40 Jahre Ortlieb

40x Ortlieb

Coole Firmen werden in kalifornischen Garagen gegründet – manchmal auch in fränkischen: Vor 40 Jahren startete Hartmut Ortlieb die Produktion seiner wasserdichten Taschen. Zum Geburtstag: 40 Dinge über eine Outdoor-Company, die vieles richtig macht. 

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Back-Roller – die Legende: Wer per Rad reist, reduziert sich aufs Wesentliche: Radeln, Essen, Schlafen. Der Kopf wird frei, das Tempo ist perfekt – nicht zu schnell für neue Eindrücke, auch nicht zu langsam für das Durchmessen weiter Landschaften. Und man braucht dafür nur zwei Dinge: ein Fahrrad – und Gepäcktaschen. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelte Hartmut Ortlieb seine ersten Hinterradtaschen, die bis heute das logistische Rückgrat jeder Radtour darstellen, egal ob es zum Bodensee oder rund um Island geht. Millionenfach verkauft und bewährt, rollen Ortliebs Back-Roller um die ganze Welt. 

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Garantie: Da steht jemand tatsächlich zu seinen Produkten! Ortlieb gibt zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistun­­g eine Garantie von fünf Jahren. 

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Der Lkw: Wie alles begann – 1981 radelt der junge Hartmut Ortlieb durch den englischen Regen, der ihn und sein gesamtes Gepäck durchnässt. Dann überholt ihn auch noch ein Lkw. Doch beim Anblick von dessen wasser­dichter Plane hat der Hartmut eine Idee … 


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Biker: In einem guten Basecamp gehör­­t die Ortlieb Folding Bowl zur Grundausstattung (Art.-Nr. 1223929, 26,99 €)


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Reparaturfreundlich: Einzelteile wie Schnallen oder Klettbänder werden so konzipiert und verbaut, dass sie sehr einfach getauscht werden können. Vieles kann man selbst machen, bei größeren Problemen wie Löchern helfen die Reparaturspezialisten bei Globetrotter oder direkt bei Ortlieb. So können auch nach Jahren intensive­r Nutzun­­g noch viele Taschen gerettet werden.

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 Die Garage: Im April 1982 öffnet die Ortlieb GmbH in Nürnberg offiziell ihre Tore. Genau genommen ist es das Garagentor von Hartmuts Mutter, darin steht ihre Nähmaschine, dahinter sitzt der Hartmut.

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Pioniere: In den 1980ern erfindet Gerold Ringsdorf, tüftelnder Reiseradler aus Hessen, ebenfalls Rad­taschen. Als er sie bei einem wichtigen Outdoor-Händler vorführen will, wartet neben ihm ein anderer Typ, auch mit Taschen. »Der Hartmut. Seine Taschen waren viel besse­­r. Da bin ich wieder abgezogen«, erzählt Gerold lachend. Gerold Ringsdorf arbeitet später lange Jahre als Chefentwickler bei Jack Wolfskin.   

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Partner Globetrotter: Seit dem Start ist Ortlieb im Globe­trotter Sortiment vertreten – oft mit exklusiven Artikeln. Abertausende Globetrotter Radtaschen – made by Ortlieb – sind seit Jahren im Dauereinsatz. Im Moment gibt’s den bunten Duffle Bag Harlekin exklusiv. 


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Einer für alles: Der genial­­e Vario PS ist Rucksack und Rad­tasche zugleich – und ein neuer Bestseller bei Globetrotter


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Für alle Wasser: Ortlieb produziert nicht nur für Radfahrer. Auch Wanderer und Wassersportler ­werden wasserdicht versorgt – so wie Christo Foerster bei seiner Deutschlandtour.

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Erkennungszeichen: In den frühen Jahren konnte man überall auf der Welt deutsche Reiseradler ganz leicht erkennen – an ihren Ortlieb-Taschen. Das ist vorbei: Ortlieb liefert inzwischen in 50 Länder. 

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Testen am Limit: Olympia-Paddler Mike Dawson quert die wilden Fjorde seiner Heimat Neuseeland mit Packraft und Kletterseil. Bei solchen Extremeinsätzen testet er seine Ortlieb-Ausrüstung auf Herz und Nieren. 

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Ersatzteile? Aber sicher: Ortlieb hält für alle Produkte Ersatzteile vor – und das auch noch zehn Jahre lang, nachdem ein Produkt geändert wurde oder ausgelaufen ist.

 

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Solarpower: Bereits ein Drittel der benötigten Energie gewinnt Ortlieb aus eigenen Solarkollektoren, Tendenz: steigend. Ziel ist eine positive Strombilanz, also mehr nachhaltige Energie zu erzeugen als zu verbrauchen. 

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Heilsbronn: 1997 hat Ortlieb 60 MitarbeiterInnen und zieht um nach Heilsbronn, 30 km westlich von Nürnberg. Dort sitzt Ortlieb bis heute – mit mittlerweile über 300 Leuten. Design, Produktion, Maschinenbau, Marketing, Verwaltung, alles passiert in Heilsbronn.

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Quick-Lock: Ortliebs raffinierte Befestigungssysteme werden ständig entwickelt und erweitert. Trotzdem bleibt es halbwegs übersichtlich. Die Unterschiede und ­Kombinierbarkeiten von QL 1, QL 2.0., QL 2.1., QL 3.0. und QL 3.1. werden auf der Ortlieb-Website (Service, FAQ) gut ­erklärt. Auch die Globetrotter Berater wissen Bescheid.

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Kein PFC und PBA: Ortlieb verzichtet komplett auf giftige Chemikalien wie PFCs (oft als Imprägniermittel eingesetzt) und Bisphenol A (Grundstoff für die Polycarbonatherstellung). 

