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        the long way to rotorua

        Text und Fotos Stephan Glocker & Til Eder

        Zwei alte Freunde, ein Campingbus und 1500 Songs. Mehr braucht es nicht für einen epischen Roadtrip durch Neuseeland.

        Te Anau nach Milford Sound, 120 km.

        Pink Floyd, The Dark Side of the Moon.

        Wenn der 50. Geburtstag naht, neigen manche Männer zu Aktionismus. Letzt­e Chance für lang gehegte Pläne, befürchten sie. Noch mal richtig losziehen, bevor die Bandscheiben schlappmachen, erklären sie. Jetzt oder nie!, rufen sie. Til und ich zählen zu diesen Männern. Neuseeland, ein uralter Traum, so oft aufgeschoben. Aber jetzt rollt unser Camper tatsächlich über die Milford Road, die »schönste Sackgasse der Welt«.

        The Dark Side of the Moon tönt aus den Boxen, und jeden Song untermalt der Fiordland-Nationalpark mit neuen Landschaften: weite Seen, wildes Buschland, gewaltige Trogtäler mit Lupinen­wiesen und Birkenwäldern.

        Je näher wir ans Meer kommen, desto höher und steiler die Berge. Gletscher blitzen durch die Wolken. Am Ende der Straße warten der ikonische Fjord des Milfor­­d Sound und eine Tour auf dem farngrünen Milford Track. Der zerklüftete Küstenstrich zählt zu den nassesten Gegenden der Welt: 8000 Millimeter Niederschlag jährlich, das 15-Fache von Berlin. Aber unsere Gore-Jacken bleiben im Rucksack, seit drei Tagen herrscht schönster Sonnenschein. Neuseeland leuchtet. Pink Floyd spielt Us and Them. Die Bandscheiben halten. Alles richtig gemacht.

        Manapouri nach Te Anau, 22 km.

        Hank Snow, Singles, Vol. 5.
        Was haben wir diskutiert vor dieser Reise. Die Neuseeland-erfahrenen Freunde überschütteten uns mit Kiwi-Tipps für zwei Monate Dauer­programm (»das Minimum!«) und schüttelten mitleidig die Köpfe, weil wir nur dreieinhalb Wochen Zeit im Gepäck haben. Aber Männe­r, deren 50. Geburtstag naht, müssen – im Gegensatz zu all den entspannten Abi­turiente­­­n, Sabbatical-Genießern, Hochzeitsreisenden und Rentnern, denen wir begegnen – mit ihren Urlaubstagen jonglieren.

        Eine kleine Minderheit riet von Neuseeland sogar ab: Sieht doch alles aus wie in Europa, dafür muss man nicht um die halbe Welt fahren. Die haben den Fiordland-Nationalpark schon mal nicht gesehen. Unser recht straffer Plan: Anreise Ende November über Singapur, dort ein Tag Zwischenstopp mit intensivem Sight­seeing – auch, um die Anreise zu splitten und dem XXL-Jetlag vorzubeugen (was erstaunlich gut funktioniert). Von Auckland per Flieger in den tiefsten Süden, ein paar Tage im Fiordland-Nationalpark, dann im Mietcamper über die Südinsel (Wandern! Paddeln! Weinproben!).
        Per Fähre weiter auf die Nordinsel, den Tongariro Crossing mitnehmen und zum Finale bei Freunden in Rotorua abhängen. Heimflug von Auckland kurz vor Weihnachten. Für Kiwi-Experten mag das weniger sein als »das Minimu­­m!« – uns ist es einen Versuch wert.

        Ein Tag Stopover in Singapur, wo es imposante Architektur

        und Imbiss­buden mit Michelin-Stern gibt.

        Einen Tag später sind wir auf der Südinsel – halbwegs ausgeschlafen.

        Der schönste Trailhead auf Erden? Nur per Wassertaxi erreicht man den Milford Track im Milford Sound.


        Eben kommen wir zurück vom Tagesausflug am Doubtful Sound, einer sehr komfortablen Tour in die tiefste Wildnis von Fiordland: Mit dem Schiff geht es über den Lake Manapouri, dann per Bus über den Wilmot Pass hinunte­­r in den grünen Fjord, wo das nächste Boot wartet.


