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        Kaufberatung Bekleidung

        Daunenbekleidung

        Viele Dinge sind entscheidend, um die Qualität von Daunenbekleidung zu beurteilen:

        • Erstens die Art der Daune: Gänsedaunen werden noch immer hochwertiger eingeschätzt als Entendaunen.
        • Zweitens das Mischungsverhältnis: 80/20 bezieht sich beispielsweise auf ein Mischungsverhältnis von 80 % Daune zu 20 % Federn.

        Daunen haben weitaus höhere Isolationswerte und sind mit Federn nicht vergleichbar. Je höher also der Daunenanteil, desto leichter und wärmer werden die Produkte. 94/6 ist das hochwertigste Mischverhältnis – ganz ohne Federn geht es nicht, sie werden zur Stabilisierung der Daune benötigt. Für den Alltagsgebrauch ist die 80/20er Mischung gängig und absolut gut, für Touren- oder Expeditionsbekleidung sollte sie mindestens 90/10 sein.

        Sehr entscheidend für die Qualität ist die Angabe der Fillpower. Das ist die Angabe über die Bauschkraft der Daune. Gemessen wird wie folgt: Eine Unze (28 g) der Daunenmischung wird im Messzylinder für 24 Stunden zusammengepresst. Anschließend wird das Volumen gemessen, auf das sich die Probe wieder ausdehnt und in cuin (cuin = inch³. 1 inch³ = 15,62 cm³) angegeben. Eine Füllkraft von 550 inches³ (cuin) ist okay, ab 650 gut und 800 absolute Spitzenklasse! Kurz: Je mehr Volumen eine bestimmte Füllmenge erzeugt, desto besser ihr Isolationswert.

        Natürlich ist auch das Außenmaterial von entscheidender Bedeutung, hier muss man sich entscheiden, ob eher die Leichtigkeit oder die Robustheit im Vordergrund steht. Für beide Ansprüche haben wir eine große Auswahl.

        Auch das Thema Nähte, bzw. das Kammersystem spielt eine entscheidende Rolle. Wenn bei der Bekleidung nichts anderes im Text erwähnt wird, haben die Jacken durchgesteppte Nähte.

        Grundsätzlich sind Daunenprodukte nicht sehr rucksacktauglich. Dort, wo der Rucksack aufliegt, wird die Daune plattgedrückt. Expeditionsdaune wird meist zusätzlich durch eine Kunstfaserwattierung im Schulterbereich verstärkt. Außerdem ist Daune sehr nässeempfindlich, einmal nass geworden verliert sie ihre Isolationsfähigkeit und trocknet nur unter guten Bedingungen wieder.

        Alle unsere Hersteller garantieren mit offiziellen Zertifikaten, dass es sich bei der verwendeten Daune um Totrupf handelt! Übrigens: Weniger als 10 % aller am Weltmarkt befindlichen Daune stammt aus Lebendrupf.

        Hardshells (wasserdicht)

        Hardshells bzw. wasserdichte Bekleidung ist undurchlässig für Wasser in Tropfenform. Dafür sorgt entweder eine Membran oder eine Beschichtung, beides befindet sich auf der Innenseite des Außenmaterials. Membranen kann man sich wie eine (atmungsaktive) Folie vorstellen, die auf den Oberstoff laminiert (durch Wärmeeinwirkung verklebt) wird. Beschichtungen werden auf den Oberstoff aufgetragen (aufgepinselt).

        Membran oder Beschichtung?

        Membranen sind (meist) hochwertiger als Beschichtungen, vor allem, da sie abriebfester und somit langlebiger sind. Beschichtungen bieten trotzdem meist ein prima Preis-Leistungs-Verhältnis und reichen für viele Anforderungen völlig aus. Um es leider undurchschaubarer zumachen: Inzwischen gibt es auch Membranen, die sich von der Atmungsaktivität und der Haltbarkeit eher auf dem Niveau einer Beschichtung rumtreiben. Ganz entscheidend für die Langlebigkeit ist natürlich auch die Wahl des Außenmaterials (s. Absatz „Kleine Stoffkunde“).

        Was heißt eigentlich atmungsaktiv?

