Frische Pizza backen – und dabei auch noch was gelernt!

Auf der Arbeit selber eine Pizza backen und dabei noch was lernen, funktioniert das? Oh ja, das funktioniert!

Produktschulungen sind nicht immer das Spannendste, aber trotzdem sind sie wichtig für uns Azubis, um später unsere Kunden gut bzw. sogar sehr gut beraten zu können. Wie man dies auch auf eine etwas spannendere Art und Weise angehen kann, zeigen wir euch aus Dresden.

Hierzu benötigten wir lediglich ein klassisches Pizzarezept und den kleinen Ooni Pizzaofen aus unserem Sortiment.

Die Aktion fand Ende letzten Jahres während und nach unserer Arbeitszeit statt, da wir dies auch gleichzeitig als Mitarbeiterabend genutzt haben. Neben der Pizza gab es daher auch ein paar Getränke, eine Runde Tischtennis und gute Gespräche.

Wie man das Pizzabacken nun angeht, erfahrt ihr im Folgenden. 

Die Zutaten   

Als Erstes haben wir uns darüber Gedanken gemacht, welche und wie viele Zutaten wir benötigen. Ein kurzer Blick auf die Anmeldeliste – und schon konnten wir abschätzen, was wir benötigten. Um auch ausreichend Pizzateig zur Verfügung zu haben, schauten wir schnell auf einer Kochseite nach, die uns dann eine passende Mengenangabe, für Mehl, Hefe, Wasser und Öl vorgab. Die restlichen Zutaten wie Pizzasoße und Biofilm, haben wir während des Einkaufs grob abgeschätzt.

Neben der vorgewürzten Soße, Käse, Zwiebeln, frischen Tomaten, Paprika, Basilikum, Salami, Kochschinken und Pilzen landeten auch Zutaten für einen Feta-Dip in der Einkaufstasche. Wir hatten uns nämlich dazu entschieden, auch kleine Pizzafladen als Snack anzubieten, die dann mit dem Dip verzehrt werden konnten.

Nachdem alle Zutaten eingekauft, heil bis zum Pausenraum transportiert und ausgepackt waren, ging es auch schon los mit dem Vorbereiten des Pizzateiges. Zunächst ließen wir die Hefe in lauwarmem Wasser vorgehen. In der Zeit kamen zwei Pakete Mehl mit einem Schuss Öl in eine riesige Schüssel. Dem Ganzen folgte dann noch die Hefe. Nun begann der spaßige Teil, denn die Zutaten mussten ja alle noch zu einer Teigmasse verknetet werden. Da bei einer so großen Menge Knethaken zwecklos sind, ging es mit der Hand weiter. Der zunächst noch klebrige Teig wurde mit der Zeit immer glatter und blieb irgendwann nur noch mit kleinen Resten an der Hand kleben, was ein gutes Zeichen war. Ein besseres Armtraining, welches auch noch mit Essen verbunden ist, gibt es wahrscheinlich kaum. Damit der Teig auch gut aufgeht, deckten wir ihn mit einem Handtuch ab und stellten ihn neben die Heizung, damit er es auch schön kuschlig hat, um sich entfalten zu können. Anschließend machten wir uns an den zweiten Teig, der für die Pizzafladen dienen sollte. Gleicher Prozess, nur weniger Masse, und wieder ab neben die Heizung. Währenddessen bereiteten wir auch die Zutaten für den Belag vor und schnitten sie klein. Parallel mixten wir den Feta-Dip zusammen: Er bestand aus Feta, Schafsmilch, zwei Knoblauchzehen, italienischen Kräutern und Olivenöl. Der ein oder andere würde den Dip wahrscheinlich eher als Knoblauch-Feta-Dip betiteln, da die Zehen wirklich sehr frisch waren und dem Dip eine äußerst kräftige Note verliehen, doch zum Glück hat das beim späteren Verzehr niemanden gestört.