        Über bis zu 600 Meter hohe Wasserfälle stürzt hier so viel Süßwasser ins Meer, dass das Salzwasser einige Meter nach unten gedrückt wird. Den Seebären, Delfinen und Pinguinen, die sich im Meer tummeln, scheint das zu gefallen.

        Seinen sonderbaren Namen verdankt der »zweifelhafte Sund« dem Entdecker Kapitän Cook – der befürchtete, dass er segelnd nicht mehr aus dem windigen Meeresarm herauskäme, und ließ die Erkundung lieber bleiben. Da hat er was verpasst. 

        Ganoven am Kepler Track: Ein Kea-Papagei macht Show, sein Kollege raubt derweil den Rucksack aus.

        Te Anau nach Lake Tekapo, 416 km.

        Keith Jarrett, Standards Live.
        Wir rollen nordwärts – und sind so geflasht von den fünf Tagen in Fiordland, dass wir argwöhnen, schon alle Highlights hinter uns zu haben. Selbst unsere Organisationspanne – wir hatten kein Permit für eine der berühmten Mehrtages-Wanderungen im Nationalpark bekommen – wendete sich zum Guten, weil man die Tracks auch ganz gut auf Tagestouren erkunden kann. So haben wir einiges gesehen: die frechen Kea-Papageien am Kepler Track, die spektakulären Aussichten am Routeburn Track, das grüne Paradies des Milford Track (alle Infos dazu übrigens im Online-Roadbook zu dieser Tour, siehe unten).

        Auch die Locals haben wir ins Herz geschlossen – wie unseren Guide Steve, der im Rucksack die neuesten Tageszeitungen mitschleppte, um diese den Arbeitern zu überreichen, die den Kepler Track instand halten und während­dessen in Waldhütten hausen. Oder Anja, die uns zwei Stunden in breitem Kiwi-Englisch die Wunder des Milford Sound erklärte, bis sie Tils breitem Schwäbisch nicht mehr widerstehen konnt­e und sich outete: »Du, i bin ja ursprünglich au von dr Alb!«

        Video: Roadtrip Neuseeland

        Lake Tekapo nach Akaroa, 281 km.

        The Beatles, Sgt. Pepper’s Lonely Heart Club Band.
        Die Sorge, dass nach dem Fiordland nichts Vergleichbares mehr kommen könnte, ist während unserer Querung der Südinsel mit jedem Kilometer zerbröselt. Wie es sich für einen anständigen Roadtrip gehört, wird das Fahren und Schauen zum integrale­­n Bestandteil der Reise. Neuseeland spielt die oft beschworene Vielfalt aus. Freundliche Hügel wie in Irland, wilde Berge wie in den Pyrenäen, wunderschöne Wiesen wie in Norddeutschland, weiter Himmel wie in den USA. Und Schafe. Okay, dass es hier Schafe gibt, ist keine Überraschung – aber es sind doch überraschend viele Schafe: 5,5 Tiere auf jeden Einwohner, sagt Google. Wie kleine Wölkchen ziehen sie über die grün­e Landschaft, darüber echte Wölkchen am blauen Himmel.

        Zwischenstopp haben wir gestern am Lake Tekapo gemacht, von den Gletschern der neuseeländischen Alpen gespeist und mintgrün leuchtend. Vom Nordufer grüßte zum Sonnen­untergang der Mount Cook. Nach Sonnenuntergang ging es ins Observatorium auf den nahen Mount John, wo Astronomie-Studente­­n das Kreuz des Südens zeigen und dazu heißen Kakao und Brownies reichen.

        Jetzt sind wir kurz vor dem Küstenstädtchen Akaroa, französisch geprägt und liebreizend in einem Naturhafen gelegen, der mal ein Vulkan war. »Schwimmen mit Delfinen«, sagt der Plan. Fun is the one thing that money can’t buy, singen die Beatles.

        Akaroa nach Hanmer Springs, 281 km.

