Du hast die Wahl!

Vaude
Seit März 2018 zeichnet Globetrotter mit dem Siegel »Eine grünere Wahl« besonders nachhaltige Produkte im Sortiment aus. Nun wurden die Kriterien überarbeitet und den aktuellen Entwicklungen angepasst.

Funktion, Haltbarkeit und Nachhaltigkeit – das sind schon immer die Kriterien, nach denen bei Globetrotter das Sortiment zusammengestellt wird. Und im Vergleich zu anderen hat die Outdoorbranche ohnehin hohe Standards in Sachen Umwelt- und Arbeitsschutz. Mit dem »Grünere Wahl«-Siegel sollen also nicht all jene Produkte stigmatisiert werden, die es nicht bekommen, sondern die Marken und Produkte belohnt werden, die einen Schritt weiter gehen.

Wer bekommt den grünen Bären?

Die Latte liegt hoch: Zuerst müssen mindestens vier von zehn Nachhaltigkeitskriterien erfüllt sein. Dazu gehören die Auswahl des Materials, der ökologische Fußabdruck, faire Arbeitsbedingungen, Reparierbarkeit bzw. Recyclingfähigkeit des Produkts und viele mehr. Der gesamte Katalog ist auf www.globetrotter.de einsehbar.

Doch selbst bei voller Punktzahl gibt es nicht automatisch das Siegel. Erfüllt ein Produkt eines der No-Go-Kriterien (z. B. Einwegartikel, Anwendung von Flammschutzmittel, Oxybenzone in Sonnencreme), ist es sofort aus dem Rennen.

Welche Kriterien wurden geändert?

Die »Grünere Wahl« ist ein »lebendiges« Werkzeug und die Kriterien werden immer wieder hinterfragt. So waren bislang rein synthetische Fleecejacken ein No-Go. Zwar geben sie über ihren Lebenszyklus hinweg Mikroplastik ab, aber das tun andere Materialien auch. Da Studien zur Belastung durch Mikroplastik aus Bekleidung erst am Anfang stehen, können ab Herbst 2020 vorerst auch wieder rein synthetische Produkte mit der »Grünere­­n Wahl« ausgezeichnet werden.

Auf der Positivliste konnten bisher Produkte Punkte sammeln, die ohne den Einsatz von per- und polyfluorierten Chemikalien auskommen. PFC sind kaum abbaubar, reichern sich in der Umwelt an und sind gesundheitsschädlich. Da der PFC-Einsatz aber schon ein No-Go-Kriterium ist, wurde der Verzicht darauf aus der Positivliste gestrichen – die Anforderungen für das Siegel wurden an dieser Stelle also verschärft.

Strengere Regeln gelten ab sofort auch bei der Reparierbarkeit: Jeder Hersteller muss anhand von Beispielen belegen, wie er die Lebensdauer eines bestimmten Produkts verlängern will. Dazu gehören die Bestellmöglichkeit von Ersatz- bzw. Verschleißteilen oder etwa Reparaturanleitungen für Endverbraucher. Ein positives Beispiel ist die Firma Vaude, die im Juli 2020 einen umfangreichen Reparaturindex für ihr Sortiment eingeführt hat.

Ebenfalls überarbeitet wurde die Definition des Kriteriums »Made in Europe«. Erfüllten bislang Produkte, die in der EU hergestellt wurden und/oder deren Material zu mindestens 50 Prozent lokal beschafft wurde, diesen Punkt, entfällt jetzt das »oder«. So wird gewährleistet, dass Lieferketten möglich kurz sind, der Logistikaufwand minimiert und das Produkt unter möglichst transparenten Bedingungen hergestellt wird.

Und jetzt du!

Aktuell sind 1154 »grüne« Produkte im Globetrotter Sortiment. Du entscheidest mit deinem Kauf, wohin die Reise geht: Je mehr nachhaltig hergestellte Produkte nachgefragt werden, desto größer wird ihr Anteil im Sortiment der Hersteller. Gut für dich – und gut für die Umwelt.

Text: Globetrotter
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