        Die Stoffe sind für Wasser in Tropfenform undurchlässig, lassen aber Wasser in Dampfform (Schweiß) von innen nach außen entweichen. Das wird gemeinhin (der Verständlichkeit halber auch bei uns) als atmungsaktiv bezeichnet – wasserdampfdurchlässig ist die korrekte Formulierung (denn aktiv ist da nichts ...). Bei mikroporösen Membranen / Beschichtungen (z. B. Gore-Tex) geschieht das durch Poren, bei nichtmikroporösen (z. B. Dermizax) durch hydrophile (Wasser liebende) Transportmoleküle in der Membran. Grundsätzlich ist ein Temperaturgefälle bzw. ein Wasserdampfgefälle zwischen innen und außen (also zwischen Körper und Außenwelt) nötig.

        Bei hohen Außentemperaturen ist die Atmungsaktivität grundsätzlich stark eingeschränkt. Generell darf man nicht vergessen: Wenn wir uns sportlich stark betätigen (und/oder zu warm angezogen sind), können wir mehrere Liter Schweiß pro Stunde produzieren – dieser wird auch von der atmungsaktivsten Membran nicht in null Komma nix raustransportiert.

        Und natürlich bringt auch die atmungsaktivste Jacke nichts, wenn darunter ein Baumwollshirt jeglichen Feuchtigkeitstransport unterbindet.

        2-lagig oder 3-lagig?

        Es gibt 2- und 3-lagige Produkte. Bei den 3-lagigen sind Oberstoff, Membran und Futter (hauchdünn, kaum als Futter erkennbar) zu einer Schicht laminiert. Das sind i. d. R. äußerst robuste Jacken mit geringem Gewicht, die für den anspruchsvollen alpinen Einsatz mit sehr schwerem Rucksack und / oder Klettergurt etc. gefertigt werden. Beachte aber unbedingt die Angaben zur Rucksacktauglichkeit direkt am Produkt, es gibt auch Ausnahmen!

        Bei den 2-Lagen-Produkten bilden Oberstoff und Membran oder Beschichtung eine Schicht, das Netz- oder Taftfutter hängt mehr oder weniger lose in der Jacke. Netzfutter sind atmungsaktiver, Taftfutter gleiten etwas besser über die Fleecejacke. Je nach Modell (macht sich z. T. am Preis bemerkbar) gibt es auch 2-lagige Jacken für den anspruchsvollen Einsatz mit mittelschwerem Gepäck, aber eben auch solide Freizeitjacken für kleinere Touren.

        Das gibt es auch noch: 2,5-lagig ...

        Es gibt auch 2,5-Lagen-Produkte. Hier befindet sich auf der Membran (die sich auf der Unterseite des Oberstoffes befindet) kein vollwertiges Futter, sondern eine dünne Schutzschicht (bei Gore-Tex Paclite z.B. in Form einer Karbonschicht) oder punktueller Schutz, z. B. in Form eines wabenförmigen Rasters. Diese Produkte sind leicht, haben ein kleines Packmaß, sind allerdings bei Weitem nicht so robust wie 3-lagige Produkte. Ob die Produkte rucksacktauglich sind, findest Du in der Produktbeschreibung.

        Das Thema Rucksacktauglichkeit

        Rucksacktauglichkeit sagt grundsätzlich etwas darüber aus, ob eine Jacke es aushält, wenn man einen Rucksack schultert. Manchmal ist das Außenmaterial zu empfindlich. Bei den Hardshelljacken erwähnen wir die Rucksacktauglichkeit im Produkttext. Wenn von leichten Rucksäcken die Rede ist, meinen wir solche mit bis zu 6 kg Gesamtgewicht (Tagesrucksäcke), mittelschwere Rucksäcke wiegen für uns bis zu 15 kg, schwere Rucksäcke alles darüber.

        Übrigens: Wenn Du täglich mit einem recht schweren Tagesrucksack unterwegs bist und ihn oft auf- und absetzt (z. B. Studenten), ist das eine nicht zu unterschätzende Belastung für das Material. Sie sollten eine möglichst robuste (3-lagige) Jacke wählen. Auch ungepolsterte oder schlecht gepolsterte Taschen- oder Rucksackriemen an den Schultern sind eine starke Belastung für das Material. Softshells sind für uns grundsätzlich rucksacktauglich, es sei denn, wir erwähnen im Produkttext eine Einschränkung.