        Red Hot Chili Peppers, Blood Sugar Sex Magik.

        Die Beatles lagen falsch: »Schwimmen mit Delfinen« war ein Riesenspaß – und kostet 150 NZ-Dollar, also knapp 100 Euro.  Mit dem Boot aufs Meer, im dicken Neopren ins kalte Wasser des Südpazifik, Ausschau halten nach den Rückenflossen der Hector-Delfine. »Die kleinsten Delfine der Welt!«, prahlen die Guides, ein typischer Kiwi-Superlativ. In Akaroa, das auch von Kreuzfahrtschiffen angelaufen wird, verleihen wir dem lokalen Wein namens Meniscus ebenfalls einen Superlativ: bester Pinot Noir des Trips – und dieser Wettbewerb ist hart.      

        Kurzer Stopp in Christchurch, Til ergattert in einem Pfandhaus die offizielle Roadtrip-Gitarre (90 NZD). Musik, ob selbst fabriziert oder vom Player, gehört auch zu den integralen Bestandteilen so einer Tour. Mit Til war ich schon in den USA on the road; unvergessen, wie er beim Karaoke-Abend im kalifornischen Hinterland Desperado gesungen hat für seinen gerade verstorbenen Hund. Alle haben geheult, auch die volltätowierten Rednecks. 

        With The Beatles. Auf Smiths Farm haben auch die Schafe die Ruhe weg.

        Hanmer Springs bis Smiths Farm bei Picton, 367 km.

        Mika, The Life in Cartoon Motion.

        Vom Meer wieder in die Berge. Keine Bäume mehr, dafür zugige Hochalmen. Düstere Wolken fetzen über die Kämme. Bestimmt ein Drehort für grausige Schlachten in »Herr der Ringe« (freundliche Kiwis bestätigen staunenden Touristen gerne, dass »genau hier« für Herr der Ringe gedreht wurde – und das an jedem beliebigen Ort). Gegen den Sturm am Lewis Pass stemmen sich Schafe und eine einsame Werbetafel: »Home of your Ice-breaker«. Mir wird ganz warm im Merino-Shirt. Danke, liebe Schafe. 

        Die Route über Hanmer Springs war nicht geplant, doch die Kaikoura-Halbinsel ist nach dem Erdbeben vom November 2016 gerade kaum erreichbar und kann sicher auf im Weg stehende Touristen verzichten. Doch auch der Thermal-Ort in den Bergen hat uns einen flotten Nachmittag beschert: mit Monsterrutschbahnen im ErlebnisSchwimmbad sowie einer fetzigen Jetboat-Sause auf dem Hanmer River.  Nur das Bungee-Jumping haben wir ausgelassen (Bandscheiben!). 

        Jetzt kommt wieder Meer in Sicht, das obere Ende der Südinsel ist erreicht. Allerdings noch nicht unser Campingplatz »Smiths Farm«, kurz vor Picton: Die letzten Kilometer von Havelock auf dem Queen Charlotte Drive sind wohl das kurvigste Stück Straße, das wir je unter den Rädern hatten. Der Fahrer kurbelt ohne Unterlass, der Beifahrer krallt sich in die Armlehnen. Muskelkater vom Camperfahren? Doch, das gibt es.  


        Sportlicher Lebensstil in meinem Wohnmobil, singt Georg Ringsgwandl. Aber erst mal frühstücken über der Bucht von Akaroa.

        Picton bis Abel Tasman, 172 km.

        Stenkelfeld, Gesamtausgabe.

        Unser edler Maui-Camper besitzt den begehrten »Self contained«-Sticker, verfügt also über ein autarkes Klo. Damit dürfen wir auch außerhalb offizieller Campingplätze logieren. Smiths Farm allerdings hätten wir nur ungern verpasst, der Familien-Zeltplatz mit herzlichen Gastgebern und Streichelzoo ist ein gemütlicher Gegenentwurf zu den straff organisierten Groß-Campgrounds, die von den Camper-Karawanen angesteuert werden. Chefin Barbara empfängt uns mit einem Fläschchen Sauvignon Blanc, ihr Mann Chris nimmt uns abends mit auf Glühwürmchen-Safari.  

