Finn und seine Ortlieb-Fahrradtaschen

In »Produkte, die Geschichte schreiben« stellen Globetrotter Mitarbeiter Ausrüstungsteile vor, die ihnen besonders ans Herz gewachsen sind. Diesmal: Finn Krützfeldt, Produkt-Redakteur in der Hamburger Zentrale, über seine 13 Jahre alten, aber dennoch nagelneuen Ortlieb Back Roller plus.
Zickert, Simeon Schauen aus wie neu, sind aber 13 Jahre alt: Finn und seine Ortlieb-Packtaschen.

»13 Jahre und 40 000 Kilometer im Dauereinsatz und sie schauen immer noch wie neu aus.«

Bevor ein Beitrag wie dieser erscheint, werden erst einmal Gespräche geführt und Fotos ausgewertet. Aufgeregter Anruf aus der Grafik : »Finn, wir wollten doch die Geschichte von deinen ollen Fahrradtaschen erzählen, mit denen du schon über 40 000 Kilometer unterwegs warst.« – »Ja. Und?« – »Auf deinen Fotos sind ja nagelneue Fahrradtaschen! Hast du denn keine Fotos mit den alten Taschen?«

Fangen wir vorne an: 2007 plante ich meine erste Radreise und brauchte wasserdichte Radtaschen – neben dem Fahrrad die vielleicht wichtigsten Ausrüstungsteile auf großer Fahrt. Als gerade ausgelernter Globetrotter Azubi verdient man keine Reichtümer, deshalb fiel die Entscheidung nicht leicht. Ich liebäugelte nämlich mit den Back Roller plus von Ortlieb – ausgerechnet die teuersten Taschen im Laden

Die Ortlieb Back Roller sind ein tausendfach bewährter Klassiker, ihre Robustheit und Wasserdichtigkeit sind legendär. Die Plus-Version ist leichter, aber auch etwas teurer. Die weichere Haptik gefiel mir sehr. Schließlich gab der Umweltaspekt den Ausschlag: die Plus-Variante war (und ist) PVC-frei.

Seither haben die Taschen über 40 000 Touren-Kilometer absolviert: durch Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Lettland, Litauen, Niederlande, Polen, Russland, Schweden, die Schweiz und Tschechien. Seit 13 Jahren schützen sie Ersatzklamotten und Ausrüstung vor Matsch, heftigen Regenfällen und staubigen Wellblechpisten. Sie sind an Mauern entlang geschrammt, wurden von zahllosen Ästen gestriffen und ein paar Mal ist das Rad auch umgefallen – voll auf die vollen Taschen. 

Zur Reisetätigkeit kommt noch die ebenso intensive Nutzung im Alltag einer vierköpfigen Familie: Die völlige Überladung der armen Taschen mit schweren Getränkeflaschen ist leider Routine. 

Das alles haben die Back Roller plus ohne Panne, ohne Loch, ohne irgendeinen Schaden überstanden. Nicht mal an den Halterungen für den Gepäckträger ist jemals ein Plastikteil gebrochen (Tipp: Gepäckträger mit altem Schlauchgummi plostern, dann wackelt und klappert nichts). 

Als nun, nach 13 gemeinsamen Jahren, also die Grafik anruft und besorgt fragt, warum ich denn keine Fotos von den alten Taschen schicke, lautet die Antwort: »Sorry, aber das SIND die alten Taschen.« Sie sehen nur immer noch aus wie neu. 

STECKBRIEF

Name: Finn Krützfeldt (35)
Filiale: Zentrale Hamburg
Job: Redakteur für Zelte, Schlafsäcke, Isomatten, Möbel, Küche, Fahrrad Hartware, Messer, Elektronik, Kleinteile und Reiseartikel.
Outdoorvorlieben: Radreisen, Wandern, Paddeln. Am liebsten mit der Familie, meinem besten Freund und besonders gerne im Baltikum.
Schönstes Abenteuer: Die jüngste Radreise mit der Familie – 400 Kilometer durch Litauen und Lettland. Und die Radreise mit einem Freund durch Estland.
Kämen deine Back Roller plus abhanden, was wäre der Ersatz? Die gleichen Taschen wieder! Vielleicht in einer helleren Farbe für mehr Übersicht im Innenraum.

Text: Globetrotter
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