail ist keine Tour, bei der du von Unterkunft zu Unterkunft wandern kannst, da die Strecken zwischen den Ortschaften zu weit sind. Du solltest ein Zelt dabei haben, damit du flexibel bleibst. Die meisten Wandernden wählen eine Kombination aus Camping und Unterkünften: Sie übernachten in Dörfern wie Portree, Broadford oder Staffin in B&Bs oder Pensionen und campen sonst meist auf Campingplätzen oder in der freien Natur. Unterwegs auf dem Skye Trail gibt es auch Bothies, das sind einfache, frei zugängliche Schutzhütten. Sie bieten ein Dach über dem Kopf, aber meist keinen Komfort – oft gibt es weder Strom noch fließendes Wasser. Weil die Hütten für alle Wander:innen zugänglich sind, gibt keine Garantie für einen Platz. Als Ersatz für ein eigenes Zelt eignen sie sich also nicht.
In Schottland gilt grundsätzlich das »Right to Roam«, ein gesetzlich verankertes Jedermannsrecht. Es erlaubt dir, auf unbebautem Land zu wandern und auch wild zu campen, solange du respektvoll mit der Natur umgehst, keinen Müll hinterlässt und private Grundstücke meidest. Suche dir mit gesundem Menschenverstand einen sicheren Platz, an dem du niemanden störst.
Navigation auf dem Isle of Skye Trail
Der Skye Trail ist nicht als durchgehende Wanderroute entwickelt. Er verbindet vielmehr verschiedene kürzere Trails lose miteinander und führt teilweise auch durch wegloses Gelände. Das heißt, die Navigation ist ein zentraler Teil der Tour. Die meisten Fernwander:innen nutzen einen GPX-Track oder Apps wie Komoot oder AllTrails. Hier gilt: Karten unbedingt vorher herunterladen, denn auf die Netzabdeckung auf dem Isle of Skye Trail kannst du dich nicht verlassen.
Versorgung auf dem Skye Trail
Auf dem Skye Trail solltest du dich darauf einstellen, dass Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants entlang des Weges sehr begrenzt sind. Portree, Broadford oder Staffin sind die Hauptanlaufstellen, um Lebensmittel aufzufüllen und eine warme Mahlzeit zu bekommen. Dort findest du kleine Supermärkte, Bäckereien und Cafés. Auf Campingplätzen oder in Bothies gibt es selten Einkaufsmöglichkeiten, manchmal nur einen Brunnen oder eine Quelle zum Wasserauffüllen. Für die weiten Strecken zwischen diesen Orten und die Übernachtungen in der Wildnis planen Wandernde ihre Verpflegung im Voraus und decken sich mit Trocken- und Fertignahrung sowie Snacks für mehrere Tage ein. Es lohnt sich also, die Etappen so zu planen, dass du in den Dörfern rechtzeitig Proviant nachkaufen kannst.
Einkaufsmöglichkeiten beim Trekking auf der Isle of Skye
- Portree – größte Auswahl an Supermärkten, Bäckereien, Cafés und Restaurants; ideal für die Versorgung zu Beginn oder in der Mitte des Trails.
- Broadford – kleinere Supermärkte, Tankstelle mit Shop, ein paar Cafés; gut für Proviant und Snacks.
- Staffin – kleiner Laden und Café.
- Elgol – kleines saisonal geöffnetes Café (Achtung: keine verlässliche Einkaufsmöglichkeit).
Wasser ist auf der Isle of Skye meist verfügbar. Viele Wandernde nutzen Quellen, Bäche oder kleine Flüsse entlang des Trails – und davon gibt es in der Regel mehr als genug. Das Wasser dort ist normalerweise klar, sollte aber vorsichtshalber gefiltert werden. Auf Campingplätzen oder in Dörfern wie Portree, Broadford oder Staffin kannst du natürlich Leitungswasser nachfüllen.
Skye Trail Route
Der Skye Trail ist rund 130 km lang und wird meistens in sieben Tagen gewandert. Diese Etappenplanung empfiehlt sich, wenn du die Landschaft in Ruhe genießen möchtest oder dir einen zeitlichen Puffer für schlechtes Wetter einbauen möchtest. Du könntest die Strecke auch in 5 Tagen schaffen, das ist jedoch etwas sportlicher.
Der Skye Trail in 7 Etappen
Länge: 17 km
Höhenmeter: 360 m↑
Länge: 23 km
Höhenmeter: 1130 m↑
Länge: 20 km
Höhenmeter: 330 m↑
Länge: 20 km
Höhenmeter: 180 m↑
Länge: 13 km
Höhenmeter: 100 m↑
Länge: 23 km
Höhenmeter: 400 m↑
Länge: 20 km
Höhenmeter: 300 m↑
Optionale Varianten im Trailverlauf
An einigen Stellen kannst du auf dem Skye Trail herausfordernde und technisch anspruchsvollere Varianten wählen:
- Technisch anspruchsvolle, aber landschaftlich spektakuläre Variante über den »Bad Step«. Hier läufst du auf einem schmalen, sehr ausgesetzten Felsvorsprung.
