Was macht Alberto so besonders?

Urbane Bikehosen aus Mönchengladbach

Seit mehr als 100 Jahren erdenkt Alberto Hosen in Deutschland. Neben klassischen Modellen seit 2016 auch spezielle Bikehosen. Diese hochfunktionellen und innovativen Beinkleider gibt es auch bei Globetrotter.

Was macht die Alberto-Radhose so besonders?

Von wegen nur ein Stück Stoff: Eine Radhose gehört zu den technisch anspruchsvollsten und ausgeklügeltsten Kleidungsstücken in deinem Kleiderschrank. Passform und Tragekomfort müssen in Sitz- und Laufposition optimal sein. Um Funktionalität und Haltbarkeit zu gewährleisten, sind die Anforderungen an die Verarbeitung sehr hoch. Soll die Hose nun nicht nur auf dem Bike funktionieren, sondern auch noch im Büro, Theater oder beim Stadtbummel schick aussehen – beziehungsweise nicht als Radhose erkennbar sein – wird das Angebot sehr klein.

Qualität, Komfort und Innovation sind seit der Unternehmensgründung 1922 Markenkern des Hosenspezialisten Alberto aus Mönchengladbach. Daraus entwickelte sich ein breites Produktportfolio für modebewusste Männer (richtig gelesen: Damenhosen gibt es nur im Bereich Golf und Bike) von der klassischen Stoffhose bis zur trendigen Jeans. Doch Alberto kann mehr als Gut-Aussehen, das zeigt sich spätestens seit 2016. Als Antwort auf die Anforderungen der Mobilitätswende und auch, weil bei Alberto immer mehr Mitarbeitende mit dem Bike ins Büro kommen, wurde eine eigenständige Bikelinie und damit gleich ein ganz neues Marktsortiment entwickelt.

Radfahren sollte sicherer, bequemer und stilvoller werden. Dafür warf man das gesammelte Firmen-Know-how in die Waagschale. Innovative Schnittgestaltung, dehnbarer Bund, ein höher geschnittener Rücken und der optimale Stretchanteil, der die Bewegungsabläufe des Radfahrens unterstützt, sind der Kern der Alberto-Bikelinie. Dazu kommen Features wir reflektierende Elemente und ein Anti-Rutschband im Hosenbund. Einige Modelle bieten außerdem eine umweltverträgliche wasser- und schmutzabweisende Beschichtung.

Besonderen Wert wurde auf die Materialauswahl und deren Haltbarkeit gelegt. Eine Materialverstärkung im Sattel-Kontakt-Bereich sucht man vergebens. Das Material ist so abriebfest, dass es diese schlicht nicht braucht. Alberto verspricht – und hat dies auch mit Tests bestätigt – dass ihre Bikehosen 4500 Kilometer im Sattel aushalten.

Alberto Bike Pants

Anti-Rutsch-Band

im elastischen Bund

Reflektoren

an den Backpockets

Stretchanteil

für hohen Bewegungskomfort

Ecorepel-Beschichtung

wasser- und schmutzabweisende Beschichtung

Reflektoren

auf den Hosenaufschlägen

Wer steckt hinter Alberto?

Alberto ist – auch wenn es der Name nicht vermuten lässt – eine familiengeführte deutsche Hosenmarke seit 1922 bis heute. Den Grundstein für diese über 100-jährige Geschichte legte Dr. Albert Dormanns mit Dormanns Hosenfabrik in Mönchengladbach. Nach den Kriegswirren und einer kurzzeitigen Produktionsverlagerung in eine Gastwirtschaft, spezialisierte sich die Firma ab den 50er Jahren auf die Herstellung von Männerhosen. Spitzbund-, Bridges- und Knickerbockerhosen waren die Trends der Zeit. Mit Marie-Lore und Rolf Walendy übernahmen 1968 die Tochter des Gründers und ihr Ehemann die Unternehmensführung, firmierten die Firma um und veranlassen den Umzug in die ehemalige Anzugfabrik Clemens August Becker, wo sich die Firmenzentrale noch heute befindet.

Mit Georg Walendy tritt 1977 die dritte Generation ins Unternehmen ein. Er ist es, der das Unternehmen in den 80er Jahren mit innovativen Materialen, jungen Schnitten und neuen Musterinterpretationen vorantreibt und internationalisiert. Dazu gehört auch ein italienisch klingender Markenname. »Alberto« in Anlehnung und als Huldigung des Firmengründers Albert Dormanns ist geboren. Heute besteht die Geschäftsführung aus Marco Lanowy, Jürgen Schmiedel und Georg Walendy. Mit Anna Mühlen (geb. Walendy) und Phlipp Walendy, der unteranderem als Produktmanager die Bikekollektion zu verantworten hat, steht die nächste Generation aber schon in Verantwortung. Im Headquarter in Mönchengladbach arbeiten 120 Mitarbeiter.


TEXT: Sebastian Lüke

FOTOS: Archiv Alberto