        Morgens geht es direkt nach Picton und weiter mit dem Linienschiff zum Queen Charlotte Track. Wie Smiths Farm fast ein Geheimtipp, denn die meisten Traveller rollen hier von der Nord-insel-Fähre und gleich weiter. Der Track führt durch den Urwald des Queen Charlotte Sound. Riesige Bäume, interessante Vögel, und überall imposanter »Föhn« (Farn heißt auf Englisch Fern, wird aber im Kiwi-Akzent exakt so ausgesprochen wie der deutsche Haartrockner). Wir wandern mit Merlin, einem jungen Engländer. Sein Vater ist Neuseeländer, nun erkundet Merlin das Land seiner Ahnen. Als Erstes wurde ihm hier erklärt, dass seine in England gestochenen Maori-Tattoos leider vor Fehlern strotzen. Nun hat Merli-n einige Sessions beim echten Maori-Tätowierer vor sich, um die Rechtschreibung glattzuziehen. 

        Nach dem wunderbaren Wandertag checken wir den Wetter-bericht für den Abel Tasman-Nationalpark – unser nächstes Ziel, eine zweitägige Kajaktour ist dort gebucht. Och nee: Dauerregen! 

        Kochen und keltern können die Kiwis: Grüne Muscheln im Camp

        Grüner wird’s nicht: unterwegs im Küstenregenwald.

        Abel Tasman bis Blenheim, 209 km.

        Spliff, The Spliff Radio Show.

        Was war denn das? Aus der mutmaßlich größten Pleite des Trips sind zwei der besten Tage überhaupt geworden. Aber von vorne: Beim Veranstalter Abel Tasman Kayaks in Marahau angekommen, finden wir im Platzregen kaum die Tür. Drinnen die Hiobsbotschaft: No kayaking today. Aber ihr könnt ja wandern. – Hmm, und die gebuchte Übernachtung, wie läuft das? – Hier habt ihr eine Karte: Lauft zur Anchorage Bay. Dort winkt ihr einfach. – Winken, aha … okay. 

        Til und ich werfen uns also in Gore-Tex und ziehen los. Abel Tasman, weltberühmt als leuchtendes Naturgemälde aus grünen Hügeln, weißen Stränden und türkisem Wasser, erscheint zunächst nass und trüb, nimmt uns aber schnell gefangen. Im gedämpften Licht schimmert der Föhn in tausend Grüntönen, das Wasser rauscht vom Berg und unten am Strand. Wir sind völlig allein im Küstenregenwald. Nach drei eindrücklichen Stunden erreichen wir Anchorage Bay – und winken. Tatsächlich erscheint bald ein Schlauchboot, darin ein Kiwi in Shorts, der amüsiert unsere klatsch-nassen Regenkombis mustert: Ihr müsst die Deutschen sein. 

        Schönster Abend der Reise: bei Mark und Jane auf dem schwimmenden Hostel mitten im Abel-Tasman-Nationalpark. 

        Mark bringt uns zu seinem schwimmenden Hostel. Mitten in der Bucht verankert, bietet das Aquapacker erstaunlich viel Platz, eine grandiose Küche und den besten Badeplatz in Abel Tasman. An Bord ist bereits eine Gruppe aus elf Mädels aus aller Welt mit einem männlichen Guide. Dazu wir zwei und die Herbergseltern. Mark und seine Frau Jane sind der Wahnsinn: selbst weit gereiste Backpacker, die sich nun freuen, wenn die Leute aus aller Welt zu ihnen kommen. Es wird ein epischer Abend. 

        Am Morgen scheint die Sonne. Die Jungs von Abel Tasman Kayaks holen uns ab, wir steigen direkt in die Kajaks um und paddeln los. Seelöwen, Delfine, Sand, Meer, alles super. Aber das Beste war das Aquapacker.

        Blenheim (Südinsel) bis Marton (Nordinsel), 287 km.

        ZAZ, Recto Verso.

