Atlantik Kanada –
spektakuläre Ostküste

Nova Scotia Küste

Die Ostküstenprovinzen Kanadas sind immer noch weites, wildes Land, das auf eine bewegende Seefahrer- und Siedlungsgeschichte zurückblickt. Lass dich auf eine besondere Reise zu den Ursprüngen dieser riesigen Region ein.      

Text: Ingo Hübner

Nova Scotia – dem Himmel ganz nah

Und auf einmal steht man da. Fühlt sich wie ein Adler, der nur noch die Schwingen öffnen muss, und dann trägt einen der Wind hoch in die Lüfte. Höher und höher über diese gewaltigen Klippen und schließlich auf die offene See hinaus. Schlagartig wird einem klar, warum der Weg hierher im Cape Breton Highlands National Park »Skyline Trail« heißt.

Auf Cape Breton Island verdichtet sich Nova Scotias Charakter. Die Landschaft erinnert an einen Mix aus Schottland und Skandinavien, gekrönt von einer mitunter dramatischen Steilküste. Man wähnt sich oft dem Himmel und dem Meer ganz nah, ahnt die Gewaltigkeit der Elemente. Vom berühmtesten Inselbewohner Alexander Graham Bell, der Erfinder des Telefons, stammt das Zitat: »Ich bin um die ganze Welt gereist. Ich habe die amerikanischen und kanadischen Rocky Mountains, die Anden, die Alpen und das schottische Hochland gesehen, aber was die klare Schönheit angeht, schlägt Cape Breton sie alle.« Und damit hat er sicher nicht ganz Unrecht.

Eine Frau führt Kamele durch die Wüste von Wadi Rum
Nahaufnahme von Wadi Rum

Im Inselinneren: Wasser aller Orten. Der größte der über 5.400 Seen Nova Scotias ist das Seensystem »Bras d’Or«. Mit über 1.000 Quadratkilometern ist es ein tolles Gewässernetz für ausgedehnte Kajaktouren. Der 300 Kilometer lange Cabot Trail, der die Insel entlang der Küste umrundet, gilt als eine der Traumstraßen der Welt. Und der eingangs erwähnte Cape Breton Highlands National Park ist eines von Kanadas außergewöhnlichsten Wildnisgebieten. Die Hochebenen bilden eine Art Flickenteppich aus Wald, Tundra und Moorlandschaft mit einer reichen Tierwelt.

Nova Scotia – dem Himmel ganz nah

Und auf einmal steht man da. Fühlt sich wie ein Adler, der nur noch die Schwingen öffnen muss, und dann trägt einen der Wind hoch in die Lüfte. Höher und höher über diese gewaltigen Klippen und schließlich auf die offene See hinaus. Schlagartig wird einem klar, warum der Weg hierher im Cape Breton Highlands National Park »Skyline Trail« heißt.

Auf Cape Breton Island verdichtet sich Nova Scotias Charakter. Die Landschaft erinnert an einen Mix aus Schottland und Skandinavien, gekrönt von einer mitunter dramatischen Steilküste. Man wähnt sich oft dem Himmel und dem Meer ganz nah, ahnt die Gewaltigkeit der Elemente. Vom berühmtesten Inselbewohner Alexander Graham Bell, der Erfinder des Telefons, stammt das Zitat: »Ich bin um die ganze Welt gereist. Ich habe die amerikanischen und kanadischen Rocky Mountains, die Anden, die Alpen und das schottische Hochland gesehen, aber was die klare Schönheit angeht, schlägt Cape Breton sie alle.« Und damit hat er sicher nicht ganz Unrecht.

Skyline Trail

Im Inselinneren: Wasser aller Orten. Der größte der über 5.400 Seen Nova Scotias ist das Seensystem »Bras d’Or«. Mit über 1.000 Quadratkilometern ist es ein tolles Gewässernetz für ausgedehnte Kajaktouren. Der 300 Kilometer lange Cabot Trail, der die Insel entlang der Küste umrundet, gilt als eine der Traumstraßen der Welt. Und der eingangs erwähnte Cape Breton Highlands National Park ist eines von Kanadas außergewöhnlichsten Wildnisgebieten. Die Hochebenen bilden eine Art Flickenteppich aus Wald, Tundra und Moorlandschaft mit einer reichen Tierwelt.

