Kleines 1 x 1 der Zelte

Drei Zelttypen finden sich im Globetrotter Sortiment: vom unkompliziert und günstig bis zur Sturmfestung ist alles dabei.
Michael Neumann Beispiel für ein Geodät-Zelt.
Zelt, Zelte

Kuppelzelt

Das Kuppelzelt ist die meistverbreiteste Konstruktionsart. Die häufigste Form ist die Kreuzkuppel. Dabei kreuzen sich zwei Gestängebögen einmal über dem Zeltmittelpunkt. Apsiden werden mit separaten Bögen gespannt. Die Gestängeführungen (Kanäle, Schlaufen, Clips) befinden sich meist am Innenzelt. Das Außenzelt wird nach dem Aufbau des Innenzeltes darüber gespannt. Die Konstruktion benötigt wenig Heringe, bedingt aber bei Schlechtwetter einen zügigen Zeltaufbau. Vor allem US-amerikanische Hersteller favorisieren das »Innenzelt first«-Prinzip. Noch ein Vorteil: Das Innenzelt steht in warmen, trockenen Nächten auch allein. So ist ein Blick auf den Sternenhimmel möglich, ohne dass einen die Moskitos piesacken. Skandinavische Hersteller, die Zelte bevorzugt für nordische Regionen bauen, setzen oft auf einen zeitgleichen Aufbau von Innen- und Außenzelt mit Gestängeführungen im Außenzelt.

Tunnelzelt

Tunnelzelte werden von mindestens zwei Gestängebögen getragen, die zum Bogen aufgespannt parallel nebeneinanderstehen. Die Zelte muss man in Längs- und Querrichtung abspannen, um eine gute Windstabilität zu erreichen. Tunnelzelte bieten von allen Zeltformen die beste Raumausnutzung. Im Verhältnis zur Größe sind Tunnelzelte relativ leicht. Sie lassen sich schnell aufbauen, da Innen- und Außenzelt meist miteinander gekoppelt sind. Tunnelzelte stehen mit der schmalen Seite zum Wind sehr stabil im Sturm. Ohne Heringe allerdings stehen sie gar nicht. Deshalb sind sie für felsigen Untergrund schlecht geeignet. Dafür haben Tunnelzelt oft große Apsiden. Dort lässt sich gut Gepäck verstauen.

Geodät

1978 entwickelte der kalifornische Outdoor-Ausstatter The North Face mit dem Architekten Richard Buckminster Fuller die erste geodätische Anordnung der Zeltstangen. Der Expeditions-Klassiker »VE 24« war geboren. Geodäten sind speziell konstruierte Kuppelzelte. Weil sich mehrere Gestängebögen mehrmals kreuzen, wird die Außenzeltfläche in kleinere Flächen unterteilt. Infolgedessen erhöhen sich Eigen- und Windstabilität deutlich und auch unter Schneelast kollabieren sie nicht so schnell. Geodäten sind daher erste Wahl für extremen Unternehmungen. Angenehmer Nebeneffekt für alle, die im Basislager auf den Gipfelsturm warten: Der »umbaute« Raum im Innenzelt wird im Vergleich zum Kuppelzelt als größer empfunden.

Text: Globetrotter Magazin
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