Elsässer Flammkuchen

Im Topf durch den Advent

Seinen Namen verdankt der Flammkuchen (elsässisch: Flammekuech) dem Umstand, dass er in früheren Zeiten in den noch nicht ausgeloderten Brotbackofen eingeschoben wurde. Dem Holzfeuerbackofen wurde ordentlich eingeheizt und bevor man darin das eigentliche Brot buk, schob man den »flambierten Kuchen« in den noch sehr heißen Ofen. So wurde die erste starke Hitze genutzt. Gleichzeitig konnte auf diese Art die Temperatur des Ofens kontrolliert werden. War der Flammkuchen zu schnell dunkel, musste man mit dem Brotbacken noch warten, bis der Ofen etwas abgekühlt war. Brauchte der Flammkuchen etwas länger als üblich, musste der Bäcker für das Brot noch einmal einheizen.

Wir haben für die Zubereitung unseres Flammkuchens den Ooni Koda 12 verwendet. Aber natürlich kannst du dir diesen fantastischen Elsässer Flammkuchen auch einfach zu Hause in den Ofen schieben. Am besten gelingt er im sehr gut vorgeheizten Backofen auf einem Pizzastein.

Mit dem Ooni Koda Pizzaofen hast du eine mobile Backstube dabei. Unglaubliche 500 Grad Celsius können mit diesem tragbaren Gasofen erreicht werden. Damit bäckst du wie ein Profi – auch mitten im Wald!

#1 – Der Teig

Der Einfachheit halber haben wir den Teig zu Hause vorbereitet und ihn dann gemeinsam mit den Zutaten für den Belag mit nach draußen genommen. Der Teig sollte ohnehin etwas ruhen, damit sich das Glutennetzwerk gut bilden kann. Das etwas verrufene Gluten brauchen wir dringend für einen guten, geschmeidigen Teig. Wer keine Unverträglichkeit hat, darf das arme Gluten also feiern! Es besteht aus verschiedenen Eiweißen, die sich durch Zugabe von Wasser und durch (langes!) Kneten und Ruhen zu einem Netzwerk verbinden. Das Gluten sorgt also für einen elastischen, seidigen Teig. Der Flammkuchenteig sollte mindestens 10 Minuten geknetet werden! Am liebsten natürlich mit den Händen.

125 ml Wasser

6 g Salz

3 EL Olivenöl

250 g Mehl

Zunächst das Wasser in eine große Schüssel geben. Dann Salz und Öl unterrühren. Anschließend kleine Mengen Mehl unterheben und gut verrühren. Es sollten keine Klumpen entstehen. Eine Art Vorteig entsteht. Salz und Öl sind nun gut verteilt. Nach und nach alles Mehl unterkneten. Immer wieder die Mehlränder an der Schüsselwand mit einarbeiten.

Nach einer Weile verbindet sich der Teig zu einer immer homogeneren Masse. Dann klebt er auch nicht mehr an den Händen. Geduld! Wenn der Teig nicht mehr an der Schüssel kleben bleibt, auf einem Holzbrett weiter kneten. Wer genügend Ausdauer mitbringt, kann den Teig gut 20 Minuten bearbeiten.

Den Teig anschließend in eine abgedichtete Schüssel oder Dose legen und mindestens eine Stunde ruhen lassen.

Nach dem kneten, kneten, kneten … darf der Teig und auch die Hand des Bäckers ruhen. In der Zwischenzeit packen wir den Ooni in seine Tragetasche und machen uns auf den Weg – raus!

#2 – Der Belag

150 g Crème fraîche

Salz, Pfeffer

1 Lauchzwiebel

1 Schalotte

1 Zwiebel, rot

100 g Speck (dünne Scheiben oder gewürfelt)

Elsässer Flammkuchen wir klassischerweise mit Crème fraîche zubereitet. Salzen und pfeffern. Wer möchte, gibt einen kleinen Schuss Sahne hinzu.

Zwiebeln in dünne Ringe schneiden. Lauchzwiebeln in schräge Scheiben schneiden.

Den Teig in etwa Tischtennisball große Einheiten portionieren. 2-3 mm dick ausrollen. (Das geht sehr gut mit einer Trinkflasche!)

Crème fraîche verstreichen und mit dreierlei Zwiebeln und Speck belegen.

Im sehr heißen Ofen wenige Minuten backen.

Ein paar rohe Lauchzwiebelstücke auf den gebackenen Flammkuchen geben.

Wenn du den Ooni Koda nutzt, achte darauf, dass er mindestens 25 Minuten vorheizt. Der Pizzastein muss gut erhitzt sein, sonst gelingen weder Flammkuchen noch Pizzen! Ist der Ooni gut heiß, kann die Hitze etwas herunter geregelt werden. Forme eher kleine Teigfladen. Schiebe den Flammkuchen nicht zu tief nach hinten in den Ofen hinein. Eher den vorderen Bereich des Ofens nutzen. Den Flammkuchen beobachten und immer wieder drehen, damit er gleichmäßig gebräunt wird.

#3 – Die Alternative

150 g Crème fraîche

1 Dolde Trauben (rot)

1 EL Pinienkerne

Salz

Rosmarin

Alternativ (oder als Nachtisch) kann man den Flammkuchen mit Pinienkernen und Trauben belegen. Auch Rosmarin passt gut zu dieser Kombination.

Eine tolle, frische und vegetarische Variation des klassischen Flammkuchens. Unbedingt ausprobieren!

Bon appétit!

Schmeckt im Advent – und auch sonst. Immer.

Pack deinen Ofen in den Bollerwagen und dann ab nach draußen! Im winterlichen Wald schmeckt der heiß dampfende, kross gebackene Flammkuchen noch besser als auf dem Weihnachtsmarkt. Versprochen!


Ooni Koda – der Outdoor-Pizzaofen für Profis

Kristian, CO-Gründer von Ooni neben seiner Frau Darina, ist leidenschaftlicher Hobby-Pizzabäcker, war aber enttäuscht, dass es ihm nie gelang, außergewöhnlich gute Pizzen selber zu backen. Dafür fehlte ihm Zuhause schlicht und einfach ein Ofen, der wirklich hohe Temperaturen erzielen kann. Alle bis dahin auf dem Markt gewesenen Pizzaöfen waren extrem teuer und sperrig. So entwickelte Kristian den ersten tragbaren und kosteneffizienten Pizzaofen. Was mit einer einfachen Idee begann, ist inzwischen zu einem mehrfach ausgezeichneten Unternehmen mit einer globalen Gemeinschaft auf der ganzen Welt herangewachsen. Dabei hat die Marke ein Ziel nie aus den Augen verloren: Der Welt die passenden Werkzeuge an die Hand zu geben, die es jedem ermöglichen, beeindruckende Pizzen selbst zu backen.

Text: Tom Jutzler