Franey Trail

Prince Edward Island –
folge den Leuchttürmen

PEI Red Cliffs

Okay, das hat dann schon einen Hauch von Dramatik, die aber gleich auch wieder verfliegt auf dem bemerkenswerten Greenwich Dunes Trail im Prince Edward Island National Park. Über teilweise schwimmende Holzstege erschließt der Trail eine einzigartige Kombination aus Feuchtgebiet und riesigen Parabeldünen. Endlose Weitsichten natürlich wie schon die ganze Zeit inklusive!

Prince Edward Island besticht nicht so sehr durch Dramatik als vielmehr durch ein gechilltes Lebensgefühl und knallige Farben: tiefblauer Himmel, blendend weiße oder zartrosa Strände und rostrote Klippenküste. Dazu kuschelige Fischerdörfer mit klingenden Namen wie Bay Fortune. Und schon bist du mitten auf dem Points East Coastal Drive, der dich auf dem Weg zum East Point Lighthouse vorbei an gewaltigen Dünen im Red Point Provincial Park über den singenden Sand von Basin Head – am besten du findest selbst heraus, was es damit auf sich hat – schließlich zum einzigen noch bemannten Leuchtturm der Insel führt. Und weil die Einheimischen die See ehren, fürchten und aufs Tiefste mit ihr verbunden sind, hörst du bei deinem Besuch vielleicht eine der vielen bewegenden Seefahrergeschichten, die sich vor und an den Küsten von Prince Edward Island abgespielt haben. Nimm die Treppen nach oben und einen tiefen salzigen Atemzug, wenn du angekommen bist und den Blick übers Meer und Land schweifen lässt.

Wanderer an der Küste

Prince Edward Island besticht nicht so sehr durch Dramatik als vielmehr durch ein gechilltes Lebensgefühl und knallige Farben: tiefblauer Himmel, blendend weiße oder zartrosa Strände und rostrote Klippenküste. Dazu kuschelige Fischerdörfer mit klingenden Namen wie Bay Fortune. Und schon bist du mitten auf dem Points East Coastal Drive, der dich auf dem Weg zum East Point Lighthouse vorbei an gewaltigen Dünen im Red Point Provincial Park über den singenden Sand von Basin Head – am besten du findest selbst heraus, was es damit auf sich hat – schließlich zum einzigen noch bemannten Leuchtturm der Insel führt. Und weil die Einheimischen die See ehren, fürchten und aufs Tiefste mit ihr verbunden sind, hörst du bei deinem Besuch vielleicht eine der vielen bewegenden Seefahrergeschichten, die sich vor und an den Küsten von Prince Edward Island abgespielt haben. Nimm die Treppen nach oben und einen tiefen salzigen Atemzug, wenn du angekommen bist und den Blick übers Meer und Land schweifen lässt.

Red Cliffs

Okay, das hat dann schon einen Hauch von Dramatik, die aber gleich auch wieder verfliegt auf dem bemerkenswerten Greenwich Dunes Trail im Prince Edward Island National Park. Über teilweise schwimmende Holzstege erschließt der Trail eine einzigartige Kombination aus Feuchtgebiet und riesigen Parabeldünen. Endlose Weitsichten natürlich wie schon die ganze Zeit inklusive!

Wanderer an der Küste

New Brunswick – großes Theater in der Bay of Fundy

Wenn in der relativ schmalen Bay of Fundy die Flut einsetzt, beginnt ein großes Naturschauspiel: Das einlaufende Wasser drückt machtvoll auf das auslaufende. Dann strudeln die Massen nicht nur gehörig, mit rund 16 Metern Tidenhub ist es auch der größte Gezeitenunterschied der Welt. Diese elementaren Kräfte haben die oft steile Küste äußerst ausdrucksstark modelliert: schroffe Abbrüche, ausgewaschene Höhlen und fantastisch aussehende Felsen prägen das Bild. Markante, ja fast schon ikonische Motive sind die Hopewell Rocks, über 20 Felsnadeln mit Namen wie E.T. oder Dinosaurier. Bei Ebbe lassen sie sich in voller Größe ganz nahe zu Fuß bestaunen, bei Flut kannst du Seekajaktouren zwischen den Felsspitzen hindurch unternehmen.

