7 Gründe für Cipressa, MTB-Geheimtipp in Italien

Mountainbiken mit Meerblick

An der ligurischen Küste, nicht weit von der Grenze zu Frankreich, liegt das fahrradverrückte Dorf Cipressa.

Hier sind 7 Gründe, warum naturbegeisterte Mountainbiker:innen unbedingt ein paar Runden drehen sollten.

01 Die Lage

Die ligurische Küste ist steil. Unten Strand, Straße, Eisenbahnlinie, ein paar gedrängte Häuserzeilen. Dann steigt das Gelände auch schon an. Die beste Lage in dieser wunderschönen Gegend die erste Bergreihe mit Meerblick. Das Dorf Cipressa thront auf einer Panorama-Terrasse. Hier kann man endlos schauen, an klaren Tagen bis nach Korsika.

02 Der Ort

Unten am Meer toben Verkehr und Tourismus. 250 Meter höher geht es im Örtchen Cipressa deutlich ruhiger zu. Olivenbäume, alte Gärten, noch ältere Gemäuer. Zwei, drei Plätze, wo sich alle automatisch über den Weg laufen. Hotels gibt es keine in Cipressa, toll übernachten geht dennoch: in Gästewohnungen, die die Bewohner stilvoll renoviert haben und selbst vermieten. 

03 Die Bike Community

Rennradler kennen Cipressa, denn auf der Via Aurelia hinauf in den Ort wird oft das Radrennen Mailand – Sanremo entschieden. Auch MTB und EMTB wird fleißig gefahren. Dreh und Angelpunkt der lokalen Szene ist das Café und Restaurant Buona Vita direkt am Dorfplatz. Ein paar alte Freunde, die ihrem Heimatdorf neuen Atem einhauchen wollen, haben hier einen sehr besonderen Platz für Radler geschaffen.

04 Die Trails

Direkt an der Piazza kann man starten, ein weit verzweigtes Trailnetz (meist S1 und S2) reicht bis zum Monte Faudo, dem Hausberg von Cipressa. Achtung: Es ist und bleibt steil, E-Bikes verlängern den Tourentag deutlich, einen Verleih gibt es vor Ort. Man kann einen Guide buchen – oder auf eigene Faust losziehen: Auf den Apps Komoot und Trailforks sind alle offiziellen Trails eingetragen

05 Cipressa ist nicht Finale

Wem das benachbarte MTB-Mekka Finale Ligure mit seinen Radlermassen und Shuttle-Flotten einfach etwas zu viel des Guten ist, findet in Cipressa: Ruhe. Viel Natur, wenig Leute, nicht mal Schlangen vor der Eisdiele. In Sachen Trailvielfalt kann Cipressa nicht mit Finale konkurrieren,  aber das ist auch gar nicht die Idee.

06 Das gute Leben

Nicht nur im Buona Vita, wo ambitioniert und auch mal Fusion gekocht wird, lässt sich das Leben genießen. Auf den Trails erreicht man immer wieder winzige Dörfer im Hinterland, wo sich in Bars und kleinen Restaurant die ligurische Küche kennenlernen lässt: Fisch aus dem Meer trifft auf wildwachsende Gemüse wie Spinat oder Mangold. Ein Stopp lohnt sich – immer.

07 Endlose Möglichkeiten

Hinter dem Strandstreifen und der ersten Bergreihe öffnet sich ein wahres Bikeparadies. Das ligurische Hinterland ist dünn besiedelt und durchzogen mit alten Wegen und kaum genutzten Wanderrouten. Von Cipressa aus hat man wahrlich endlose Möglichkeiten für Bike-Erkundungen.

Mountainbiken in Cipressa

Beste Zeit: Frühjahr bis Herbst, durch das milde Klima geht auch im Winter oft was.

Anfahrt: Cipressa liegt nahe Sanremo an der westlichen ligurischen Küste. Entfernung von München rund 800 km.

Vor Ort: Über Ferienwohnungen, Bikeverleih, Guiding etc. informiert die sehr gute Website www.cipressa.com (auch auf Deutsch).


TEXT: Stephan Glocker

FOTOS: Sebastian Doerk

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