Für spektakuläre Nordlichtfotos sind die Lofoten einfach legendär. Kein Wunder, denn gute Fotospots gibt es hier wie Sand am Meer. Wir geben dir hier ein paar Tipps für eine unvergessliche Fotoreise auf die norwegische Inselkette an die Hand.
Nordlichter – Wenn der Nachthimmel tanzt
Im hohen Norden sorgt die Aurora Borealis für ganz besondere Momente und Stimmungen, die Menschen aus aller Welt magnetisch anzieht. Dass es sich hierbei profan gesagt „nur“ um physikalische Vorgänge handelt, ist schwer zu glauben. So magisch mutet das Naturschauspiel an. Gerade auf den Lofoten gesellt sich zu diesem Spektakel eine einzigartige, wunderschöne Landschaft, charakterisiert von rauem Ozean, spitz aufragenden Gipfeln, weißen, fast tropischen Sandstränden und pittoresken Fischerdörfchen. Beste Voraussetzungen für Landschaftsfotos, die sich sehen lassen können. Aus der ganzen Welt pilgern Hobbyfotograf:innen auf die Lofoten, denn zusätzlich zur wunderschönen Landschaft ist die Wahrscheinlichkeit, im Winterhalbjahr Nordlichter sehen zu können, durchgehend sehr hoch.
Wann ist die beste Zeit für Nordlichter auf den Lofoten?
Generell gesagt ist die Zeit für Nordlichter dann gekommen, wenn die Mitternachtssonne den Rückzug antritt und es nachts dunkel genug ist, um die ersten Polarlichter erkennen zu können. Auf den Lofoten ist dies ab Ende August bis Anfang September der Fall. Dann hast du bis ungefähr Mitte April die Gelegenheit, Polarlichter zu sehen.
Was solltest du wissen, bevor du Nordlichter fotografierst?
Damit dein Fototrip von größtmöglichem Erfolg gekrönt wird und du nicht umsonst auf deinen Nachtschlaf verzichtest, informierst du dich am besten im Vorfeld, wie wahrscheinlich Polarlichter in der jeweiligen Nacht sind. Smartphone-Apps wie NorwayLights, Polarlicht Vorhersage oder My Aurora Forecast zeigen dir die Wahrscheinlichkeit an deinem Ort an.

Außerdem hilft es, wenn der Himmel möglichst dunkel und frei von Wolken ist. Mondnächte bieten bei Nordlichtaktivität zwar auch spannende Motive, können die grünen Lichter aber weniger intensiv erscheinen lassen. Genau wie helle Beleuchtungen in Ortschaften. Entferne dich daher etwas von Straßenlaternen und anderen Lichtquellen direkt in deiner Nähe. Richte deinen Blick – und natürlich dein Objektiv – am besten nach Norden aus.
Du bist unsicher im Umgang mit Spiegelreflexkamera und Co. und/oder möchtest etwas Gesellschaft beim Wandern zu abgelegenen Spots? Dann schließe dich einer geführten Fotosafari an! Zahlreiche Reiseanbieter sowie selbstständige Profifotograf:innen bieten ihre Expertise an, um dich auf dem Weg zum perfekten Polarlichtfoto zu begleiten.
Ebenso simpel wie wichtig: Warm anziehen! In dicke, wärmende Kleidung und Schuhe eingepackt und mit einem heißen Tee in der Thermokanne wartet es sich wesentlich angenehmer auf das „Date“ mit Lady Aurora. Passende Produktempfehlungen findest du am Ende des Beitrags.
1. Hamnøy

Das kleine Fischerdorf Hamnøy mit seinen pittoresken, bunten Hüttchen, gesäumt von schroffen Felswänden, gehört zurecht zu den beliebtesten Fotospots auf den Lofoten – und das zu jeder Tages- und Jahreszeit. Ein Motiv, das den Charakter der Lofoten perfekt einfängt. Wenn dazu noch Polarlichter den Himmel in sämtlichen Grüntönen einfärben, schlägt das Fotograf:innenherz direkt höher.

