The Great Himalaya Winter-Trail

Eine Winterexpedition zum höchsten Weitwanderweg der Welt, dem Great Himalaya Trail (GHT): Ein Projekt über Freundschaft und Klimawandel. Mit Hannes Künkel

Entlang des Hauptkamms des Himalajas führt der 1.700 Kilometer lange Great Himalaya Trail (GHT) bis auf über 6.000 Meter hinauf. Gleich zwanzig 5.000-Meter-Pässe wollen überquert werden. Anfang 2017 wagten Hannes Künkel (35) und Pemba Jangbu Sherpa (30) die erste Winterbegehung des Great Himalaya Trail. Ein echtes Megaprojekt, bei dem die beiden von Tierra, Globetrotter und Primaloft unterstützt wurden. Ziel des Hamburger Geografen und des nepalesischen Bergführers: Auf die fortschreitende Klimaerwärmung aufmerksam machen, die diesen Versuch überhaupt erst möglich macht. In 2019 folgte Versuch Nummer zwei: Neues Team, optimierte Ausrüstung und viele Learnings aus dem ersten Versuch.

Ein mehrjähriges Großprojekt über Kultur, Freundschaft und Einflüsse des Klimawandels.

Abschnitte des Großprojekts GHWT

Hannes ist Diplom-Geograph, Medienproduzent und professioneller Abenteurer mit Himalaya-Schwerpunkt. Er hat sich auf extreme Trekkings, Explorationstouren und Filmexpeditionen spezialisiert. Mittlerweile gilt er nicht nur aufgrund seiner langen Zeit vor Ort, sondern auch aufgrund seiner Forschungsarbeiten und gewachsenen Freundschaften mit Einheimischen als einer der besten Hochasienkenner seiner Generation.

So weit die Füße tragen.

Der Great Himalaya Trail (GHT) ist der längste und höchstgelegene Weitwanderweg der Welt. Im kommenden Winter versuchen sich erstmals zwei Abenteurer an einer Winterbegehung.

  GHWT 2017 | zum Projekt

Hannes im Globetrotter Magazin

Passion gefunden: Hannes Künkel ist Geograf, Abenteurer und Filmemacher mit großer Leidenschaft für Nepal und das höchste Gebirge der Welt.

Hannes im Himalaya

Der Great Himalaya Wintertrail

Eine Winterexpedition zum höchsten Weitwanderweg der Welt, dem Great Himalaya Trail (GHT): Ein Projekt über Freundschaft und Klimawandel. Eine Fortsetzung in 2019 mit Hannes Künkel.

Zum zweiten Abenteuerbericht

Es geht um das Verlassen des gewohnten, auch sozialen Umfeldes, um ein Wagnis einzugehen, das interessant, faszinierend oder auch gefährlich zu sein verspricht und bei dem der Ausgang ungewiss ist.

Hannes Künkel

Hannes Vlog: Ein Blick hinter die Kulissen.

In seinen Vlogs nimmt Hannes euch mit in seine private Expeditionsstube und gibt euch Input zum Thema Winterexpeditionen. Welche Ausrüstung muss mit? Wie pflegt und lagert er diese nachhaltig? Wie bereitet er sich auf Expeditionen vor und wie kam er eigentlich an den Punkt als Expeditionsprofi mit dem Schwerpunkt Himalaya?

Hannes Vlog: Die Wege zum Ziel – Wie wird man Expeditionsprofi?

Wir haben Hannes gefragt, wie man Forschungsexpeditionist wird und wollten alles ganz genau wissen. In seinem ersten Vlog erzählt Hannes von seinen Anfängen und seiner Entwicklung im Bereich Winterexpedition. Als Student bereiste er mit jungen 21 Jahren das Gebiet des Himalaya, kehrte immer wieder zurück, widmete sich der Hochgebirgsforschung und schrieb später seine Diplomarbeit über die Gebirgskette.

Hannes Vlog: Wie bereitet man sich auf Wintertrekkingtouren im unwegsamen Gelände vor?

Wie bereitet er sich auf diese extremen Touren vor, die Körper und Geist einiges, wenn nicht gar alles abverlangen?

Hannes Vlog: Ausrüstungsmanagement – So behält man den Überblick

Das richtige Ausrüstungsmanagement für kommende Winterexpeditionen. Hannes zeigt, wie er seine Ausrüstung lagert, sortiert, pflegt und für Touren das passende auswählt.

Hannes Vlog: Ausrüsten lassen für eine Wintertrekkingtour

Hannes war vor einigen Wochen zu Besuch in der Hamburger Globetrotterfiliale und ließ sich dort von Olliver, unserem langjährigen Beratungsexperten, ehemaligen Bergführer in Chile und Canyoning-Guide in Österreich, umfassend zu den Themen Schneeschuhe (schweres Gepäck + Pulverschnee) und dem InReachSystem von Garmin beraten.