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Alles dicht: Ist der Ehrgeiz geweckt, kriegt Ortlieb alles wasserdicht. Sogar Körbe. Glaubst du nicht? Dann schau mal auf globetrotter.de unter Fahrradkorb.  


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Liebling vieler ­Bike-­Pendler: Im Commuter-­Daypack City bleiben Laptop und Unter­lagen zu 100 % trocken.


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Artenvielfalt: Das Ortlieb-Sortiment besteht heute aus rund 500 Produkten. Von der Rahmentasche fürs Bike Packing bis zum Duschaufsatz für Wassersäcke. 

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Schweißen statt nähen: Anfangs wurden Ortlieb- Taschen noch genäht und getaped. Durch Nähen wird das Gewebe allerdings vorgeschädigt. Deshalb stieg man 1984 auf die Hochfrequenz-Schweißtechnik um, die das Material nahtfrei und nahezu unzerstörbar verbindet.

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Standortvorteil: Als Corona die internationalen Lieferketten durcheinanderwirbelte und viele Bike- und Outdoor-Produkte kaum zu bekommen waren, war Ortlieb mit seiner deutschen Produktion bestens aufgestellt – und lieferte deutlich zuverlässiger. 

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100 000 mm Wassersäule: Laut DIN-Norm gelten Zelte mit 2000 mm Wassersäule als wasserdicht. Eine Ortlieb-Tasche bietet das 50-Fache.

 

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Daniel Düsentrieb & Co.: Ortlieb hält zahlreiche Patent­­e, jedes Jahr kommen neue dazu. Etwa die neusten Befestigungssysteme fürs Bike ­Packin­g: Seat-Lock, Bar-Lock und QLS. Auch der blitzschnell montierbare Gepäckträger Quick Lock ist patentiert.

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Technik statt Neon: Wer als Radler im Dunkeln gesehen werden will, braucht grelle Leuchtfarben – oder aber Taschen der Ortliebs High Visibilty Line. Reflektierende­­s Garn lässt die ganze Tasche im Scheinwerferlich hell leuchten. 

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Trendsetter: Manche Ortlieb-Erfindungen schaffen es hinaus in die weite Welt. Zum Beispiel der Rollverschluss, den man heute an vielen Hipster-Daypacks wiederfindet – nur wasserdicht sind diese eher selten 😉

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Selbst ist der Ortlieb: Ortlieb produziert nicht nur alle Produkte selbst – sondern oft auch die Maschinen, mit denen die Ortlieb-Produkte produziert werden. 


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Für feuchtfröhliche Outdoor-Touren: Die Atrack-Serie verbindet ein effizientes Trage­system mit Duffle­komfort. Auch als ­Frauen- und Busi­nessvariante erhältlich.


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Buy local: Nicht nur die Produktion findet komplett in Deutschland statt – auch 70 % des Materials kauft Ortlieb quasi vor der Haustür. Darunter alle Ge­webe, Plastikformteile und wasserdichte Reißverschlüsse.

 

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Bike Packing: Die speziellen Taschen für Gravel­bikes und Rennräder (Foto Seite 128) hatte Ortlieb für den US-Markt entwickelt. Dann ­boomte das Thema plötzlich in Europa – und die Taschen waren schon da.

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MitarbeiterInnen: Ortlieb tut was für sein Team. Das beginnt bei diversen Extras wie Obst und Getränken, geht weiter über ÖPNV- und Fahrrad-Support und reicht bis zu Gewinnbeteiligungen für alle. 

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Neues Bike, alte Tasche? Die Taschen halten meist länger als das Rad. Wie man die bewährten Taschen einfach ans neue Fahrrad anpasst, erklären die FAQs auf der Ortlieb-Website (das – und noch viel mehr).

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Jonas Deichmann: Der weltumrundende Triathlet (sieh­e Globetrotter Magazin #24) setzte beim Schwimmen, Laufen und Radeln auf Ortlieb-Equipment. Fazit: 120 Ironman-Etappen, und alles trocken geblieben! 

 

 

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PVC – ja und nein: PVC ist extrem langlebig, wird aber kontrovers diskutiert. Ortlieb verwendet teilweise PVC, allerdings ohne Phthalatweichmacher. Zu ­allen Produkten gibt es auch PVC-freie Alternativen. Die Ortlieb-Website bietet detaillierte Infos. 

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BikingMan: 1000 km Radrennen am Stück, 5 Tage lang – ohne Unterstützung von außen! Das ist die verrückte BikingMan-Serie. Ortlieb ist als Sponsor dabei. 

 

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Falsche Frage: Häufig wird bei Ortlieb angefragt, wann und wie man denn viel benutzte Radtaschen nach­imprägnieren sollte? Die Antwort: gar nicht. Die Produkte sind dauerhaft wasserdicht. Also für immer. 

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100 000 mm Wassersäule: Laut DIN-Norm gelten Zelte mit 2000 mm Wassersäule als wasserdicht. Eine Ortlieb-Tasche bietet das 50-Fache.

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Wohin die Reise geht (1): Mit modernen Produkt­linien wie Metrosphere schafft es Ortlieb, optisch und funktiona­l am Puls der Zeit zu bleiben. 

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Wohin die Reise geht (2): Als wichtiges Firmenziel nennt Ortlieb den systematischen Ausbau der ­eigenen Nachhaltigkeit. Eine Eigenanalyse findet sich auf der Ortlieb-Website, dabei werden auch Schwächen wie Restmüll aus der PVC-Produktion kritisch beleuchtet. 


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Retro: Zum Geburtstag kommen zwei Klassiker zurück – optisch wie früher, technisch von heute. Lenker­tasche Ultimate Original und Bike-­Packe­r Original.