- Alpine Variante von der Camasunary Bothy über den Bla Bheinn nach Torrin über steile Abschnitte, Geröllfelder und teilweise ausgesetzte Passagen, aber dafür mit wunderschönen Aussichten. Diese Variante ist nur für geübte und trittsichere Wander:innen, die sicher im Navigieren sind.
Schwierigkeit des Skye Trails
Besondere Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten entlang des Skye Trails
Berge und Grate
- Trotternish Ridge – dramatischer Grat mit fantastischen Ausblicken
- Quiraing – markante Felsformationen und einzigartige Landschaft
- Old Man of Storr – ikonischer Felsen, eines der meistfotografierten Motive der Insel
- Marsco & Blà Bheinn – anspruchsvolle Gipfel mit tollen Panoramen
- Bad Step – ausgesetzte, alpine Passage für erfahrene Wandernde
Seen & Wasser
- Loch Parishale & Loch Leathan – stille, malerische Seen
- Torrin Pools – natürliche Wasserbecken entlang der Küste
- Allt na Peighinn Waterfall & Sligachan Waterfalls – schöne Wasserfälle
Küste & Strände
- Tianavaig Bay, Braes Beach, Cladach a’ Ghyline Beach, Elgol – beeindruckende Küstenlandschaften und Buchten
Historische/charakteristische Ortea
- Dun Ringill – Ruinen einer alten Festung
- Sligachan Old Bridge – bekannte Brücke am Ausgangspunkt der Cuillin Mountains
Historische/charakteristische Orte
- Dun Ringill – Ruinen einer alten Festung
- Sligachan Old Bridge – bekannte Brücke am Ausgangspunkt der Cuillin Mountains
Weitere Trekking-Routen auf der Isle of Skye:
- Fairy Pools: Kristallklare Wasserfälle und Pools am Fuße der Cuillin Mountains, ideal für eine malerische, leichte Wanderung.
- Neist Point Lighthouse: Ein kurzer, aber steiler Spaziergang zum westlichsten Punkt der Insel mit tollem Blick auf die Klippen.
- Scorrybreac Circuit: Ein relativ einfacher Rundweg bei Portree mit schönen Küstenblicken.
Tipps zur Vorbereitung und Ausrüstung fürs Trekking auf der Isle of Skye
Zur Planung von Trekkingtouren auf der Isle of Skye gehört deshalb vor allem, sich im Vorfeld mit der Route auseinanderzusetzen, einen GPX-Track herunterzuladen und zusätzlich eine analoge Karte im Rucksack dabeizuhaben. Mindestens genauso wichtig ist ein flexibler Zeitplan. Das Wetter kann auf der Isle of Skye innerhalb kürzester Zeit umschlagen: Sonne, Regen, Nebel und starker Wind wechseln sich oft im Stundentakt ab. Es lohnt es sich, Spielraum für Anpassungen zu lassen – sei es für eine verkürzte Etappe oder einen ungeplanten Pausentag. Generell gilt: Auf Skye bestimmt das Wetter den Rhythmus, nicht umgekehrt.
Auf dem Skye Trail solltest du dir einen guten Überblick über die Etappen verschaffen. Da es unterwegs nur wenige Versorgungsmöglichkeiten gibt und du mehrere Nächte in der freien Natur verbringst, solltest du wissen, wann du wo für mehrere Tage einkaufen musst.
Bei der Ausrüstung ist ein pragmatischer Ansatz gefragt. Leichtes Gepäck ist angenehm, aber zuverlässiger Wetterschutz hat beim Trekking auf der Isle of Skye oberste Priorität. Eine funktionale Regenjacke sowie eine Regenhose gehören immer in deinen Trekkingrucksack und stabile, wasserdichte Schuhe mit einer rutschfesten Sohle sind ebenfalls unverzichtbar. Vor allem die allgegenwärtige Nässe wird auf der Isle of Skye zur Herausforderung.
Midges beim Trekking auf der Isle of Skye
Midges sind winzige Mücken, die vor allem in Schottland, Irland und anderen feuchten, kühlen Regionen verbreitet sind. Sie saugen wie normale Mücken auch Blut und hinterlassen juckende Stiche. Packe unbedingt ein Midges Kopfnetz ein, denn die lästigen Insekten kommen in der Dämmerung zu Milliarden – wirklich Milliarden. Achte darauf, dass das Netz auch wirklich feinmaschig genug ist, um Midges abzuhalten. Die Löcher dürfen nicht zu groß sein, da die winzigen Viecher sonst trotzdem hindurchkommen. Auch dein Zelt sollte mit einem geeigneten Mückennetz ausgestattet sein.
Die Fotos in diesem Artikel stammen von Stephan Thom.
Mehr über seine Arbeit und Reise nach Schottland erfährst du hier:
TEXT: Mona Boos
FOTOS: Stephan Thom