Hannes im Interview (2019)

HANNES KÜNKEL

Hannes (*1981, Hamburg), ist Diplom Geograph, Medienproduzent und Abenteurer mit Himalaya-Schwerpunkt. Als Zwölfjähriger war Hannes das erste Mal im Globetrotter Barmbek, seitdem kommt er immer wieder, um sich für seine gewachsenen Abenteuer auszurüsten. Die Leidenschaft zu Reisen und zu Entdecken bestimmen sein privates und berufliches Leben. In weit über 20 Forschungsreisen, Expeditionen und Trekkingtouren, zuletzt auch zusammen mit seiner Familie, hat Hannes den Himalaya intensiv kennen und lieben gelernt. Mit Pemba verbindet ihn seit dem Erdbeben von 2015, welches sie beide auf einer Mt. Everest Expedition in Tibet erlebten, eine tiefe Freundschaft. Mit dem Versuch den Great Himalaya Trail im Winter erstzubegehen, fanden die beiden ungleichen Freunde eine Herausforderung bei der sie ihre beiden Kompetenzen perfekt vereinen konnten.

Hannes, du hast in den letzten vier Jahren viel Aufwand in ein komplexes Expeditionsziel gesteckt, worum ging es?
“Ich wollte immer ein Projekt machen, das mich persönlich an meine Grenzen bringt, aber trotzdem einen übergeordneten Wert an sich hat. Beim Great Himalaya Trail-Projekt sind es gleich zwei Themen, die über das Abenteuer hinaus gehen: 1. Die direkte Auseinandersetzung mit den Folgen des Klimawandels und 2. die Begegnungen mit den Menschen unterwegs und das Leben mit den Sherpa”.

Kannst du das noch genauer beschreiben?
Ich wollte zusammen mit meinem nepalesischen Freund Pemba Jangbu Sherpa, den Great Himalaya Trail, die höchste und längste alpine Trekkingroute der Welt – zumindest in ihrem anspruchsvollsten Teil – das erste Mal im Winter begehen. Wir wollten dabei autark unterwegs sein und unser Abenteuer sowie die Begegnungen mit den Menschen für einen Expeditionsfilm dokumentieren” 

Selbst unter den besten Bedingungen ist es nicht möglich den Great Himalaya Trail auf ihrer Highroute im Winter als Ganzes zu begehen. Pemba und ich haben uns deswegen für ein Teilabschnitt entschieden. Allerdings, um einen Abschnitt, der es in sich hat: Schwierige Pässe, tief eingeschnittene Täler und teilweise extreme Abgelegenheit fordern die Mannschaft heraus.

Hannes Künkel

Kannst du uns ein paar Eckdaten nennen für den Teil, den ihr geplant habt? 
Gerne! 50Tage, ca. 25 Zeltnächte und 25 mal Einkehr bei Einheimischen in abgelegenen Hochgebirgsdörfern, ca. 500km Strecke, >100.000Höhenmeter, -5°bis -30°C, 3 x verschneite 5.000er Pässe, 2 x vergletscherte 6.000m Passübergänge, einmal duschen, mein Freund Pemba, 5 Sherpa, 1 Kamerafrau, 1 Fotograf, Rucksäcke zwischen 20 und 35Kg, zwei Versuche, viele tausend Euros, 2TB Filmmaterial”

Hannes: “Selbst unter den besten Bedingungen ist es nicht möglich den Great Himalaya Trail auf ihrer Highroute im Winter als Ganzes zu begehen. Pemba und ich haben uns deswegen für ein Teilabschnitt entschieden. Allerdings, um einen Abschnitt der es in sich hat: schwierige Pässe, tief eingeschnittene Täler und teilweise extreme Abgelegenheit fordern die Mannschaft heraus.

Hinweis: Die Karte ist falsch herum. Man schaut aus dem Norden, von Tibet über den Himalaya Hauptkamm nach Süden.

Ganz im Osten Nepals an dem dritthöchsten Berg der Welt, dem Kantschendzönga (8.586m) startet das Team. Vorbei an vier weiteren 8.000ern, Makalu (8.481m), Lhotse (8.516m), Mt. Everest (8.848m) und Cho Oyu (8.201m), führt die Route nach Westen. Auf dem Weg in den Khumbu, die Heimat der Sherpa, überquert die Route zwei über 6.200m hohe Pässe, die Ice Cols, zwei weitere vergletscherte 5.000er Pässe liegen auf der Strecke. In den wenigen abgelegenen Dörfern auf der Route hofft das Team auf frische Vorräte und wärmende Feuer.”

Weiteres Interview: https://www.globetrotter.de/magazin/hannes-im-himalaja/

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Text: Frederieke Krippeit
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