        Kleine Stoffkunde

        Entscheidend für die Abriebfestigkeit ist vor allem der Außenstoff: Nylon (oder Polyamid) ist grundsätzlich abriebfester als Polyester. Natürlich gibt es auch hier Qualitätsunterschiede und sehr entscheidend ist die Stärke des Fadens. Außerdem gibt es die Ripstop-Konstruktion. In dem Stoff ist dann eine Struktur aus Vierecken (Kett- und Schussfäden) sichtbar. Sollte der Stoff einreißen, ist die Weiterreißeigenschaft wesentlich geringer, da der Riss an jedem der eingearbeiteten Fäden gestoppt wird.

        Ausstattungsdetails

        Unterschiedliche Preise lassen sich auch mit unterschiedlichen Detaillösungen erklären, z. B. gibt es Hersteller, die extrem dünne Tapes (8 mm) zum Abkleben der Nähte verwenden, das Produkt wird dadurch leichter und die Fläche mit durch Tape und Kleber eingeschränkter Atmungsaktivität geringer. Sehr "tricky" wird es bei sehr schwer zu erkennenden Details, wie z. B. der Stichlänge einer Naht. Je enger z. B. Taschen genäht werden, desto stabiler sind die Produkte - wenn man es richtig macht.

        Auch bei der Kapuzenkonstruktion gibt es himmelweite Unterschiede! Wie ist die Passform, wie lässt sich das Volumen regulieren, dreht sich die aufgesetzte Kapuze mit und beeinträchtigt folglich nicht die Sicht? Kann man das Volumen hinten z. B. nur durch einen Klettverschluss, nicht durch einen Schnürzug regulieren, ist die Einstellung weniger präzise.

        Sehr praktisch ist die Unterarmbelüftung: Ein (je nach Konstruktion abgedeckter oder nicht abgedeckter) Reißverschluss (RV) sorgt im Achselbereich dafür, dass ganz viel Wasserdampf nach außen entweichen kann. Die Position ist nicht nur praktisch, weil wir dort viel schwitzen, sondern weil man den Reißverschluss bei einem leichten Schauer sogar geöffnet lassen kann.

        Reißverschluss (RV) und Kinnschutz

        Wenn bei den Jacken von wasserabweisenden Reißverschlüssen die Rede ist, können diese eine Menge ab – nur unter äußerst extremen und widrigen Umständen können sie etwas Wasser durchlassen.

        Beachte bitte, dass Taschen mit einem solchen Reißverschluss nicht zu 100% wasserdicht sind!

        Von einem Kinnschutz ist die Rede, wenn das obere Ende des geschlossenen Reißverschlusses abgedeckt ist. Ansonsten kann es unangenehm piken und/oder sich kalt anfühlen. Damit geht oft eine weiche Innenseite im Kinnbereich (für die Männer interessant: Bartschutz) einher.

        Waschen und imprägnieren

        Sehr wichtig und oft unterschätzt ist die Imprägnierung der Jacke. Neue Jacken sind imprägniert (DWR-Ausrüstung – durable water repellent), der Abperleffekt in der ersten Zeit ist schlichtweg beeindruckend. Wenn die Imprägnierung durchs Tragen abgenutzt ist, saugt sich der Oberstoff mit Feuchtigkeit voll. Der Stoff quillt auf, die Zwischenräume im Gewebe verschließen sich, dadurch kann Wasserdampf schlechter nach außen entweichen. Durch die dadurch vermehrt entstehende Kondensflüssigkeit im Inneren der Jacke entsteht der Eindruck, die Jacke sei undicht. Wir empfehlen regelmäßiges Waschen / Imprägnieren, siehe hierzu auch die Pflegeanleitung auf unserer Website.

        Wissenswertes zum Thema Imprägnierungen: Einige Firmen, z. B. Alles zu Fjällräven und Haglöfs, verwenden PFOA-freie Imprägnierungen. PFOA steht im Verdacht, sich im Wasser anzureichern, logischerweise mit negativen Folgen für das Ökosystem. PFOA-freie Imprägnierungen halten allerdings nicht ganz so lange wie herkömmliche.

