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Für den mit 2.500 Euro dotierten GdJ kommen nur Personen in Frage, die durch eine außergewöhnliche Reise auf sich
aufmerksam gemacht haben.
And The Winner Is ...
Jeep-Safaris, weiße Strände, Masai-Tänze am Hotelpool - so sieht man Kenia in den
Reiseprospekten. Dies ist aber nicht das Kenia von Anne Bucher. Sie engagierte sich
für die Menschen vor Ort - und wurde dafür zur "Globetrotterin des Jahres" gekürt. Den 4-Seasons-Bericht gibt es hier.
Aus ihrem Schulgarten wurde eine blühende Oase in einer sonst trockenen Umgebung.
Es begann ganz harmlos: Anne Bucher aus dem schwäbischen Bad Boll wollte sich einmal die Schule anschauen, die die seit Jahren von Deutschland aus unterstützt. Aus der Stippvisite wurde ein dreimonatiger Aufenthalt.
Zwölf Quadratmeter maß Anne Buchers Hütte auf dem Gelände der Robert Steiner Mbagathi School, 20 Kilometer außerhalb von Nairobi. Zwölf Quadratmeter Privatsphäre - in Kenia ein Königreich. In denselben Hütten leben Familien mit drei und mehr Kindern. 39 Kinder wohnen während der Schulzeit auf dem Schulgelände, viele von ihnen sind Waisen.
Anne Bucher packte gleich mit an: Inmitten der weiten Graslandschaften, wo die Masai-Hirten ihre Rinder und Ziegen hüten, pflegte und erweiterte sie den Garten der Schule. Das klingt nach Rasenmähen und Unkrautjäten, tatsächlich wurden jedoch die steinharten Graslands mit Hacken umgegraben, bis eine Fläche von 250 Quadratmetern entstand, auf der Bohnen, Kürbisse und Mais angebaut werden sollen. Die Ernte wird in der Schulküche gleich verarbeitet.
Bei der Gartenarbeit hatte Anne Bucher jede Menge Unterstützung: "Jeden Tag arbeitete ich mit zwei Schulklassen für ein bis zwei Stunden im Garten. Immer wieder war ich überrascht, mit welcher Begeisterung die Kinder die körperlich schweren Arbeiten erledigten", erzählt sie. Die einen halfen den Boden umzugraben, andere ernteten den Einjährigen Beifuß - eine Heilpflanze, die bei Malaria eingesetzt wird. Die Blätter wurden in der selbst gebauten Solaranlage getrocknet, später dann portionsweise verpackt und verkauft. Dank Spendengeldern bekam die Schule auch einen 160 Meter tiefen Brunnen, so dass nun auch die Pflanzen während der Trockenzeit gedeihen.
Sonderaktion für Samuel, Stanley und Lucy
Schmutz und Elend sind in Kenia allgegenwärtig, doch beim Besuch in einem Slum stieß Anne Bucher auf besonders schlimme Zustände: "Hütten aus rostigem Wellblech, Plastik und Holz, dazwischen Abwasserkloaken. Armut und Not sind überall, Aids auch. Ich besuchte die beiden elf und zwölf Jahre alten Jungen Samuel Mburu und Stanley Kimani. Mit zwei und drei Jahren verloren sie ihren Vater, ein paar Jahre später dann die Mutter. Seither lebten sie in einer heruntergekommenen Lehmhütte, mit nur einem Bett und einer Feuerstelle. Ein paar Hütten weiter wohnte die fünfjährige Waise Lucy Nymbura mit ihren gebrechlichen Großeltern."
Die Lebensbedingungen der Kinder waren so fürchterlich, dass von allen Seiten - besonders von den Kindern selbst - der Wunsch kam, sie in der Mbagathi School unterzubringen. Dafür fehlte allerdings das Geld. Das Schicksal der Kinder ließ Anne Bucher nicht los - nach drei Monaten wieder daheim in Bad Boll sammelte sie Spenden, bis die Finanzierung für die Unterbringung der drei stand. Nun leben und lernen Samuel, Stanley und Lucy in Mbagathi. Anne Bucher wird den Kontakt zu den Kindern und zur Mbagathi School nicht abreißen lassen.
Informationen zum Preis "Globetrotter des Jahres":
Interesse an einer eigenen Bewerbung für den Preis "Globetrotter des Jahres"? Dann senden Sie Ihre Bewerbung einfach bis zum 15. November 2007 an: Globetrotter
Ausrüstung, Werbeabteilung, Bargkoppelstieg 10-14, 22145 Hamburg. Die Form der Bewerbung ist frei wählbar. Entscheidend ist ein erkennbarer Einblick in das Erlebte. Globetrotter erhält von den Preisträgern das Recht, über die Reise zu berichten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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