10 Anfängerfehler beim Wandern – und wie du sie umgehst
1. Schlechte Vorbereitung
Wichtig: Du solltest dich am Anfang nicht übernehmen und zunächst kürzere Routen planen. Besorge dir deshalb eine passende Wanderkarte deines gewünschten Gebietes. Sogar noch besser: Ein gut aufbereiteter Wanderführer mit nützlichen Infos, Karten, GPS-Punkten und vielem mehr. Dies hilft dir auch, die Wanderzeit besser einzuschätzen und die Etappen genau zu planen. Für den Fall des Falles solltest du immer für die Dunkelheit vorbereitet sein: Pack eine Stirnlampe ein sowie eine Powerbank, damit deinem Smartphone unterwegs nicht der Saft ausgeht, falls du damit navigierst.
Apropos: Schau gern in unsere Kaufberatung zur Navigation, in der du hilfreiche Tipps dazu findest. Nimm ausreichend Verpflegung mit und wähle eine für deine körperliche Verfassung passende Tour aus. Du möchtest unterwegs einkehren? Prüfe vorab die Öffnungszeiten des Restaurants. Du nimmst den Bus nach Hause? Such dir im Vorfeld den Fahrplan zur jeweiligen Linie raus. Je besser du vorbereitet bist, desto freier ist dein Kopf für die Schönheiten der Natur!
Eine Wanderkarte verschafft dir den richtigen Überblick. ©Tine Behr
2. Wanderschuhe nicht eingelaufen
Sei wie unser Azubi Lasse vor seiner ersten Trekkingtour:
Teste deine Ausrüstung vorm Wandern und laufe deine Schuhe gründlich ein. ©Globetrotter
3. Rucksack zu schwer und falsch gepackt
Hast du viel zu viel eingepackt und/oder den Rucksackinhalt auch noch falsch platziert, wird sich dein Rücken nach kurzer Zeit bemerkbar machen. Was kannst du also tun?
Zunächst einmal das Offensichtliche: Versuche, dich zu beschränken und nur das einzupacken, was du wirklich brauchst. Weniger ist mehr! Natürlich wächst deine Expertise beim Einpacken mit deinem Erfahrungsschatz und mit der Zeit weißt du genau, was du weglassen kannst. Mehr als 5 kg sollte ein Tagesrucksack für dich alleine jedenfalls nicht wiegen. Bei Trekkingtouren kommt es auf den Anspruch der Tour an. Hier empfehlen wir dir als Orientierung unsere Packliste.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist, wie du deinen Rucksack richtig packst. Die Anordnung deines Rucksackinhaltes kann nämlich den Tragekomfort merklich beeinflussen. Ein paar schnelle Tipps:
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Packe die schwersten Gegenstände (zum Beispiel Thermoflasche, Essen) direkt an den Rücken. Dann bleibt dein Schwerpunkt ausgewogen und der Rucksack zieht nicht nach unten oder schaukelt umher.
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Alles, was schnell erreichbar sein soll, kommt außen ins Deckelfach oder in die Seitentaschen.
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Schau, dass dein Rucksack so kompakt wie möglich ist, denn das spart deinem Oberkörper Energie bei der Bewegung. Nutze hierfür die Kompressionsriemen.
4. Zu wenig gegessen
Bei Mehrtagestouren bedarf es in puncto Verpflegung etwas mehr Planung, was die Hauptmahlzeiten angeht. Hier eignet sich gefriergetrocknete Trekkingnahrung perfekt, da sie unkompliziert zuzubereiten, leicht und kalorienreich ist. Müsli oder Porridge zum Frühstück, etwas Trockenobst oder gefriergetrocknete Beeren schmecken gut und sind tolle Nährstofflieferanten für den in Anspruch genommenen Wandererkörper.
5. Erste-Hilfe-Set vergessen
Für mehr Infos rund ums Thema Erste Hilfe auf Tour schau gerne in unseren Blogartikel.
Kleinere Verletzungen sollten unterwegs direkt versorgt werden. ©Michael Neumann
6. Isomatte passt nicht zum Schlafsack
Die passende Schlafunterlage ist ebenso wichtig wie der Schlafsack. ©GettyImages/Istock
7. Falsche Bekleidung
Optimal eignen sich funktionale, feuchtigkeitsleitende und schnelltrocknende Gewebe für Outdooraktivitäten wie das Wandern. Dazu gehören zum Beispiel Kunstfasern wie Polyester oder Polyamid, oder auch Naturfasern wie Merinowolle und Lyocell sowie Mischgewebe aus Kunst- und Naturfasern. Hast du also Gefallen daran gefunden, zu Fuß durch die Natur zu streifen, investiere am besten in ein bequemes Wanderhemd oder ein schickes Funktionsshirt, denn der Oberkörper schwitzt bekanntlich am meisten. Trifft dieser Schweiß dann zum Beispiel auf dein Baumwollshirt, wird er zwar aufgesogen, aber nicht an die Umgebung abgeleitet, sodass du Gefahr läufst, rasch auszukühlen. So bequem Baumwolle auch ist, zum Outdoorsport solltest du doch lieber auf die genannten Materialien zurückgreifen. Hast du deine kleine Sammlung an geeigneter Wanderkleidung beisammen, so kannst du dich mittels des Zwiebelprinzips für alle möglichen Bedingungen draußen rüsten. Je größer die Kälte, desto mehr (oder dickere) Schichten. Dabei gilt: direkt auf der Haut liegt das Funktionsshirt oder die Funktionsunterwäsche, danach kommt eine wärmende Bekleidungsschicht und ganz außen schützt dich eine Softshell- oder Hardshelljacke vor Wind und Wetter. Mehr dazu erfährst du in der entsprechenden Kaufberatung.