        Wie warm hält mich die Jacke?

        Was grundsätzlich nicht beantwortet werden kann, ist die Frage, für welche Temperaturen eine Jacke geeignet ist. Dies ist extrem unterschiedlich von Mensch zu Mensch – und auch von Tag zu Tag: Müdigkeit oder Hunger z. B. lassen einen frieren – und abhängig von der Art der Kälte (trocken oder feucht), dem sogenannten Windchilleffekt (bei windigen Verhältnissen liegt die gefühlte Temperatur weit unter der tatsächlichen), von der Menge und Qualität der Unterbekleidung und vor allem vom Grad der Aktivität. Eine seriöse Aussage ist hier kaum zu treffen.

        Softshells

        Der Siegeszug der Softshell-Bekleidung ist ungebremst. Dies liegt vor allem an ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und dem hohen Tragekomfort. In erster Linie sind sie als äußere Schicht gedacht und ergänzen hier die Hardshells (wasserdichte Jacken). Vorteil: Das Material ist weicher, raschelt weniger und ist (fast immer) elastisch – Stichwort hoher Tragekomfort.

        Weitere Eigenschaften der Softshells

        Softshells sind generell rucksacktauglich. Falls dem mal nicht so sein sollte, steht es im Produkttext. Und sie sind wasserabweisend, die mit Membran mehr als die ohne Membran. Apropos Membran: Es gibt Softshells mit Membran und ohne. Die mit Membran sind winddicht (und dann zwangsläufig weniger atmungsaktiv), die ohne Membran sind durch die Webart windabweisend und sehr atmungsaktiv.

        Da sollte man ganz genau wissen, was man will: maximalen Schutz vor dem Wind oder extrem hohe Atmungsaktivität. Die Eier legende Wollmilchsau gibt es auch hier nicht.

        Der Klassiker: Fleece

        Eine der gängigsten Isolierungsschichten ist immer noch Fleece. Es ist sehr leicht bei einer hohen Wärmeleistung und trocknet im Handumdrehen. Das dünnste hat ein Gewicht von 100 – 200g / m2 (100er-Fleece). Die mitteldicken wiegen dementsprechend 200–300g/m2 (200er- Fleece). Die Grammangabe pro m2 findest Du an jedem Fleeceprodukt. Diese beiden Stärken sind die gängigsten und je nach Temperatur, eigenem Temperaturempfinden und Grad an Aktivität völlig variabel einsetzbar, natürlich auch übereinander.

        Es gibt auch 300er-Fleece, diese Produkte führen wir im Winter. Zusätzlich kommt bei der 200er-Qualität noch Polartec ThermalPro ins Spiel. Dieses Fleece ist etwas enger gewebt als das klassische und somit etwas wärmer. Dadurch sind die Isolierungseigenschaften höher. In puncto Wärmerückhalt nimmt hochfloriges Fleece eine Sonderstellung ein, da in dieser dicken Schicht besonders viel (warme) Luft gespeichert werden kann – bei vergleichsweise geringem Gewicht. Auch sehr gern genommen: Stretchfleece wie z.B. Power Stretch. Wie der Name schon sagt, ein elastisches Material. Durch die glatte Oberfläche gleitet z.B. eine Softshelljacke besser übers Material. Und die Oberfläche ist etwas abriebfester als normales Fleece.

        Ein optisches Schmankerl bietet Strickfleece. Die Produkte haben eine gestrickte Außenseite und sind deshalb vor allem im Alltagsgebrauch beliebt.

        Leicht und praktisch: Daune & Füllfasern

        Auch im Sommer spielt Daune als Isolierungsschicht eine große Rolle – sie ist einfach unschlagbar im Wärme/Gewicht-Verhältnis und eignet sich auf Grund des kleinen Packmaßes hervorragend, um sie z.B. in den Bergen permanent dabei zu haben und bei der Gipfelrast oder einem Wetterumschwung anzuziehen. Sowohl zum Drunter- als auch zum Drüberziehen – sie gehört also sowohl zu der dritten als auch zu der zweiten Schicht.