Der Pizzaofen

Die erste Frage, die sich uns stellte: Wo bauen wir den Ofen auf? Normalerweise ist unsere Terrasse der optimale Ort für solche Vorhaben. Allerdings ist sie im Winter ungeeignet. Die Überlegungen gingen weiter. Wir brauchten eine Stelle, an der die Laufwege einigermaßen kurz sind und genügend Platz vorhanden ist, um dort essen und den Abend ausklingen lassen zu können. Daraufhin kam uns die dritte Etage unserer Filiale in den Sinn. Sie bot zu dem Zeitpunkt ziemlich viel Platz (unter anderem auch für unsere Tischtennisplatte) und sie verfügt über einen Anschluss an die Feuertreppe – perfekt, um den Ofen dort zu platzieren. Dieser wird nämlich ziemlich schnell heiß, und um mögliche Brandgefahren auszuschließen, entschieden wir uns für den Platz draußen.

Nachdem wir den passenden Ort gefunden hatten, platzierten wir Tische, Stühle und die Tischtennisplatte und holten den Teig und die klein geschnittenen Zutaten für den Belag. Aber das Wichtigste war natürlich, den Ofen aufzubauen und vorzuheizen. Tja, wie funktioniert der denn jetzt eigentlich? Nun, der Ofen ist ganz schnell und einfach aufgebaut. Dazu werden die drei Beine, die am Ofen befestigt sind, ausgeklappt und der Pizzastein wird hineingelegt. Anschließend wird eine Gasflasche angeschlossen und der Ofen kann vorgeheizt werden. Einmal angeheizt, erreicht der Ofen eine Temperatur von max. 500 °C, die es ermöglicht, eine Pizza innerhalb von 60 Sekunden durchzubacken.

Um zu testen, ob der Ofen auch die richtige Temperatur hat, legten wir unsere kleinen Pizzafladen hinein und beobachteten, wie gut und schnell sie durchbackten. Anschließend ging es an die richtigen Pizzen. Hierzu bildeten wir eine Art Straße, damit jeder eine Aufgabe übernehmen konnte. So hat sich zum Beispiel der Erste dem Formen des Teiges in runde Pizzen gewidmet, die Nächsten haben belegt, einer hat die „Bestellungen“ der Mitarbeiter aufgeschrieben, damit wir niemanden vergessen bzw. nicht durcheinanderkommen, wer welche Pizza wollte, und der Letzte hat sich um das Backen im Ofen gekümmert.

Damit die Pizzen auch von allen Seiten gut durchgebacken werden, bedarf es etwas Übung, denn das ist nicht so leicht, wie es zu Beginn scheint. Das Pizzablech muss gut bemehlt sein, damit die Pizza dann auch in den Ofen rutschen kann. Ist sie drin, sollte man immer ein Auge auf sie haben. Schaut man kurz nicht hin, kann es nämlich sein, dass die eine Seite schon schwarz ist, während die andere Seite noch gar nicht richtig durch ist. Die meiste Hitze befindet sich im hinteren Bereich des Ofens, daher empfiehlt es sich, die Pizza ab und an zu drehen, damit man (so gut wie möglich) eine einheitliche Bräune erhält. Mit etwas Übung hatten wir irgendwann den Dreh raus, und der ganze Prozess ging uns dann wirklich schnell von der Hand.

Fazit

Produktschulungen lassen sich auch anders gestalten. Am besten lernt es sich eben doch, wenn man nicht nur in der Theorie erfährt, wie etwas funktioniert, sondern es auch ausprobieren und praktisch erleben kann. Die Pizzen sind alle gut gelungen und der Abend war ein voller Erfolg. Jetzt können wir auf alle Fälle einiges zum Reise-Pizzaofen von Ooni berichten. In einem späteren Beratungsgespräch ist es von großem Vorteil, dem Kunden erklären zu können, worauf er achten muss, weil man selbst schon Erfahrungen damit gesammelt hat.