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Fjällräven
ÖVIK LITE HALF ZIP W
132.97 EUR
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Adidas
TERREX MULTI CLIMAWARM FLEECE ANORAK
52.47 EUR
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Fjällräven
ABISKO WOOL SS M
74.95 EUR
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Devold
EXPEDITION MERINO SILK LONGS WMN
83.97 EUR
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Devold
KVITEGGA MERINO 230 CROSS NECK W
90.97 EUR
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Arc'teryx
TAEMA THERMAL CREW LS W
62.97 EUR
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Devold
BREEZE PLUS MERINO 200 SHIRT M
99.95 EUR
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Vaude
HURRICANE VEST III
89.95 EUR
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The North Face
M DAWN TURN PANT
111.97 EUR
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Arc'teryx
GAMMA MX HOODY W
399.95 EUR
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Ortovox
150 COOL BALLPEN TS M
62.97 EUR
8. Zu wenig Wasser dabei
Ein echter Kardinalfehler und mitunter richtig fatal. Auf deinen Wanderungen gilt es unter allen Umständen, Dehydrierung zu vermeiden. Denn natürlich kann dein Körper nur unter ausreichender Flüssigkeitszufuhr funktionieren. Etwa einen halben Liter pro Stunde solltest du dabei einplanen. Verlasse dich am besten nicht auf etwaige Wasserquellen, die auf Karten eingezeichnet sind, sich in der Realität aber als Schlammloch oder gar komplett ausgetrocknet herausstellen, sondern sei (zumindest beim Trinken) so autark wie möglich unterwegs.
Ein Tipp: Faltflaschen wie zum Beispiel von Platypus wiegen kaum etwas und nehmen nur so viel Platz ein wie ihr Inhalt. Auch ein Trinksystem kann helfen, den Wasserbedarf zu decken, da du den Schlauch direkt griffbereit hast, während deine Trinkblase ergonomisch und sinnvoll platziert direkt am Rücken anliegt. Die meisten Wanderrucksäcke verfügen über ein entsprechendes Trinkblasenfach. Deine Wanderroute führt durch bewirtschaftetes Gebiet? Dann empfehlen wir dir, einen leichten Wasserfilter mitzunehmen, um für sauberes Wasser zu sorgen.
9. Sonnencreme vergessen
Auch wenn wir uns alle darüber freuen, wenn am Wandertag die Sonne vom Himmel strahlt, so birgt sie so manche Tücken wie auch Gefahren für die Hautgesundheit. Vor allem, wenn du mit deinen Kindern unterwegs bist, ist ein hoher Schutz vor UV-Strahlung von besonderer Wichtigkeit. Daher sollte Sonnencreme vor allem im Sommer weit oben auf deiner Packliste stehen. Informiere dich am besten über den tagesaktuellen UV-Index: Ab Index 3 solltest du dich gründlich und in ausreichender Menge eincremen. Ein tolles Gimmick, das dir hier helfen kann, ist Ajuma. Dieses smarte Wearable zeigt dir mittels einer Smartphone App an, wann es Zeit ist, nachzucremen.
Doch nicht nur Sonnencreme schützt deine Haut vor Schäden. Auch Bekleidung mit UV-Schutz und Sonnenschutz für den Kopf in Form von Sonnenhüten oder Caps sollten auf Wanderungen immer mit dabei sein. Wenn du unter „Eigenschaften“ den Filter „UV-Schutz“ setzt, bekommst du zertifizierte, geprüfte Bekleidung mit Lichtschutzfaktor angezeigt.
Ajuma ist ein cleveres Gadget zum Schutz vor starker UV-Strahlung. ©Ajuma
10. Falsches Zelt
Ein praktischer Hinweis: Der Filter „Schlagworte“ hilft dir bei der Auswahl des richtigen Zelttypen („Sommerzelte“ oder „3-Jahreszeiten-Zelte“).
Ein leichtes Zelt für moderate Bedingungen. ©Michael Neumann