        Vor dem Abschied von der Südinsel ein Besuch beim Nobel-Weingut Cloudy Bay – berühmt für seinen Sauvignon Blanc. Diese Aromabombe hat den Weltruhm der Kiwi-Winzer begründet und im Anbaugebiet Marl-borough einen regelrechten Weintourismus ausgelöst. Überall im Tal tingeln die Freunde guter Tropfen herum und probieren sich durch die Weingüter. Wir absolvieren bei Cloudy Bay das volle Programm: erst Betriebsführung, dann zehngängige Weinprobe vom Rosé-Sekt bis zum Dessertwein. Es ist wie im Himmel, allerdings auch erst Vormittag. Im Anschluss scheint ein Mittagsschläfchen im Camper geboten, sonst würde-n wir die Rampe der Autofähre wohl nicht sauber treffen. 

        Hallo Nordinsel! In Wellington tauchen wir im toll gemachten Museum Te Papa in die wilde Geschichte Neuseelands ein: polynesische Einbäume, verwegene Ent-decker und beeindruckende Maori-Kunst. Dann weiter ins Örtchen Marton zur Farm von Gay. Bei ihr hat Tils Tochter vor ein paar Jahren mit Work & Travel gejobbt. Man hat sich angefreundet, Gay war auch schon in Deutschland. Jetzt sind wir zum Gegenbesuch eingeladen. 

        Weinführung in Cloudy Bay – der Sauvignon Blanc wird kultisch verehrt.

        Marton bis Tongariro-Nationalpark, 173 km.

        Heinz Strunk, Fleisch ist mein Gemüse (Hörbuch, gelesen vom Heinzer selbst).

        Ein wunderbarer Abend mit Gay, zwei Hunden, einem Pfau und dem 8-Kilo-Kater Jack. Gays Ridgewood Farm ist ein Idyll abseits aller Touristenpfade (Tipp: Dort gibt’s auch B&B-Zimmer). Nun nehmen wir Kurs auf Tongariro. Swing time is good time, and good time is better time.


        Quer durch Tongariro: der Tagestour-Klassiker auf der Nordinsel.

        Tongariro-Nationalpark bis Rotorua, 182 km.

        Helene Fischer (nein, nur Spaß ;-) Led Zeppelin, Remasters.

        Die Kombination von strahlenden Augen und Muskelkater ist immer ein gutes Zeichen. Hinter uns liegt der Tongariro Crossing. 23 km, 1900 Höhenmeter zeigt das GPS. Was es nicht zeigt: Urlandschaften aus Fels und Asche, metallisch schimmernde Mineralseen und einen Vulkan mit Eiskrone – klar, auch ein Herr-der-Ringe-Drehort: der Mount Doom, wo der Ring schmilzt. 

        Der lange Weg nach Rotorua ist fast zu Ende. Wir besuchen dort noch Paddel-Freunde, die an den Kaituna River ausgewandert sind. Treffpunkt ist der Okere Falls Store – Andi hält Weißbier aus dem Allgäu vor. 

        Unsere Bilanz, kurz vor dem Ziel: Das Prinzip eines Kiwi-Roadtrips – so rumcruisen und zwischendurch Ausflüge unternehmen – funk-tioniert auch mit limitiertem Zeitbudget. Dreieinhalb Wochen sind für Neuseeland kurz, aber nicht zu kurz. Vor allem, weil es die besten Wochen unseres bisherigen Traveller-Lebens waren. Und das kurz vor dem 50. Geburtstag. Ha! 

        Der Camper rollt dahin. There are two paths you can go by, but in the long run there's still time to change the road you’re on, singt Robert Plant.

        Das große Roadbook zur Tour

        Alle Routen, Infos und viele Tipps zu diesem Roadtrip. Lasst euch inspirieren!

        Neuseeland ist fast so groß wie Italien, voller Attraktionen – und unmöglich in ein paar Wochen oder auch Monaten komplett zu »machen«. Deshalb ist eine gute Routenplanung mit einigen gesetzten Highlights sinnvoll. Diese hängt von den eigenen Vorlieben, dem Zeitbudget und nicht zuletzt der Reisekasse ab. 