Im Fundy NP
Hopewell Rocks

Ein paar Kilometer südlich schützt der Fundy National Park eine weitere dramatische Küstenszenerie und ein direkt angrenzendes Waldgebiet mit Sümpfen, Wasserfällen und verwunschen wirkenden Tümpeln. Die Wanderwege hier sind ein einziges Fest für die Sinne: Überall tropft und rauscht und grünt es in Hunderten Nuancen. Und wenn du wieder einmal an einer Klippe stehst und weit aufs Meer schaust, siehst du vielleicht sogar einen Wal springen. Das nährstoffreiche Wasser der Bucht ist nämlich ein Hotspot für verschiedene Walarten – vielleicht siehst du also sogar einen … mit ziemlicher Sicherheit …

Folgst du dem Highway weiter, erreichst du Saint John. Hier landeten 1783 englische Loyalisten und machten aus einem Camp in der Wildnis in kurzer Zeit eine Stadt, die auch Kanadas erste Stadt überhaupt wurde. Auf dem Loyalist Trail geht es mitten durch Saint John und seine oft imposante backsteingepflasterte Vergangenheit. Gebäude in denen du leicht eins mit der Geschichte werden kannst: Barbour’s General Store, Old City Market oder das Loyalist House.

Wenn in der relativ schmalen Bay of Fundy die Flut einsetzt, beginnt ein großes Naturschauspiel: Das einlaufende Wasser drückt machtvoll auf das auslaufende. Dann strudeln die Massen nicht nur gehörig, mit rund 16 Metern Tidenhub ist es auch der größte Gezeitenunterschied der Welt. Diese elementaren Kräfte haben die oft steile Küste äußerst ausdrucksstark modelliert: schroffe Abbrüche, ausgewaschene Höhlen und fantastisch aussehende Felsen prägen das Bild. Markante, ja fast schon ikonische Motive sind die Hopewell Rocks, über 20 Felsnadeln mit Namen wie E.T. oder Dinosaurier. Bei Ebbe lassen sie sich in voller Größe ganz nahe zu Fuß bestaunen, bei Flut kannst du Seekajaktouren zwischen den Felsspitzen hindurch unternehmen.

Hopewell Rocks

Ein paar Kilometer südlich schützt der Fundy National Park eine weitere dramatische Küstenszenerie und ein direkt angrenzendes Waldgebiet mit Sümpfen, Wasserfällen und verwunschen wirkenden Tümpeln. Die Wanderwege hier sind ein einziges Fest für die Sinne: Überall tropft und rauscht und grünt es in Hunderten Nuancen. Und wenn du wieder einmal an einer Klippe stehst und weit aufs Meer schaust, siehst du vielleicht sogar einen Wal springen. Das nährstoffreiche Wasser der Bucht ist nämlich ein Hotspot für verschiedene Walarten – vielleicht siehst du also sogar einen … mit ziemlicher Sicherheit …

Folgst du dem Highway weiter, erreichst du Saint John. Hier landeten 1783 englische Loyalisten und machten aus einem Camp in der Wildnis in kurzer Zeit eine Stadt, die auch Kanadas erste Stadt überhaupt wurde. Auf dem Loyalist Trail geht es mitten durch Saint John und seine oft imposante backsteingepflasterte Vergangenheit. Gebäude in denen du leicht eins mit der Geschichte werden kannst: Barbour’s General Store, Old City Market oder das Loyalist House.

Fundy Bay NP

Neufundland & Labrador –
am Anfang der Zeit

Gros Morne Board Walk

Überhaupt sind die gigantischen Fjorde das Charakteristikum der Region, und du kannst sie mit dem Seekajak erleben oder dich auf einer Bootstour der überwältigenden Landschaft hingeben: Die Fahrt durch den Western Brook Pond ist ein Muss. Und wenn du da so ganz in den kontemplativen Anblick versunken bist, schießt dir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf: Das wirkt alles so wikingermäßig hier. Und das ist richtig!