        Füllfasern (wie z.B. Primaloft) imitieren Daune und haben dabei einen entscheidenden Vorteil: sie sind nässeunempfindlicher als Daune. Dafür sind sie etwas schwerer.

        Das weite Feld der Funktionsfasern (Feuchtigkeitsregulierung)

        Wenn von Funktionsfasern die Rede ist, sind meist Produkte aus Kunstfasern gemeint. Stoffe wie Polyester, Polyamid / Nylon oder Polypropylen – oft noch mit Elasthan aufgepeppt. Diese Materialien haben Eigenschaften, die sowohl für den aktiven, schweißtreibenden Einsatz als auch für Situationen, in denen man mit minimalem Gepäck unterwegs ist, einfach unschlagbar sind.

        Bei Hemden und Blusen wird häufig von Belüftungsschlitzen am oberen Rücken geschrieben. Auch erwähnenswert: der Raglanschnitt. Bezieht sich auf alle Schichten und kann für eine bessere Passform sorgen, da es keine Naht auf der Schulter gibt.

        Die Eigenschaften der Funktionsfasern

        Zum einen trocknen sie unglaublich schnell. Feuchtigkeit wird von der Innenseite aufgenommen und auf der Außenseite großflächig verteilt („wicking“), so wird eine rasche Verdunstung erreicht. Feuchtigkeit wird nicht in der Faser gespeichert (siehe hierzu auch den Infotext auf den Unterwäscheseiten). Sie sind erstaunlich leicht, haben eine sehr gute Formbeständigkeit und sind knitterarm (nach dem Waschen einfach auf einem Bügel trocknen lassen, so spart man sich das Bügeln. Im Produkttext nennen wir das „pflegeleicht“). Zum anderen haben die Fasern einen (im Vergleich zu Baumwolle) relativ hohen UV-Schutz, siehe dazu den entsprechenden Absatz weiter unten.

        Im direkten Vergleich kann man außerdem sagen: Nylon ist reißfester (abriebfester, robuster) als Polyester, speichert aber etwas mehr Feuchtigkeit. Polypropylen speichert am wenigsten Feuchtigkeit. Achtung bei zu viel Elasthan: Auch das hält die Feuchtigkeit länger im Material. Supplex Nylon ist die Bezeichnung für ein weiches Nylon-Garn, wobei sich hier viel getan hat: Auch viele „normale“ Nylon-Garne sind inzwischen angenehm weich.

        Viskose

        Viskose wird aus Zellstoffmasse chemisch aufbereitet und zählt fachlich zu den (zellulosischen) Chemiefasern. Typisch für die hautsympathische Viskose sind der weiche Griff und der fließende Fall. Die Faser nimmt allerdings relativ viel Feuchtigkeit auf, trocknet langsam und ist nicht besonders reißfest. Sie ist also eher angenehm zu tragen als funktionell – oft wird sie deshalb mit Kunstfasern gemischt. Infos z.B. zu Modal und Lyocell (der Viskose ähnliche Stoffe) finden Sie auf den entsprechenden Seiten.

        Merinowolle

        Seit geraumer Zeit etabliert sich Merinowolle als Funktionsfaser. Merinoschafe geben ganz besonders feine, dünne Wolle, die in der Regel nicht kratzt. Grundsätzlich sorgen Naturfasern für ein sehr angenehmes Körperklima, man spricht auch von den thermoausgleichenden Eigenschaften der Wolle. Außerdem wärmt die Faser auch, wenn sie feucht ist, sie ist viel geruchsneutraler als Kunstfaser und lädt sich nicht statisch auf. Nachteil gegenüber Kunstfaser: Sie trocknet deutlich langsamer (aber viel schneller als Baumwolle)!

        Mischgewebe (wie z. B. G-1000)

        Meist wird Baumwolle mit einer Kunstfaser kombiniert. Baumwolle überzeugt durch den Tragekomfort (z.B. angenehmer Materialgriff, geringere Geruchsentwicklung als bei Kunstfaser, sehr beliebt bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchte), Kunstfaser durch seine Funktionalität (leicht, schnell trocknend, knitterarm). In einem Kleidungsstück verarbeitet, sind beide Vorteile vereint.