2. Uttakleiv Strand

Die Traumstrände der Lofoten bilden ein fantastisches Fotomotiv für Polarlichter. Mit etwas Glück spiegelt sich die Aurora sogar im Meer, was dein Foto noch spektakulärer macht. Uttakleiv Strand an der Lofoten-Westküste ist einfach zugänglich, während viele andere Strände im Westen erwandert werden müssen. Ein besonders reizvolles Motiv ist das Auge von Uttakleiv, ein durch die Ebbe entstehender kleiner Tümpel mit einem einzelnen Stein darin. Mit Nordlichtern gleich doppelt schön!
3. Stamsund

Das Fischer-Örtchen auf der Insel Vestvågøy wartet mit der richtigen Mischung aus zerklüfteter Küste, viel Wasser für Polarlicht-Reflektionen und zahlreichen kleinen Hügeln für den optimalen Überblick auf. Vom Hermannsvika Park aus zeichnen sich die Bergketten des Festlands vor dem Meer und den vereinzelten bunten Hütten ab.

4. Gimsøystranda

Dieser Strand gehört zu jenen Orten auf den Lofoten, an denen du nach Norden hin die maximale, offene Sicht findest. Während die Insel Gimsøy auf ihrer Nordhälfte verhältnismäßig flach ist, bieten dir die Gipfel im Süden gleichzeitig genug optische Variation für interessante Vordergründe. Ein Highlight hier ist die Kirche von Gimsøy direkt am Strand.

5. Rambergstranda

Wenn man die Außentemperaturen gekonnt ignoriert, kommt hier Karibik-Feeling pur auf. Der belebte, breite Sandstrand in der recht geschützten Bucht Jusnesvika direkt an der Hauptverkehrsstraße E10 ist nicht nur optimal erreichbar, sondern bietet auch viele spannende Fotomotive und Details. Neben hübschen Hüttchen eröffnet sich eine Aussicht auf die umliegenden Gipfel.
6. Reine

Wenn die Aurora Borealis über dem Städtchen Reine zu tanzen beginnt, findest du hier die schönste Kombination aus den Lichtern der Zivilisation und den umliegenden Bergen einerseits, sowie dem grünen Himmel andererseits. Das Meer bildet den Spiegel für das Lichtspektakel. Im Sommer haben Fans des spektakulären Fotomotivs vom Berg Reinebringen 450 Höhenmeter über dem Meer die beste Aussicht. Im Winter empfiehlt sich für die Besteigung gute Ausrüstung wie zum Beispiel Steigeisen und Erfahrung im Winterbergsteigen.

7. Skagsanden

Der wunderschöne Strand Skagsanden in der Nähe des Dorfes Flakstad besticht mit seiner Weitläufigkeit und seinem freien Blick in nordwestliche Richtung. Da er fast direkt an der Hauptstraße E10 gelegen ist, punktet er durch perfekte Erreichbarkeit und ist damit auch für alle zugänglich, die nicht gut zu Fuß sind oder wenig Zeit haben. Auch hier findest du spannende Gezeitentümpel und Wasseransammlungen, in denen sich Nordlichter spiegeln können.

8. Unstadstranden

Der Blick vom leicht erhöhten Fahrweg in den Talkessel von Unstad mit dem Unstadstrand ist wohl einer der meistfotografierten Spots der Insel – und mutet auch mit Nordlichtern mystisch-schön an. Während der Strand in den Sommermonaten oft zum Surfen unter der Mitternachtssonne genutzt wird, finden Aurora-Jäger:innen im Winter hier einmal mehr ein spektakuläres Motiv. Der neben Unstad gelegene See Utdalsvatnet ist mit gutem Schuhwerk ebenfalls einen Besuch mit Kamera wert.