An der Nordspitze der Halbinsel haben Archäologen in den 1960er Jahren die Reste einer Wikingersiedlung ausgegraben, L´Anse aux Meadows heißt sie. Dein Besuch dort ist ebenfalls ein Muss. Womöglich wirst du dort folgendes hören: Etwa um das Jahr 1.000 n. Chr. landeten hier Leif Eriksson und seine Wikingergefolgschaft und sie gründeten vermutlich die erste europäische Siedlung Nordamerikas, das sagenumwobene Vinland. Ob das exakt so war, ist hinter dem Schleier der Zeit verborgen, aber für Gänsehautgefühle, wenn du hier bist, reicht es sicher.

Je weiter du nach Nordosten reist, desto urtümlicher, wilder und schroffer zeigt sich die Szenerie. Wie ein Finger ragt die Halbinsel-Bergkette der Long Range Mountains auf der Westseite Neufundlands in den Atlantik hinein, die letzten Ausläufer der Appalachen. Ein Gebirge so alt wie die Zeit selbst, umtost von der rauen See, zerfurcht von einstmals mächtigen Gletschern. Der mit rund 800 Metern zweithöchste Berg ist der Gros Morne, Namensgeber des gleichnamigen schwer beeindruckenden Nationalparks, der seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Vom Gipfelplateau, das du auf dem James Callaghan Trail erreichst, bietet sich ein endlos scheinender Rundumblick über die subarktisch-tundraartige, baumlose Hochebene und den St. Lorenz-Golf. Zu Füßen, wie mit Axthieben ins Gestein geschlagen, liegen die Arme des Bonne Bay Fjord.

Gros Morne
Je weiter du nach Nordosten reist, desto urtümlicher, wilder und schroffer zeigt sich die Szenerie. Wie ein Finger ragt die Halbinsel-Bergkette der Long Range Mountains auf der Westseite Neufundlands in den Atlantik hinein, die letzten Ausläufer der Appalachen. Ein Gebirge so alt wie die Zeit selbst, umtost von der rauen See, zerfurcht von einstmals mächtigen Gletschern. Der mit rund 800 Metern zweithöchste Berg ist der Gros Morne, Namensgeber des gleichnamigen schwer beeindruckenden Nationalparks, der seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Vom Gipfelplateau, das du auf dem James Callaghan Trail erreichst, bietet sich ein endlos scheinender Rundumblick über die subarktisch-tundraartige, baumlose Hochebene und den St. Lorenz-Golf. Zu Füßen, wie mit Axthieben ins Gestein geschlagen, liegen die Arme des Bonne Bay Fjord.
Gros Morne Boardwalk

Überhaupt sind die gigantischen Fjorde das Charakteristikum der Region, und du kannst sie mit dem Seekajak erleben oder dich auf einer Bootstour der überwältigenden Landschaft hingeben: Die Fahrt durch den Western Brook Pond ist ein Muss. Und wenn du da so ganz in den kontemplativen Anblick versunken bist, schießt dir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf: Das wirkt alles so wikingermäßig hier. Und das ist richtig!

An der Nordspitze der Halbinsel haben Archäologen in den 1960er Jahren die Reste einer Wikingersiedlung ausgegraben, L´Anse aux Meadows heißt sie. Dein Besuch dort ist ebenfalls ein Muss. Womöglich wirst du dort folgendes hören: Etwa um das Jahr 1.000 n. Chr. landeten hier Leif Eriksson und seine Wikingergefolgschaft und sie gründeten vermutlich die erste europäische Siedlung Nordamerikas, das sagenumwobene Vinland. Ob das exakt so war, ist hinter dem Schleier der Zeit verborgen, aber für Gänsehautgefühle, wenn du hier bist, reicht es sicher.

Gros Morne

INFOS ATLANTIK KANADA

Sehr hilfreich für die Planung und die Ausarbeitung individueller Reisen ist der Nordamerika-Spezialist Canusa.

Canusa Touristik, mit Sitz in Hamburg, bedeutet Leidenschaft für Nordamerika seit 40 Jahren. Ob Wohnmobilreise, Autoreise, Busrundreise oder Winterurlaub – jeder hat seine persönlichen Vorlieben und findet bei Canusa sicher die für ihn perfekte Reiseart. Dafür stehen zahlreiche persönliche Beraterinnen und Berater mit ausgezeichneten Zielgebietskenntnissen zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis
Inhalts-
verzeichnis