        Wird immer wichtiger: Sonnenschutz

        Sonnenschutz spielt heutzutage bei Bekleidung eine immer größere Rolle. Die Messweise des Sonnenschutzes der Bekleidung ist mit der von Sonnencreme identisch. Soll heißen: Wenn meine Hose einen UV-Schutz von 30+ hat, darf ich 30 Mal länger in der Sonne bleiben als ohne Schutz (Richtwert ohne Schutz: 9 min.). Der Schutz kommt durch die Art des Gewebes (je fester, desto besser), den Farbton (je dunkler, desto besser) und der Faserart (Polyester ist besser als Nylon) zustande. Baumwolle ist am wenigsten wirksam. Im nassen Zustand sinkt der UV-Schutz der Bekleidung. Selten wird die Schutzwirkung durch eine chemische Behandlung des Stoffes aufgebessert, in dem Fall erwähnen wir das am Produkt.

        Ab einem UV-Schutz von 25 spricht man von sehr gutem Schutz, ab 40 von hervorragendem Schutz. Die Angaben beziehen sich auf das trockene Produkt. Deswegen verwenden wir unser Sonnen-Logo erst ab einem UV-Schutz von 25, schulterfreie Bekleidung oder sehr kurze Hosen sind als logische Schlussfolgerung nicht mit dem Logo versehen, im Text wird aber der Schutz des Materials benannt.

        Mückenschutz

        Es gibt zwei verschiedene Methoden, Bekleidung mückenabweisend (bzw. nahezu mückendicht) zu bekommen. Entweder ist das Gewebe so eng gewebt, dass Mücken es sehr schwer haben, hindurchzustechen (z.B. G-1000 von Fjällräven). Naheliegenderweise handelt es sich dabei um etwas kräftigere, dickere Stoffe.

        Die zweite Möglichkeit sind chemische Ausrüstungen, diese wirken auf der Basis von Permethrin (bitte beachte die Information über Permethrin!). Verschiedene Anbieter haben Produkte dieser Art im Sortiment. Wir weisen im Text ausdrücklich darauf hin, wenn ein Bekleidungsstück mit einer dieser Ausrüstungen behandelt wurde.

        Funktionsunterwäsche

        Unterwäsche, die das Schwitzen verhindert, gibt es nicht!

        Zum Glück, denn Schwitzen hat eine wichtige Funktion: Den Körper vor Überhitzung schützen. Der Körper kann sich so von der produzierten Wärme entledigen. Durch das Verdunsten des Schweißes kühlt er sich ab. Allerdings muss der Schweiß in unmittelbarer Nähe zur Haut verdunsten - sonst bleibt die kühlende Wirkung aus und der Körper schwitzt immer weiter und verliert viel Feuchtigkeit. Perfekt sind Produkte, die die Feuchtigkeit rasch aufnehmen und im Optimalfall auf der Außenseite großflächig verteilen ("wicking"). Von dort werden sie zügig (aber nicht zu schnell, sonst tritt der oben beschriebene Effekt ein: der Körper schwitzt zu viel) an die nächste Schicht weitergegeben. In Ruhephasen ohne Schweißproduktion trocknen sie schnell wieder und bieten daher einen hohen Tragekomfort. Alle unsere Produkte haben uns diesbezüglich überzeugt.

        Sehr ungünstig ist Baumwollunterwäsche, da sich die Wäsche mit Feuchtigkeit vollsaugt und nass am Körper klebt. Dieser Effekt ist allenfalls in den Tropen oder Subtropen erwünscht.

        Sondergrößen

        Für Menschen mit besonders langen oder besonders kurzen Beinen haben sich einige von unseren Herstellern (z. B. Haglöfs, Jack Wolfskin, Mammut) etwas einfallen lassen: Kurz- bzw. Langgrößen.

        • Bei der Kurzgröße wird die normale Konfektionsgröße durch 2 geteilt (z. B. 50 : 2 = 25).
        • Für die Langgrößen wird die reguläre Größe mit 2 multipliziert. Zu dem Ergebnis wird 2 addiert (z. B. 50 x 2 = 100 + 2 = 102).

        Bei The North Face sind die großen Längen 2 inch (ca. 5 cm) länger.

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