        Das Globetrotter-Team hat sich ein 25-Tage-Programm (inkl. An- und Abreise)  zurechtgelegt:  Anreise mit einem Stop­over-Tag in Singapur; erst auf die Süd­insel (gute 2 Wochen), dann zur Nordinsel (1 Woche).
        Vorher gesetzte Ziele: Fiordland-Nationalpark, Abel Tasman N. P. , Tongariro N. P., Rotorua. Dazwischen liegen ca. 3000 km im Mietcamper und jede Menge tolle Zwischenstopps. Rückreise:  Auckland über L.A. und London. 

        Falls ihr euren eigenen Camper-Trip bei den Kiwis plant, lasst euch von unserem Roadbook inspirieren: roadbook_nz.pdf



        Ausführliche allgemeine Infos auf der offiziellen Website von Neuseeland (deutsch)  www.newzealand.com/de  

        Das Happy End: Til schenkte die Pfand­haus-Gitarre einer Travellerin, die sie später ihrerseits weiterschenken wird.

        Wildwasser-Rentner Stephan traute sich noch den wilden Kaituna hinunter. 

        Der beste Weg nach Neuseeland

        Der Traumtrip zu den Kiwis hat nur einen Haken: die schockierend lange Anreise. Gute Planung lohnt sich.
        Unser Tipp: Air New Zealand.

        Wollen Europäer nach Neu- see­land, müssen sie erst mal schlucken: Über 24 h Reise- zeit, 12 h Zeitverschiebung und ein stattlicher ökologischer Fußabdruck. Aber man versetze sich mal in die Lage der Kiwis: Für die ist fast jede Reise ins Ausland ähnlich aufwendig.
        Diese Langstreckenerfahrung merkt man Air New Zealand (NZ) an. Die nationale Airline wurde bei uns durch ihre Flugzeuge mit Hobbit-Motiven bekannt, ist aber inzwischen eine der weltweit führenden Linien in Sachen Komfort, Umweltschutz und Preis- Leistungs-Verhältnis.

        Route clever wählen
        Direkt: Von London fliegt NZ täglich über Los Angeles nach Auckland (und zurück). Dabei muss man nicht das Flugzeug wechseln und hat in L.A. zwei entspannte Stunden, um sich die Beine zu vertreten. Stopover: 12 bis 24 Stunden Zwischenstopp senken Anreisestress und Jetlag – und man nimmt noch eine tolle Weltstadt mit. Star Alliance- Partner von NZ fliegen nach Singapur, Tokio, Shanghai, Hongkong, San Francisco, L.A., Houston, Vancouver oder Buenos Aires. Von dort geht es mit NZ direkt ans Ziel. Viele Kombinationen sind möglich, auch Around-the- World-Routen.

        Komfort ist kein Luxus
        Bei Marathon-Flügen zählen jeder Zentimeter Sitzabstand und jede nette Geste. NZ gewinnt regelmäßig Preise für überdurchschnittlichen Komfort, Service und gute Ideen. Etwa die Skycouch in der Economy (buchbare Dreierreihe ohne Armlehnen zum Fläzen für Paare oder Familien) oder die durch­- dachte Premium Economy, die gegen moderaten Aufpreis viel Platz und Extras bietet.

        Umweltschutz
        Dass Fliegen der Natur schadet, lässt sich nicht wegdiskutieren. NZ bemüht sich jedoch offensiv um eine Reduzierung der Emissionen, etwa mit einer hochmodernen Flotte und sehr ambitionierten Einsparprogrammen. 2016 wurde NZ als nachhaltigste Airline der Welt ausgezeichnet. Infos: www.airnewzealand.de/nachhaltigkeit

        Coole Airline
        NZ pflegt einen freundlich- coolen Kiwi-Style und hat schon Sicherheitsvideos mit nackten Bodypainting-Models gezeigt: Aufmerksamkeit garantiert ;-) Auch das Globetrotter-Team staunte: Während eines ungeplanten Stopps (Gesundheitsprobleme eines Passagiers) unterhielt der Co-Pilot die Kinder an Bord mit Zaubertricks. Infos: www.airnewzealand.de

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